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Popkultur

Umgetextete Hits: Hände waschen mit Liam Gallagher, Neil Diamond & Co.

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Foto: Georg Hochmuth/APA/AFP/Getty Images

Das Coronavirus hat die Musikwelt erreicht, aber nicht verstummen lassen. Im Gegenteil: Viele Künstler und Künstlerinnen werden geradezu kreativ in der Quarantäne und haben ihre bekanntesten Songs zu Bleibt-Daheim- oder Hände-wasch-Hits umgetextet. Wir haben ein Best Of für Euch zusammengestellt.

von Andrea Hömke

Neil beginnt

Los geht’s mit Neil Diamond. Aus seinem Klassiker Sweet Caroline wird ein öffentlicher Aufruf, sich voneinander fern zu halten. Sang er bisher „Hands, touching hands. Reaching out, touching me, touching you” heißt es nun „Hands, washing hands. Reaching out, don’t touch me, I won’t touch you.”

Billie greift auf Klassiker zurück

Billie Joe Armstrong von Green Day wollte offenbar keinen eigenen Song umtexten, dabei hätte When Corona Ends so viel Potenzial. Stattdessen griff er tief ins Musikarchiv. „Ich habe ein Cover von I Think We’re Alone Now von Tommy James & The Shondells in meinem Schlafzimmer aufgenommen”, erklärt der Frontmann. „Wenn wir uns schon alle in Isolation begeben müssen, können wir genauso gut zusammen allein sein.“ Manche von uns kennen die Nummer auch als 1987er-Pophit von Tiffany.

Madonna plädiert für frittierten Fisch

Die Queen of Pop, Madonna, scheint das Coronavirus in ein Gefühlschaos zu stürzen. Erst tanzt sie nachts um drei durch ihr Bad und macht aus ihrem Hit Vogue einen Aufruf, statt Nudeln doch lieber frittierten Fisch zu essen.

 

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Living in Special Times…………its 3 am—-cut me some slack people. 🐠🐠🐠 #quarantine #covid_19 #staysafe #becreative

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Nur zwei Tage später sitzt sie nackt in ihrer Badewanne, sinniert darüber, dass das Virus vor niemandem Halt macht, egal wie reich oder berühmt er ist. Das, sagt sie, sei das Wunderbare an Covid-19. Es mache alle Menschen gleich. Biologisch und medizinisch mag das stimmen, in Sachen Gesundheitsversorgung sicher nicht…

Ebenfalls leicht verrückt, dafür wesentlich lustiger geht Liam Gallagher mit dem Thema um. Er dichtet gleich drei Oasis-Songs um und verwandelt Wonderwall, Supersonic und Champagne Supernova in Anleitungen zum Händewaschen.

Den Anfang macht Wonderwash

Gefolgt von Soapersonic

Und Champagne Soapanova

Bon Jovi will neuen Song komponieren

Jon Bon Jovi geht noch ein bisschen weiter: Er schreibt gleich einen ganz neuen Corona-Song und bietet seinen Fans an, ihm dabei zu helfen. „Ich texte die erste Strophe und den Chorus, und du erzählst mir deine Geschichte für die zweite Strophe.“ Do What You Can soll das Lied heißen. Der Sänger bittet seine Gefolgschaft, ihre Vorschläge auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen zu veröffentlichen und mit dem Hashtag #DoWhatYouCan versehen.

Auch mal für die Tränendrüse

Aber nicht nur die A-Liga der Musik hat sich an Corona abgearbeitet. Auch weniger bekannte Kreative machen mit beim Covid-Cover-Reigen. Der Musiker Urian Hackney von der Band Rough Francis etwa textete Stay Away von Nirvana folgerichtig in Stay Inside um und spielt bei seiner Version sogar jedes Instrument selbst.

Und die deutsche Sängerin Bernice Ehrlich nahm sich gleich Leonard Cohens Tränendrüsenanreger Hallelujah zur Brust – und setzte noch einen drauf.

Aber so schwermütig darf dieser Artikel natürlich nicht enden. Deshalb soll auch Lionel Richie hier genannt werden, obwohl er (noch) gar keinen Song (um)getextet hat. Allerdings erwägt er 35 Jahre nach der Veröffentlichung von We Are The World eine Neuauflage des Stücks, wie er dem Magazin People verriet. Die Einnahmen sollen für den Kampf gegen das Coronavirus gespendet werden. Und das wäre wirklich eine saubere Sache!

„Komm schon, Noel“: Liam Gallagher will Oasis für Corona-Benefiz wieder vereinigen

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