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Die musikalische DNA von Black Sabbath

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Regen fällt, ein monotoner Glockenschlag ist zu hören. Es donnert und kracht. Das Grollen wird lauter. Und plötzlich, ja, plötzlich bricht die Hölle los. Wuchtige Drums, ein dumpfer Bass und ein zittriges Gitarrenriff kündigen die Ankunft des Bösen an. Eine gellende Stimme erhebt sich aus dem Lärm, sie ist von langen Nächten, Zecherei und zu vielen Zigaretten gezeichnet. Gequält presst sie ein paar mächtige Silben heraus: „What is this that stands before me / Figure in black which points at me / Turn around quick and start to run / Find out I’m the chosen one / Oh noooooo!“ Und dann, nur wenig später, nimmt der arme Strolch dahinter die Beine in die Hand. „Satan’s coming ‘round the bend!“


Hört euch hier die musikalische DNA von Black Sabbath in einer Playlist an und lest weiter:

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Es fällt schwer, die erste Erfahrung mit Black Sabbath, dem ersten Stück auf dem Debütalbum einer jungen Band selben Namens zu schreiben, welches an einem schicksalhaften Freitag, dem 13. in die Welt entlassen wurde. Sicher aber ist eins: Nach diesem Song war alles anders. Black Sabbath schenkten der Welt eine neue Art von Musik, so hart und böse wie nichts zuvor. Metal war geboren, Flower Power war vorbei, die Siebziger konnten kommen! Noch heute behaupten nicht wenige, dass so gut wie jedes bekannte Metal-Subgenre auf einen Black Sabbath-Song zurückzuführen ist. Dass Black Sabbath in rund einem halben Jahrhundert (!) dermaßen viele stilistische Trends setzen konnten, liegt wohl nur zum Teil am ständigen personellen Wechsel innerhalb der Band. Von Anfang an war es vor allem ihr großzügiger Umgang mit musikalischen Traditionen, der die Band zu einer der größten, wenn nicht sogar der größten Metal-Gruppe aller Zeiten machte. Selbst in ihren verworrensten und schwierigsten Zeiten gingen Black Sabbath immer noch einen Schritt weiter – oder stimmten zumindest die Gitarren einen Ton tiefer – als alle anderen vor ihnen. Ihre musikalische DNA versammelt deshalb so ziemlich alles, was Metal groß gemacht hat. Sie zeigt aber auch eine Band, die nach ihren Anfangserfolgen ins Straucheln gekommen ist.


1. The Kinks – You Really Got Me

Was eigentlich kam vor Heavy Metal? Klar, Jimi Hendrix, The Doors, Led Zeppelin, Deep Purple oder Vanilla Fudge. Aber davor? Der Musikjournalist Malcom Dome nennt in der BBC-Dokumentation Heavy Metal Britannia einen ganz bestimmten Song als ausschlaggebend für die britische Metal-Szene: You Really Got Me von The Kinks. Härter wurden Gitarren davor nicht angeschlagen! Das aber war noch nicht alles, wie Sabbath-Schlagzeuger Bill Ward im selben Film betont. Die sechziger Jahre bedeuteten auch einen sozialpolitischen Umschwung, der sich in neuen Sounds niederschlug. Plötzlich sprossen in Großbritannien Bands aus dem Boden, die mit den frigiden Moralvorstellungen der Nachkriegsjahre aufräumten.

Spätestens als Gitarristen wie Hendrix im UK bekannt wurden, öffneten sich neue Möglichkeiten für aufstrebende britische Bands. Die Grenzen kamen erstmals in Sicht und konnten überwunden werden. Vorbei die Zeiten von Flower Power, Folk-Klängen und der Hippie-Kultur, die in der grauen Industrieregion Birmingham – es heißt schließlich nicht ohne Grund Heavy Metal! – mit dem Alltagsleben kaum etwas zu tun hatten. Die Musik der Kinks sollte sich später noch auf Punk und Britpop auswirken, vor allem machte sie gemeinsam mit etwa Led Zeppelin oder The Who klar, dass die britische Jugend von nun an selbst die Dinge in die Hand nehmen konnten. Das „DÄ-DÄDÄ-DÄ-DÄH!“-Gitarrenriff der Kinks übertrafen Black Sabbath selbstverständlich mit noch viel härteren und böseren Klängen.


2. Cream – Sunshine Of Your Love

Bevor Black Sabbath aber debütierten, nannten sie sich Earth und davor The Polka Tulk Blues Band. Nachdem Tony Iommi und Bill Ward die Auflösung ihrer Band Mythology erleben mussten, fanden sie im Bassisten Geezer Butler und dem Nachwuchssänger Ozzy Osbourne sowie dem Gitarristen Jimmy Phillips und dem Saxofonisten Alan Clarke vier Weggefährten, mit denen sie heftigen Blues im Stil der John Mayall’s Bluesbreakers oder der Supergroup Cream machen wollten. Je heftiger es aber wurde, desto weiter entfernten sie sich von ihrem Kerngeschäft. Phillips und Clarke flogen raus, nach einem Namenswechsel stand mit Black Sabbath der neue Name, den sie sich von einem Horror-Streifen mit Boris Karloff liehen.

Cream, das legendär laute Trio bestehend aus Ginger Baker, Eric Clapton und Jack Bruce, gaben Black Sabbath eine gehörige Portion Inspiration für ihren Metal-Sound mit. Songs wie Sunshine Of Your Love auf dem Album Disraeli Gears schlugen eine deutlich härtere und psychedelischere Richtung an, als sie die meisten ihrer Zeitgenossen verfolgten. Ein Sound, der sich ganz eindeutig auf Black Sabbaths Debütalbum niederschlug, welches das Magazin Rolling Stone damals als „wie Cream, nur schlechter“ beschrieb. Die Geschichte ließ die vier jungen Briten als Sieger hervorgehen, wie auch der Rolling Stone neidlos gestehen musste. 2010 bekamen Black Sabbath einen soliden 85. Platz auf der 100 Greatest Artists-Liste des Magazins zugestanden. Cream übrigens landeten dennoch auf dem 67. Platz. Es sei ihnen als Pionieren absolut vergönnt!


3. Django Reinhardt – Minor Swing

Black Sabbaths Sound der ersten Stunden war auch deswegen besonders, weil sie darin direkt ihre Alltagserfahrungen als Kinder der Arbeiterklasse in ihrer kargen Heimatstadt Aston in Birmingham einfließen lassen. Dass Ozzy Osbourne auch mal beim Schlachter ausgeholfen hat, erklärt ja wohl einiges, oder? Wie schon gesagt kommt der Name Heavy Metal nicht von ungefähr: Die Stahlindustrie war einer der Hauptarbeitgeber in der Region und Tony Iommi selbst arbeitete in einer Fabrik, wo ein Unfall fast seine Karriere als Musiker auf einen Schlag beendete. Zwei Finger verlor der passionierte Akkordeonspieler (!) an seinem letzten Tag auf der Maloche, bevor er mit seiner damaligen Band auf eine Europatour aufbrechen wollte. Iommi war erschüttert. Sollte es das etwa schon gewesen sein?

Es kam anders. Am Krankenbett erzählte ihm der Werksleiter der Fabrik die Geschichte des kongenialen belgischen Jazz-Gitarristen Django Reinhardt, der ebenfalls zwei Finger verloren hatte, bevor er weltberühmt wurde. Der „Dreifingrige Blitz“ wusste sich zu helfen und inspirierte damit Iommi, der sich mit Seifeklumpen auf den Fingerstumpfen und Banjo-Saiten auf der Gitarre das Spielen neu beibrachte. Der Rest ist Geschichte. Und obwohl Iommi vor allem für seine fetten Riffs, seinen tiefergestimmten Sound und seine ohrenbetäubende Lautstärke bekannt war, so schlich sich das jazzige Gespür Reinhardts immer wieder auch in seinen Stil ein. Die gesamte Band war am Anfang ihrer Karriere wesentlich aufgeschlossener, als es sich vermuten lässt. Bill Ward zitierte immer wieder Big Band-Größen wie Gene Krupa und Buddy Rich als Einfluss. Wer hätte es geahnt?


4. Jethro Tull – My Sunday Feeling

Fast aber wäre es nie dazu gekommen, dass Iommi als Gitarrist von Black Sabbath den neuen Sound erschuf, den wir heute als Metal kennen. Im Dezember 1968 verließ er abrupt die Band, die sich damals noch Earth nannte. Jethro Tull hatten ihm einen Platz an der Gitarre angeboten. Es sollte jedoch nur ein kurzes Techtelmechtel bleiben: Kaum zwei Monate später stand Iommi wieder bei seiner alten Band auf der Matte, entschiedener denn je. „Es war einfach nicht das Richtige, deshalb bin ich gegangen“, erinnerte er sich an den Ausstieg aus Jethro Tull. „Ich dachte zuerst, dass Tull großartig wären, aber einen Anführer wie Ian Anderson zu haben, war nicht mein Ding. Von Jethro Tull kam ich mit einer neuen Attitüde zurück. Sie hatten mir beigebracht dass du dich ins Zeug schmeißen musst, wenn du vorankommen willst.“

Eine Lektion mit weitreichenden Konsequenzen, denn tatsächlich ist Iommi das einzige Bandmitglied, welches die gesamte Karriere Black Sabbaths über nicht die Band verließ. Selbst mit Anderson versteht sich Iommi heute noch gut und die beiden können über die Episode herzlich lachen. Iommis einziger öffentlicher Auftritt mit Jethro Tull nämlich wurde für die TV-Sendung Rolling Stones Rock and Roll Circus aufgezeichnet, zu der die Band Playback spielte während Anderson live sang und Querflöte spielte. „Tony kam mit einem Hut ins Studio, den er sich ins Gesicht zog, damit ihn niemand erkennt“, lachte Anderson. „Er war ziemlich beschämt, weil seine Gitarre nicht mal eingestöpselt war.“ Das sollte ihm nach seiner Rückkehr so nicht mehr passieren! Stattdessen hauchte er der jungen Band, die sich kurz darauf in Black Sabbath umbenannte, neues Leben ein.


5. Crow – Evil Woman

Im Januar 1970 war es soweit: Black Sabbath veröffentlichten ihre allererste Platte. Ein treffendes Datum, eröffneten sie damit doch ein neues Jahrzehnt, das sich von der Flower-Power-Generation endgültig emanzipieren wollte. Wie groß der Unterschied zwischen dem Sound der sechziger und dem der siebziger Jahre sein sollte, zeigt sich genau an dieser ersten Black Sabbath-Single. Evil Woman von Crow, das die vier aus Aston darauf coverten, klang im Original keinesfalls so böse wie sein Titel es versprach. Vielmehr war darauf ein fett orchestrierter Blues-Rock-Sound zu hören.

Black Sabbaths Version des Stücks hingegen, die ebenfalls auf dem im Februar nachfolgenden Debütalbum der Band zu hören war, war ungleich harscher, kälter und härter. Neben Iommis trockenen Riffs und dem sturen Zusammenspiel von Butler und Ward war es vor allem Osbournes Stimme, die dem Song eine ganz andere Dimension verleihte. Plötzlich klang Evil Woman wirklich abgründig, verstörend, beklemmend – böse eben! Obwohl diese allererste Veröffentlichung vor dem LP-Erstling keine großen Wellen schlug, markierte sie doch eindeutig den Anfang von etwas Neuem, Großem. Black Sabbath hoben selbst den schwersten Blues Rock noch auf ein neues Level!


6. Led Zeppelin – Communication Breakdown

All das hieß aber selbstverständlich nicht, dass Black Sabbath in den siebziger Jahren ohne Konkurrenz gewesen wären. Legendär geworden ist der freundschaftlich ausgetragene Wettstreit zwischen Sabbath und Led Zeppelin. Geezer Butler verriet dem Magazin Classic Rock sogar, dass es der Sabbath-Hit Paranoid fast nicht auf ihr zweites Album geschafft hätte. Warum? Weil er und Osbourne befürchteten, der Song würde zu sehr nach Communication Breakdown klingen. „Wir haben Zeppelin damals geliebt und saßen oft im Kreis, haben eine Tüte geraucht und ihr erstes Album gehört“, erinnerte er sich. „Als Tony dann mit dem Riff von Paranoid ankam, fiel es mir und Ozzy sofort auf. ‚Das können wir nicht machen‘, sagten wir.“ Die Geschichte endete anders, wie wir wissen.

Die Gemeinsamkeiten beider Bands hörten da jedoch noch nicht auf. Als Led Zeppelin sich im Jahr 2016 vor Gericht gegen den Vorwurf behaupten mussten, Stairway To Heaven von einer Komposition der Band Spirit abgekupfert zu haben, gab es Rückendeckung von Ozzy: „Diese Gruppe ist fantastisch“, sagte er gegenüber dem Rolling Stone. „Warum sollten sie irgendjemanden beklauen? Was für eine Zeitverschwendung!“ Dabei war das nicht das erste Mal, dass sich Led Zep mit Plagiatsvorwürfen herumschlagen mussten… Sei’s drum! Die Freundschaft beider Bands hätte uns sogar fast eine Kollaboration geschenkt. Denn während der Aufnahmen zum Album Sabotage schaute die Band im Studio vorbei und John Bonham setzte sich für eine gemeinsame Jam-Session hinters Schlagzeug. Schade, dass wir deren Resultat wohl nie hören werden!


7. Rainbow – Man On The Silver Mountain

Wenn wir von den Einflüssen anderer Bands auf Black Sabbath sprechen, dann können wir es einerseits nicht bei ihrer Frühphase belassen und müssen andererseits auch einige ungeliebte Gäste abdecken. Bereits Mitte der siebziger Jahre hinterließ der exzessive Lifestyle seine Spuren im Gefüge der Band, gegen Ende des Jahrzehnts begann sie bröckeln. Als Osbourne 1979 aus der Band geschmissen wurde, kam eine Ära an ihr Ende. Während Bandmanager Don Arden noch zu schlichten versuchte, hatte seine Tochter Sharon – die den geschassten Ozzy später heiraten sollte – schon einen Ersatz parat. Ronnie James Dio war als Sänger der Band Elf bekannt geworden, bevor ihn Ritchie Blackmore von Deep Purple für ein neues Projekt engagiert: Rainbow. 1979 jedoch gingen der Songwriter und der Sänger nach drei Alben getrennte Wege, das Timing schien also perfekt.

Die gemeinsame Zusammenarbeit mit Black Sabbath verlief indes nicht immer glimpflich, so gut sie auch anfing. Nachdem sich Iommi und Dio in der Bar The Rainbow (!) in West Hollywood kennen lernten, schrieben sie schon kurz darauf bei einer Jam-Session ihren ersten gemeinsamen Sabbath-Song, Children of the Sea. Nur drei Jahre später trennten sich die Wege der beiden jedoch unter heftigem Streit. Iommi beschuldigte Dio unter anderem, heimlich des Nachts während der Aufnahmen zum Album Live Evil den Mix verändert zu haben, damit seine Stimme im Vordergrund steht. Auweia! Dennoch hinterließ Dio seine Spuren in der Band, die vorher an den chaotischen Ozzy gewöhnt war.

Übrigens blieb es nicht bei dieser einen personellen Überschneidung: Auch der ehemalige Rainbow-Bassist Bob Daisley, der seinerseits ebenfalls in Osbournes Band gespielt hatte, wurde für das Album The Eternal Idol ins Boot geholt. Auch er blieb nicht lange und war schon nicht mehr Teil der Band, als diese mit der Platte einen kommerziellen Flop einfuhren. Der vormalige Rainbow-Drummer Cozy Powell hingegen hielt es schon länger in der Band aus – von 1989 bis 1996 saß er bei vier Alben hinter der Schießbude.


8. Deep Purple – Smoke On The Water

Mit Rainbow hatte Iommi fast ein gesamte Band durch Black Sabbath laufen lassen, die Resultate waren… Na, sagen wir, gemischt. Der eigentliche Skandal kam kurz nach dem Ausstieg von Dio. Derweil dieser nämlich von Fans lauwarm aufgenommen wurde, konnten sie mit seinem Nachfolger so gar nichts anfangen. Ian Gillan war Teil der Band, die Ritchie Blackmore 1975 in Richtung Rainbow verließ, Deep Purple. Ursprünglich hatte Sabbath-Manager Arden die drei verbliebenen Originalmitglieder mit ihm zusammengebracht, um eine neue Supergroup zu formen. Doch die Plattenfirma wollte es anders. Im April 1983 verkündete sie stolz und entgegen der Einwände der Mitglieder, dass Black Sabbath einen neuen Sänger hätten.

„Als Ian Gillan übernahm, war das das Ende für mich“, gab Geezer Butler desillusioniert zu Protokoll. Das Album und die darauf folgende Tour wurden zu einem absoluten Desaster. Die vier Musiker wollten nie als Black Sabbath auf der Bühne stehen, mussten es nun aber. Schwer tat sich vor allem Gillan damit, denn er konnte sich die Texte der alten Sabbath-Stücke einfach nicht merken und während der Auftritte im Trockeneisnebel den Teleprompter kaum entziffern. Textsicher zeigte er sich immerhin während der Zugaben, denn dann gaben Black Sabbath regelmäßig den großen Deep Purple-Hit Smoke On The Water zum Besten. Wäre doch alles so einfach gewesen! Gillan verließ die Supergroup rasch für die neu formierten Deep Purple und Butler machte solo weiter. Gillans Stippvisite hätte beinahe die Band zerstört. Ohne, dass er es darauf angelegt hätte.


9. Body Count – Body Count

Denn nicht nur Butler verließ die Band, auch Drummer Bill Ward stieg erneut aus. Nicht das erste Mal, dass der Trommler sich verabschiedete – und nicht das letzte Mal. Die achtziger und neunziger Jahre waren für Black Sabbath gelinde gesagt bewegt. Tony Martin und Glenn Hughes übernahmen für folgende Alben den Gesang, doch Black Sabbaths Erfolge fielen bescheiden aus. Eine Frischzellenkur war Mitte der neunziger Jahre mehr als überfällig und so suchte die Band die Hilfe eines ungewöhnlichen Partners. Forbidden brachte das Line-Up aus der Zeit Tyr-Ära erneut zusammen und holte Ernie C als Produzenten ins Boot. Mit seiner Band Body Count hatte der Gitarrist maßgeblich den aufblühenden Crossover-Sound mitgeprägt. Doch wie sollte das klingen – Rap Sabbath!?

Rückblickend ist niemand der Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden. Tony Martin schob das vor allem auf die Produktionsumstände, Iommi auf den Produzenten. „Ich musste ihm alles überlassen“, klagte er. Dass nicht immer alle Beteiligten bei den Aufnahmen anwesend waren, half wohl ebenso wenig. Dabei war der Versuch allein ehrbar und vielleicht hätte Forbidden wirklich frisch, neu und umwerfend klingen können. Wären die Umstände nur andere gewesen. So half selbst das Feature The Illusion Of Power mit Body Count-Sänger Ice-T nicht darüber hinweg, dass Black Sabbath einen ihrer größten Misserfolge überhaupt einstecken mussten.


10. Earth – Teeth Of Lions Rule The Divine

Die Geschichte Black Sabbaths wäre damit noch lange nicht auserzählt und auch die Fülle von Musik, die in ihren Songs im Laufe der letzten 50 Jahre widerhallte, lässt sich unmöglich abdecken. Eine noch größere Sisyphosaufgabe würde es indes bedeuten, ihren Einfluss auszuloten. Welche Metal-Band hat nicht auf die eine oder andere Art Black Sabbath ihre Existenz zu verdanken? Kaum eine Gruppe hat das Sabbath-Projekt der Anfangstage jedoch dermaßen logisch zur Vollendung geführt wie diejenige Band, die sich ihren ursprünglichen Namen lieh: Earth.

Der Gitarrist Dylan Carlson gründete Earth im Jahr 1989 gemeinsam mit Slim Moon und Greg Babior. Im Jahr 1993 veröffentlichte er zusammen mit den neu dazu gestoßenen Mitgliedern Dave Harwell und Joe Burns das Album Earth 2 (nein, ein Earth 1 gab es nie!), welches heute als Meilenstein des Drone/Doom Metals gilt. Fette Riffs, die über 75 breit gewalzt werden, der pure böse Lärm – und keine Vocals. Auf Earth 2 hallte wider, was sich in den ersten Riffs von Black Sabbath angekündigt hatte. Eine Neuinterpretation des Sabbath-Sounds, wie sie damals noch unmöglich schien. Aber hatten Sabbath nicht selbst gezeigt, dass es lediglich eine ganz besondere Band braucht, um das Unmögliche möglich zu machen?


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Motown: Die 15 wichtigsten Songs aus der legendären Hitfabrik

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Motown

Gespeist aus einem gewaltigen Backkatalog, der Jahrzehnte umspannt, haben die größten Hits aus dem Hause Motown nicht nur eine Ära definiert: Sie sind dermaßen zeitlos, dass sie längst als Inbegriff des „Classic Pop“ gelten müssen. Dass Berry Gordy es geschafft hat, sein unabhängiges Soul-Label aus Detroit zu einer der bekanntesten Musikadressen der Welt zu machen, ist an sich schon bemerkenswert. Dass die bei Motown veröffentlichten Titel auch nach so langer Zeit zu den bekanntesten und mitreißendsten Aufnahmen der Musikgeschichte zählen, unterstreicht, was für ein einzigartiges Gespür Mr. Gordy hatte. Die 15 Titel, die nun folgen, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

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15. I Want You (Marvin Gaye)

Das Verlangen überwältigt Marvin Gaye im Verlauf des Titelsongs seines I Want You-Longplayers aus dem Jahr 1976. Produziert von Leon Ware, der außerdem Co-Autor ist, kann sich dieser Song mitunter sogar fast schon zu intim anfühlen, sollte man gerade nicht in Stimmung sein – doch wer bitte ist schon nicht in Stimmung, wenn Mr. Gaye loslegt?

14. Heaven Must Have Sent You (The Elgins)

Die vom Hitmaker-Trio Holland-Dozier-Holland komponierte und produzierte Single sollte für The Elgins der einzige wirklich große Hit bleiben – dabei hätten ihre Ausnahmestimmen deutlich mehr Erfolge verdient. Doch 1966 ein Top-50-Titel in den Staaten, mussten sie auch noch fünf Jahre warten, bis ihr Hit in England die Top-3 knackte. Trotzdem: Auch musikalisch ganz klar ein Geschenk des Himmels!

13. Just My Imagination (Running Away With Me) (The Temptations)

Eine verträumte – genauer: tagträumerische – Ballade, die zugleich als Abschiedsgeschenk von Eddie Kendricks an The Temptations fungierte. Was als Geschichte von einem verblendeten Schwärmer beginnt, verwandelt Kendricks in einen Traum aller Fans. Außerdem war’s ein Abschiedsgruß an den Kollegen Paul Williams, der 1971 aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste.

12. Reach Out I’ll Be There (Four Tops)

Der Monsterhit der Four Tops aus dem Jahr 1966. Levi Stubbs aktiviert jeden Muskel, spannt jede Sehne, belastet seine Stimmbänder aufs Äußerste, um allen Zuhörenden klarzumachen, dass er bereit wäre, sie zu fangen, sollten sie denn einmal fallen. Was für ein Typ. Was für ein Track.

11. My Guy (Mary Wells)

Die etwas wehklagend wirkende Sirene zu Beginn markiert den Auftakt zu jenem Song aus dem Jahr 1964, der damals wie eine Bombe einschlug. Von Smokey Robinson komponiert, war der Song für Mary Wells hinterher auch der größte Motown-Hit – denn wenig später verabschiedete sie sich nach vielen Jahren vom Label. Auch heute klingt der Song immer noch so klar und lebendig wie vor gut 50 Jahren.

10. My Girl (The Temptations)

Die Antwort auf My Guy (Mary Wells) schrieb Smokey mit My Girl: Der nächste große Wurf, der gerade durch das reduzierte Gitarrenspiel von Robert White so unwiderstehlich wird, weil das Motiv so grandios mit David Ruffins Gesang harmoniert. Zärtlich und dabei doch lebhaft, darf dieser Titel als inoffizielle Hymne und Erkennungsmelodie der Temptations gelten.

9. Sir Duke (Stevie Wonder)

Mit seiner Verneigung vor jenen Swing-Jazz-Ikonen, die ihn als Kind inspiriert hatten, lieferte Stevie Wonder im Jahr 1976 einen dermaßen ausgelassenen Titel ab, dass man fast meinen könnte, „Sir“ Duke Ellington persönlich habe ihn eingespielt – nur klang die Single dafür dann doch einen Tick zu funky! Ein großer, fröhlicher, überschwänglicher Platz-1-Kandidat im Jahr 1977.

8. Stop! In The Name Of Love (The Supremes)

Schluss mit den Spielchen, Junge! Denn The Supremes wissen ganz genau, was du da treibst – und der dazugehörige Song funktioniert als Bitte um Besserung und als unüberhörbarer Warnschuss zugleich. Allein wie die charmanten Damen das Wörtchen „charms“ benutzen! Also wenn diese Message nicht bei ihm ankommt, dann kann er nur ein seelenloses Wesen sein. Oder taub.

7. The Tracks Of My Tears (The Miracles)

Noch so ein miracle von Smokey: Dieses vertonte Geständnis war 1965 ein Top-10-Hit in den USA – hätte aber noch deutlich höher in den Charts klettern müssen. Das Problem: Die Dinge sind nicht immer so, wie es scheint. Ein Thema, das er auch mit Tears Of A Clown umkreisen sollte. Sein Leid ist der Stoff für ein Lied, das man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

6. I Want You Back (Jackson 5)

Die Jungs aus Gary, Indiana drehten mal so richtig auf für ihre erste Tamla-Veröffentlichung: Wie eine Kreuzung aus ganz, ganz jungen Sly And The Family Stone mit den Temptations im Teenager-Alter wirkte das. Veröffentlicht 1969, ganz oben in den Charts im Jahr drauf: Es war die Geburtsstunde eine Legende.

5. What Becomes Of The Brokenhearted (Jimmy Ruffin)

Auch der Bruder des Temptations-Sängers ergriff seine Chance bzw. das Mikrofon: Hier präsentiert er eine eher düstere Geschichte aus dem Land der Verlassenen und Einsamen. Von Anfang an beliebter bei den Briten und Britinnen als in den USA, schaffte es die Single doch immerhin auf Platz 7 der US-Charts. Kein Wunder bei so viel Soul.

4. I Heard It Through The Grapevine (Marvin Gaye)

Marvin Gaye war nicht der erste, der I Heard It Through The Grapevine aufgenommen hat. Auch nicht der erste, der damit die Charts eroberte, denn das hatten vor ihm schon Gladys Knight And The Pips übernommen. Trotzdem ist seine Version, gedrosselt und eindringlich, diejenige, die zum Klassiker werden sollte. Die Single war riesengroß im Jahr 1968. Und sie ist es heute noch.

3. Papa Was A Rollin’ Stone (The Temptations)

Auch diesen Song hatten Undisputed Truth schon im Jahr zuvor eingespielt, aber erst The Temptations machten ihn 1973 zum Mega-Hit. Man sagt, die Bandmitglieder hätten sich zunächst nicht wirklich wohl damit gefühlt, dermaßen abfällig über ihre Papas zu reden – schließlich waren die Väter allesamt ganz anständige Leute. Pure Fiktion also, und fantastisch eingängig verpackt.

2. Someday We’ll Be Together (Diana Ross And The Supremes)

Mit dieser Version des Johnny And Jackey-Duetts aus dem Jahr 1961 verabschiedete sich Diana Ross von den Supremes: Passend dazu klingt der Song denn auch nach Resignation und Hoffnungsschimmer zugleich. Das Arrangement ist dem Original überraschend ähnlich; verantwortlich dafür war Johnny Bristol persönlich, der Johnny also von Johnny And Jackey. Ironisch daran ist vor allem, dass die Supremes genau genommen gar nicht mitsingen. Denn man hört nur Diana Ross, deren Stimme von Mr. Bristol immer höher und höher getrieben wird.

1. Ain’t No Mountain High Enough (Marvin Gaye & Tammi Terrell)

Die Bergspitze des Sixties-Pop, einer der größten Soul-Tracks aller Zeiten, und für viele Menschen auch ganz klar: der Höhepunkt der Motown-Ära. Der von Ashford & Simpson komponierte Song vereint Gospel-Wurzeln mit himmlischem Soul – in einem Arrangement, das sich aus seichten Tälern bis in luftige Höhen erhebt. Marvin und Tammi klangen nie besser als hier, weder zusammen noch als Solokünstler. So leidenschaftlich. So ambitioniert.

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18 Vinyl-Singles: Box der frühen Rolling-Stones-Singles kommt!

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Rolling Stones

Die Stones wärmen sich für ihren 60. Geburtstag auf. Als Teil der Feierlichkeiten erscheint am 10. Juni 2022 eine schon jetzt legendäre Box mit insgesamt 18 Vinyl-Singles als 7-Inch – die Singles Box Volume One: 1963 – 1966. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Und sollten zügig getätigt werden.

von Björn Springorum

Wenn das mal kein Schmuckstück ist: Am 10. Juni 2022 erscheint die Singles Box Volume One: 1963 – 1966 von den Rolling Stones. Das ist allein aufgrund des Umfangs ein Grund zum Jubeln für alle Fans der Band: Insgesamt 18 Singles und EPs, jede für sich auf 7-Inch-Vinyl gepresst und gemeinsam in einer maßgeschneiderten Box verpackt, rollen die turbulente und feurige Frühphase der Stones auf. Die Limitierung dürfte dafür sorgen, dass das Ding zackig vergriffen ist, wer vorbestellen möchte, sollte das also besser rasch und hier tun:

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Die Singles Box Volume One: 1963 – 1966 bietet liebevolle, vor allem aber authentische Reproduktionen von den originalen Erstauflagen, wie sie die Labels London und Decca in der ersten Hälfte der Sechziger veröffentlicht haben – authentisch bis zur Verpackung und den Sleeves. Und das alles in dieser Form zum ersten Mal auf Vinyl!

Rare B-Seiten

Die Box macht aber nicht nur optisch jede Menge her, sie bietet auch viel: Mit The Rolling Stones E.P, Five By Five und Got Live If You Want It! finden sich gleich drei EPs in der Kollektion, die man jetzt auch nicht unbedingt auf Vinyl hinterhergeworfen bekommt. Dazu gibt es natürlich jede Menge Non-Album-Tracks, die auch nicht viele in ihrer Plattensammlung haben dürften: Come On, I Want To Be Loved von 1963 oder I Wanna Be Your Man und Stoned von 1964 beispielsweise.

Das ist nicht alles: Sad Day ist eine seltene B-Seite, die mit 19th Nervous Breakdown kam, die Hits (I Can’t Get No) Satisfaction und Get Off Of My Cloud begeistern mit alternativen B-Sides. Kurz gesagt: Die frühen Jahre der Stones wurden noch nie zu kohärent und voller Entdeckungen in einer edlen Box zusammengebracht. Dafür sorgt auch ein 32-seitiges Buch voller Liner-Notes von Rolling-Stones-Autorität Nigel Williamson. Seltene Fotos inklusive.

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Zeitsprung: Am 10.9.1963 überlassen die Beatles den Rolling Stones einen Song.

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„Money For Nothing“: Erste Best-Of der Dire Straits kommt als Doppel-Vinyl!

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Dire Straits
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Gut zehn Jahre nach ihrer Bandgründung veröffentlichen Dire Straits ihre erste Werkschau Money For Nothing. Am 17. Juni 2022 erscheint die Klassikerparade neu gemastert auf schmucker Doppel-Vinyl. Die Vorbestellungen laufen bereits.

Hier könnt ihr die größten Hits der Dire Straits hören:

Im Oktober 1988 ziehen Dire Straits erstmals Bilanz. Und da gibt es einiges zu tun: Ihre erste Best-Of-Veröffentlichung Money For Nothing vereint Songs ihrer ersten fünf Studioplatten Dire Straits (1978), Communiqué (1979), Making Movies (1980), Love Over Gold (1982) und natürlich Brothers In Arms (1985). Ironie des Schicksals: Viel soll danach nicht mehr kommen: Nach On Every Street 1991 ist dann sehr bald Schluss.

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Keine 15 Jahre gab es die Dire Straits. Und dennoch: Ihr leidenschaftlicher, bluesiger Roots Rock eroberte von Großbritannien aus schnell die Welt, ihre evokativen Texte schufen ein ähnliches Narrativ wie Heartland-Boss Bruce Springsteen, Frontmann, Komponist und Produzent Mark Knopfler war genau der Richtige für den Job als elegante Galionsfigur.

Der Sound der Achtziger

Knopfler, einer der erfolgreichsten Musiker, die das Vereinigte Königreich je produzieren sollte, definierte den Sound der späten Siebziger und frühen Achtziger und legte mit zeitlosen Songs wie Sultans Of Swing, Romeo And Juliet, Money For Nothing oder Walk Of Life das Fundament für zahllose weitere Künstler*innen. Ehrensache, dass sich alle erwähnten Songs auch auf dieser Neuauflage finden. Die kommt auf 180 Gramm schwerem Vinyl, mit einem nagelneuen Master von Bob Ludwig und enthält mit Telegraph Road (Live Remix) einen Song, den es bisher nur auf CD gab, sowie eine bislang unveröffentlichte Live-Version von Portobello Belle.

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Zeitsprung: Am 12.8.1949 kommt Mark Knopfler (Dire Straits) zur Welt.

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