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Popkultur

5 Wahrheiten über David Bowie

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Hier nehmen wir uns mal ein paar Minuten Zeit und prüfen gängige Klischees und Falschannahmen in der Musikwelt… Einfach, weil wir es können bzw. einfach, weil es so viel mehr Vorurteile gibt als alle Beatles, Rolling Stones und Queen-Singles zusammenaddiert (lies: sehr viele). Wir nehmen uns also ein Genre oder einen Künstler und schauen wie stichhaltig die gemeinhin als richtig wahrgenommenen Annahmen sind.

50 Jahre lang hat David Bowie den Pop bereichert. Mit seiner Musik, seiner Stimme, seinen Rollen, dem ewigen Spiel mit sexuellen Identitäten und Geschlechterrollen. Auf 25 Alben hat der Ausnahmekünstler Bowie die Musikgeschichte geprägt, ehe er 2016 leider viel zu früh verstarb. Wir haben fünf vielleicht nicht ganz so bekannte Wahrheiten über den Picasso des Pop herausgefunden.


1. Er war Pionier in Sachen Musik-Streaming

David Bowie war im Jahr 1996 der erste Künstler auf einem Majorlabel, der eine Single über das Internet veröffentlichte. Die Downloadzeit von „Telling Lies“ betrug zur damaligen Zeit 11 Minuten. Zwei Jahre später brachte Bowie dann auch seinen eigenen Internet Provider mit dem Namen BowieNet an den Start. Für 10 Pfund im Monat konnte man nicht nur im Internet surfen, sondern auf dem 20 MB großen Webspace auch eine eigene Homepage einrichten. BowieNet existierte noch bis 2012.


2. Er war eine Inspiration für das Videospiel Metal Gear

Davide Bowie hatte viele Gesichter und Kostüme – und diente damit nicht wenigen Charakteren in der Videospielreihe über den Spezialagenten Snake als Vorbild. Nicht wenige Charaktere und auch Vorkommnisse in der Spielhandlung sind an David Bowie und seine Discographie angelehnt. In der Romanfassung zu Metal Gear Solid 2 wird der Charakter Raiden exakt so beschrieben, wie Bowie aussieht, während der Charakter The Fury Bowie zitiert, als er in den Weltraum fliegt und dort explodiert, während die Spielfigur Major Zero den Decknamen Major Tom verwendet.


3. Bowie und SpongeBob Schwammkopf

Davide Bowie hat im Laufe seines Lebens in über 25 Filmen mitgespielt – zum Beispiel in The Last Temptation of Christ, Basquiat oder auch The Prestige. Aber nicht nur das: Er lieh Lord Royal Highness im TV-Film SpongeBobs atlantische Abenteuer seine Stimme. Einige Jahre später wurde aus der Geschichte des Schwamms, der auf dem Grund des Ozeans lebt ein Musical – und David Bowie schrieb eine alternative Version seiner Brian-Eno-Kollaboration No Control für das Bühnenspektakel.


4. Er war eine Leseratte

„Wenn ich entspannt bin, dann lese ich“, hat David Bowie einmal gesagt. Die Liebe zur Literatur bekam er von seinen Eltern vererbt. Im Rahmen einer Ausstellung über David Bowie in der Running Art Gallery in Toronto, veröffentlichte Co-Kurator Geoffrey Marsh auch eine Liste mit Bowies hundert liebsten Büchern. Darunter befinden sich zum einen Klassiker wie Ilias von Homer oder Kaltblütig von Truman Capote oder George Orwells 1984, aber auch von Comicromanen wie Puckoon oder Die Verschwörung der Idioten. Sein Sohn Duncan Jones rief unlängst via Twitter einen Online-Leseclub ins Leben, um Monat für Monat die liebsten Bücher von Bowie noch einmal zu lesen.


5. Bowie hatte eine immense Kunstsammlung

Klar, dass ein solcher Genius wie Bowie sich nicht nur im Schreiben von Songs und Erfinden von neuen Outfits oder Persönlichkeiten ergeht. Wenn zwischen dem Synchronisieren von SpongeBob-Filmen und dem Lesen von Comicromanen noch Zeit blieb, dann schwang Bowie selbst gerne den Pinsel – und sammelte darüberhinaus auch Werke anderer Künstler. Zum Beispiel von Damien Hirst, Frank Auerbach, Henry Moore oder Jean-Michel Basquiat. Der Wert seiner Sammlung wurde zu Lebzeiten auf über 10 Millionen Pfund geschätzt.


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