------------

Popkultur

Der wahre Elton John: 10 Dinge, die wir aus dem Film „Rocketman“ gelernt haben

Published on

Taron Egerton als Elton John in "Rocketman"

Obwohl der Kinofilm Rocketman bekanntermaßen von Elton Johns Leben handelt, nimmt weder der Regisseur Dexter Fletcher noch Autor Lee Hall oder Co-Executive Producer Elton John persönlich den Ausdruck „Biopic“ in den Mund. Stattdessen wird immer wieder betont, dass es sich um eine musikalische Fantasiewelt, um ein Fantasy-Musical auf der großen Leinwand handelt.

von Paul Sexton

Der Film funktioniere eher wie ein impressionistischer Blick auf ausgewählte Schlüsselmomente im Leben des Musikers, wobei die Songs selbst die Handlung vorantreiben. Der Slogan „Based on a true fantasy“ – auf einer wahren Fantasie basierend – bringt das alles schon sehr gut auf den Punkt. Was jedoch keinesfalls heißt, dass man im Kino nichts über das Leben von Elton John lernen könnte. Im Gegenteil: Es gibt jede Menge Fakten und wahre Begebenheiten, die hier neu in Szene gesetzt worden sind.

Die vielen Lobgesänge von Seiten der Kritik konzentrierten sich einerseits auf die Hauptfiguren: Immer wieder wurde Taron Egertons umwerfende Elton-Darbietung gefeiert, genau wie Jamie Bell, der eine grandiose Performance in der Rolle seines jahrzehntelangen Co-Songschreibers Bernie Taupin abliefert. Auch die Musik selbst, die Zeitlosigkeit der Kompositionen dieses Dreamteams, wurde immer wieder thematisiert. Tatsächlich war es der musikalische Leiter Giles Martin, der die vielen Klassiker neu interpretiert und sie so aufgenommen hat, dass sie nun mindestens so umwerfend und (leinwand-)groß klingen wie die dazugehörigen Szenen.

Nicht zu vergessen, die gefeierten Nebendarsteller*innen: Richard Madden zum Beispiel, der den Manager (und Gelegenheits-Lover) John Reid richtig schön machiavellistisch wirken lässt. Oder auch Stephen Graham, der Eltons ersten Plattenboss Dick James spielt; und natürlich die grandiose Gemma Jones als Großmutter Ivy, für den angehenden Sänger eine wichtige Unterstützerin.


Jetzt in unserem Shop erhältlich:

Elton John - Jewel Box
Elton John
Jewel Box
8CD Boxset

HIER BESTELLEN


Während Rocketman ganz bewusst keine chronologische Nacherzählung von Leben und Werk bietet, vereint der Film doch etliche wahre Anekdoten, Wusste-ich-ja-noch-gar-nicht-Momente und viel zu selten beleuchtete Aspekte aus dem Leben jenes Musikers, der einst als Reginald Kenneth Dwight zur Welt kam. Hier sind 10 Dinge, die wir aus Rocketman gelernt haben.

Hört hier den Soundtrack von Rocketman:

1. Your Song entstand binnen weniger Minuten – in der Wohnung von Eltons Mutter.

Unter den vielen Schlüsselmomenten, die im Film Rocketman grandios in Szene gesetzt sind, zählt dieser zu den atemberaubendsten: Bernie präsentiert Elton seinen neuesten Songtext, die mit Kaffeeflecken übersäten Zeilen für eine frühe Ballade. Eines der ersten Beispiele für die unvergleichliche Chemie des Songwriter-Teams, nahm Elton diese Zeilen, in denen sein junger Freund versuchte, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen, und fand schon im nächsten Augenblick die perfekte Melodie dazu. Das Ergebnis hieß Your Song – sein erster großer Hit. Es war der Startschuss, derjenige Titel, der sein Leben und die ganze Musikwelt für immer verändern sollte.

2. Eltons Vater war in der Britischen Luftwaffe und deshalb kaum zu Hause.

Eltons Vater Stanley Dwight, der im Film von Steven Mackintosh gespielt wird, war Hauptmann der Britischen Luftwaffe (Royal Air Force). Gleich zu Beginn von Rocketman hat er ein paar Tage frei und ist ausnahmsweise bei der Familie: Hier wird die schwierige und von der häufigen Abwesenheit geprägte Vater-Sohn-Beziehung sehr gut sichtbar. Seine Mutter Sheila, deren Rolle Bryce Dallas Howard übernimmt, wirkte dagegen eher unterstützend auf den Sohn ein: Sie fand es gut, dass ihr kleiner Reggie so sehr auf Rock & Roll stand.

Ziemlich beste Freunde: 50 Jahre Elton John und Bernie Taupin in Bildern

3. Der im neuen Jahrtausend veröffentlichte Song I Want Love beschreibt eine Familienangelegenheit aus den 50ern.

Im Jahr 2001 wurde Eltons britischer Top-10-Hit I Want Love, eine bewegende Ballade vom Album Songs From The West Coast, für einen Grammy nominiert. Auf der Leinwand ist der Song ein Paradebeispiel dafür, wie der Film seine ganz eigene Zeitachse kreiert, um das Leben des Musikers auf ungewöhnliche Weise nachzuzeichnen: Hier als Interpretation eines Ensembles in die Handlung integriert, hören wir I Want Love in Eltons Elternhaus in Pinner in der Nähe von London. Es ist genau der Moment, in dem die Textzeile „dead in places other men feel liberated“ auf seinen Vater zutrifft.

4. Eltons Großmutter Ivy war eine loyale Unterstützerin.

Sheilas Mutter Ivy hatte eine sehr enge Beziehung zu ihrem Enkel Reggie, sicherlich auch deshalb, weil der Vater Stanley ja andauernd abwesend war. Die Großmutter war zugleich diejenige, die den zukünftigen Musiker dazu brachte, mit dem Klavier weiterzumachen, seine anfängliche Begeisterung für das Instrument nicht ersticken zu lassen. Im Film bringt sie ihn zu seinem ersten Termin an der Royal Academy of Music – und steckt ihm für die Rückfahrt das nötige Kleingeld zu.

5. A&R-Mann Ray Williams war ein entscheidender Weichensteller.

Der Film Rocketman beleuchtet auch die zentrale Rolle, die Ray Williams in der Karriere von Elton John gespielt hat: Damals Leiter der A&R-Abteilung von Liberty Records, war er es, der 1967 die folgenreiche Anzeige im New Musical Express schaltete. Es war jenes Inserat, auf das wenig später Reg Dwight und der angehende Pop-Songtexter Bernie Taupin antworten sollten. Gespielt wird Williams von Charlie Rowe.

Die größten Songs von Elton John: 10 Meilensteine aus der Feder des „Rocket Man“

6. Das berühmte Video zu I’m Still Standing wird im Film 1:1 nachgestellt.

Taron Egerton kam während der Dreharbeiten in den Genuss, das wahnsinnig extravagante, extrem ausgelassene Video zu dem 1983 veröffentlichten Hit I’m Still Standing nachstellen zu können; das Original hatte Regisseur Russell Mulcahy in Cannes und Nizza gedreht. Dieses Mal war es also Egerton, der im Strohhut am Strand die „menschlichen Dominosteine“ umschmeißen durfte…

7. Die Levitations-Szene aus Rocketman basiert auf einer Fotografie aus dem Jahr 1970.

Natürlich wird in Rocketman auch gezeigt, wie Elton und Bernie endlich in Los Angeles ankommen, dem Ort ihrer Träume. Der Sänger war erstmals in den Staaten gebucht worden, und dann gleich für sechs Konzerte im legendären Troubadour in West Hollywood. Der erste dieser Auftritte, es war der 25. August 1970, war dermaßen umwerfend, dass der US-Musikkritiker Robert Hilburn von der LA Times danach schrieb: „Aus ihm wird einer der größten und wichtigsten Stars der Rockwelt werden.“ Die Levitations-Szene im Film ist von einer Fotografie inspiriert, die an jenem Abend in Los Angeles entstanden ist: Darauf zu sehen ist Elton, der seine Beine in die Luft schleudert – und zwar so, wie es sein Idol Jerry Lee Lewis einst auch gemacht hat.

Elton John 1974. Chris Walter/WireImage

8. Rocketman vereint neben den größten Hits auch unbekanntere Songs.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Tracklist des dazugehörigen Originalsoundtracks verrät, dass Rocketman nicht nur mehr als ein Dutzend Klassiker aus der langen Karriere des Briten beinhaltet, denn obendrein ist auch noch Platz für eine Auswahl von frühen, sehr viel weniger bekannten Kompositionen. Dazu gehören etwa Rock And Roll Madonna, eine Single aus dem Jahr 1970, die nie auf einem Album erschienen ist, oder das noch zwei Jahre ältere Thank You For All Your Loving, das Elton mit seinem einstigen Gitarristen Caleb Quaye schrieb.

9. Elton lernte seine Frau Renate Blauel im Studio kennen, als er gerade ein Album fertig machte.

Seine spätere Ehefrau Renate Blauel, eine Deutsche, die von Celinde Schoenmaker gespielt wird, war Tontechnikerin. Die beiden lernten sich in einer Phase kennen, als Elton in eine Abwärtsspirale aus Drogen und Alkohol geraten und dementsprechend ziemlich am Ende war. Die groß angelegte Hochzeit in Australien, die 1984 stattfand, ist im Film zu sehen; die Scheidung erfolgte 1988, woraufhin der Sänger, der sich schon 1976 öffentlich als bisexuell bezeichnet hatte, wenig später sein Coming-Out hatte. „Mein allergrößter Wunsch war damals, ein guter Ehemann zu sein“, kommentierte er später, „aber zugleich verleugnete ich damit mein wahres Wesen – was meine Frau sehr traurig machte und mir ein erdrückendes Schuldgefühl gab.“

Elton John und Renate Blauel bei ihrer Hochzeit am 14. Februar 1984. Foto: Patrick Riviere/Getty Images

10. In Rocketman kriegen sich Elton und Bernie auch mal in die Haare – was in Wirklichkeit nie vorgekommen ist.

Es gibt eine Szene in Rocketman, in der Bernie Taupin einige Zeilen aus Goodbye Yellow Brick Road präsentiert, und der Texter nach einer hitzigen Auseinandersetzung mit Elton davon singt, sich nicht einsperren zu lassen und „zu seinem eigenen Acker“ zurückzukehren – „going back to my plough“. Doch schon im Nachspann wird in aller Deutlichkeit gesagt, dass die beiden seit gut fünf Jahrzehnten miteinander befreundeten Musiker tatsächlich in all den Jahren noch nie gestritten haben. Im Gegenteil: Die Freundschaft zwischen dem Rocketman und dem Brown Dirt Cowboy ist so ungetrübt, eng und einzigartig wie eh und je…

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Schokoriegel und Wetten gegen John Lennon: 6 legendäre Elton-John-Momente

Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

Published on

Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

Continue Reading

Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

Published on

Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Continue Reading

Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

Published on

Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Rockbands mit Orchester: 10 Musiker*innen und Bands, die mit der Klassik gemeinsame Sache machten

Continue Reading

Latest Music News

Top Stories

Don't Miss

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]