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Popkultur

Zeitsprung: Am 27.3.1984 erscheint „Out Of The Cellar“ von Ratt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 27.3.1984.

von Timon Menge und Christof Leim

Es dauert Jahre, bis Ratt endlich ihr Debütalbum in die Regale stellen können. Dann geht es aber rund und rund. Out Of The Cellar wird heute am 27. März 35 Jahre alt.


Hört hier in Out Of The Cellar rein:

Klickt auf „Listen“ für das gesamte Album.

Als die Ratt 1984 durchstarten, tauchen die Hard Rocker für viele Fans quasi über Nacht auf dem Radar auf. Das stimmt allerdings nicht: Bereits 1976 nennt Sänger Stephan Pearcy seine Band Mickey Ratt, unzählige Male wechselt er das Line-Up. (Zwischenzeitlich spielt sogar Jake E. Lee mit, der später als Gitarrist von Ozzy Osbourne anheuert.) Erst als die Gitarristen Robbin Crosby und Warren DeMartini, Bassist Juan Croucier sowie Schlagzeuger Bobby Blotzer einsteigen, kommt Beständigkeit in die Besetzung. Mittlerweile nennt sich die Truppe kürzer einfach Ratt, nimmt 1983 ihre erste EP für eine lokale Plattenfirma auf.



Weil die Rock’n’Roll-Szene von Los Angeles damals ordentlich brodelt, schauen die Labels genauer hin. Ratt können dank ihrer EP Atlantic Records auf sich aufmerksam machen. Weil die Musiker in den Jahren davor Material für deutlich mehr als nur ein Album geschrieben haben, dauert das Einspielen des Debüts Out Of The Cellar in den legendären Sound City Studios nicht lange. Das Ergebnis: ein Beitrag zur Definition des Genres, das später als „Hair Metal“, „Glam Metal“ oder „Poser Metal“ bezeichnet werden soll. Songs wie Wanted Man und Lack Of Communication bedienen sich sowohl bei der Herangehensweise von neuen Gruppen wie Van Halen als auch beim Classic Rock à la Aerosmith oder bei Schwermetallern wie Judas Priest — und revolutionieren so die Krachmusik.

Mischen 1984 die Welt der Rockmusik auf: Ratt

Das Cover von Out Of The Cellar zeigt das Model Tawny Kitaen, die damalige Freundin von Gitarrist Robbin Crosby. Über ihre Arbeit mit Ratt hinaus kennt man sie aus einigen Whitesnake-Videos, in denen sie sich meistens auf und um Motorhauben räkelt, außerdem aus dem Film Bachelor Party. Auch im Ratt-Musikvideo zu Back For More tritt sie auf. Schöne Frauen auf der Albumhülle gehören für Ratt und einige ihrer Kollegen lange zum Standard; interessanterweise sieht das Foto auf dem Debüt aber eher nach Fantasy-affinem Achtziger-Metal als nach hedonistischem Spaßrock aus.



Mit dem Top-Fünf-Hit Round And Round legen Ratt einen Klassiker des Genres vor, für das sie ein höchst erfolgreiches Musikvideo veröffentlichen, an dem sogar Hollywood-Legende Milton Berle mitwirkt. Mehr noch: Die Single verhilft dem Debüt der Haarsprayvernichter auch zu Platz sieben in den US-Billboard-Charts und macht es zu einer der ersten Multiplatin-Platten der Szene vom Sunset Strip. Bis heute hat sich Out Of The Cellar von allen Ratt-Platten am besten verkauft.


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