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Popkultur

Die musikalische DNA von The Who

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Alle Bands fingen klein an, die wenigsten von ihnen wurden später groß. The Who wurden überlebensgroß und zerschmetterten dabei alles, was ihnen im Weg stand oder als Instrument um die Schultern hing. Kaum eine Band lebte den Rock’n’Roll-Lifestyle dermaßen exzessiv aus wie Pete Townshend, Roger Daltrey, Keith Moon und John »The Ox« Entwistle. Wenn aber auf Verluste keine Rücksicht genommen wird, sind bald schon welche zu beklagen: Drummer Moon verstarb 1978 und auch Bassist Entwistle verabschiedete sich 2002 von dieser Welt.


Hört euch hier einen Vorgeschmack der musikalischen DNA von The Who an:

Zur ganzen Playlist kommt ihr über den „Listen“-Button.

Townshend und Daltrey aber machen weiter und werden dabei von langjährigen Weggefährten wie etwa John Bundrick begleitet. Nicht allen Fans gefällt das, The Who jedoch haben schließlich ein großes Vermächtnis zu verwalten. Ohne sie würden Gitarrenverstärker und PA-Systeme weniger imposant aussehen oder wären Synthesizer nicht so früh im Rock untergekommen. Denn wenn sie nicht Hotelzimmer auseinander pflückten, waren The Who durchaus konstruktiv an der Weiterentwicklung der Musikgeschichte beteiligt. Kein Wunder, dass sich die in ihren Frühzeiten noch der Mod-Bewegung zugeordneten Band, ohne die es das Format Rock-Oper in dieser Form sicher nicht gegeben hätte, auf zahlreiche Genres wie unter anderem Punk und Metal auswirkte und selbst Paul McCartney von den eher braven Beatles schon 1965 zu Begeisterungsstürmen hinriss: Der hielt The Who für »die aufregendste Band« dieser Zeit und gab zu, beim Schreiben von »Helter Skelter« von ihnen inspiriert gewesen zu sein. Und The Who selbst? Was macht ihre musikalische DNA aus? Finden wir es heraus!


1. Cliff Richard – Move It

Roger Daltrey, John Entwistle und Pete Townshend lernten sich früh kennen, gingen zusammen zur Schule und unternahmen ihre ersten musikalischen Schritte gemeinsam. Townshend hatte den beiden anderen etwas voraus: Er hatte sehr musikalische Eltern. Sein Vater spielte Saxofon, die Mutter hatte während des zweiten Weltkriegs die britischen Truppen mit ihrem Gesang unterhalten. Dass er gemeinsam mit seinem Schulfreund John eine Trad Jazz-Gruppe gründete, dürfte ganz nach ihrem Geschmack gewesen sein und dass er im Schulorchester das Horn spielte, sowieso. Wie also rebellieren? Selbst sein Interesse für Rock’n’Roll sahen die Townshends ihrem Filius nach und unterstützten ihn sogar, als er sich inspiriert von Cliff Richards Song »Move It« der Gitarre zuwandte. Auch The Confederates mit Townshend und Entwistle änderten ihren Kurs von Jazz zu Rock, bevor Townshend die Gruppe nach einem Streit mit Drummer Chris Sherwin verließ. Danach legte er sich eine neue Gitarre zu, die er ebenfalls im familiären Rahmen ergattern konnte, denn fündig wurde er im Antiquitätengeschaft seiner Mutter. Schon schwierig, gegen solche Eltern zu rebellieren! Aber vielleicht schlug Pete deswegen später umso doller über die Stränge.


2. Duane Eddy – Rebel Rouser

Sein Bandkollege Entwistle hing einem ganz besonders »rebellischen Störenfried«, wie sich der Titel von Duane Eddys Song »Rebel Rouser« übersetzen ließe, an. So viel Glück wie Townshend hatte er allerdings nicht, Für die Gitarre waren seine Finger zu groß, weshalb er an den Bass herüber wechselte. Genau deswegen aber fand er mit 14 Jahren ein Vorbild in Eddy, der lieber die tiefen Saiten seines Instruments bediente und dessen Platten Entwistle genau studierte. An den Rand drängen lassen wollte er sich aber nicht und schrieb stattdessen für Songs wie My Generation Basssoli, die in die Musikgeschichte eingehen sollten – und damals noch unerhört waren! »Ich wollte einfach lauter sein«, erklärte er sein unkonventionelles Spiel. »Ich raste geradezu aus, wenn die Leute ihre Gitarrenamps aufdrehen und lauter sind als ich. Also entschied ich mich dazu, Gitarre zu spielen.« – nur eben auf vier Saiten! Seinen Bass zimmerte er sich im Jahr 1960 übrigens selbst aus einem Stück Mahagoni zusammen. Zum Leidwesen der Großmutter von »The Ox«, deren bester Küchentisch beim Bau des Instruments völlig zerkratzt wurde. Auch das ein Vorzeichen für die kommende Zerstörungswut von The Who!


3. Screaming Lord Sutch – Jack The Ripper

Keith Moon allerdings schien schon immer ein echter Satansbraten gewesen zu sein. »Künstlerisch zurückgeblieben. Idiotisch in anderer Hinsicht«, notierte einer seiner Lehrer. Kein Wunder, dass Moon die Schule bereits mit 14 Jahren verließ und sich lieber um eine Ausbildung kümmerte, mit der er seine Trommelleidenschaft finanzieren konnte. Lehrstunden nahm er für den moderaten Preis von zehn Shilling pro Sitzung bei einem der lautesten Schlagzeuger der Zeit, Carlo Little. Viel mehr Geld wird für seinen Verschleiß von Ersatzteilen drauf gegangen sein: Der Legende nach soll er die frühen The Who mit einem Session-Drummer beobachtet haben und zur Hälfte des zweiteiligen Sets der Band versprochen haben, es besser zu können. Am Ende der zweiten Hälfte war vom Schlagzeug nicht mehr viel übrig. »Ich habe mich zu Tode gefürchtet«, gab er später zu. »Danach saß ich an der Bar und Pete kam rüber. Er sagte: ‚Du… Komm rüber!‘ Und ich dann, so sanft ich konnte: ‚Ja, ja?‘ Er sagte: ‚Was hast du am Montag vor?‘« Der Pakt war besiegelt und Moon seitdem bei The Who hinter der Schießbude zu finden. Offiziell als Mitglied wurde er jedoch nie eingeladen, weshalb er auf die Nachfrage Ring Starrs nach seinem Einstieg bei The Who lakonisch antwortete, er würde »lediglich seit 15 Jahren aushelfen.« Seinen alten Lehrer ersetzte er sogar als Drummer von Screaming Lord Sutch für das Album Hands Of Jack The Ripper. Und das obwohl er vermutlich von Little selbst die Kniffe von Songs wie »Jack The Ripper« gezeigt bekommen hatte!


4. James Brown – I Don’t Mind (Live)

The Who hatten aber nicht nur viel Zerstörungswut, sondern auch ein Gefühl für große Pop-Hits. Insbesondere Roger Daltrey brachte als charismatischer Sänger das notwendige Gespür für große Melodien mit. Wo er das gelernt hatte? Vor allem im Soul! Schon früh interessierte sich der Sänger für den Sound der »Motor City« Detroit. Ganz besonders wichtig für Daltrey schien aber James Brown gewesen zu sein. Auf …Sings My Generation sind zwei Coverversionen von »Please, Please, Please« und »I Don’t Mind« enthalten, die B-Seite der »My Generation«-Single wurde von einer Version von Browns »Shout And Shimmy« bestritten. Was Brown für den angehenden Sänger, der sich vorher in Skiffle-Bands durchs Leben geschlagen hatte und erst mit The Who seine wahre Bestimmung fand, bedeutete, lässt sich leicht an dessen legendärem Konzertmitschnitt Live At The Apollo aus dem Jahr 1963 heraushören. Browns Mischung aus einfühlsamen Tönen und explosivem Geschrei prägte seine unvergleichliche Bühnenpräsenz, der Daltrey erst einige Zeit später das Wasser reichen konnte.


5. Bob Dylan – Corrina, Corrina

»Wir waren ein Schmelzkessel«, erinnerte sich Daltrey in einem Reddit-AMA an die prägenden Frühzeit von The Who. »Wie ein leerer Schwamm, der all den Kram von drüben in sich aufsaugt, der uns verwehrt geblieben war.« Drüben? Heißt natürlich: Die USA, von wo aus The Who sich einige Inspiration holten. Unvergleichlich wichtiger als die Kollegen war besonders ein Songwriter. »Bob Dylan hat alle beeinflusst«, sagte Daltrey entschieden. Vor allem dessen Lyrics wurden für die Band wichtig, die sich partout nicht in die Mod-Schublade stecken lassen wollte und viel größere Ambitionen hatte. Townshend war gelangweilt von den immergleichen Boy-meets-Girl-Geschichten, die zu dieser Zeit den Erzählstrang der meisten Rock-Songs ausmachte. Die poetisch angereicherten und zum Teil etwas verkopften Texte des späteren Literaturnobelpreisträgers waren ihm Vorbild und abschreckendes Beispiel zugleich: Townshend wollte den Kids von der Straße am liebsten etwas über ihr Leben erzählen, anstatt sich nachträglich in Uni-Seminaren analysieren zu lassen. Kein Wunder, dass er sich 2012 für eine umfassende Cover-Compilation einen eher simplen Dylan-Song vornahm: »Corrina, Corrina« vom Album The Freewheelin’ Bob Dylan aus dem Jahr 1963. Zumal er Mitte der siebziger Jahre dem Penthouse gegenüber sogar seine Enttäuschung mitteilte. »Ich konnte den Tag kaum abwarten, an dem ihn sich jemand für dieses ausgiebige Interview schnappte, von dem alle erfahren würden, was wirklich in seinem Hinterkopf vorging«, erinnerte sich der damals 29-jährige. Als dieser Tag jedoch kam? »Er hörte auf, mein Held zu sein.« Autsch!


6. Jimi Hendrix – Wild Thing (Live)

Im Austeilen sind The Who schon immer gut gewesen, im Einstecken nicht wirklich. Gut, so selten, wie sie überflügelt wurden, konnte darin ja keine Übung aufkommen. Wenn es aber geschah, dann wurde es heftig. Nachdem The Who jahrelang der Musik aus den USA gelauscht hatten, wurde es endlich Zeit, dass ihnen das Publikum dort zuhörte. Ihr erster größerer Auftritt auf der anderen Seite des atlantischen Ozeans fand auf dem Monterey Pop Festival statt, einem Hort für Hippies. Während Moon sich Sorgen darüber machte, dass das Publikum der destruktiven Bühnenshow von The Who nicht gerade wohlwollend gegenüberstehen würde, war es die Zerstörungswut eines anderen Künstlers, die ihnen an diesem Sonntagabend im Jahr 1967 den Gig vermiesen sollte. Schon vor dem Konzert stritt sich Townshend mit seinem Track-Labelkollegen Jimi Hendrix darüber, wer zuerst auftreten dürfte und ein Münzwurf entschied schließlich für die The Who. Nachdem die ihr Set beendet hatten, übernahm Hendrix die Bühne und steigerte sich in seinem letzten Song, dem Cover von The Troggs’ Wild Thing, in eine Rage, an deren Ende von seiner Gitarre nur noch verkohlte Überreste übrig blieben. Townshend währenddessen glühte auch – vor Wut! Später aber konnte er sich zu ein paar respektvollen Worten hinreißen lassen: »Für mich war es eine Show«, sagte Townshend über seine Zerstörungsorgien. »Für ihn war es etwas ganz anderes. Es war eine Erweiterung dessen, was er tat.« Kein Wunder also, dass die Gitarren auf The Who Sell Out aus demselben Jahr verdächtig nach Hendrix’ Handschrift klingen.


7. Neal Hefti – Batman Theme

Das Album The Who Sell Out markierte den langsamen Umschwung der jungen Wilden hin zu konzeptuellen Gesamtkunstwerken, wie sie später mit Tommy oder Quadrophenia in die Musikgeschichte eingehen sollten. Vom grellen Cover-Artwork über die fiktiven Radio-Jingles hin zu den eingestreuten Ansagen war das Album eine ironische Anspielung darauf, dass The Who sich tatsächlich mit Werbemusik ein paar Groschen dazuverdienten. Einige der Auftragsarbeiten sind tatsächlich sogar auf späteren Auflagen der LP zu hören. Neben ihrer Vorliebe für das britische Piratenradio – ein essentieller Kanal für die Mod-Szene – war es vor allem der Nebenerwerb, aber auch frühere Ausflüge in die Bereiche kommerzieller und funktionaler Musik, welche das Quartett beeinflusste. In seinem Buch Maximum R & B behauptet Richard Barnes, dass die Idee mit den Radio-Jingles auf sein Konto ging, nachdem The Who auf ihrer Ready Steady Who-EP den Batman Theme von Neal Hefti gecovert hatten. Ob es stimmt? Das ist schwer zu sagen, fest steht zumindest eins: The Who Sell Out wird weiterhin als eines der wichtigsten Alben der Rock-Geschichte gehandelt und ihr augenzwinkerndes Cover des Batman Themes deutete schon einen Schritt in andere musikalische Gefilde an.


8. Mercy Dee Walton – One Room Country Shack

Hatte The Who Sell Out noch einen deutlichen Umbruch in der Außenwahrnehmung nach sich gezogen, etablierten sich The Who 1969 mit ihrem bisher größten Coup endgültig als ernstzunehmende Band, deren Ansprüche weit über ein paar Flaschen Schnaps im Backstage-Bereich hinaus gingen. Mit Tommy veröffentlichten sie 1969 eine Rock-Oper, die Townshend bereits im August 1968 in einem ausgiebigen Interview mit dem Rolling Stone angekündigt hatte. Der Arbeitstitel lautete damals noch Deaf, Dumb and Blind Boy, den Plot aber hatte Townshend schon im Kopf und legte ihn über erschlagende elf Seiten dar. Selbst der The Who-Biograf Dave Marsh konnte sich da einen Seitenhieb nicht verkneifen: Das Interview erkläre das Narrativ wesentlich besser als das Album es könne, schrieb er später. Townshend selbst ärgerte sich, im Vornherein so viel preisgegeben zu haben. Er spuckte aber in die Hände und komponierte fast im Alleingang die komplette LP. Zugegeben, einige Stücke waren bereits lange vorher geschrieben worden und mit Eyesight To The Blind (The Hawker) coverte die Band ein Mose Allison-Stück, aber… Na ja, solange es zur Geschichte passte? Lediglich ein weiteres Cover von einer anderen Blues-Legende, Mercy Dee Waltons One Room Country Shack, schaffte es deshalb nicht auf Tommy, weil Townshend es beim besten Willen nicht in den Plot einpassen konnte. Allerdings verdeutlicht es wieder einmal mehr die Wurzeln der Band im Blues. Nicht nur in Sachen Storytelling, versteht sich.


9. Terry Riley – A Rainbow In Curved Air

Neben dem Bodenständigen und dem Skurrilen zeigten sich The Who aber auch immer zum Experimentellen hingezogen. Hauptsache, es ging mit aller Gewalt gegen den Strich! Da überrascht es fast, dass ein mitreißender Hit wie »Baba O’Riley« sich seinen Namen von gleich zwei Querdenkern geliehen hat. Meher Baba war ein indischer Guru, der sich ab 1954 komplett dem Schweigen verschrieben hatte – seine letzten Worte übrigens bildeten die Grundlage für einen weiteren Welthit: Don’t Worry, Be Happy! – und dessen Lehren Townshend eifrig in sich aufsog. Da passte es nur, dass auch Terry Riley auf langen Reisen durch Indien viel Inspiration für seine revolutionären Kompositionen sammelte, die wie das 1969 veröffentlichte Stück A Rainbow In Curved Air einen bleibenden Eindruck bei Townshend hinterließen. Altmeister Riley selbst gab zu Protokoll, dass ein Freund von ihm als Beleuchtungstechniker für The Who gearbeitet und Townshend auf das elektronische Stück gebracht hätte. »Pete hat immer gesagt, dass ich einen großen Einfluss auf ihn ausgeübt hätte«, sagte er stolz. Das lässt sich aus den quirligen Synthesizer-Experimenten auf  Baba O’Riley auch leicht heraushören. Nur die ikonischen Klavierakkorde gehen ganz auf das Konto von The Who! Das Interesse an innovativen Techniken fand schließlich mit Quadrophenia seinen Höhepunkt, wo unter anderem eine Feldaufnahme von John Philip Sousas The Thunderer zum Einsatz kam. Die Band trieb es sogar so weit, dass im Studio bisweilen gleich neun Kassettenrekorder gleichzeitig liefen! Ein Verfahren, das Riley und Kollegen wie Steve Reich populär gemacht hatten.


10. Oasis – Rock’n’Roll Star

Die Blütezeit von The Who mag schon lange vorüber sein, manche sogar sahen mit dem Tod Keith Moons das Schicksal der Band bereits 1978 besiegelt. Ihr Nachruhm allerdings motiviert noch weiterhin Bands, an die Grenzen des Möglichen zu gehen. Oasis verkörperten in den neunziger Jahren nicht nur die Schnoddrigkeit der frühen The Who, tatsächlich gab es zwischen beiden Bands immer wieder Berührungspunkte. Ringo Starrs Sohn Zak Starkey etwa, der seit 1999 bei The Who hinter dem Schlagzeug sitzt, spielte ebenfalls bei Oasis und Roger Daltrey performte mit den beiden und Ian Broudy von den Lightning Seeds im Jahr 2015 bei einem Live-Special der Unterhaltungsshow TFI Friday 40 Jahre nach Erstveröffentlichung den Song My Generation. Schon vorher teilte der andere Gallagher-Bruder Noel für eine Version von We Won’t Get Fooled Again die Bühne mit The Who. Kein Wunder, hatten Oasis doch schon mit den ersten Tönen ihres Debütalbums Definitely Maybe klar gemacht, dass sie in Sachen Lautstärke den Idolen das Wasser reichen wollten. Wer ein echter »Rock’n’Roll Star« sein will, muss eben ordentlich aufdrehen. Das haben Oasis schließlich von John Entwistle, aber auch seinen Bandkollegen gelernt!


Anmerkung:

In einer früheren Version des Artikels gab es einen Recherche Fehler: 

Kenney Jones wurde sein Ableben unterstellt, glücklicherweise lebt er aber noch!


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Popkultur

„White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

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Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

Sie dudeln im Radio auf und ab, beschallen Weihnachtsmärkte und Cafés: Hättet ihr diese Dinge über Evergreens wie Last Christmas, All I Want For Christmas Is You oder White Christmas gewusst?

von Björn Springorum

Auf wenige Dinge ist so sehr Verlass wie das pünktliche Aufschlagen von Last Christmas und All I Want For Christmas Is You deutlich vor dem ersten Advent. Weihnachtssongs sind Fluch und Segen zugleich, Boten einer schönen Zeit für die einen und Geißel des schlechten Geschmacks für die anderen – Stichwort #whamageddon. Zu welchem Lager man auch zählt: Vorbei kommt dieser Tage niemand an ihnen. Da lohnt mal ein Blick auf die erstaunlichen Geschichten hinter fünf der erfolgreichsten Weihnachtssongs aller Zeiten.

1. All I Want For Christmas Is You (1994)

Eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten ist in gerade mal 15 Minuten entstanden. So kurz sollen Mariah Carey und Walter Afanasieff für das Songwriting dieser Nummer gebraucht haben. Bewusst angelehnt an den Ronettes-Sound der Sechziger, braucht All I Want For Christmas Is You kommerziell gesehen deutlich mehr Zeit als für seine Entstehung. Der Grund: Der Song wurde anfangs nicht offiziell als reguläre Single ausgekoppelt und konnte deswegen auch nicht in den Charts notieren. Das ändert sich, als 1998 die Regularien angepasst werden. Damals beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Songs: Am 21. Dezember 2019 – 25 Jahre nach Veröffentlichung – steht der Song erstmals ganz oben in den US-Charts. 16 Millionen Exemplare sind mittlerweile verkauft, unzählige Streaming-Rekorde gebrochen. Geschätzte 60 Millionen gibt es an Royalties allein für diesen Song, Mariah Carey allein verdient grob geschätzt 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr mit All I Want For Christmas Is You. Nicht übel – dafür, dass sie den Songs anfangs gar nicht aufnehmen wollte.

2. Santa Claus Is Comin’ To Town (1934)

Auch dieser Song gehört zu Weihnachten wie schlechter Glühwein: Erstmals 1934 von einem Banjo-Spieler namens Harry Reser aufgeführt, hat sich Santa Claus Is Comin’ To Town zum weihnachtlichen Pflichtprogramm entwickelt. Liegt natürlich auch an seiner erstaunlichen Haltbarkeit und Attraktivität für andere Künstler: In den letzten knapp 80 Jahren haben sich über 200 Künstler*innen an diesem Klassiker von J. Fred Coots und Haven Gillespie versucht – und nicht unbedingt unbekannte, um es mal so zu sagen: Unter anderem gibt es Versionen von Bing Crosby, Mariah Carey, Neil Diamond, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bill Evans, Chris Isaak, The Temptations, The Carpenters, Michael Bublé und den Jackson 5. Am ehesten denkt man bei Santa Claus Is Comin’ To Town aber wahrscheinlich an den Boss und seine unvergleichliche Version. Die entstand gemeinsam mit der E Street Band am 12. Dezember 1975, wurde aber erst 1982 auf dem Sesamstraße-Album In Harmony 2 veröffentlicht und steigt seit 2002 regelmäßig hoch in die Charts ein. Springsteen-Konzerte im November und Dezember kommen ebenfalls nie ohne diese Nummer aus.

3. Last Christmas (1984)

Irgendwann im Sommer 1984 wird George Michael plötzlich vom Geist der Weihnacht heimgesucht. Er und sein Wham!-Kollege Ridgeley sind gerade bei Michaels Eltern zu Besuch, als ihn die winterliche Muse küsst: Er rauscht in sein altes Kinderzimmer und schreibt dort mal so eben einen der größten, wenn auch polarisierendsten Weihnachtshits aller Zeiten. Die Nummer wird zum Erfolg und schnell auch zum unverzichtbaren Weihnachtslied. Nur die Nummer Eins in den britischen Charts bleibt Last Christmas vergönnt – bis 2021, mehr als 36 Jahre nach der Veröffentlichung. Den Gesamterlös des Songs spendet Wham! vorbildlich dem Kampf gegen die verheerende Hungerkrise in Äthiopien. Bei über sechs Millionen verkauften Singles kommt da einiges zusammen.

4. Do They Know It’s Christmas (1984)

Das ist die Nummer, die Last Christmas 1984 davon abhält, die Spitze der britischen Charts zu erklimmen: Do They Know It’s Christmas von Bob Geldorf und Midge Ure ist eine der bekanntesten Benefiz-Singles aller Zeiten. Und ein echter Allstar-Coup: Aufgenommen an nur einem einzigen Tag am 24. November 1984 im Londoner Stadtteil Notting Hill, kommt die als Band Aid bezeichnete Supergroup an diesem Tag erstmals hinterm Mikro zusammen: Unter anderem singen Bono, Siobhan Fahey, Phil Collins, Boy George, Paul Weller. Sting und wieder George Michael (der damit auf Platz eins und zwei der britischen Single-Charts thront) gegen den Hunger in Äthiopien. Und sammeln ordentlich Geld ein: Die Single verkauft sich knapp zwölf Millionen Mal. Aus den von Geldorf erhofften 70.000 Pfund werden innerhalb eines Jahres acht Millionen. Kritik gibt es dennoch: Der Text spiele mit westlichen Vorurteilen und Afrikaklischees und würde die Vielfalt Afrikas unter den Teppich kehren.

5. White Christmas (1942)

1940 setzt sich Irving Berlin hin und schreibt einen Song über eine nostalgische, romantisierte Vorstellung von Weihnachten. Ja, das hat man auch schon 1942 gemacht. Sie kommt in den Soundtrack zum Film Holiday Inn und bekommt prompt den Oscar für den besten Filmsong. „Es ist nicht nur der beste Song, den ich je geschrieben habe, sondern auch der beste Song, den irgendjemand anders je geschrieben hat“, soll er seiner Sekretärin gesagt haben. Nicht gerade beschieden, aber irgendwie auch nicht ganz falsch. Zumindest hinsichtlich seines Erfolgs: Am 29. Mai 1942 nimmt Bing Crosby den Song in schlanken 18 Minuten auf, hält aber nicht viel davon. 80 Jahre später wissen wir: Er unterschätzt die Nostalgie der Menschen. White Christmas ist die erfolgreichste Single aller Zeiten! Zwar sprechen wir heute meist von der 1947-er Neuaufnahme (das Original wurde zu oft gespielt und beschädigt), aber das ist nebensächlich: Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren steht White Christmas ganz oben an der Spitze. Über 500 verschiedene Versionen in zahlreichen Sprachen sind mittlerweile entstanden. Und weil er damals schon nostalgisch war, wirkt er auch mit seinen 80 Jahren alterslos.

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„Happy Xmas (War Is Over)“: Wie der Protestsong zu einem Weihnachtsklassiker wurde

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Popkultur

Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

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Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

(Hier für 20,99 Euro)

 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

(Hier für 498,99€)

3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

(Hier für 14 Euro)

 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

(Hier für 15,59 Euro)

6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

(Hier für 37,20 €)

7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

(Hier für 9,59 Euro)

8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

(Hier für 9,99 Euro)

9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

(Hier für 199,99 Euro)

10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

(Hier für 144 Euro)

11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

(Hier für 24,99 Euro)

12. Schallplatten-Reinigungsset

Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

(Hier für 20,95 Euro)

13. Squier Jazzmaster Gitarre

Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

(Hier für 599 Euro)

14. Kreator-T-Shirt

Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

(Hier für 9,99 Euro)

15. Noch mehr Exklusives!

Da geht noch viel mehr! Werft einfach einen Blick in den uDiscover Store — und findet limitierte Editionen, tolle Vinyls, Boxsets und andere Highlights!

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Großer Sale im uDiscover-Store: Die Empfehlungen der Redaktion

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Popkultur

Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

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