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Ron Wood: Stones-Gitarrist nahm Bunsenbrenner mit auf Partys, um Kokain zu rauchen

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Ron Wood
Foto: Stuart C. Wilson/Getty Images for Castle Galleries

Dass man in den „Swinging Sixties“ und „wilden Siebzigern“ gern mal über die Stränge schlug und sich gerade die Rolling Stones nicht zurückhielten, ist kein Geheimnis. Gitarrist Ron Wood macht nun deutlich, wie extrem die Partys ausfielen: „Die Fans werden sich fragen, wie ich das bloß überlebt habe.“

von Victoria Schaffrath

Ron Wood, Gitarrist der Rolling Stones, erinnert sich in seiner neuen Dokumentation Somebody Up There Likes Me (zu deutsch: „Da oben mag mich jemand“) an das Ausmaß seiner Kokain- und Alkoholsucht. Einer der traurigen Höhepunkte seiner Drogenkarriere: Auf Partys nahm er regelmäßig Bunsenbrenner und anderes Zubehör mit, um Kokain zu rauchen.

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„Ich glaube, mit der Freebase war es so, dass sie mich kontrollierte. Ich saß nicht am Steuer. Ich brauchte etwa drei Jahre, um davon loszukommen“, wird Wood von diversen Medien zitiert. Bei Freebase handelt es sich um eine Basenform von Kokain, die, ähnlich wie Crack, geraucht wird. Neben körperlichen Schäden vor allem der Lunge resultieren aus dem Konsum häufig Psychosen.

Die Dokumentation behandelt Woods Aufstieg als Gitarrist und die später folgenden Probleme mit illegalen Substanzen: „Ich habe das wahnsinnig gefeiert. Hab es überall mit hingenommen, wo ich hinging“, sagt er über die Drogenerfahrungen. „Ich bin zu Partys gegangen und habe allen gesagt, sie sollen mal probieren. Dann habe ich einen riesigen Bunsenbrenner, Pfeifen, das Zubehör und die Freebase ausgepackt. Die Leute meinten alle, ich sei völlig durchgeknallt, aber ich fand das klasse.“

Der Brite, der früher auch bei den Faces den Sechssaiter bediente, begibt sich Zeit seines Lebens immer wieder in den Alkoholentzug. Laut Somebody Up There Likes Me scheint er seine Lektion jedoch gelernt zu haben. Seine Abstinenz behandelt er mit der nötigen Vorsicht: „Man sagt sich: ‚Ich hab jetzt alles unter Kontrolle, ich kann eine Ausnahme machen.‘ Und das ist ein großer Fehler, denn es bleibt nicht bei einer. Ich mag manche Dinge einfach zu sehr, was bei der Musik harmlos ausfällt, mir aber bei Sachen wie Drogen und Alkohol schadet.“

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