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Popkultur

Zeitsprung: Am 24.2.2003 steigt Rob Trujillo bei Metallica ein.

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Foto: Alberto Cabello from Vitoria Gasteiz (Robert Trujillo (Metallica)) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 24.2.2003.

von Christof Leim

Seit dem 24. Februar 2003 gehört Robert Trujillo zu Metallica – und ist damit der am längsten amtierende Bassist der Bandgeschichte. Warum er verkatert vorspielen musste und was sein Einstiegsgeschenk war, lest ihr hier.

Hört euch hier Hardwired… To Self-Destruct:

Als Rob Trujillo an jenem Montag im Metallica-Hauptquartier im kalifornischen San Rafael einläuft, wird er mit Applaus begrüßt. James Hetfield, Lars Ulrich und Kirk Hammett haben ihn auserkoren, den Posten des Bassisten zu übernehmen. Rob wird damit  Nachfolger von Jason Newsted, der 2001 ausgestiegen war. (Die Geschichte dazu steht hier.) Die vier Musiker kennen sich schon länger, denn nicht nur hat Rob als Mitglied der Suicidal Tendencies in den Neunzigern einige Male das Vorprogramm von Metallica bestritten, er ist auch Surfpartner von Kirk.

Nächtliche Tests

Trotzdem wurde er natürlich einige Wochen vorher auf seine Tauglichkeit geprüft: Am ersten Tag hängt er erstmal nur im „HQ“ ab und schaut zu, am zweiten Tag spielt er vor. Produzent Bob Rock kommentiert, dabei habe Battery mit Rob geklungen, „als würde ein Düsenjet abheben“. Allerdings hatte Lars am Vorabend vorgeschlagen, noch ein paar Cocktails zu verköstigen – bis morgens um fünf. Rob erzählt später in einem Interview, nach dem Aufwachen habe er sich ziemlich zerstört gefühlt, während der hyperaktive Däne morgens schon auf dem Laufband stand. Es kommt halt nicht nur auf die Musik, sondern auch auf soziale und persönliche Kompatibilität an – und Tresenkompetenz.

Und es passt alles: Rob Trujillo wird offizielles Mitglied von Metallica und erhält zum Einstand erstmal – festhalten – eine Million Dollar. Kann man machen. Damals beginnt die Band erst, sich von schwierigen Zeiten zu erholen: Entfremdung, Streit, Jasons Ausstieg und Hetfields Alkoholentzug hatten Metallica ordentlich zugesetzt, was im Film Some Kind Of Monster (2004) eindrucksvoll dokumentiert wird. Auf dem kontroversen Album St. Anger (2003) bedient noch Bob Rock den Bass, bei den folgenden Festivalshows und der Madly In Anger With The World-Tour erweist sich Rob als souveränes Bühnenmonster und ruhender Pol im sich langsam beruhigenden Bandgefüge.

2008 erscheint dann das erste Studioalbum mit dem Neuzugang: Death Magnetic. Darauf erhält der Bassist für jeden der zehn Songs einen Songwriting-Credit – und damit auf einen Schlag mehr als die drei, die Jason Newsted in 14 Jahren zugesprochen wurden. Es folgen die unfassbar fürchterliche Lou Reed-Kollaboration Lulu (2011), mehrere Livealben und 2016 der Kassenschlager Hardwired…To Self-Destruct (2016).

Rob Trujillo gehört seit über anderthalb Dekaden zu Metallica – und ist damit länger am Start als seine Vorgänger Jason Newsted (14 Jahre), Cliff Burton (vier Jahre) und Ron McGovney (ein Jahr). Neben Krachmusik interessiert sich der verheiratete Familienvater seit seiner Jugend für Soul, Funk und Jazz, weshalb er einen Film über die Fusion-Jazz-Bass-Legende Jaco Pastorius produziert hat. Der Streifen erschien 2014. Vor Metallica spielte Rob bei den Suicidal Tendencies, Infectious Grooves, Ozzy Osbourne, Black Label Society und Jerry Cantrell. In seinem Pass steht übrigens: Roberto Agustín Miguel Santiago Samuel Perez de la Santa Concepción Trujillo Veracruz Batista. Seine Metallica-Kollegen nennen ihn “Rob” oder “Tru”. Verständlich.

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