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Popkultur

Motörhead, Foo Fighters, Alice Cooper: Was Bandnamen wirklich bedeuten

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Wofür steht eigentlich der Name der Foo Fighters? Foto: Martin Philbey/Redferns/Getty Images

Nicht immer steckt tiefe Weisheit hinter den Namen unserer Lieblingsbands. Wie diese Beispiele beweisen, spielen Humor, Kauzigkeit und nerdige Vorlieben mindestens genauso häufig eine Rolle.

von Björn Springorum

Natürlich gibt es epische, wohlklingende Namen, die auch ohne tiefere Bedeutung auskommen und sofort eine Wirkung erzeugen. Iron Maiden zum Beispiel oder Metallica. Es gibt aber auch die ungewöhnlichen, absurden oder schlichtweg haarsträubenden Namen, über die man sich eigentlich viel zu selten Gedanken gemacht hat. Wir haben das mal getan. Mit wunderbar unterhaltsamen Ergebnissen.

Lynyrd Skynyrd

Fangen wir mit dem vielleicht prominentesten Beispiel an. Die Southern-Rock-Aficionados Lynyrd Skynyrd haben sich nach ihrem alten Sportlehrer Leonard Skinner benannt. Das aber nicht unbedingt im Guten, immerhin machte er sich regelmäßig lustig über die langen Haare seiner Schüler. Hat also doch was gebracht, dass sie unter seinen Drangsalierungen leiden mussten.

3 Doors Down

Die US-Rocker sind ein gutes Beispiel dafür, wie willkürlich und nebensächlich Bandnamen mitunter gewählt werden. 3 Doors Down fanden ihren Namen, als ihnen ein Gebäude ins Auge fiel, von dessen Beschriftung die meisten Buchstaben bereits abgefallen waren und nur noch Doors Down zu lesen war. Weil man damals zu dritt war, war ein erster Name gefunden. Und bekanntlich blieb es dann sogar dabei.

Alice Cooper

Bekannt dürfte sein, dass Alice Cooper der Name der Band war, in der Vincent Furnier vor seiner Karriere als legendärer, gepriesener und in Wayne‘s World angebeteter Schock-Rocker spielte. Weniger bekannt und nicht ganz bewiesen ist die Geschichte, dass Alice Cooper der Name eines Geistes war, mit dem die Band mittels eines Ouija-Brettes in Kontakt trat. Passt aber irgendwie.

Beastie Boys

Auch bei New Yorks Weißer Hip-Hop-Crew Beastie Boys steckt mehr hinter dem Namen als das Auge sieht: Das „Beastie“ soll für Boys Entering Anarchistic States Towards Inner Excellence sehen. Also in etwa: „Typen, die in anarchistische Zustände hin zu einer inneren Exzellenz geraten“. Oder so.

The Killers

Von verwegenen Mördern sind unsere Las-Vegas-Darlings natürlich weit entfernt. Dafür haben sie einen Bandnamen, der in Sachen Coolness nicht hinter ihrer Musik zurücksteht: Benannt ist die letzte richtige Rockband unserer Zeit  nach der Fake-Band im Videoclip zum New-Order-Song Crystal. Grandioser Einfall!

Foo Fighters

Im Zweiten Weltkrieg bezeichneten alliierte Piloten unerklärliche Flugobjekte und angebliche UFOs als foo fighters. Nach dem Ende von Nirvana suchte Dave Grohl nach einem coolen und mysteriösen Namen, der die Identität der Mitglieder geheim halten sollte. Also, cool ist der Name zweifellos. Der Rest hat aber nicht ganz so geklappt.

Frankie Goes To Hollywood

Die Achtziger-Giganten Frankie Goes To Hollywood haben ihrem Namen dem Knast zu verdanken! Als sie ihren Proberaum mal in einer leerstehenden Gefängniszelle hatten, entdeckten sie ein Filmplakat an der Wand, auf dem ein neuer Sinatra-Film angepriesen wurde. Und der hieß – korrekt – Frankie Goes to Hollywood.

Garbage

Gleich zwei Quellen buhlen hier um Authentizität. Die Aussage ist aber dieselbe: Shirley Mansons Alternative-Rock-Band muss zu Beginn ihrer Karriere ganz einfach nach Müll (garbage) geklungen haben. Das soll sowohl ihr Vater bei einer ihrer Proben in den Keller des elterlichen Hauses gebrüllt als auch ein Freund des Drummers Butch Vig mächtig genervt ausgerufen haben, als er ihre frühen Aufnahmen hörte. Man kann eben nicht immer recht haben.

Motörhead

Machen wir‘s kurz: Motörhead ist englischer Slang für jemanden, der leidenschaftlich gern Speed konsumiert. Passender Name für Messias Lemmy also, der zuvor bekanntlich bei Hawkwind den Bass massierte. Die haben auch einen, sagen wir speziellen Namen, der dem Saxofonisten Nik Turner zu verdanken ist. Der sorgte wohl nicht nur für Furore hinter seinem Instrument und war auch für seinen ausgeprägten Hang zu Räuspern (hawking) Flatulenz (wind) bekannt. Na Prost.

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