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Metallica daheim: Filme, Familie, Brettspiele und ein Song

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Metallica
Foto: Screenshot YouTube

Wie läuft denn der Lockdown bei Rockstars so? Was bei Ulrichs daheim passiert, erzählt der Metallica-Drummer in einem Interview. Mit seinen Bandkollegen nimmt er sogar eine cool reduzierte Version von Blackened auf.

von Christof Leim

Hier könnt ihr euch das Metallica-Unplugged-Album Helping Hands anhören:

Ein Vorteil momentan für manche von uns: Wir können mehr Zeit mit der Familie verbringen. So läuft es auch bei Metallica-Drummer Lars Ulrich, der den auch in den USA geltenden Lockdown mit seiner Frau Jessica Miller und den drei Söhnen Myles, Layne und Bryce verbringt. Dabei passiert mitunter auch nichts anderes als bei uns Nicht-ganz-so-Rockstars: Vor ein paar Wochen zum Beispiel stellte Lars ein Bild von sich und seiner Gang beim Brettspielen ins Netz, old school, mit Figürchen auf pappener Spielfläche. Charmant. (Das Spiel, dass die Ulrichs hier zocken, heißt übrigens Ludo und lässt sich am ehesten mit dem immergrünen Mensch-ärgere-dich-nicht vergleichen.)

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Quarantine Ludo Party #wanna

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Ansonsten versucht der 56-Jährige, möglichst „gesund und produktiv“ zu bleiben, wie er dem Rolling Stone im Interview erzählt. „Ich bin auch aktiver als vor ein paar Monaten, mit viel Sport und Schlagzeugspielen, anstatt im Sofa zu versinken. Man fühlt sich dann im Kopf einfach besser.“

Filme & Musik

Daneben schauen sich die Ulrichs viel Filme an, und zwar nach einem interessanten Auswahlverfahren: Alle dürfen einmal aussuchen, ein Veto-Recht gibt es explizit nicht. Auf dem Sendeplan stehen Klassiker wie Platoon und Die wunderbare Welt der Amelie, aber vor allem Experimentelles von Ingmar Bergman und Godard. Das reguläre Fernsehen läuft indes kaum. Das Quintett versucht außerdem, jeden Tag etwas Vernünftiges, Gutes zu tun, auch wenn es nur eine kleine Sache ist, sei es, persönliche Kontakte zu pflegen oder an Wohltätigkeitsinitiativen mitzuwirken. Nicht schlecht.

Achtziger-Nostalgie galore: Zwei Kids rocken im Heimvideo zu „Battery“ von Metallica

Musik spielt natürlich eine Rolle: Im Haus läuft viel Radiohead, Lars steht auf die neue Platte von Fiona Apple (Fetch The Bolt Cutters) und hat Rage Against The Machine mal wieder für sich entdeckt. Die stilistische Bandbreite seiner Jungs bewundert der Vater, insbesondere, weil das bei ihm und seinem Kumpel James in dem Alter ganz anders aussah: „Damals war mein Geschmack nur etwa einen Zentimeter breit. Mit 19 gab es für mich nur die New Wave of British Heavy Metal, alles andere hat nicht interessiert.“

Kellerkrach

Musik selber machen gehört in diesen Zeiten ebenso dazu: „In jedem Zimmer liegen Akustikgitarren oder Bässe herum, man kann immer irgendwo was spielen“, erklärt er in einem anderen Gespräch mit dem Rolling Stone. Seine älteren Söhne Myles (21) und Layne (19), beide sonst Studenten und auf mehreren Instrumenten unterwegs, nutzen die Möglichkeiten und den „Jam Room“ im Keller ausgiebig. Als sie sich an Schlagzeug bzw. Bass begeben und eine vogelfreie, äußerst noisige Version eines Beatles-Stückes raushauen, die vor allem nach Freude, weniger nach musikalischer Feinjustierung klingt, zeigt sich der Vater stolz: „Eine völlig abgedrehte Garagen-Rock-Ausgabe von Eleanor Rigby, drei Minuten in bester Blue-Cheer-Manier. Es gibt von der Nummer ja viele Versionen, aber keine mit dieser Art von Energie und Wahnsinn. Ihr macht mich stolz, Jungs.“

Metallica-Jam

Papa selber sollte ja gerade mit seiner kleinen Krachkapelle in Südamerika auftreten, was natürlich nicht geht. Also spielen Metallica eben auf Distanz – und nehmen eine reduzierte Version des 1988er-Thrash-Geschosses Blackened auf. Textlich geht es in der Nummer vom Justice-Album um Apokalypse und das Ende der Welt. Soweit ist das vom Thema Pandemie nicht entfernt und kommt in diesem Format schön düster. Nicht zum ersten Mal unterziehen die Vier einen geliebten Klassiker einem Neuanstrich. Hat was.

James Hetfield sitzt dabei mit Akustikgitarre an einem Schreibtisch, sieht fit aus und singt gut. Lars’ Trommelzimmer könnte auch dein oder mein Proberaum sein, und bei Rob Trujillo herrscht ein bisschen Chaos aus Bässen, Klamotten und Kabelkram. Nur einen See vor der Verandatür wie Kirk Hammett haben die allermeisten von uns wohl nicht. Nun ja.

Metallica & die Akustikgitarren: Ein Unplugged-Überblick

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Judas Priest: Jetzt doch zu fünft auf Tour!

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Foto: Ethan Miller/Getty Images

Erst hü, dann hott: Nachdem Judas Priest erst vergangenen Montag verkündeten, ohne Andy Sneap auf Tour gehen zu wollen, kommt jetzt schon die Kehrtwende. Wenn sich die Herren dann bitte mal entscheiden würden…?

 von Björn Springorum

Man könnte ja meinen, dass man irgendwann in seinem Leben eine gewisse Reife erreicht hat, was Entscheidungsprozesse angeht – auch oder vor allem als Band, die dieses Jahr ihren mehrfach verschobenen 50. Geburtstag feiern will. Pustekuchen: Bei Judas Priest scheint man derzeit gar nicht zu wissen, was man eigentlich will. Erst vergangenen Montag (10. Januar 2022) überraschte, verwirrte und erzürnte man die Fans mit der Botschaft, zu viert auf Tour gehen zu wollen. Konkret also ohne Gitarrist Andy Sneap, der seit 2018 Glenn Tipton ersetzt und derzeit das kommende Priest-Album produziert.

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Andy Sneap ist wieder drin

Judas Priest ohne den ikonischen Twin-Guitar-Sound, der den Heavy Metal maßgeblich beeinflusste? Schwer vorstellbar. Entsprechend groß war der Aufschrei. So groß, um genau zu sein, dass Judas Priest ihre merkwürdige Entscheidung noch vor Ablauf der Woche revidierten. In einem neuen Statement heißt es jetzt nämlich: „Hallo Metal-Maniacs, nach allem, was in den letzten Tagen so passiert ist, haben wir uns als Band einstimmig dazu entschlossen, unsere Live-Shows in unveränderter Besetzung mit Rob, Ian, Richie, Scott, Andy und, so gut er kann, Glenn zu spielen. Wir sehen ins in Kürze, wenn wir 50 stahlharte Jahre Judas Priest gemeinsam feiern werden.“

Damit sind natürlich Rob Halford, Ian Hill, Richie Faulkner, Scott Travis und Glenn Tipton gemeint. Die Besetzung also, die auch die letzten Jahre live unterwegs war. Damit versucht die Band ganz offensichtlich, die Wogen zu glätten. In den vergangenen Tagen waren viele kritische Stimmen laut geworden, die unter anderem die Rückkehr von K.K. Downing forderten. Bleibt jetzt zu hoffen, dass sich die Herren dann endlich mal erschienen haben. Und ihnen das Virus keinen Strich durch die Rechnung macht.

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Zeitsprung: Am 9.10.1978 lassen Judas Priest die „Killing Machine“ los.

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Sorge um Sinéad O’ Connor: Sängerin nach Tod ihres Sohnes im Krankenhaus

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Tim Mosenfelder/Getty Images

Eine Woche nach dem Tod ihres Sohnes wurde Sinéad O’ Connor in ein Krankenhaus eingeliefert — das berichtet unter anderem „CNN“. Die Sängerin hatte zuvor eine Reihe von besorgniserrengenden Tweets veröffentlicht, in denen sie andeutete, sich etwas antun zu wollen.

von Markus Brandstetter

O’Connor hatte in einem mittlerweile wieder gelöschten Twitter-Posting auf ihrer offiziellen Twitter-Seite geschrieben: „Ich habe beschlossen, meinem Sohn zu folgen. Es hat keinen Sinn, ohne ihn zu leben. Alles, was ich anfasse, mache ich kaputt. Ich bin nur wegen ihm geblieben. Und jetzt ist er weg“. Auch andere, ähnlich dramatischere Tweets versetzten Fans und Familie in Sorge.

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Entschuldigung bei Fans

Später entschuldigte sie sich bei ihren Fans für diese Äußerung und erklärte, medizinische Hilfe zu suchen. „Es tut mir leid. Ich hätte das nicht sagen sollen. Ich bin jetzt bei der Polizei auf dem Weg ins Krankenhaus. Es tut mir leid, dass ich alle verärgert habe. Ich bin ein Idiot“. Allerdings ging es später laut „CNN“ dann erneut besorgniserregend weiter: „Ich bin verloren ohne mein Kind und ich hasse mich selbst. Das Krankenhaus wird eine Weile helfen. Aber ich werde Shane finden. Dies ist nur eine Verzögerung“, so die irische Sängerin.

O’Connor trauert um ihren Sohn

O’Connors Sohn Nevi’im Nesta Ali Shane O’Connor hatte sich Anfang Januar das Leben genommen. Er hatte sich zuvor nach mehreren Selbstmordversuchen in stationärer Behandlung befunden, wurde allerdings die Tage vor seinem Tod vermisst. Zunächst hatte O’Connor ihren Sohn via Twitter angefleht, sich nichts anzutun.

Am 8. Januar 2022 verkündete die Musikerin die traurige Gewissheit über ihre sozialen Netzwerke: „Mein wunderbarer Sohn, Nevi’im Nesta Ali Shane O’Connor, das Licht meines Lebens, hat heute beschlossen, seinen irdischen Kampf zu beenden und ist nun bei Gott“, schreibt die Musikerin auf Twitter. „Möge er in Frieden ruhen und möge niemand seinem Beispiel folgen. Mein Kleines. Ich liebe dich so sehr. Bitte ruhe in Frieden“.

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„Der Triumph des Jazz“: Die musikalischen Einflüsse des Martin Luther King, Jr.

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Nirvana: „Nevermind“-Baby lässt nicht locker und reicht erneut Klage ein

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Foto: Gie Knaeps/Getty Images

Nächste Runde im Streit um Nirvanas Nevermind-Cover: Erst vergangene Woche wurde seine Klage abgelehnt, jetzt reicht Spencer Elden schon die nächste ein. Ob die noch was bringt?

 von Björn Springorum

Wir erinnern uns: Voriges Jahr klagte Spender Elden die Band Nirvana vollkommen überraschend wegen Kinderpornografie an. Er wollte von jedem einzelnen Beklagten (darunter Dave Grohl, Krist Novoselic und Courtney Love) mindestens 150.000 Dollar Schadensersatz, außerdem sollte das ikonische Nevermind-Cover auf künftigen Wiederveröffentlichungen abgeändert werden. Erst letzte Woche wies ein kalifornischer Richter diese Klage vorerst zurück, räumte Elden aber als Deadline für eine angepasste Klage den 13. Januar 2022 ein.

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Die Klage wurde mal wieder abgeändert

Das ließ sich Spencer Elden natürlich nicht nehmen. Und macht so langsam aber sicher eine Posse daraus: Plötzlich ist in der Anklageschrift nämlich gar nicht mehr von Sexhandel die Rede – eine Anschuldigung, die schon letztes Jahr nur sehr schwer haltbar war. Nach wie vor gibt Elden aber an, dass die Band „Kinderpornografie absichtlich zu Marketingzwecken genutzt hat“ und mit seinem Foto für Nevermind bis heute viele Millionen Dollar verdient hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass Spencer Elden seine Klage modifiziert. Das ist nicht unüblich, trägt aber nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit des Klägers bei – zumal das Nevermind-Cover-Model in den vergangenen Jahren das berühmte Foto immer wieder mit Gusto nachgestellt hat und offenkundig stolz auf seine Rolle in der Popkultur war oder ist. Mehrfach erwähnte er zudem in Interviews, wie enttäuscht er ist, dass alle außer ihm mit diesem Album säckeweise Geld verdient haben. Es ist deswegen so langsam wirklich schwer zu glauben, dass es hier um etwas anderes geht als den schnöden, schnöden Mammon.

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24. September 1991: Der beste Tag der Musikgeschichte

 

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