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Popkultur

Die musikalische DNA von Chris Cornell

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Wer sich auch nur ansatzweise mit Rock-Musik beschäftigt, wird um das Werk von Chris Cornell nicht herumkommen. Die meisten denken sofort an seine Band Soundgarden oder sein Projekt mit ehemaligen Rage Against the Machine-Mitgliedern, Audioslave. Wieder andere kennen sicherlich auch sein Schaffen als Solo-Künstler und vielleicht sogar das eine oder andere ungewöhnliche Projekt, vom James Bond-Titelsong über ein mit dem Hip Hop-Produzenten Timbaland eingespieltes Album namens Scream oder jedoch die Songs, die Cornell für andere Artists, darunter sogar Alice Cooper, geschrieben hat. Sogar aus einem Gedicht, das ihm einst ein Fan schickte, machte er einen Song. Der Text richtete sich an die Tochter von Rory de la Rosa, die im Jahr 2008 im Alter von sechs Jahren an Krebs verstorben war. Bei Veröffentlichung des Stücks bat Cornell um eine Spende an de la Rosa und seine Familie.


Hört hier in die musikalische DNA von Chris Cornell rein:

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Wer auch immer auf welche Art mit Cornells Musik in Berührung kommt, wird bemerken, wie anders sie klingt. Anders als das, was weitläufig als Grunge kategorisiert wurde, anders als die üblichen Rock’n‘Roll-Klischees und anders als das Mittelmaß. Er sei „der beste Sänger, den wir auf diesem Planeten haben“, sagte einst einer, der es wissen musste: Eddie Vedder. Selbst ein Egomane wie Axl Rose musste zu Anfangstagen von Soundgarden zugeben, dass ihm Cornell als Rock-Sänger eindeutig den Rang ablief. Das allerdings lag nicht allein daran, dass Cornell seinen Bariton wie nebenbei über vier Oktaven hinweg meisterhaft einsetzte und vor allem in seiner frühen Schaffensphase mit einem unkonventionellen Songwriting brillierte. Wichtig war vor allem, was er auf diese Weise zum Ausdruck brachte: Cornells Lyrics brachten Licht ins Dunkel der menschlichen Abgründe, die er wie kein anderer kennenlernen musste. Sein lebenslanger Kampf mit Depressionen, sein Alkohol- und Drogenmissbrauch und viele andere Dämonen tauchten in seinen Texten auf. Mal mehr, mal weniger deutlich. Dass er diese Dämonen nicht besiegen konnte, erwies sich leider am 18. Mai 2017: Cornell nahm sich das Leben.

Doch nicht nur das Leiden inspirierte Cornells Musik und sein Songwriting. Seine Einflüsse waren natürlich auch musikalischer Natur und erstreckten sich bisweilen über die Rock-Musik hinaus. Die musikalische DNA von Chris Cornell ist ein Kaleidoskop, so einzigartig wie er selbst.


1. The Beatles – Drive My Car

So besonders Cornell auch war, seine musikalische Früherziehung erscheint recht gewöhnlich. Mit Little Richard und The Beatles wuchs der 1964 geborene Sänger auf. Ein Kind seiner Zeit? Ja. Aber noch mehr: Zwischen seinem zehnten und zwölften Lebensjahr zehrte er fast ausschließlich von einer Sammlung von Beatles-Platten, die er im Keller eines verlassenen Hauses aus der Nachbarschaft vorfand. Die Pilzköpfe von der anderen Seite des Atlantiks wurden zu seinen Idolen, weil sie sich einiges zutrauten. „Die Beatles haben immer genau das gemacht, was sie wollten. Niemand sagte ‚Ey, das könnt ihr nicht machen!‘“

Über seine Karriere hinweg hat Cornell den britischen Vorbildern immer wieder Tribut gezollt. Mit Soundgarden beispielsweise interpretierte er Everybody’s Got Something to Hide Except Me and My Monkey und sagte über das Stück sogar: „Wir hatten das Gefühl, dass dieser Song von uns sein könnte. Es klang nicht wie die Beatles, sondern nach Soundgarden.“ Auch John Lennons unsterbliche Hymne Imagine gehörte zu seinem Repertoire, wie sein akustisches Solo-Live-Album Songbook bewies. Und da wäre natürlich noch Drive My Car, das er in einem eher ungewöhnlichen Rahmen interpretierte: für die Netflix-Show Beat Bugs, einer animierten Kindersendung über die Beatles nämlich.


2. Malfunkshun – Jezebel Woman

Wo andere Kinder allerdings ihre Jugend in vollen Zügen genießen konnten, da kam Cornell schon bald mit den Übeln der Welt in Berührung. Seine Alkoholikereltern lebten es leider vor: Schon mit zwölf Jahren experimentierte der Sohn mit diversen Substanzen, sogar mit der Droge Angel Dust, deren Gebrauch ihn nachhaltig traumatisieren sollte. Bald schon gesellten sich auch die Depressionen dazu. Wenn er aber Musik machte, konnte er all dem entfliehen – zumindest fast. 1990 sah er sich mit dem Verlust eines großen Musikers konfrontiert, der zugleich ein sehr guter Freund war. Andrew Wood, der Frontmann von Malfunkshun und Mother Love Bone, starb im März des Jahres an einer Überdosis Heroin.

Insbesondere Malfunkshun gelten als die Pioniere eines Genres, über dessen Titel sich keine der darunter zusammengefassten Bands freute. Soundgarden und andere Seattler Bands lehnten das Label „Grunge“ vielmehr kategorisch ab. Immerhin aber gab es zwischen ihnen einen regen personellen Austausch. Stone Gossard und Jeff Ament, beide Mitglieder bei Mother Love Bone, sollten später Pearl Jam gründen. Zwischendurch aber fanden sie sich auch mit Cornell zusammen und veröffentlichten als Temple of the Dog 1991 ein selbstbetiteltes Album, mit dem sie Wood Tribut zollten. 2011 wurde sogar eine absolute Rarität auf dem Compilation-Album Melodies & Dreams veröffentlicht: Darauf sind die damaligen Mitbewohner Cornell und Wood im Duett zu hören.


3. Led Zeppelin – Whole Lotta Love

In gewisser Weise hat Woods Tod Cornell ein Leben lang verfolgt. Nicht nur mit Temple of Dog, auch in Interviews erinnerte er sich immer wieder an den engen Gefährten. Auch in musikalischer Hinsicht fiel er durch eine unvergleichliche Treue auf. Dass Soundgarden beispielsweise nicht selten mit Led Zeppelin verglichen wurden, hatte durchaus seinen Grund. Der Einfluss von Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham auf ihr Schaffen war nicht zu leugnen. Und sowieso war Cornell nie nach Leugnen zumute. Viel eher verbeugte er sich mit einem lauten Thank You von der Bühne aus an sie.

Thank You, wie Cornells Imagine-Cover übrigens auf Songbook zu hören, ist jedoch bei weitem nicht der einzige Led Zep-Song, den er im Laufe seiner Karriere neu interpretierte. Auch an die ganz schwierigen Nummern wagte er sich heran. Neben Stairwell to Heaven und Dazed and Confused ist wohl kaum ein anderes Stück der Band dermaßen oft gecovert worden wie Whole Lotta Love. Als Carlos Santana Cornell allerdings zu den Aufnahmen seines Albums Guitar Heaven: The Greatest Guitar Classics of All Time einlud, ließ der sich nicht lange bitten und stellte sich prompt hinters Mikro. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass der letzte von ihm auf der Bühne am Vorabend seines Suizids gesungene Song eine Neuinterpretation von In My Time of Dying war…


4. Bauhaus – Bela Lugosi’s Dead

Überhaupt lässt sich im Wissen um seinen späteren Selbstmord viel in das Werk Cornells hineininterpretieren. „Seine Lyrics scheinen manchmal, als würden sie bereits die gesamte Story erzählen“, sagte er rückblickend über Andrew Wood. „Dann wiederum könnten meine genau dieselbe erzählen.“ Leider lag er damit nicht ganz falsch. Tatsächlich schien sich Cornell explizit zu Bands hingezogen, die mit morbiden Themen nicht gerade zimperlich umgingen. Neben den Metal-Pionieren Black Sabbath nannte Cornell britische Post-Punk-Bands wie Gang of Four als anfängliche Vorbilder Soundgardens und insbesondere eine Gruppe hatte es ihm angetan: Bauhaus.

Die Gruppe um Peter Murphy stellte selbst im umtriebigen Post-Punk- und New-Wave-Dunstkreis eine Anomalie dar. Ihr Sound war von exzentrischen Funk-Einflüssen und Sprengseln des aus Jamaika importierten Dubs angereichert, doch allzu fröhlich-bekifft klang das Resultat keineswegs. Murphys schauerliche Gesangsdarbietung unterstrich stattdessen ein Leitmotiv: die Vergänglichkeit allen Lebens. In kaum einem anderen Song gelang ihm das besser als Bela Lugosi‘s Dead, der Abgesang der Gruppe auf den Schauspieler, der in der Regel einen Untoten mimte. In frühen Soundgarden-Tagen ließ die Band bei Auftritten auch schon mal das Stück Entering in eine astreine Cover-Version des fast zehnminütigen Stücks übergehen und auch auf Solo-Konzerten Cornells war es hin und wieder zu hören – wenngleich in einer überraschend psychedelischen Version.


5. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

Mit seiner Begeisterung für andere Artists hielt sich Cornell nie zurück. Nicht selten aber überraschte er seine Fans mit ungewöhnlichen Cover-Projekten. Stücke von Michael Jackson (Billie Jean), Dolly Parton beziehungsweise Whitney Houston (I Will Always Love You), Bob Marley (Redemption Song) oder David Bowie (Lady Stardust) sind da nur die Spitze des Eisberges. Die Auswahl zeigt indes: Cornell schreckte vor den ganz großen Nummern nicht zurück. Vielmehr reizte ihn die Herausforderung, ikonischen Songs ein ganz neues Leben einzuhauchen.

Warum aber auch nicht, werden nun einige sagen. Bei dieser Stimme, bei diesem Stimmumfang wird es ihm leicht gefallen sein! Von der Hand zu weisen ist das nicht, doch Cornell wollte sich keinesfalls über die Musik anderer profilieren. Das zeigte sich an seinem ersten Todestag 2018, als seine Tochter Toni ein Duett der Beiden über YouTube veröffentlichte, um dessen Rechte sich die Plattenlabels wohl geprügelt hätten: Für die intime Aufnahme nahmen sich Vater und Sohn Nothing Compares 2 U an, der Prince-Komposition, die von Sinéad O’Connor weltberühmt gemacht wurde. „Diesen Song mit dir aufzunehmen war eine ganz besondere und großartige Erfahrung“, schrieb Toni Cornell in einem Statement. „Ich wünschte, ich könnte sie hundertfach wiederholen und ich weiß, du würdest das gerne auch.“ Darum nämlich genau ging es bei dem Cover eigentlich: das Miteinander.


6. Leonard Cohen – Hallelujah

Chris und Toni hatten eine gemeinsame Sprache, die Musik. In dieser Sprache zollte sie ihm seit seinem Freitod im Mai 2017 immer wieder Tribut. Und nicht nur ihm. Als sich nur zwei Monate danach ihr Patenonkel am Geburtstag ihres Vaters das Leben nahm, verlor die Welt einen weiteren Rock-Star: Es handelte sich um niemand Geringeren als Chester Bennington, bekannt als Sänger der Band Linkin Park. Die damals Zwölfjährige hatte also viel zu verkraften, zeigte sich aber unvergleichlich couragiert. Gemeinsam mit Ryan Tedder von One Republic sang sie in der Good Morning America-Show als Tribut an die beiden Verstorbenen Hallelujah von Leonard Cohen.

Moment, Leonard Cohen? Ist das Stück nicht von Jeff Buckley? Nein! Mit diesem Klassiker verhält es sich ungefähr wie die Johnny Cash-Version von Nine Inch Nails Hurt: Das Cover wurde irgendwann größer als das Original selbst. In Cornells Geschichte wird vor allem die Buckley-Variante die größte Rolle gespielt haben. Er war nahezu besessen vom Werk des Songwriters, der einen mysteriösen und viel zu frühen Tod starb. Mit Wave Goodbye widmete er dem langjährigen Freund einen Song und kümmerte sich sogar stellenweise um die Nachlassverwaltung des genialen Musikers, der mit Grace aus dem Jahr 1994 nur ein reguläres Studioalbum hinterließ. Ob ihn Buckley erst auf Leonard Cohens Hallelujah gestoßen hatte? Womöglich. Sicher ist zumindest, dass der Song auch auf Cornells eigener Beerdigung ertönte. Gesungen wurde er von Chester Bennington.


7. Eleven – All My Friends

Schicksalsschläge, vor allem aber frühzeitige Tode von guten Bekannten schienen Cornell sein Leben über zu verfolgen. Auch von einer anderen musikalischen Partnerin und Inspirationsquelle musste er sich weit vor ihrer Zeit verabschieden: Im Juli 2008 erlag Natasha Shneider ihrem Krebsleiden. Die geborene Lettin floh in den siebziger Jahren aus der Sowjetunion in die USA und feierte gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann moderaten Erfolge in der Pop-Welt, bevor sie 1990 mit ihrem zweiten Gatten Alain Johannes und Jack Irons die Rock-Gruppe Eleven gründete, welche sie schlussendlich mit Soundgarden beziehungsweise Cornell zusammenbringen sollte.

So kam es, dass sie 1999 gemeinsam mit Cornell an Euphoria Morning arbeitete, dem Album, das auch die Buckley-Hommage Wave Goodbye enthielt. Auch auf der folgenden Tour begleitete Shneider den Freund, mit dem sie zudem für ein eher kurioses Projekt zusammenarbeitete: Der Eleven-Song Someone to Die For wurde für den Soundtrack zum Film Spider-Man 2 von Jimmy Gnecco und Brian May (ja, der von Queen!) eingespielt. In den Credits für die Lyrics wurde neben Johannes und Shneider manchmal auch fälschlicherweise Cornell genannt. Wahr ist zumindest, dass eine Demo-Version des Stücks existiert, auf dem Cornell mit der Band zu hören ist. Der verstorbenen Freundin widmete er zwischen 2011 und 2016 auf Konzerten übrigens das Stück When I’m Down von Euphoria Morning, begleitet nur von einer Aufnahme der Klavierparts, die Shneider dafür eingespielt hatte.


8. Linkin Park – Crawling

Dass Bennington derjenige war, der Cornell sein letztes Geleit geben durfte, verwundert nicht. Die beiden Sänger freundeten sich früh an. Schließlich gab es viel, das sie vereinte. Ihr Themenspektrum ähnelte sich, ihre Haltung erst recht und nicht zuletzt fanden sie auch musikalisch zueinander. Mit ihren jeweiligen Bands bewegten sie sich zwischen Metal und Rock, waren aber auch anderen Einflüssen nicht abgeneigt. Linkin Park brachten Rap zur Gitarrenmusik, Cornell holte sich mit Timbaland für das Album Scream einen der prominentesten Hip Hop-Produzenten aller Zeiten ins Studio.

Die radikale stilistische Offenheit von Cornell und Bennington machte sie zu idealen Partnern auf der Bühne. 2008 begleitete Cornell Linkin Park auf der Projekt Revolution-Tour und sang in deren Rahmen gemeinsam mit Bennington Hunger Strike von seiner alten Band Temple of the Dog sowie den Song Crawling von Linkin Parks Durchbruchsalbum Hybrid Theory. „There‘s something inside me that pulls beneath the surface / Consuming, confusing / This lack of self-control I fear is never ending / Controlling, I can‘t seem“, heißt es in der ersten Strophe – eine mehr als deutliche Auseinandersetzung Benningtons mit seinen früheren Drogenprobleme. Ein Thema, mit dem sich Cornell leider allzu gut auskannte…


9. Rage Against The Machine – Freedom

Es scheint beim Lesen dieses Texts vermutlich, als hätte sich Cornells Karriere von einem tragischen Ende zum nächsten bewegt und vermutlich stimmt das auf eine Art. Manche dieser Enden bedeuteten aber zugleich einen Neuanfang. So im Falle von Rage Against the Machine, die sich nach der Veröffentlichung ihres Cover-Albums Renegades im Jahr 2000 auflösten und damit den Weg für Audioslave ebneten. Sänger Zack de la Rocha konnte sich mit Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk nicht mehr über den kreativen Werdegang der Rap-Rock-Revoluzzer einigen. Nachdem die drei Musiker mit einigen Sängern geprobt hatten, schlug ihnen der Über-Produzent Rick Rubin vor, es doch einmal mit Cornell zu versuchen. Der Rest ist Geschichte.

Zwischen 2002 und 2006 veröffentlichte die Band drei Alben, bevor sie sich 2007 auflöste und erst 2017 für einen Auftritt in Protest gegen die Amtseinführung Donald Trumps als Präsident der USA zusammenfand. Irgendwann war der ursprüngliche Funke verloren gegangen, der Anfang des Jahrtausends ihr Feuer entfacht hatte. In ihrer Hochzeit allerdings gehörte Audioslave zu einer der aufregendsten Rock-Bands ihrer Zeit. Die explizit politischen Inhalte von Rage Against the Machine wichen Cornells nahezu hermetischen Lyrics, die Musik wurde ruhiger ohne jedoch ihren Eigensinn einzubüßen. Für beide Parteien war das gemeinsame Projekt nach dem Ende von Rage Against the Machine und Soundgarden im Jahr 1997 ein kreativer Befreiungsschlag.


10. Johnny Cash – Rusty Cage

Das überhaupt wird mit Blick auf das Schaffen von Cornell als Songwriter und Sänger gerne übersehen: Wie befreiend seine Musik und vor allem seine Texte waren. Indem er die Schattenseiten des Lebens in unsterbliche Melodien überführte und in poetische Worte kleidete, machte er es einer ganzen Generation einfacher, sich ihren eigenen Dämonen zu stellen. Das weckte auch das Interesse eines Künstlers, der Ähnliches geleistet hatte – allerdings Jahrzehnte zuvor. Ein Künstler sogar, den Cornell selbst bewunderte, wie sein erstes postumes Release im Februar 2018 bewies. Bei You Never Knew My Mind handelte es sich um die Cornellsche Vertonung eines Johnny Cash-Gedichts.

Dass Cornell sich ein Vorbild am „Man in Black“ nahm, verwundert nicht weiter. Doch wusstet ihr, dass die Bewunderung auf Gegenseitigkeit beruhte? 1996 veröffentlichte Cash das zweite Album seiner American Recordings-Serie, die ihn neu ins Gespräch brachte. Produziert wurde die Platte übrigens von einem alten Bekannten: Rick Rubin. Neben Cover-Versionen von Stücken aus der Feder von Beck oder Cashs gutem Freund Tom Petty findet sich an dritter Stelle auf der Trackliste von Unchained auch Rusty Cage, ursprünglich 1992 als dritte Single vom Soundgarden-Album Badmotorfinger veröffentlicht. Unglaublich, wie gut das Metal-inspirierte Stück in der Country-Version von Cash klingt! Weniger überraschend allerdings, dass Cornell mit seinem Schaffen selbst einen alten Hasen wie den „Undertaker“ für sich gewinnen konnte. Beide kannten die Dämonen des anderen nur zu gut aus der eigenen Biografie…


Headerbild-Credit: Randall Slavin


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Popkultur

Zeitsprung: Am 21.1.1984 erscheint das Debüt von Bon Jovi.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 21.1.1984.

von Timon Menge und Christof Leim

Als Jon Bon Jovi 1980 in einem Aufnahmestudio in Manhattan arbeitet, kennt ihn noch kein Mensch. Zwar verschickt der damals 17-jährige bereits fleißig Demobänder, doch Amerikas Plattenfirmen möchten nichts von ihm wissen. Erst als Runaway im Radio gespielt wird, erlangt der junge Rockmusiker lokale Berühmtheit und veröffentlicht wenig später sein erstes Album.

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Einige von uns werden das kennen: Während seiner Jugend findet John Bongiovi deutlich mehr Gefallen an der Musik als an der Schule. So schwänzt er regelmäßig den Unterricht, um in lokalen Bands spielen zu können, zum Beispiel mit seinem Cousin Tony Bongiovi. Der betreibt zu jener Zeit das Aufnahmestudio The Power Station in Manhattan, wo er mit Künstlern wie Aerosmith, den Ramones, Gloria Gaynor, den Talking Heads und früher sogar mit Jimi Hendrix arbeitet.

Im Alter von 16 Jahren beginnt John in den Clubs seiner Heimatstadt New Jersey aufzutreten. Weil er keine zusätzlichen Finanzspritzen aufgrund herausragender schulischer Leistungen zu erwarten hat, heuert er ein Jahr später in der Power Station an. Zunächst wischt er dort die Böden, doch als Produzent Meco 1980 an seinem Star Wars Christmas Album arbeitet, schlägt Tony seinen kleinen Cousin als Sänger für den Song R2-D2 We Wish You A Merry Christmas vor — Bon Jovis erste Aufnahme unter eigenem Namen.



Zeitgleich verschickt der junge Rocker unermüdlich Demoaufnahmen an Plattenfirmen, stößt allerdings überall auf Ablehnung. Für Aufwind sorgt erst sein Stück Runaway, den er gemeinsam mit Songschreiber George Karak verfasst und mit professionellen Studiomusikern aufnimmt. Dazu gehören der heutige Bon Jovi-Bassist Hugh McDonald, Sessiongitarrist Tim Pierce (später unterwegs mit Rick Springfield), Keyboarder Roy Bittan aus Springsteens E Street Band und Drummer Frankie LaRocka. Diesen ersten Erfolge mit Runaway verdankt Jon nicht zuletzt seiner eigenen Initiative. So marschiert der junge Musiker 1982 ohne Ankündigung in die Zentrale des Radiosenders WAPP und überreicht DJ Chip Hobart ein Demo mit dem Stück. Der Titel landet in der Heavy Rotation und öffnet einige Türen.

Das erste Line-up von Bon Jovi: 1983, Baby!

1983 ergattert Bon Jovi so einen Plattenvertrag mit Mercury Records und stellt eine Band zusammen. Zu der gehört anfangs auch Gitarrist Dave „The Snake“ Sabo, der später als Gründer der Hardrocker Skid Row in Erscheinung tritt. Er bleibt nur kurz an Bord, an seine Stelle tritt Richie Sambora, der für die nächsten 30 Jahre ein geniales Songwriting-Duo mit dem Sänger bildet. Keyboarder David Bryan und Schlagzeuger Tico Torres komplettieren das Line-Up und gehören bis heute zur Mannschaft, Bassist Alec John Such bleibt bis 1994. Auf den Bandnamen kommt eine Mitarbeiterin von Manager Doc McGhee, womit der ursprüngliche Plan – Johnny Electric – zu den Akten gelegt wird. Ist vielleicht besser so. Aus John Bongiovi wird spätestens hier dann auch Jon Bon Jovi.



Am 21. Januar 1984 schließlich erscheint das langersehnte Debüt Bon Jovi. Aus der Veröffentlichung gehen mit Runaway, Burning For Love und She Don’t Know Me drei Singles hervor. Bei letzterem handelt es sich um den einzigen Bon Jovi-Studiotrack auf allen offiziellen Alben, der kein Coversong ist und den Jon nicht selbst geschrieben oder mitgeschrieben hat. Die Nummer stammt vom US-amerikanischen Songwriter Mark Avsec und wurde auf Betreiben des Labels aufgenommen.



Runaway schafft es jetzt bis in die Top 40 der Single-Charts, das Album selbst erreicht Rang 43 – kein schlechtes Ergebnis für einen Einstand. Es folgen weltweite Tourneen, zum Beispiel als Vorgruppe für die Scorpions in Nordamerika und für Kiss Europa. Die Verkaufszahlen können sich sehen lassen, doch der ganz große Durchbruch mit dem dritten Album Slippery When Wet lässt noch zwei Jahre auf sich warten. „Wir waren damals nicht gut“, räumt Frontmann Bon Jovi mehr als 20 Jahre später in einem Interview ein. „Das waren wir bis zu unserem dritten Album nicht, aber wir hatten einen Schlagzeuger, der den Takt halten kann. Das sollte man nie als selbstverständlich ansehen. Für einen 22-Jährigen habe ich mich ganz gut geschlagen.“

Die drei Singles: nur eine davon läuft noch im Radio

Den Takt halten Bon Jovi bis heute. Millionen verkaufter Platten, ausverkaufte Stadionkonzerte und Airplay bis zum Abwinken stehen für sich. Zwar hat das Debüt einer der größten Rockgruppen der Welt ein wenig an Reiz verloren, zumindest im Schatten der späteren Megaseller wie New Jersey. Doch mit Bon Jovi haben Bon Jovi den Weg Richtung Rockolymp angetreten.

Zeitsprung: Am 19.9.1988 erscheint „New Jersey“ von Bon Jovi

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

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Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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Popkultur

Stadionhymnen vom Strand: 20 Jahre „Auswärtsspiel“ von den Toten Hosen

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Die Toten Hosen
Foto: Danny Gohlke/Bongarts/Getty Images

Als Die Toten Hosen 2002 ihr neuntes Album Auswärtsspiel veröffentlichen, hat die Band bereits 20 Jahre auf dem Buckel. Diese Erfahrung hört man den Düsseldorfern an: Mindestens vier Songs von der Platte zählen heute zu den „Greatest Hits“.

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von Timon Menge

2001 haben sich Die Toten Hosen längst an der Spitze der deutschsprachigen Musikbundesliga etabliert. Stadionkonzerte in ganz Deutschland, Europa und sogar auf Kuba begeistern das Publikum; im Sommer steht die Band hierzulande als Vorgruppe von den mächtigen AC/DC auf den größten Bühnen. Vier Nummer-eins-Alben haben die Hosen zu der Zeit bereits im Rücken, 2002 soll das fünfte folgen: Auswärtsspiel.

Die Toten Hosen Auswärtsspiel Album Cover

Für das Cover lassen sich Die Toten Hosen während ihres Kuba-Aufenthalts in einem Meerwasserfreibad in Havanna ablichten. Das Schwarz-Weiß-Foto zeigt die Musiker, wie sie in der südamerikanischen Abenddämmerung einen Steg auf dem Meer entlanglaufen. Nicht die schlechteste Kulisse. Im Booklet gibt es viele weitere Fotos aus der Zeit der Hosen in Kuba.

Songwriting im Sonnenschein

Anschließend mieten die Hosen ein Haus auf Ibiza, um sich ganz auf ihre neue Platte konzentrieren zu können. Die Sonne Spaniens scheint die Kreativität zu beflügeln, denn während der Auswärtsspiel-Entstehungsphase schreiben Campino und Co. mehr als 75 Songs. Das ist Stoff für gut fünf Alben, doch die Band wählt die 15 besten Stücke aus und begibt sich für die Aufnahmen nach Avinyonet de Puigventós in Katalonien.

20 Jahre Tote Hosen

Als das Album am 21. Januar 2002 erscheint, haben Die Toten Hosen gleich zwei Dinge zu feiern: Zum einen die Veröffentlichung der Platte, zum anderen ihr 20-jähriges Jubiläum, denn der Startschuss für die Gruppe fiel 1982. Auf die Frage, wie es ihm damit geht, antwortet Sänger Campino 2002 in der Viva-Sendung Interaktiv: „Ich hab kaum was gemerkt in der Zeit. Die Hälfte habe ich vergessen, weil ich früher sowieso immer benebelt war. Dann waren es nur noch zehn Jahre.“

Nicht schlimm, zehn Jahre kann man auch gut feiern, und die Fans feiern mit: Auswärtsspiel steigt auf Platz eins der deutschen Albumcharts ein, später kassieren die Hosen drei goldene Schallplatten und einmal Platin.

Auch die Hit-Dichte dürfte zum Erfolg des Albums beigetragen haben: Mit Was zählt, Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)!, Nur zu Besuch und Steh auf, wenn du am Boden bist enthält Auswärtsspiel mindestens vier Songs, die es bei vielen Hosen-Konzerten zu hören gibt, auch wenn keine der Singles die Top Ten erreicht.

Generell überraschend: Den Hosen gelingen im Verlauf ihrer Karriere bloß zwei deutsche Nummer-eins-Hits: Zehn kleine Jägermeister (1996) und Tage wie diese (2012).

Fußball als Martyrium?

Im Titeltrack von Auswärtsspiel geht es um das nicht immer einfache Dasein als Fußball-Fan, wie Campino zu jener Zeit in einem Interview mit dem Münchner FHM Magazin berichtet: „Du entscheidest dich einmal in deinem Leben für ein Team, und das ist es dann in der Regel auch. Wenn du erst einmal Fan von einem Team geworden bist, dann kannst du, egal wie schlecht es spielt, nicht einfach mit einer Mannschaft Schluss machen, wie du es vielleicht mit deiner Freundin tun würdest, nur weil sie dir auf die Nerven geht.“ Soso.

Wieder auf Tour

Ihre eigenen Auswärtsspiele bewältigen die Hosen nach der Albumveröffentlichung: Mehr als siebzig Konzerte geben die Musiker, die meisten davon in ausverkauften Hallen. Auch bei Festivals in ganz Europa und in Buenos Aires legen die Düsseldorfer einen Halt ein. Mehr als eine halbe Millionen Zuschauer*innen sehen die Band im Laufe des Jahres. Genug haben die Hosen natürlich noch lange nicht: Mit ihrer anschließenden Platte Zurück zum Glück legen Punkrocker nochmal eine kräftige Schippe drauf.

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Die Toten Hosen verkünden Tourdaten für 2022!

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