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Popkultur

Straight Outta Compton: Diese 10 Songs von N.W.A. solltet ihr kennen

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MC Ren, DJ Yella, Eazy-E & Dr. Dre von N.W.A. Foto: Al Pereira/Michael Ochs Archives/Getty Images

N.W.A. stehen für Hip-Hop von der West Coast, wie kaum eine andere Gruppe. Kein Wunder, denn hier versammelt sich, was heute Rang und Namen hat, von Dr. Dre bis Ice Cube. Viel später gehört sogar Snoop Dogg dazu. Die Geschichte der Rapper könnt ihr euch ab sofort in der Filmbiografie Straight Outta Compton auf Netflix anschauen — wir liefern den passenden Soundtrack für vorher und nachher.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch die größten Hits von N.W.A. anhören:

1. Dope Man

Ihre erste Single Panic Zone veröffentlichen N.W.A. bereits im August 1987. Darauf enthalten: der Titeltrack sowie die B-Seiten Dope Man und 8Ball. Bei Dope Man ist der Name Programm. So erzählen Eazy-E, Dr. Dre und Ice Cube in dem Track von einem Drogendealer, der seine Kundschaft fest im Griff hat und gut an ihrem Elend verdient. Auch der Werdegang vom Süchtigen zum Dealer wird thematisiert. Passend dazu gibt es nach etwa einer Minute eine Referenz an den Drogenfilmklassiker Scarface: „To be a dope man, boy, you must qualify — don’t get high off your own supply“.

2. Straight Outta Compton

Wir lehnen uns nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass es sich hier um DEN Song der Gruppe handelt. Die N.W.A.-Filmbiografie von Regisseur F. Gary Gray trägt nicht umsonst den gleichen Titel. Am 10. Juli 1988 erscheint der Track als erste Single-Auskopplung aus dem ebenfalls gleichnamigen N.W.A.-Debüt und macht lautstark klar: Es regt sich was in Compton. In die Top 40 steigt der Song allerdings erst 2015 zum Erscheinen des Films ein; in den Achtzigern werden N.W.A. kaum im Radio gespielt.

3. Fuk Da Police

Wir müssen wohl nicht erklären, warum N.W.A. mit diesem Song eine dicke Kontroverse auslösen. In dem Track Fuk Da Police geht es um Polizeigewalt gegen Schwarze, die auch heute noch stattfindet und die Wortwahl ist, nun ja… Nennen wir es „drastisch“. Dennoch (oder gerade deshalb) beeinflussen Ice Cube und Co. mit dem Stück die gesamte Popkultur, denn immer wieder wird der Titel des Tracks zitiert, ob im Hip-Hop oder in anderen Genres. Auch auf T-Shirts und anderen Gegenständen findet man „Fuck The Police“ heute noch häufig.

4. Gangsta Gangsta

In Gangsta Gangsta beschreiben Ice Cube und Eazy-E das alltägliche Leben in Compton mit all seiner Gewalt und all dem Alkohol- und Drogenkonsum. Ob Schrotflinten-Geschichten oder Zeilen wie „Since I was a youth, I smoked weed out / Now I’m the mutha fucka that ya read about“ oder „About drinkin’ straight out the eight bottle / Do I look like a mutha fuckin’ role model?“: N.W.A. geben ihrer Zuhörerschaft einen Einblick in das harte Leben im vielleicht berühmtesten Vorort der Welt. Mit der „eight bottle“ meint Ice Cube übrigens das Starkbier Olde English 800, das in den Achtzigern vor allem bei Afroamerikaner*innen und Hispanics beworben wurde.

5. Express Yourself

Für diesen Track übernimmt Dr. Dre das Mikro und prangert die Zensur von Rapper*innen im Radio an. Er kritisiert darin zum Beispiel auch all jene Kolleg*innen, die in ihren Songs auf Flüche verzichten, um bessere Chancen auf Airplay zu bekommen. Für die musikalische Untermalung wählt Dre ein besonders poppiges Instrumental und erweitert den Track so um eine ironische Ebene. Die australische Radiostation Triple J sendet den Song im Mai 1990 82 Mal in Folge, weil es ihr zuvor verboten wurde, Fuk Da Police zu spielen.

6. 100 Miles And Runnin’

Im August 1990 veröffentlichen N.W.A. ihre erste und einzige EP 100 Miles And Runnin’ und zeigen der Welt, wie sie ohne ihren Kollegen Ice Cube klingen. Der hat die Gruppe nämlich 1989 verlassen und geht eigene Wege als Solo-Rapper. Im Titeltrack verdeutlichen N.W.A. auch gleich, was sie davon halten: „Started with five and, yo, one couldn’t take it / So now there’s four cause the fifth couldn’t make it / The number’s even, now I’m leavin’“. Mit diesen Worten beginnt der Beef zwischen Ice Cube und seinen alten Weggefährten. Und der soll noch etwas andauern.

7. Real N****z Don’t Die

Zwar hatten N.W.A. nach Ice Cubes Austritt bereits die EP 100 Miles And Runnin’ (1990) veröffentlicht und mit Alwayz Into Somethin’ (1991) eine Vorab-Single von ihrem zweiten Studioalbum N****z4Life auf den Markt gebracht; dennoch markiert Real N****z Don’t Die für viele Hörer*innen den Erstkontakt nach Ice Cubes Abgang, denn der Track eröffnet nach dem Intro die zweite Platte von N.W.A. Das wissen die verbleibenden Mitglieder Eazy-E, MC Ren, Dr. Dre und DJ Yella — und geben deshalb alles, was sie haben. Das Ergebnis: N.W.A. machen auf ihrem neuen Album gleich zu Beginn klar, dass sie noch am Start sind.

8. Appetite For Destruction

Diesen Track veröffentlichen N.W.A. im Mai 1991 als zweite Single von ihrem zweiten Album N****z4Life. Im Musikvideo zeigt die Gruppe nach einem kurzen Adam-und-Eva-Intro einen Bankraub der Zwanziger Jahre. Das Ende des Videos, kurz nach dem Beginn der Flucht, spielt sich in der Gegenwart ab. Falls den Gamern unter euch der Track bekannt vorkommt… Kein Wunder: Appetite For Destruction gehört in Grand Theft Auto V zum Programm des Radiosenders West Coast Classics.

9. Alwayz Into Somethin’

Mit Alwayz Into Somethin’ legt Dr. Dre ein Lehrstück in Sachen G-Funk vor; jenem Hip-Hop-Subgenre, das zu Beginn der Neunziger an der West Coast entsteht und auf das vor allem Dre maßgeblich Einfluss nimmt. (Später wird hier auch Dres Kollege Snoop Dogg eine wichtige Rolle spielen.) Unterstützung bekommen N.W.A. für Alwayz Into Somethin’ von Dancehall-Künstler Admiral D. Einen Seitenhieb auf ihren alten Kollegen Ice Cube, der mit bürgerlichem Namen O’Shea Jackson heißt, können sich die Musiker auch hier nicht verkneifen: „Dre, I was speakin’ to your bitch O’Shea.“ Nach ihrem zweiten Album legen N.W.A. eine Pause ein.

10. Chin Check

Mit Chin Check melden sich N.W.A. 1999 noch einmal zurück. Eazy-E ist am 26. März 1995 an AIDS gestorben, zuvor hat er sich noch mit Ice Cube versöhnt. Der ist jetzt auch wieder an Bord, genau wie MC Ren, Dr. Dre, DJ Yella sowie kein geringerer als Snoop Dogg. Was die Öffentlichkeitswirksamkeit betrifft, bleibt der Track hinter den Erwartungen zurück, doch N.W.A. beweisen dennoch, dass sie auch nach Jahren noch für qualitativ hochwertigen Hip-Hop stehen.

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