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Zeitsprung: Am 1.5.1976 spielen Iron Maiden ihre allererste Show.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 1. 5 1976.

von Christof Leim

Die Heavy Metal-Weltherrschaft beginnt in einer Kneipe: Am 1. Mai 1976 spielen die mächtigen Iron Maiden ihre allererste Show in einem Pub. Das Etablissement namens St. Nicholas Hall im Londoner Stadtteil Poplar mag einen unspektakulären Startpunkt abgeben, doch von hier rocken sich Iron Maiden bis nach ganz vorne.


Hört hier in die besten Maiden-Songs rein:

Klickt auf „Listen“ für das volle Programm.

Steve Harris ist der unumstrittene Kapitän von Iron Maiden. Der Bassist gründet die Band an Weihnachten 1975, weil es mit seiner vorherigen Truppe Smiler nicht voran geht. Er stellt eine neue Mannschaft zusammen und steht schon vier Monate später auf der Bühne – mit eigenen Songs, wohlgemerkt. Harris ist da gerade mal 20 Jahre alt. Kurz darauf werden Iron Maiden quasi zur Hausband des Cart & Horses Pub im Stadtteil Stratford, ebenfalls im Osten Londons gelegen. Aus diesem Laden stammen vermutlich die Bilder, die vom ersten Line-up kursieren. Darauf deutet zumindest das selbstgemalte Banner im Hintergrund hin.


Zur Mannschaft gehören Sänger Paul Day (später bei More), Drummer Ron Matthews sowie die Gitarristen Dave Sullivan und Terry Rance. Keiner dieser Mitstreiter bleibt lange an Bord. Es dauert ein bisschen, bis die richtigen Leute gefunden sind, doch Harris verfolgt seine musikalische Version kompromisslos. nicht umsonst heißt ein frühes Stück (und spätere B-Seite) Burning Ambition.



Iron Maiden spielen in der Folgezeit bemerkenswert viele Shows für eine noch nicht professionelle Band, wie Listen aus dieser Zeit zeigen. In der DVD The History of Iron Maiden – Part 1: The Early Days wird ein (angeblicher) Eintrag aus Harris’ Tagebuch vom 1. Mai 1976 gezeigt. Einige Fanseiten melden hier Zweifel an und halten sogar den genannten Termin für „nicht gesichert“, wie hier nachzulesen ist.



Nur vier Jahre nach diesem ersten Konzert erscheint das Album Iron Maiden und debütiert auf einem spektakulären vierten Platz der britischen Charts. Zwei Jahre später folgt die grandiose Single Run To The Hills mit dem neuem Sänger Bruce Dickinson. Das dazugehörige Album The Number Of The Beast schafft es sogar auf Platz eins. Während der folgenden Jahre gibt es keine Pause: Wenn Iron Maiden keine Platte aufnehmen, sind sie auf Tour, und zwar konstant. Später gestehen die Bandmitglieder, dass insbesondere die nicht enden wollende World Slavery Tour 1984/1985 sie an den Rand des Wahnsinns treibt. Doch immerhin haben Iron Maiden damit die Metal-Weltherrschaft in der Tasche. Der Rest ist Geschichte, vor allem auf der Bühne – ob nun in einem Pub oder den größten Stadien der Welt. Up the irons!

Seit 42 Jahren bei jeder Iron Maiden-Show dabei: Steve Harris. Foto von adels (https://www.flickr.com/photos/adels/3041787917/) [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons


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