------------

Popkultur

Zeitsprung: Am 25.2.1979 starten die Scorpions den „Lovedrive“.

Published on

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 25.2.1979."

von Christof Leim

Mit Lovedrive beginnt für die Scorpions eine neue Ära: Neuer Gitarrist, fokussierter Sound und endlich der internationale Durchbruch. Es gibt mal wieder Ärger wegen des Covers, aber auch gleich mehrere zukünftige Klassiker. Und das kam so…


Hört hier in Lovedrive rein:

Klingt auf „Listen“ für das ganze Album.

Ende der Siebziger muss sich Band zunächst einmal neu sortieren: Uli Jon Roth hatte nach dem Livealbum Tokyo Tapes (1978) seinen Hut genommen, weswegen die Band mit einer Anzeige im britischen Melody Maker einen Leadgitarristen suchen muss. Es melden sich 140 Flitzefinger, heißt es, das Rennen macht ein alter Bekannter aus dem heimischen Hannover: Matthias Jabs. Im Sommer 1978 wird er neues Mitglied vorgestellt, im September geht es schon ins Studio für Album Nummer sechs.

Mit dem Ausstieg von Roth sind die letzten Einflüsse an Seventies-Hippiekram, Hendrix-Huldigung und Kraut-Rock aus dem Sound der Scorpions verschwunden; ab jetzt regiert die Seite des Songwritings, die seit jeher Rudolf Schenker beigesteuert hat: Hard Rock auf die Zwölf. Damit klingt das Material, das sie mit Stammproduzent Dieter Dierks in Stommeln bei Köln aufnehmen, geradliniger und direkter. Man darf sogar sagen: Hier nimmt der klassische Scorpions-Sound seinen Anfang, mit dem die Kollegen in den Achtzigern diverse Arenen und Geldspeicher füllen.

Ganz ohne Verwirrung geht die Produktion allerdings nicht vonstatten: Wie die fünf Rocker da so schön aufnehmen in der rheinischen Provinz und von Mama Dierks bekocht werden, taucht Michael Schenker im Studio auf. Der Bruder von Rudolf war nach turbulenten Jahren als Gitarrenwunderkind von der britischen Band UFO vor die Tür gesetzt worden, jetzt will (oder: soll) er wieder bei den Scorpions mitmischen. Manchen Quellen zu Folge klappen die Aufnahmen mit Matthias nicht wie geplant, vor allem aber ist der kleine Schenker bereits ein etablierter Star und Klampfenheld. Also spielt Michael für mehrere neue Songs die Soli ein, womit wir auf dem Album ganz offiziell drei Gitarristen hören.

Anzeige von 1979 für das neue Album und die US-Tour

Jabs wird sich über all das nicht gefreut haben, zeigt aber Verständnis, weil „Michael und Rudolf eben Brüder sind“, wie er später zitiert wird. Als im Februar 1979 dann die ersten Tourdaten anstehen, gehört Michael Schenker offiziell als (einziger) Leadgitarrist zur Mannschaft. Doch das funktioniert nicht lange: Er taucht nicht zu Shows auf, Matthias fliegt kurzfristig ein und übernimmt, Michael kehrt nach einer Weile zurück, und Matthias muss wieder gehen. Bei einem Gig im französischen Lyon am 4. April 1979 läuft das Fass schließlich über: Die Scorpions stehen schon wieder ohne Soloklampfer da, aber jetzt haben sowohl die Band als auch der Ersatzmann die Schnauze voll. Michael Schenker kann wegbleiben, Matthias Jabs wird Leadgitarrist der Scorpions und ist das bis heute.


Zurück zur Platte: Lovedrive erscheint am 25. Februar 1979 – und bringt unsere Helden ein gutes Stück nach vorne, vor allem international. Mit einem 55. Platz knacken sie zum ersten Mal die Charts in den USA, mit Rang 36 gelingt das Gleiche in Großbritannien. In Deutschland landet die Scheibe um ein Haar in der Top Ten (Platz 11).

Von den acht Tracks gehören mindestens vier zu Klassikern des Scorpions-Kataloges; Songs von Lovedrive stehen heute noch regelmäßig und in großer Zahl auf der Setlist. Da wären der Midtempo-Rocker Loving You Sunday Morning, die flotte Granate Another Piece Of Meat und das energische Can’t Get Enough sowie das Titelstück mit Led Zeppelin-Groove – alles bestes Livematerial für Spaß, Schweiß und Geschrei. Mit Coast To Coast gibt es sogar ein Instrumental: schön dramatisch und mit herrlichen Melodiegitarren.


Außerdem finden sich natürlich so genannte „Power-Balladen“, die sich zusehends zum Eckpfeiler des Scorpions-Sounds und sogar zum Stilmerkmal eines ganzen Genres entwickeln sollten: Während der Achtziger gibt es kaum eine Hard Rock-Combo, die nicht ab und zu mal ein bisschen Drama, Pathos und Herzschmerz in den Ring wirft. Cleangitarre in der Strophe, bombastischer Chorus – funktioniert super. In dieser Disziplin sind die Scorpions nicht die Ersten, aber womöglich die Besten. Das zeigen auf dieser Scheibe die beiden brillanten Schmachtfetzen Always Somewhere und Holiday. In Is There Anybody There? zückt das Quintett sogar einen fluffigen Reggae-Rhythmus aus dem Hut, was hervorragend funktioniert.


Die Lieder stammen fast alle vom Team Klaus Meine/Rudolf Schenker. Schlagzeuger Herman Rarebell steuert drei der acht Texte bei. Das hat er schon früher getan, weil er immer am besten Englisch sprechen konnte. Michael Schenker erklärt Dekaden später, er habe eigentlich die Melodien für Coast To Coast und das Intro zu Holiday geschrieben, was aber irgendwann auch egal ist.

Fast alle Songs der Platte werden auf verschiedenen Single-Konstellationen ausgekoppelt

Textlich beschäftigen sich die fünf Musiker um die 30 damals mit dem wilden Leben, das man als international tourende Band so erlebt. Es geht um Sehnsucht nach der Herzdame daheim (Always Somewhere), das Rocken an und für sich (Can’t Get Enough) und natürlich immer wieder um zwischengeschlechtlichen Nahkampf. Another Piece Of Meat handelt jedenfalls nicht vom Grillen. Ja, die Scorpions haben den Rock’n’Roll gelebt, und dazu gehören auch Groupies. Interessanterweise legt der Text des plakativsten Songs die Zeile „Let’s go, don’t put on a show, you’re just another piece of meat“ nicht nur dem Rockstar, sondern auch der Dame in den Mund.



Einen Skandal produziert allerdings das Cover, nicht zum ersten Mal in der Geschichte der Truppe. Man sieht ein Paar in Abendgarderobe auf dem Rücksitz einer Limousine. Die rechte Brust der Frau ist entblößt, von dort spannt sich eine rosa Gummimasse wie ein riesiger Kaugummi bis zur Hand des Mannes. Das Artwork stammt aus der Kreativwerkstatt Hipgnosis um Storm Thorgerson, der vor allem mit Arbeiten für Pink Floyd auf sich aufmerksam gemacht hatte, etwa bei The Dark Side Of The Moon.

Er kommentiert: „Nicht die politisch korrekteste Szene. Ich hielt das für lustig, aber Frauen sehen heute etwas anderes darin.“ An anderer Stelle erklärt er: „Ich habe mir immer vorgestellt, dass sie auf dem Weg zur Oper sind. Er hat einen Kaugummifetisch, und sie lässt ihn gewähren, weil es ihr einfach völlig egal ist. Ich finde das auch ein bisschen albern, aber ich mag das Cover.“ Die Album-Rückseite zeigt das gleiche Paar, lachend, beide halten ein Bild der Band in den Händen. Die linke Brust ist nun zu sehen.



Natürlich bekommen in den USA manche Leute bei allem, was mit Sex zu tun hat, Anfälle von Schnappatmung, weswegen spätere Pressungen ein neutrales Cover (blauer Skorpion auf schwarzem Grund) tragen. Klaus Meine blickt 2010 in einem Interview zurück: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass das ein Problem in den Staaten werden würde. Das ist nur Sex und Rock’n’Roll. Sonderbar, weil uns während Achtziger ausgerechnet in den USA vor der Bühne ständig Brüste gezeigt wurden, aber nirgendwo sonst.“

Den Verkaufszahlen tut das alles keinen Abbruch, so dass die Scorpions nach der Veröffentlichung neben Europa erneut Japan betouren können und auch lange durch die USA kreuzen. Mit Lovedrive etablieren sie sich als internationale Künstler und legen die Grundlage für ihre erfolgreichste Ära in klassischer Besetzung. In den folgenden Jahren scheppert es dann mit Animal Magnetism (1980) und Blackout (1982) gewaltig, und spätestens mit Love At First Sting (1984) steht das Quintett am oberen Ende der Hard-Rock Nahrungskette. Aber darüber unterhalten wir uns ein andermal…

Zeitsprung: Am 31.8.1948 rockt Rudolf Schenker von den Scorpions los.

Popkultur

„White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

Published on

Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

Sie dudeln im Radio auf und ab, beschallen Weihnachtsmärkte und Cafés: Hättet ihr diese Dinge über Evergreens wie Last Christmas, All I Want For Christmas Is You oder White Christmas gewusst?

von Björn Springorum

Auf wenige Dinge ist so sehr Verlass wie das pünktliche Aufschlagen von Last Christmas und All I Want For Christmas Is You deutlich vor dem ersten Advent. Weihnachtssongs sind Fluch und Segen zugleich, Boten einer schönen Zeit für die einen und Geißel des schlechten Geschmacks für die anderen – Stichwort #whamageddon. Zu welchem Lager man auch zählt: Vorbei kommt dieser Tage niemand an ihnen. Da lohnt mal ein Blick auf die erstaunlichen Geschichten hinter fünf der erfolgreichsten Weihnachtssongs aller Zeiten.

1. All I Want For Christmas Is You (1994)

Eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten ist in gerade mal 15 Minuten entstanden. So kurz sollen Mariah Carey und Walter Afanasieff für das Songwriting dieser Nummer gebraucht haben. Bewusst angelehnt an den Ronettes-Sound der Sechziger, braucht All I Want For Christmas Is You kommerziell gesehen deutlich mehr Zeit als für seine Entstehung. Der Grund: Der Song wurde anfangs nicht offiziell als reguläre Single ausgekoppelt und konnte deswegen auch nicht in den Charts notieren. Das ändert sich, als 1998 die Regularien angepasst werden. Damals beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Songs: Am 21. Dezember 2019 – 25 Jahre nach Veröffentlichung – steht der Song erstmals ganz oben in den US-Charts. 16 Millionen Exemplare sind mittlerweile verkauft, unzählige Streaming-Rekorde gebrochen. Geschätzte 60 Millionen gibt es an Royalties allein für diesen Song, Mariah Carey allein verdient grob geschätzt 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr mit All I Want For Christmas Is You. Nicht übel – dafür, dass sie den Songs anfangs gar nicht aufnehmen wollte.

2. Santa Claus Is Comin’ To Town (1934)

Auch dieser Song gehört zu Weihnachten wie schlechter Glühwein: Erstmals 1934 von einem Banjo-Spieler namens Harry Reser aufgeführt, hat sich Santa Claus Is Comin’ To Town zum weihnachtlichen Pflichtprogramm entwickelt. Liegt natürlich auch an seiner erstaunlichen Haltbarkeit und Attraktivität für andere Künstler: In den letzten knapp 80 Jahren haben sich über 200 Künstler*innen an diesem Klassiker von J. Fred Coots und Haven Gillespie versucht – und nicht unbedingt unbekannte, um es mal so zu sagen: Unter anderem gibt es Versionen von Bing Crosby, Mariah Carey, Neil Diamond, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bill Evans, Chris Isaak, The Temptations, The Carpenters, Michael Bublé und den Jackson 5. Am ehesten denkt man bei Santa Claus Is Comin’ To Town aber wahrscheinlich an den Boss und seine unvergleichliche Version. Die entstand gemeinsam mit der E Street Band am 12. Dezember 1975, wurde aber erst 1982 auf dem Sesamstraße-Album In Harmony 2 veröffentlicht und steigt seit 2002 regelmäßig hoch in die Charts ein. Springsteen-Konzerte im November und Dezember kommen ebenfalls nie ohne diese Nummer aus.

3. Last Christmas (1984)

Irgendwann im Sommer 1984 wird George Michael plötzlich vom Geist der Weihnacht heimgesucht. Er und sein Wham!-Kollege Ridgeley sind gerade bei Michaels Eltern zu Besuch, als ihn die winterliche Muse küsst: Er rauscht in sein altes Kinderzimmer und schreibt dort mal so eben einen der größten, wenn auch polarisierendsten Weihnachtshits aller Zeiten. Die Nummer wird zum Erfolg und schnell auch zum unverzichtbaren Weihnachtslied. Nur die Nummer Eins in den britischen Charts bleibt Last Christmas vergönnt – bis 2021, mehr als 36 Jahre nach der Veröffentlichung. Den Gesamterlös des Songs spendet Wham! vorbildlich dem Kampf gegen die verheerende Hungerkrise in Äthiopien. Bei über sechs Millionen verkauften Singles kommt da einiges zusammen.

4. Do They Know It’s Christmas (1984)

Das ist die Nummer, die Last Christmas 1984 davon abhält, die Spitze der britischen Charts zu erklimmen: Do They Know It’s Christmas von Bob Geldorf und Midge Ure ist eine der bekanntesten Benefiz-Singles aller Zeiten. Und ein echter Allstar-Coup: Aufgenommen an nur einem einzigen Tag am 24. November 1984 im Londoner Stadtteil Notting Hill, kommt die als Band Aid bezeichnete Supergroup an diesem Tag erstmals hinterm Mikro zusammen: Unter anderem singen Bono, Siobhan Fahey, Phil Collins, Boy George, Paul Weller. Sting und wieder George Michael (der damit auf Platz eins und zwei der britischen Single-Charts thront) gegen den Hunger in Äthiopien. Und sammeln ordentlich Geld ein: Die Single verkauft sich knapp zwölf Millionen Mal. Aus den von Geldorf erhofften 70.000 Pfund werden innerhalb eines Jahres acht Millionen. Kritik gibt es dennoch: Der Text spiele mit westlichen Vorurteilen und Afrikaklischees und würde die Vielfalt Afrikas unter den Teppich kehren.

5. White Christmas (1942)

1940 setzt sich Irving Berlin hin und schreibt einen Song über eine nostalgische, romantisierte Vorstellung von Weihnachten. Ja, das hat man auch schon 1942 gemacht. Sie kommt in den Soundtrack zum Film Holiday Inn und bekommt prompt den Oscar für den besten Filmsong. „Es ist nicht nur der beste Song, den ich je geschrieben habe, sondern auch der beste Song, den irgendjemand anders je geschrieben hat“, soll er seiner Sekretärin gesagt haben. Nicht gerade beschieden, aber irgendwie auch nicht ganz falsch. Zumindest hinsichtlich seines Erfolgs: Am 29. Mai 1942 nimmt Bing Crosby den Song in schlanken 18 Minuten auf, hält aber nicht viel davon. 80 Jahre später wissen wir: Er unterschätzt die Nostalgie der Menschen. White Christmas ist die erfolgreichste Single aller Zeiten! Zwar sprechen wir heute meist von der 1947-er Neuaufnahme (das Original wurde zu oft gespielt und beschädigt), aber das ist nebensächlich: Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren steht White Christmas ganz oben an der Spitze. Über 500 verschiedene Versionen in zahlreichen Sprachen sind mittlerweile entstanden. Und weil er damals schon nostalgisch war, wirkt er auch mit seinen 80 Jahren alterslos.

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

„Happy Xmas (War Is Over)“: Wie der Protestsong zu einem Weihnachtsklassiker wurde

Continue Reading

Popkultur

Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

Published on

Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

(Hier für 20,99 Euro)

 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

(Hier für 498,99€)

3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

(Hier für 14 Euro)

 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

(Hier für 15,59 Euro)

6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

(Hier für 37,20 €)

7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

(Hier für 9,59 Euro)

8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

(Hier für 9,99 Euro)

9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

(Hier für 199,99 Euro)

10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

(Hier für 144 Euro)

11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

(Hier für 24,99 Euro)

12. Schallplatten-Reinigungsset

Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

(Hier für 20,95 Euro)

13. Squier Jazzmaster Gitarre

Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

(Hier für 599 Euro)

14. Kreator-T-Shirt

Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

(Hier für 9,99 Euro)

15. Noch mehr Exklusives!

Da geht noch viel mehr! Werft einfach einen Blick in den uDiscover Store — und findet limitierte Editionen, tolle Vinyls, Boxsets und andere Highlights!

Du willst nichts mehr in der Rockwelt verpassen? Melde dich hier für unseren Newsletter an und werde regelmäßig von uns über die wichtigsten Neuigkeiten, die spannendsten Geschichten sowie die besten Veröffentlichungen und Aktionen informiert!

Großer Sale im uDiscover-Store: Die Empfehlungen der Redaktion

Continue Reading

Popkultur

Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

Published on

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

Continue Reading

Latest Music News

Top Stories

Don't Miss