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Popkultur

Ghost Facts: 8 Dinge, die du über die Hohepriester der schwedischen Metalszene wissen solltest

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Foto: Mikael Eriksson

Image ist von der Musik nicht zu trennen – ob es nun die knallengen, schwarzen Jeans und knöchelhohen, weißen Sneaker des Thrash Metal der 80er sind, die Karohemden und Khakihosen des Grunge der 90er oder die Cartoon-Dämonen von Kiss. Dennoch gehen nur wenige Bands heutzutage so weit, dass der Theatralik genauso viel Bedeutung zukommt wie der Musik. Ghost bilden da eine rühmliche Ausnahme. Ohne das Konzept, die Hintergrundgeschichte und die ausgefeilte Optik, die genauso ein Teil ihrer Performance sind wie Gitarre und Schlagzeug, könnten Ghost schlichtweg nicht existieren. Hier sind acht Fakten um die schwedische Heavy Metal Band Ghost, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

von Caren Gibson

Der satanische Kult

Religiöse Symbolik und Satanismus sind seit jeher eng mit dem Heavy Metal verbunden. Black Sabbath, Vorreiter des Genres, haben beide Elemente meisterhaft miteinander verknüpft. Aber Ghost heben dieses Konstrukt aufs nächste Level. Ihr Bühnenbild gleicht einer Kirche. Die Musik soll als Erlösung dargeboten werden. Die Konzerte sind wie ein sonntäglicher Gottesdienst. Hinzu kommen die Musiker: an der Spitze eine satanische, pastorale Figur in päpstlichem Gewand, deren Stimme einen überraschend verführerischen Charme und eine unerwartete Verletzlichkeit aufweist. Und in seinem Rücken eine Band aus Kardinälen, die als „Nameless Ghouls” bekannt sind.

Die Frontmänner

Bisher hatten Ghost vier Frontmänner. Der erste war Papa Emeritus, der auf ihrem Debütalbum Opus Eponymous und auf der dazugehörigen Tour am Mikro stand. Er wurde 2012 für Infestissumam von Papa Emeritus II ersetzt. 2015 übernahm sein jüngerer Bruder, Papa Emeritus III, für Meliora. Im September 2017 wurde Papa Emeritus III bei einem Auftritt im schwedischen Göteburg abgesetzt und von dem bedeutend älteren Papa Emeritus 0 ersetzt. Er war Vorfahre der anderen Papas, der später in Papa Nihil umbenannt wurde. Ghosts neuer Frontmann wurde im April 2018 als Cardinal Copia vorgestellt, ein „Priestergeselle“, der sich seine Insignien noch verdienen muss.

Anonymität

Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 haben Ghost ihre Anonymität streng geschützt. Keiner der Frontmänner hat je ein Interview gegeben. Diese fallen immer in den Zuständigkeitsbereich der Nameless Ghouls. Bei ihnen handelt es sich vermutlich um Ghost-Mastermind Tobias Forge, der auch die Papa-Figuren darstellte und aktuell als Cardinal Copia auftritt. Forge musste seine Identität 2017 preisgeben, als ihn einige frühere Bandmitglieder auf Tantiemenzahlungen verklagten. Doch seine Band ist weiterhin anonym. Sie wahrt ihr Geheimnis sogar während ihrer Autogrammstunden, bei denen jeder der Mitglieder sein zugeschriebenes alchemistisches Symbol für Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther stempelt.

Ghost wurde wegen eines einzigen Songs ins Leben gerufen

Vor Ghost war Tobias Forge Mitglied der Death Metal Band Repugnant und der Sleaze Metal Band Crashdïet. 2006 schrieb er ein Riff, das er selbst als das „härteste Metal Riff aller Zeiten” bezeichnet. Dazu einen Refrain, der ihn „in seinen Träumen verfolgte“. Daraus entstand der Track Stand By Him von Ghosts Debütalbum Opus Eponymous. Forge wusste, dass er diesen düsteren Sound nicht mit seinem bis dahin recht cleanen Look verkaufen konnte. Deshalb kreierte er als Verpackung für sein neues Musikprojekt das Konzept von Ghost mit den dazugehörigen Charakteren.

Ein breites Spektrum an Einflüssen

Musikalisch bekommt man bei Ghost nicht immer das, was die Augen sehen. Forges wichtigster Einfluss war zwar der Black Metal von King Diamond und Mercyful Fate, aber er nennt noch eine ganze Reihe überraschender Einflüsse aus dem Pop- und Poprockbereich. Um den Sound von Ghost zu beschreiben, wurden so unterschiedliche Bezeichnungen wie Doom Metal, Hard Rock, Progrock, Arenarock und Psychedelic Rock herangezogen. Ihre Wurzeln liegen allerdings im Black Metal. Forge fügt hinzu, dass seine Einflüsse „von Classic Rock bis zu den extremen Underground Metal Bands der 80er, Filmmusik und der Grandezza gefühlvoller, harmonischer Songs” reichen.

Die Liveband ist nicht gleich Studioband

Als die Identität der Ghost-Frontmänner 2017 wegen des Rechtsstreits bekannt wurde, nutzte Forge die Gelegenheit, um öffentlich zu erklären, wie er die Band sah. Er beschrieb Ghost als Soloprojekt, das sich professioneller Musiker bediente, um die Songs auf die Bühne zu bringen. Häufig nimmt Forge alle Instrumente selbst auf und zieht seine Lieblingsmusiker vor allem dann hinzu, wenn er das Gefühl hat, dass sie eine Bereicherung sein könnten. Und da die meisten Livemusiker von Ghost noch andere Bands haben, lässt Forge ihnen zwischen den Tourneen Zeit, sich um ihre eigenen Projekte zu kümmern und dann frisch und unverbraucht zurückzukehren.

Dave Grohl war einmal ein Nameless Ghoul

Die Identitäten der Namenlosen Ghule sollen zwar geheim bleiben. Aber nach den Konzerten ist es durchaus möglich, die Musiker in der Nähe der Backstagetür zu treffen. Echte Fans respektieren natürlich die Anonymität von Ghost und eventuell entstandene Selfies landen nie in den Sozialen Medien, sodass sich immer noch viele Legenden um die Musiker ranken. In einem Interview mit Jack Osbourne für Fuse News im August 2013 wurde allerdings bestätigt, dass Foo Fighters-Frontmann und Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohl schon mal eines der Kostüme angezogen hatte, um live mit Ghost aufzutreten. Er produzierte auch die 2013 erschienene EP If You Have Ghost.

In den USA unerwünscht

Ghosts umstrittenes Image, die Texte und das Artwork waren ihnen nicht immer zuträglich. Als sie für das Album Infestissumam einen Chor suchten, konnten sie in Nashville, wo sie im Studio waren, tatsächlich niemanden finden, der ihre Texte einsingen wollte. Und auch als das Album fertig war, wurden die amerikanischen Presswerke zunächst durch das düstere Artwork abgeschreckt. Außerdem hielten die großen Musikkaufhäuser, Fernsehsendungen und kommerzielle Radiosender in der Anfangszeit der Band Abstand zu Ghost. Mittlerweile aber scheint der amerikanische Mainstream mit ihrer Musik warm geworden zu sein: Im Oktober 2015 traten Ghost in der Halloween-Ausgabe von Stephen Colberts Late Show auf.

5 Songs, ohne die es Heavy Metal nicht gegeben hätte

Popkultur

Im Auftrag des Herrn: Als Bob Dylan vor Papst Johannes Paul II. auftrat

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Bob Dylan
Foto: POOL/AFP/Getty Images

Gläubig war Bob Dylan irgendwie schon immer — mal in der einen, mal in der anderen Religion. Doch darum geht es nicht, als er am 27. September 1997 vor Papst Johannes Paul II. auftritt

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Echoes, Silence, Patience & Grace von den Foo Fighters anhören:

Mit seinem Gig vor Papst Johannes Paul II. löst Bob Dylan im September 1997 einen ganz schönen Trubel aus. „Darf der das?“, lautet die allgegenwärtige Frage. „Nein“, finden zahlreiche Mitglieder der katholischen Kirche. Kardinal Joseph Ratzinger (später: Papst Benedikt XVI.) möchte den Auftritt sogar verhindern. Doch Dylan bahnt sich seinen Weg zum Häuptling und gibt in Anwesenheit von mehr als 300.000 jungen Katholiken Songs wie Knockin’ On Heaven’s Door, A Hard Rain’s A-Gonna Fall und Forever Young zum Besten. Der Papst hält anschließend ein flammendes Plädoyer für die katholische Kirche — und zitiert darin auch Dylans Songtexte.

„Du sagst, dass ‚blowin‘ in the wind’ die Antwort ist, mein Freund“, proklamiert das Kirchenoberhaupt in Dylans Richtung. „So ist es. Es ist aber nicht der Wind, der Dinge davonträgt, sondern der Atem und das Leben des Heiligen Geistes. Die Stimme die ruft und sagt: ‚Komm!‘. Du fragst, wie viele Wege ein Mann gehen muss, bevor er zum Mann wird. Ich antworte: Es gibt für einen Mann nur einen Weg und das ist der Weg von Jesus Christus, der gesagt hat: ‚Ich bin der Weg und das Leben.‘“ Ob der Papst Dylans Fragen damit beantworten konnte, wissen wir auch nicht. Was wir allerdings wissen, ist, dass Dylans Auftritt beinahe nicht stattgefunden hätte.

Johannes’ Nachfolger Benedikt XVI. hat Einwände

„Es gab Gründe, skeptisch zu sein und das war ich“, schreibt Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Johannes Paul II: Mein geliebter Vorgänger. 1997 heißt Benedikt noch Joseph Ratzinger und ist Kardinal. „In gewisser Weise bin ich auch heute [2007] noch skeptisch.“ So äußert der Rockmusikhasser in dem Buch seine Zweifel darüber, ob es richtig gewesen sei, den „sogenannten Propheten“ Dylan auf die Bühne zu lassen. 1997 möchte Kardinal Ratzinger das Konzert sogar aktiv verhindern und spricht sich gegen Dylans Auftritt aus. Zum Glück hat er damals noch nicht allzu viel zu sagen — und zum Glück sieht der amtierende Papst das Ganze ein wenig anders.

Dylan selbst erklärt in einem Newsweek-Interview, wie es um seine Religiosität bestellt ist: „Die Sache mit mir und der Religion ist die … Das ist die reine Wahrheit: Ich finde die Religiosität und Philosophie in der Musik. Ich finde sie nirgendwo anders.“ Immer wieder war es zu Verwirrung um Dylans Glauben gekommen, der zwar jüdisch aufwuchs, Ende der Siebziger aber unter großem Tamtam zum Christentum konvertierte. Später wendete er sich wieder davon ab. „Ich halte mich nicht an Rabbiner, Prediger, Evangelisten und all sowas“, versichert er. „Ich habe mehr durch die Lieder gelernt, als durch irgendeine Einrichtung. Die Lieder sind mein Lexikon und ich glaube ihnen.“

Dylan beim Papst: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe.“

Warum Dylan 1997 dennoch seine Chance ergreift und vor dem Papst auftritt, können wir nur erahnen. Die mediale Aufmerksamkeit wird sicher dazu beigetragen haben, denn nur wenige Tage später erscheint sein 30. Album Time Out Of My Mind. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: „Das war eine der besten Shows, die ich je gespielt habe“, verrät er später in einem Interview mit dem Irish Sunday Mirror. Außerdem erklärt er: „Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nur auf der Bühne glücklich sein.“ Touren falle ihm nicht schwer. „Viele Leute halten das Touren nicht aus, aber für mich ist das wie Atmen.“ Hoffentlich kommt er dabei nicht dem Atem des Heiligen Geistes in die Quere.

Aufnahmefehler und schlechte Verkaufszahlen: Die holprige Geschichte von Bob Dylans Debütalbum

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Popkultur

Pinke Stromgitarren für den Weltfrieden: Barbie And The Rockers

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Barbie And The Rockers

„"Blonde Haare, ein pinkes Traumhaus und ein noch pinkeres Cabrio: Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehört Barbie zu den beliebtesten Spielzeugfiguren der Welt. Der erste Film mit der populären Puppe erschien am 27. September 1987 auf Videokassette. Der Name des Streifens: Barbie And The Rockers: Out Of This World. Ja, wirklich.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einen Ausschnitt aus Barbie And The Rockers anschauen:

Ihr habt richtig gelesen: Mitte der Achtziger gründet Barbie ihre eigene Band. Der Hintergrund: Spielzeughersteller Mattel möchte dem Konkurrenzprodukt Jem And The Holograms aus dem Hause Hasbro etwas entgegensetzen und schickt Barbie in die Welt der Krachmusik. „Barbie And The Rockers“ heißt die neue Reihe; in Europa erscheint sie unter dem Namen „Barbie And The Rock Stars“. E-Gitarren, ein Drumkit, sogar eine Bühne: Kinder, die mit der blonden Puppe Rock’n’Roll spielen möchten, haben ab 1985 die freie Wahl. Und nicht nur das: Die lautstarke Spielzeugreihe läutet auch Barbies Filmdebüt ein. Am 27. September 1987 erscheint die allererste Fernsehsendung der Puppe auf Videokassette.

Zugegeben, die Handlung von Barbie And The Rockers: Out Of This World klingt ein wenig albern. In dem Film wird Barbie aufgrund ihrer weltweiten Berühmtheit zur Botschafterin für den Weltfrieden ernannt. Als die Gruppe ihre Welttournee beendet hat, sagt Barbie, sie habe etwas ganz Besonderes geplant, das „nicht von dieser Welt“ sei. Selbst ihre Band weiß noch nicht, worum es geht. Eines Tages bekommt Barbie eine Einladung von der Weltfriedensorganisation. Zu ihren Ehren soll ein Ball veranstaltet werden. Sie bittet Ken darum, sie zu begleiten, und geht mit ihren Freundinnen shoppen. Auf dem Ball verkündet Barbie dann die große Neuigkeit: Sie möchte mit ihrer Band ein Konzert im Weltall geben.

Barbie And The Rockers: Soundtrack von den Beatles und Lovin’ Spoonful

Anfangs sind ihre Bandmitglieder wenig begeistert von der Idee, stimmen aber schließlich zu. Später fliegt die Rockgruppe mit einem pinken Space Shuttle zum „Interstar Amphitheater“, wo sie von einem Herrn namens Dr. Leonard begrüßt wird. Ein kleines Publikum wartet auch schon auf die Rockerinnen. Der anschließende Auftritt von Barbie und Co. wird weltweit im Fernsehen übertragen und die Band stellt sogar einen neuen Song vor, den sie extra für die Show geschrieben hat. Zum Schluss der Show erklärt Barbie, dass dies der erste Tag des Weltfriedens sei, und dass es nicht der letzte sein wird, wenn alle das genug wollen. Leichte Kost, also. Für den Soundtrack des Streifens covert Barbie unter anderem die Beatles und Lovin’ Spoonful.

Heute gibt es unzählige Barbie-Filme; ein weiterer soll nächstes Jahr anlaufen. Falls wir euch mit unserem Artikel angefixt haben, müssen wir euch allerdings enttäuschen: Barbie And The Rockers: Out Of This World ist ausschließlich auf gebrauchten Videokassetten und einigen wenigen DVDs erhältlich. Einer Neuauflage scheinen vor allem die Coversongs im Weg zu stehen, die für eine erneute Veröffentlichung noch einmal lizensiert werden müssten. Vielleicht klappt das ja eines Tages. Es wäre sogar ein Box-Set möglich. Mit Barbie And The Sensations: Rockin’ Back To Earth gibt es nämlich noch eine Fortsetzung von Barbies Rockstar-Abenteuern. Im Sequel kehrt die Puppe mit ihrer Band auf die Erde zurück — und steckt auf einmal im Jahr 1959 fest. Doch das ist eine andere Geschichte.

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Popkultur

Die 10 größten Meat-Loaf-Hymnen

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Meat Loaf
Foto: Sony Music Archive via Getty Images/Terry Lott

Er war ein gewaltiger Rockstar im Wortsinn: Die Musikwelt trauert um den großen Meat Loaf. Wir erinnern uns an den legendären Koloss des Hard Rock und blicken auf seine unvergesslichsten Songs zurück.

 von Björn Springorum

Auch wenn er natürlich viel mehr gemacht hat: Am ehesten bringt man Meat Loaf mit seiner Bat-Out-Of-Hell-Trilogie in Verbindung. Mehr als 65 Millionen Mal haben sich diese drei Alben verkauft, das erste und erfolgreichste geht bis heute rund 200.000 Mal jährlich über den Ladentisch. Kein Wunder: Das Meisterwerk von 1977 ist ein stellarer Moment des theatralischen Hard Rock, eine Art Broadway-Musical mit harten Gitarren.

Seine Stimme und das kompositorische Genie seines langjährigen Partners Jim Steinman nehmen eine Ausnahmestellung im Kanon des Rock‘n‘Roll ein. Hier kommen zehn seiner mächtigsten, emotionalsten, größten Songs.

1. I’d Lie For You (And That’s the Truth) (1995)

Meat Loaf hat sich nicht immer auf die Kompositionen von Jim Steinman verlassen. Schon zwei Jahre nach dem Erfolg von Bat Out of Hell II: Back Into Hell kommt Meat Loaf mit Welcome To The Neighborhood um die Ecke, einem Album, das auch ohne Steinman so klingt, als hätte er es geschrieben. Der erfolgreichste Song daraus wurde von Diane Warren komponiert, die zur damaligen Zeit eine unaufhaltsame Hitmaschine war. Die Power-Ballade wird dann auch zu seinem letzten großen Hit.

2. Rock And Roll Dreams Come Through (1993)

So ziemlich jeder Song auf der Fortsetzung von Bat Out Of Hell zeigt, dass weder Meat Loaf noch Jim Steinman die Pause von 16 Jahren geschadet hat. Ursprünglich für Steinmans 1981er Soloalbum aufgenommen, wird es durch Meat Loaf zu einem weiteren großen Epos aus Herzschmerz und einem Refrain, der so heute einfach nicht mehr gemacht wird. Ganz großes Kitschkino.

3. You Took The Words Right Out Of My Mouth (On A Hot Summer Night) (1977)

Als erster Beitrag seines legendären Gamechangers Bat Out Of Hell steht hier You Took The Words Right Out Of My Mouth, ein wahrgewordener Hard-Rock-Traum mit gotischem Video, grandioser Hook und allem, was den Rock‘n‘Roll der Siebziger so größenwahnsinnig machte. Besser wird‘s auch auf der größten Bühne nicht.

4. Two Out Of Three Ain’t Bad (1977)

Eigentlich könnte hier ja einfach das gesamte Bat Out Of Hell stehen, fertig. Es gibt einfach keinen Filler auf diesem Album. Auch Two Out Of Three Ain’t Bad ist ein echter Killer: Eine große, große Ballade, die Meat Loaf auf einem absoluten Höhepunkt zeigt und zugleich eins der besten Beispiele für Steinmans kompositorisches Genie ist. So was nennt man dann wohl perfekte Chemie.

5. Bat Out Of Hell (1977)

Allen Ernstes, wer sein Debüt mit einem Paukenschlag wie diesem eröffnen kann, der hat schon alles geschafft, ehe er überhaupt so richtig angefangen hat. Fast zehn Minuten nimmt sich der ausladende Opener Zeit und zieht auf dieser Langstrecke gleich mal alle Register: die Ouvertüre zu diesem unfassbaren Musiktheater, ein Start mit Feuerwerk, Kanonen und massiver Produktion. Übrigens: Als musikalische Gäste mischen hier Todd Rundgren sowie Roy Bittan und Max Weinberg von der E Street Band mit. Es heißt schon was, wenn man sagt, dass es die echt nicht gebraucht hätte.

6. Hot Patootie – Bless My Soul (1975)

Natürlich darf die Rocky Horror Picture Show hier nicht fehlen. Meat Loaf gibt in diesem schrägen Stück Rock‘n‘Roll den dusseligen Biker Eddie, der den Laden gehörig aufmischt. Sicherlich nicht seine Sternstunde. Aber allein aus popkultureller Sicht erwähnenswert.

7. Read ’Em And Weep (1981)

Kurioserweise wird nicht alles, was Meat Loaf und Jim Steinman gemeinsam angingen, zu Gold. Dead Ringer, der schwierige Nachfolger zu Bat Out Of Hell, leidet unter dem enormen Erfolg des Vorgängers, hat aber einige Perlen zu bieten. Read ’Em And Weep zum Beispiel, eine stimmungsvolle Ballade, die aber erst zwei Jahre später durch Barry Manilow zu einem gewaltigen Erfolg wird. Muss man manchmal nicht verstehen.

8. Objects In The Rear View Mirror May Appear Closer Than They Are (1993)

Am besten waren Meat Loaf und Jim Steinman immer zusammen. Das zeigt auch Bat Out Of Hell II: Back Into Hell, das Album, das 1993 eine zwölfjährige Funkstille beendet. Da ist sie wieder, diese theatralische, dramatische Magie und diese unfassbare Energie. Wir wiederholen uns, aber: Niemand schreibt solche Refrains!

9. I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) (1993)

Sein wahrscheinlich größter Hit stammt ebenfalls vom zweiten Teil seiner definierenden Trilogie: I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) ist eine der größten Rock-Balladen aller Zeiten – obwohl bis heute eigentlich niemand so recht weiß, worum es in der Nummer eigentlich geht. Egal, die Musik ist so unfassbar spektakulär, dass Meat Loaf auch nur summen könnte und die Nummer wäre immer noch unsterblich.

10. Paradise By The Dashboard Light (1977)

Wenn wir uns festlegen müssten, würden wir diesen Song als absolutes Karrierehoch von Meat Loaf wählen. Unterteilt in drei Kapitel und über acht Minuten lang, dennoch als Single veröffentlicht: Für Meat Loaf und Jim Steinman gelten damals andere Regeln. Der Song ist ein Überbleibsel aus Steinmans Neverland-Musical und bringt Meat Loaf mit der Hauptrolle Ellen Foley zusammen. Ziemlich irre ist er auch: Inhaltlich dem Thema Sex im Auto verschrieben, gibt es im Video eine wilde Rummachszene, geschnitten in ein Baseballspiel.

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