Zeitsprung: Am 3.7.1985 erscheint „Back To The Future“ – mit Rock’n’Roll-Soundtrack.

June 26, 2018
in Category: Popkultur



Zeitsprung: Am 3.7.1985 erscheint „Back To The Future“ – mit Rock’n’Roll-Soundtrack.

Zeitsprung: Am 3.7.1985 erscheint „Back To The Future“ – mit Rock’n’Roll-Soundtrack.

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 3.7.1985.

von Christof Leim

Marty McFly hat den Fifties den Rock’n’Roll gebracht – zumindest im Film Back To The Future: Am 3. Juli 1985 kommt der Streifen über den zeitreisenden Teenager in die US-Kinos und wird ein Kassenschlager. In der Handlung spielt Musik eine tragende Rolle (neben dem coolen DeLorean, versteht sich). In Deutschland erscheint das Ganze drei Monate später unter dem Titel Zurück in die Zukunft.


Hier könnt ihr in den Soundtrack reinhören:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Von seiner Handlung her kann man Back To The Future als Teenager-Komödie mit Science-Fiction-Einschlag bezeichnen: Der 17-Jährige Marty McFly, gespielt von Michael J. Fox, reist aus Versehen 30 Jahre zurück in der Zeit und trifft 1955 seine Eltern, die sich wegen seines Erscheinens möglicherweise nicht kennenlernen. Also steht Marty vor zwei Problemen: Er muss nicht nur die Zeitmaschine, den DeLorean-Sportwagen mit Flux-Kompensator, für die Rückreise klarmachen, sondern auch Mama und Papa zusammenbringen.

Rock’n’Roll kommt gleich an mehreren Stellen im Film vor. Zuallererst wäre da der Quasi-Titelsong von Huey Lewis & The News: Eigentlich hatte die Band eigens das Stück Back In Time geschrieben, dessen Text auf die Handlung Bezug nimmt. Doch der „Music Supervisor“ der Produktion, ein Mann namens Bones Howe, widerspricht und wählt The Power Of Love. Das zeugt von guten Instinkten, denn die Single erreicht Platz Eins in den USA, Kanada und Australien sowie Rang 16 in Deutschland. Hierzulande erscheint die Nummer zudem als Bonustrack des Albums Fore!, das Lewis im Folgejahr rausbringt. Der Sänger übernimmt im Film sogar eine kleine Rolle als Lehrer.



Schon zu Beginn der Story zeigt Marty McFly, dass in ihm ein Rocker steckt: Im Labor seines Kumpels und exzentrischen Wissenschaftlers Doc Brown schaltet er einen gewaltigen Gitarrenverstärker auf volle Kraft – mit durchschlagenden Folgen:



Und dann wäre da noch die Szene, in der Marty nachts in einem Raumanzug am Bett seines zukünftigen Vaters auftaucht, dem schlafenden jungen Mann Kopfhörer über die Ohren zieht und eine Kassette mit der Aufschrift „Edward Van Halen“ in den Walkman schiebt. Die außerirdischen Geräusche hat der Gitarrengott tatsächlich höchstselbst eingespielt.



Vor allem aber gibt es da den Auftritt von Marty auf dem alles entscheidenden Schulball: Jeder von uns im richtigen Alter dürfte den Satz aus der deutschen Synchronisation kennen, mit dem der Junge seine schmissige Version des Chuck Berry-Knallers Johnny B. Goode ankündigt: „Rhythmus B, der Rest kommt von selbst!“ Und das ergibt sich so: Auf dem Ball spielen Marvin Berry & The Midnighters lahme Tanzlieder, bis sich der Bandleader an der Hand verletzt. Marty übernimmt, kündigt zur allgemeinen Verwunderung einen „Oldie“ an – und gibt Gas. Marvin Berry stürzt daraufhin zum Telefon: „Chuck? Hier ist Marvin! Marvin Berry, dein Cousin! Hör mal zu, dass hier ist der neue Sound, den du suchst!“ Und so, liebe Freunde, hat Marty McFly den Rock’n’Roll in die Fifties gebracht. Natürlich lässt sich gute Musik nicht von diversen Paradoxien des Zeitreisens aufhalten, also erscheint drei Jahre später Johnny B. Goode als bahnbrechende Single von Chuck Berry. (Die Geschichte dazu könnt ihr hier finden.)



Obwohl Michael J. Fox tatsächlich Gitarre spielen kann, stammt das wilde Solo auf der Leinwand nicht von ihm, sondern von einem Musiker namens Tim May. Die richtigen Moves auf dem Griffbrett lernt der Schauspieler von Paul Hanson, einem Gitarrenlehrer aus Hollywood, den Gesang übernimmt Mark Campbell von der Band Jack Mack & The Heart Attack.

Michael J. Fox, hier 1988 auf einem roten Teppich, wird mit „Zurück in die Zukunft“ zum Star. Foto Credit: Alan Ligh

Der Film selbst wird zu einem Kassenschlager sondergleichen, räumt jede Menge Preise ab, darunter drei Oscar-Nominierungen, und spielt im Jahr 1985 weltweit mehr Geld ein als jeder andere Streifen, nämlich 381 Millionen US-Dollar. Deshalb erscheinen 1989 und 1990 Fortsetzungen, später noch eine Zeichentrickserie und mehrere Computerspiele. Und am 22. Oktober 2015 tauchen Marty McFly und Doc Brown tatsächlich in der Zukunft auf…



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