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Popkultur

Zeitsprung: Am 28.5.1945 kommt John Fogerty von Creedence Clearwater Revival zur Welt.

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Foto: Frazer Harrison/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 28.5.1945.

von Timon Menge und Christof Leim

Als Bandleader von Creedence Clearwater Revival verschafft er einer Generation ihren Soundtrack und schreibt Klassiker, die bis heute gehört werden. Ob sozialkritische Themen oder Südstaatenromantik: John Fogerty kann beides. Und das obwohl er eigentlich von woanders stammt. Später legt er auch noch eine erfolgreiche Solokarriere hin.

Hier könnt ihr euch die besten Songs von Creedence Clearwater Revival anhören:

Zur Welt kommt John Cameron Fogerty nicht etwa „im Bayou“, wie viele Songs von Creedence Clearwater Revival vermuten lassen. Nein, sein erster Schrei ertönt am 28. Mai 1945 in Kalifornien. Dort wächst er auch auf — mit vier Brüdern und seinen Eltern, die er in seiner Biografie später als Alkoholiker bezeichnet. 

The Golliwogs legen den Grundstein

Schon während seiner Zeit an der High School gründet er die Band, die später unter dem Namen Creedence Clearwater Revival Rockgeschichte schreiben wird. Das Line-up: John spielt Gitarre und steuert Hintergrundgesang bei, sein Bruder Tom übernimmt den Leadgesang und spielt ebenfalls Gitarre. Den Bass zupft Stu Cook, auf dem Schlagzeug trommelt Doug Clifford. Zunächst heißt die Gruppe The Blue Velvets, später The Golliwogs. Unter diesem Namen erscheinen sieben Singles, die allerdings keine nennenswerten Erfolge erzielen.

Dann kommt sowieso erstmal alles ganz anders. Im Jahr 1966, also während des Vietnamkriegs, wird Fogerty eingezogen. Noch am Tag, an dem er seine Einberufung im Briefkasten findet, stellt er sich vor. Bis zum Juli 1967 durchläuft er verschiedene Trainingseinheiten der US-Armee, anschließend steht er als Teilzeitreservist zur Verfügung. 1968 endet seine militärische Laufbahn wieder. 

Rockgeschichte mit CCR

Nach Fogertys Entlassung finden die Golliwogs wieder zusammen, verpassen sich allerdings den Namen Creedence Clearwater Revival. Einen Besetzungswechsel gibt es auch: Die Rolle des Frontmanns übernimmt nun John, nicht mehr Tom. Mit ihren ersten fünf Alben spielen sich die vier Musiker schnell auf den Rockolymp, vor allem Green River (1969), Willy And The Poor Boys (1969) und Cosmo’s Factory (1970) verkaufen sich prächtig. 

Als Leadsänger, Leadgitarrist und Songschreiber möchte John allerdings mehr Mitspracherecht, was zu Konflikten mit seinem Bruder führt. Der steigt deshalb im Januar 1971 aus. Danach veröffentlichen CCR, wie die Band umgangssprachlich genannt wird, mit Pendulum noch einen Megaseller. Mardi Gras funktioniert dann weniger gut, bevor die Gruppe 1972 den Dienst quittiert.

Fogerty macht weiter

Anschließend schlägt Fogerty eine Solokarriere ein. 1973 erscheint seine erste Platte The Blue Ridge Rangers, auch wenn er auf dem Cover gar nicht genannt wird. Sein erstes Soloalbum unter eigenem Namen erscheint 1975. Darauf zu finden: der Song Rockin’ All Over The World, mit dem Status Quo 1977 ihren wohl größten Hit landen. Es folgen weitere sieben Studiowerke, drei Livealben sowie zahlreiche Singles.

Auf der Bühne steht Fogerty bis heute. Kein Wunder, dass er noch gefragt ist, denn obwohl er nicht aus den üblich verdächtigen US-Staaten stammt, zählt er zu den einflussreichsten Countryrockern überhaupt. Sein Privatleben genießt Fogerty mit seiner Frau Julie in seiner Heimat Kalifornien. Insgesamt hat er fünf Kinder, drei davon aus seiner ersten Ehe mit Martha Paiz. Wir sagen: Happy Birthday!

Zeitsprung: Am 5.8.1969 veröffentlichen Creedence Clearwater Revival „Green River“.

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