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Popkultur

Zeitsprung: Am 19.8.1945 kommt Deep-Purple-Sangesgott Ian Gillan zur Welt.

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Ian Gillan 1972 in Kopenhagen - Foto: Jorgen Angel/Redferns/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 19.8.1945.

von Timon Menge und Christof Leim

Man kennt ihn vor allem als langjährigen Frontmann der britischen Rocklegenden Deep Purple. Doch auch für Black Sabbath steht Ian Gillan zwei Jahre lang am Mikro. Heute feiert der Sänger mit einer der kräftigsten Stimmen der Rockmusik Geburtstag. Schauen wir mal, was er bisher so erlebt hat! 

Hier könnt ihr euch Whoosh! von Deep Purple anhören:

Zum ersten Mal schreit Ian Gillan am 19. August 1945 in London. Seine früheste musikalische Erinnerung: seine Mutter, die einen Jazz-Standard auf dem Klavier spielt. Später hört er die Platten von Elvis Presley. Als er den „King“ auch noch auf der Kinoleinwand sieht, möchte Gillan ebenfalls Schauspieler werden. Doch dann kommt alles ganz anders, wie wir heute wissen. 

Seine erste Band hört auf den klangvollen Namen Garth Rockett And The Moonshiners, wo Gillan gleichzeitig singt und Schlagzeug spielt. Als er merkt, dass ihm diese Mischung nicht liegt, legt er als Vollzeitsänger los. Später tritt er Ronnie And The Hightones bei, die Rock’n’Roll-Klassiker covern. Die Gruppe benennt sich in The Javelins um, im März 1964 ist Schluss. Gitarrist Gordon Fairminer tritt der Band bei, aus der später The Sweet wird. 

Gillan & Blackmore: keine gute Mischung

Mit Episode Six findet Gillan seine erste professionelle Band. Am Bass: Roger Glover. Die beiden freunden sich an und schreiben erste gemeinsame Songs. Als ein gewisser Mick Underwood in die Gruppe einsteigt, hört Gillan zum ersten Mal von Ritchie Blackmore und Deep Purple. Die wiederum beschließen im Frühling 1969, dass sie sich künftig dem Hard Rock widmen wollen. Und dann sehen sie Episode Six live.

Umgehend bieten sie Ian Gillan den Job als Frontmann an und fragen ihn, ob er nicht auch noch einen guten Bassisten kennt. Kennt er! So steigen Gillan und Glover bei Deep Purple ein und vervollständigen das legendäre Mark-II-Line-up. In den Jahren danach veröffentlicht die Band unsterbliche Alben wie Deep Purple In Rock (1970), Fireball (1971) und Machine Head (1972), die man absolut als Grundlage für Hard Rock und Heavy Metal verstehen muss. Gillans Schreie in Child In Time sind heute noch legendär – und ein Angstgegner in unzähligen Coverbands. Deep Purple gehören Anfang der Siebziger zu den größten Rockbands der Welt, inklusive Privatjets und Riesenkonzerten in aller Welt, allerdings mit einem unfassbaren Arbeits- und Veröffentlichungspensum. Aber so gut es bei Deep Purple auch läuft: Der Gitarrist und der Sänger verstehen sich nicht so gut…

Ohne Deep Purple geht es nicht

Vor allem auf musikalischer Ebene bekommen sich Blackmore und Gillan immer wieder in die Haare, weshalb letzterer im Juni 1973 nach Who Do We Think We Are zum ersten Mal aussteigt. (Danach übernimmt David Coverdale.) 1976 löst sich die Band auf. Als es 1984 mit dem formidablen Perfect Strangers wieder losgeht, ist Gillan wieder dabei, zumindest bis 1989. Ab 1992 bleibt er endgültig. 

Die Zeit ohne Purple vertreibt er sich durch einige erfolglose Geschäftsbeteiligungen, seine Ian Gillan Band, ein Projekt mit dem einfachen Namen Gillan sowie mit einem zweijährigen Gastspiel bei Black Sabbath von 1982 bis 1984 mit einem Album: Born Again. Angeblich kam das zustande, weil die alten Kumpels Gillan und Tony Iommi einen oder zwölf über den Durst getrunken haben und auf Ideen gekommen sind…

Seit 1992 touren Deep Purple mit Ian Gillan um die Welt und veröffentlichen weitere Alben wie Abandon (1998), Infinite (2017) und neuerdings Whoosh! (2020), das zum wiederholten Male Platz eins in Deutschland erreicht. Und singen kann unser Mann immer noch… Hoffen wir, dass es noch lange so bleibt! Happy Birthday, Ian!

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