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Popkultur

LSD, Eiscreme-Van und ein Ritterschlag: 6 Anekdoten, die nur aus Mick Jaggers Leben stammen können

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Mick Jagger
Foto: Matteo Chinellato/NurPhoto via Getty Images

Frauenheld, Glimmer Twin und Frontmann einer der bekanntesten Bands aller Zeiten: Am 26. Juli feiert Mick Jagger Geburtstag. Um den Ausnahmekünstler mit der unvergleichlichen Bühnenpräsenz ranken sich unzählige Mythen und Geschichten. Höchste Zeit, sechs Anekdoten aus seinem Leben unter die Lupe zu nehmen.

von Sina Buchwitz

1. Mick Jagger hat angeblich mit über 4.000 Frauen geschlafen…

Als Leadsänger der Rolling Stones hat Mick Jagger wohl selten Probleme damit, neue Bekanntschaften zu schließen. So verwundert es auch nicht, dass sein Liebesleben Stoff für unzählige Legenden bietet. Von der tragischen Liebesbeziehung zu Marianne Faithfull, die vor allem von Drogenexzessen geprägt ist, bis hin zum angeblichen One-Night-Stand mit Hollywood-Star Farrah Fawcett, für den er Angelina Jolie links liegen ließ – Jagger lässt nichts anbrennen. Biograph Chris Anderson füttert diese Behauptungen 2012 mit einer Zahl, die eine deutliche Sprache spricht: Jagger habe mit mehr als 4.000 Frauen geschlafen. Unter seinen Eroberungen seien auch namhafte Persönlichkeiten wie Carla Bruni, Madonna und Brigitte Bardot.

2. …und mit David Bowie.

Anfang der Siebziger schwimmen sowohl Jagger als auch David Bowie auf der Erfolgswelle. Doch die beiden androgynen Weltstars verbindet angeblich mehr als das: In einem Interview von 1990 behauptet Bowies Ex-Frau Angela, ihr Verflossener habe eine Affäre mit Mick Jagger gehabt. In ihrem Londoner Heim sei Angie in eine ihrer Songwriting-Sessions geplatzt und habe die beiden Männer nackt in ihrem Bett gefunden. Ihre Aussage relativiert sie daraufhin, nur, um sie später in einer Autobiographie doch wieder zu verwenden. Bowie ist von den Spekulationen genervt: „Vor 15 oder 16 Jahren hatte ich eigentlich genug davon, den Leuten zu erklären, was ich Anfang der Siebziger mit meinem Penis gemacht habe.“

3. 1970 ist er high – und kauft ein Privatschloss.

Dass manche Menschen unbedachte Dinge tun, wenn sie high sind, ist nicht ungewöhnlich. Dass das in Mick Jaggers Fall bedeutet, spontan ein viktorianisches Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit 340 Hektar Land zu kaufen, schon eher. 1970 lässt er sich das Anwesen vom damaligen Besitzer Sir Henry Carden zeigen. Publizist John Blake zufolge ist das Schloss zu diesem Zeitpunkt stark heruntergekommen, weshalb es zu einem Preis von 55.000 Pfund angeboten wird. Doch das LSD vernebelt Mick die Sinne und lässt ihn übermütig werden: Von den Drogen und dem vermeintlichen Schnäppchen euphorisch, springt er kurzerhand auf ein Pferd. Das Tier steigt und geht mitsamt seinem unerfahrenen Reiter „wie ein Ferrari“ durch. Mit mehr Glück als Verstand gelingt es Jagger, das Pferd zu beruhigen und abzusteigen. Im Anschluss kauft er das Haus.

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4. 2009 verliebt er sich hoffnungslos in einen Eiscreme-Van.

Jahrzehnte nach diesem Impulskauf verliebt sich der Rolling Stone erneut. Diesmal ist es ein Verkaufswagen für Eiscreme, der es ihm angetan hat. Der Oldtimer aus dem Jahr 1954 ziert die Straßen von London, als Mick ihn entdeckt und beschließt: Den muss ich haben! Guiseppe Della Camera, der Besitzer des Eiswagens, restaurierte das gute Stück kurz zuvor für rund 35.000 Pfund. Er erinnert sich lebhaft an die Begegnung mit dem Stones-Frontmann: „Er sagte mir, dass er sich total in meinen Van verliebt hat und wollte wissen, ob ich mir vorstellen kann, ihn zu verkaufen.“ Jagger zückt das Portemonnaie und bietet dem Eisverkäufer stolze 100.000 Pfund. Doch der? Lehnt ab! Der Grund dafür ist herzerwärmend: Della Camera hat seiner zwölfjährigen Tochter versprochen, sie in dem Wagen irgendwann zu ihrer Hochzeit zu fahren.

5. Außen ist er Rebell, im Herzen konservativ.

Obwohl die Stones in den Sechzigern fester Bestandteil der „Counterculture“ sind und obwohl Mick sich selbst als Anarchist bezeichnet, gibt er 2015 zu: „Ich bin ein Konservativer. Es ist ja möglich, hinsichtlich der Fiskalpolitik konservativ zu sein und in moralischen Fragen oder beim Thema Meinungsfreiheit tolerant zu sein.“ Aus seiner Bewunderung für die konservative und ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher machte er nie einen Hehl: „Sie änderte sich für niemanden.“ In den 80ern verbrachten die beiden einige Zeit miteinander.

6. Die Queen kann ihn nicht leiden, Ritter wird er trotzdem.

Der 12. Dezember 2003 markiert sowohl für Mick Jagger als auch für Queen Elizabeth II., Königin des Vereinten Königreichs von Großbritannien, einen wichtigen Tag im Kalender. Für ihn, weil er an diesem Tag zum Ritter geschlagen wird, für die Queen, weil sie den Schwerenöter schlichtweg nicht leiden kann und es nicht einsieht, ihn persönlich zum Ritter zu schlagen.

Ihre Abneigung kommt nicht von ungefähr: Neben einem kurzen Knastbesuch sind es vor allem die Drogen und seine spitzen Kommentare der „Chief Witch“ gegenüber, wie Mick die Queen nennt, die ihn in ihren Augen als Ritter disqualifizieren. Kurzerhand lässt Elizabeth sich am Knie operieren, umgeht so den Ritterschlag und kommentiert angeblich: „Ich bin lieber hier als im Buckingham Palace, um einer gewissen Gruppe den Ritterschlag zu erteilen.“

Nun ist Prince Charles in der Pflicht, Jagger zu adeln. Doch der hat auch keine guten Erinnerungen an den Stones-Frontmann: 1991 behielt der nämlich die Hand in der Hosentasche, als er Gastgeber Prince Charles auf einer Veranstaltung begrüßt – und begeht damit eine Majestätsbeleidigung.

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