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Popkultur

Die besten Supremes-Songs: 10 ultimative Tracks, die einen nicht mehr loslassen

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Foto: Motown/EMI Hayes Archive

1964 gelangen Diana Ross, Mary Wilson und Florence Ballard der große Durchbruch. Mit einer langen Reihe von Hits ließen sie die Konkurrenz weit hinter sich und wurden zur größten Girlgroup einer ganzen Ära. Sie waren die größten Stars von Motown, verkauften Platten im Ghetto und traten im legendären New Yorker Nachtclub Copacabana auf. Außerdem spielten sie psychedelische Songs in den Fernsehsendungen alter Countrystars und erreichten mit ihren großen Showmelodien sogar verknallte Teenager. Die besten Supremes-Songs zeigen eindrucksvoll, dass Frauen aus Detroit tun konnten, was sie wollten – und zwar mit Soul.

von Ian McCann

Aber ihr Leben wurde dadurch nicht einfacher. Florence Ballard kam damit nicht klar und wurde 1967 von Cindy Birdsong ersetzt. Diana Ross wurde zu einer Solokünstlerin herangezogen und seit der Veröffentlichung ihrer Single Reflections 1967 hieß die Gruppe Diana Ross And The Supremes. 1970 verabschiedete sich Diana zwar offiziell von den Supremes, doch die Band war nicht mehr aufzuhalten: Für Diana kam Jean Terrell und die Gruppe landete 14 weitere US Hot 100 Billboard-Hits. Mary Wilson blieb eine Konstante in der Besetzung, die ansonsten bis zu ihrer Abschiedsshow im Juni 1977 im Londoner Drury Lane Theatre mit Namen wie Lynda Laurence, Scherrie Payne und Suzaye Greene viel Abwechslung bot.


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Über die Jahre entwickelte sich der Sound der Supremes immer weiter. Aber ab 1964 hatten sie ihren Groove gefunden und waren unverwechselbar und unabhängig von den Trends der Pop-Welt. Die Supremes umgab eine einzigartige Magie und diese Auswahl ihrer zehn besten Songs zeigt das mehr als deutlich. Supreme? Das waren sie ohne Zweifel.

10: Nathan Jones

Mit Jean Terrell an der Spitze und einem Song über das Verlassenwerden kehren die Supremes zurück – und lassen sich mit Sicherheit nicht zum Fußabtreter einer devoten Liebe machen. Die Single Nathan Jones lässt die Supremes perfekt in den frühen 70ern ankommen. In den USA erreicht sie die Top 20 und in Großbritannien sogar die Top 5.

9: You Can’t Hurry Love

Ein einfacher Song über den Rat einer Mutter wird zu einem Motown-Klassiker und klingt so entspannt, als hätte die Band schon vier Songs dieser Art rausgehauen.

8: My World Is Empty Without You

Eine rumpelnde Bassline, lässige Bassdrum, sentimentale Orgel – das Intro stimmt uns auf eine bewegende Geschichte über Verlust und Einsamkeit ein. Diana singt den Song wunderschön – nur eine Frau, die ehrlich zu ihren Gefühlen steht („I can hardly carry on anymore”), dabei aber ihre Würde bewahrt. Irgendwo im Hintergrund fühlt die wunderbare Florence Ballard den Schmerz. Anfang 1966 wurde My World Is Empty Without You ein großer Hit.

7: Stop! In The Name Of Love

Wer könnte sich diesem Befehl widersetzen? Die Supremes wissen, was du tust – und mit wem. Sie wissen, dass ihre „Reize” („charms“, ein herrlich abfälliges Wort von Holland-Dozier-Holland) kein Ersatz für die echte Liebe sind, wie sie die Supremes zu geben wissen. Stop! In The Name Of Love ist eine Perle über Eifersucht und Leidenschaft, der sich seit 1965 niemand entziehen kann.<

6: Reflections

Während die Welt die psychedelischen Soulklassiker der Temptations feiert, erinnern wir uns an das zauberhafte Reflections von Diana Ross And The Supremes – eine verträumte und verschnörkelte, kleine Welt hinter den Spiegeln. Der Song repräsentiert die 60er genauso wie Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band und ist ebenso außergewöhnlich und intensiv in seinem eigenen wunderschönen Universum.

 5: Automatically Sunshine

Ein leichtes, funky Bassriff und eine zarte Gitarre öffnen die Tür zu einem astreinen The Supremes Song. Mary Wilson und Jean Terrell wechseln sich am Leadgesang ab und Cindy Birdsong und The Andantes singen die Backingvocals. Geschrieben und produziert wurde der Song von Smokey Robinson, der den Sound der Gruppe ins Jahr 1972 holt.

4: You Keep Me Hangin’ On

Die Motown-Maschine entfaltet ihre volle Wirkung: Ein absolut treffsicherer Beat zwingt einen geradezu auf die Tanzfläche. Und darüber fleht und spottet Diana verzweifelt „Why don’t you be a man about it?” und nervöse, Morse-artige Gitarren scheinen ein Notfalltelegramm übermitteln zu wollen. Ein gewaltiger US-Nummer-1-Hit aus dem Jahr 1966.

3: Stoned Love

Eine der besten Motown-Platten der 70er stammt aus der Zeit nach Diana Ross. Die Supremes singen einen „kontroversen“ Text über Hippie-Ideale, bewahren aber gleichzeitig die zeitlose musikalische Magie das Labels. Die Single erreichte Platz 7 in den Vereinigten Staaten und Platz 3 in Großbritannien. Wenn man ihn in voller Länge hören möchte, muss man sich an die Version auf dem Album New Ways But Love Stays von 1970 halten.

2: Love Child

1968 hatte das Songschreiber- und Produzententrio Holland-Dozier-Holland Motown verlassen. Daraufhin machte sich das Label Sorgen, dass ihr größter Act, die Supremes, nachlassen könnten. Ein als The Clan bekanntes Team von Hinterzimmer-Intellektuellen wurde beauftragt, den wichtigen, magischen Song zu komponieren, mit dem The Supremes ihrem Ruf als Geschichtenerzählerinnen einer Ära wieder gerecht werden konnten. Love Child wurde ihre drittmeist verkaufte Single – auch wenn Diana das einzige Bandmitglied war, das auf dem Track mitwirkte.

1: Someday We’ll Be Together

Ursprünglich wurde dieser wunderbar ergreifende Song 1961 von Johnny & Jackey aufgenommen. Dann wurde er zum Abschiedstrack von Diana Ross And The Supremes und ihre letzte US-Nummer-1-Single der 60er Jahre. Traurige, dass Diana sich zwar von den Supremes verabschiedete, die Gruppe aber gar nicht anwesend war: Mary Wilson und Cindy Birdsong haben auf dieser Single nicht gesungen. Nichtsdestotrotz ist der Sound der Supremes klar zu erkennen. Someday We’ll Be Together bleibt ein zeitloser Abschied.

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