10 Songs über berühmte Personen

August 1, 2017
in Category: Platten, Popkultur



10 Songs über berühmte Personen

10 Songs über berühmte Personen

Wenn Heldenverehrung auf gutes Marketing trifft: Diese Künstler haben ihren Idolen ein Lied gewidmet, mal mehr und mal weniger ausführlich. Zumindest im Songtitel verweisen sie auf andere berühmte Musiker, Künstler oder andere historische Persönlichkeiten. Wir haben zehn dieser Songs daraufhin untersucht, ob der im Titel angepriesene Promi auch wirklich einen großen Auftritt bekommt, oder ob es sich vielleicht nur um eine Mogelpackung handelt. Let the namedropping begin!


Hört euch hier alle 10 Songs, über berühmte Personen in einer Playlist an und lest weiter:


1. Weezer – Buddy Holly

Woo-hoo, woo-ee-ooh, oh-ho! Nur Island In The Sun ist ein noch größerer Ohrwurm als Buddy Holly, Weezers zweite Single überhaupt und der große Hit vom legendären „Blauen Album“. Worum gehts? Eigentlich nur um eine normale Lovestory, die mit 50s-Flair und Mary Tyler Moore und eben Buddy Holly in den Hauptrollen ausgeschmückt ist. Was hatten die Schauspielerin und die Rock&Roll-Ikone miteinander zu tun? Eigentlich nichts. Als Mary in den 1970er-Jahren ihre eigene TV-Show bekam, spielte Buddys ehemalige Band The Cricketts den Titelsong dazu ein. Und sie war wohl großer Buddy Holly-Fan. Tja. Wer weiß schon, was in Rivers Cuomos Kopf alles vor sich geht.


2. Mika – Grace Kelly

Warum der britische Popsänger Mika in seinem ersten großen Hit der glamourösen Schauspielerin Grace Kelly huldigt, ist da schon einfacher zu verstehen. Die Kelly muss man einfach verehren, geht nicht anders. Die Geschichte hinter dem Song ist aber folgende: Eigentlich huldigt Mika Grace Kelly gar nicht, wenn er singt: „I tried to be like Grace Kelly, but all her looks were too sad. So I tried a little Freddie, I’ve gone identity mad!“ Grace Kelly stand ihm nicht, also versuchte er seinen Style dem von Freddie Mercury anzupassen. Das Popgeschäft scheint ziemlich anstrengend und verwirrend zu sein.


3. Jay-Z – Picasso Baby


„Think big“, das war schon immer das Motto von Jay-Z. Es wird nicht ganz klar, ob es ihm jetzt nur darum geht, genug Kohle zu haben um sich ein paar Picassos leisten zu können, oder ob er den Anspruch erhebt, der neue Picasso zu sein. Am Geld wird es sicher nicht scheitern, und über Kunst lässt sich ja streiten. Auf jeden Fall ist Picasso Baby ein herrlich großkotziges aber auch kunstsinniges Namedropping: mit Bugatis auf der Art Basel, ein Eigenheim wie den Louvre haben, die Mona Lisa im Schlafzimmer, Marmorboden und Golddecken. Alltag bei Mr. Carter.


4. Elton John – Candle In The Wind

Dieser emotionale Klassiker von Sir Elton John fällt ein bisschen aus der Reihe, da er die berühmte Person nicht im Titel trägt. Aber die Person wird ganz eindeutig schon in der ersten Textzeile angesprochen: „Goodbye Norma Jeane, though I never knew you at all.“ Mit Norma Jeane Baker ist natürlich Marilyn Monroe gemeint, deren Tod bei Erscheinen von Candle In The Wind allerdings auch schon zehn Jahre zurücklag. Seit der Song von Elton John zum Tod von Lady Di wiederbelebt wurde, ist es ein bisschen in Vergessenheit geraten, dass Candle In The Wind eigentlich eine Hymne auf Monroes bewegtes Leben war. Aber so können wir für diese Nummer wenigstens zwei Promis verbuchen.


5. Arcade Fire – Joan Of Arc

Ach, die gute alte Johanna von Orleans. Die wurde nicht nur ein Mal in Songs genamedroppt, spontan fallen uns da noch Leonard Cohen, The Smiths, OMD oder Madonna ein. Der aktuellste Beitrag sollte jedenfalls von Arcade Fire stammen. Jeanne d’Arc ist hier natürlich wieder mal eine Metapher für eine außergewöhnlich tapfere und idealistische Person. Und ein paar Französisch-Einlagen gibt es auch. Ein perfekter Song, man muss Arcade Fire einfach lieben.


6. U2 – Elvis Presley And America

Wahrscheinlich hätten Bono & Co. diesen Song auch komplett anders nennen können. Der Titel ist fast so willkürlich wie der Song selbst: Brian Eno benutzte hier als Backing-Track einen anderen Song des Albums, ermutigte Bono, einfach ein bisschen zu improvisieren und stückelte das ganze am Ende unnachahmlich zusammen. Aus einer scheinbaren Formlosigkeit entwickelt sich dadurch ein ganz starkes Stück Musik, ein echtes Stück U2. Und der Titel? Der kam wohl daher, das Bono kurz zuvor eine Elvis-Biographie gelesen hatte, deren Inhalt er hier mit vielen Metaphern verarbeitet.


7. Bananarama – Robert de Niro’s Waiting

Gebt es zu: Ihr habt euch alle schon mal gefragt, was eigentlich Robert de Niro in diesem Song der britischen Girlgroup verloren hat. Eines steht fest: Der Song hätte fast „Al Pacino’s Waiting“ geheißen, doch letztendlich beschloss man, dass die andere Variante besser klingt. Hauptsache ein Italiener also, und Italienisch ist ja auch eine der schönsten Sprachen der Welt. Trotz des schnuckeligen Popsounds geht es in diesem Song allerdings um eine düstere Vergewaltigungserinnerung.


8. Bauhaus – Bela Lugosi’s Dead

Düsternis ist bei Bauhaus Programm. Und wem huldigen die Goth-Rocker in diesem unheimlichen Song? Graf Dracula höchst persönlich! Der ungarische Schauspieler Bela Lugosi mimte den Vampirfürsten in einer der ersten Verfilmungen des Literaturklassikers überhaupt, nämlich der von Tod Browning aus dem Jahr 1931.


9. Falco – Rock Me Amadeus

Hier gibt es nicht besonders viel zu erklären. Der neue Pop-König von Österreich verneigte sich 1985 vor seinem historischen Vorgänger. Genialer hätte man die Traditionslinie nicht spannen können. Bis heute ist Rock Me Amadeus übrigens das einzige deutschsprachige Lied, das jemals sowohl in den USA als auch Großbritannien ganz oben in den Charts stand. Sauber, Herr Hölzel! Ob Mozart das auch geschafft hätte?


10. David Bowie – Andy Warhol

Auch unser letzter Song ist eine klassische Heldenverehrung. Warhol war für Bowie natürlich eine riesengroße Inspirationsquelle. Der Song erschien auf Bowies Album Hunky Droy (1971), und noch vor Veröffentlichung ließ sich Warhol den Song von Bowie persönlich in seiner Factory in New York vorspielen. Es heißt, Bowie hätte nie wirklich sagen können, ob Andy der Song überhaupt wirklich gefiel. Auch emotional war der große Künstler scheinbar eher ein Minimalist.


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