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Popkultur

Nur Schall und Rauch? Die ursprünglichen Namen legendärer Bands

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Foto: Getty images Chris Walter/WireImage

Dass selbst die größten Rockbands aller Zeiten nicht durchgehend mit Genialität und gutem Geschmack gesegnet waren, zeigt diese Reise zu den ursprünglichen (und unfreiwillig peinlichen) Bandnamen einiger der ikonischsten Kapellen in der Geschichte des Rock‘n‘Roll.

Björn Springorum

Jeder fängt mal klein an. Selbst Rockstars. Wo wir heute nur überlebensgroße Künstler breitbeinig auf der Bühne sehen, wie sie ihre Jahrtausend-Hymnen voller Inbrunst schmettern, um danach mit ihrem Fuhrpark an Luxuskarossen durch die Gegend zu gondeln, standen irgendwann auch mal junge, naive, unerfahrene Kids, die es schaffen wollten. Himmel, selbst Lemmy war irgendwann mal grün hinter den Ohren! Und wie das eben so ist in den seligen Zeiten der Juvenilität hat man nicht immer die, sagen wir, allergenialsten Ideen. Im Leben ebenso wenig wie am Tresen. Oder eben in der Musik. Schamgrenzen hoch und dann ganz stark sein: Viele unserer liebsten Bands hießen zu Beginn ihrer Karriere ganz anders! Zehn namhafte Beispiele.

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Black Sabbath

Im Grunde ist bei Sabbath alles perfekt. Der Name, der Sound, das Image. Mit ihrem Debüt Black Sabbath erfanden sie 1970 den Heavy Metal und bescherten ihm gleichzeitig ein bis heute definierendes Meisterwerk. Mit dem alten Namen wäre das nur sehr schwer vorstellbar gewesen: Zunächst hießen die Boys aus Birmingham nämlich The Polka Tulk Blues Band. Gut, dass man da noch mal nachgedacht hat.

Creedence Clearwater Revival

Ikonischer Bandname für eine ikonische Band: CCR sind Roots-Rock-Vorreiter und Inspiration für Generationen von Musikern. Hätte allerdings auch gut sein können, dass man sie heute nur noch mit beschämter Miene als politisch inkorrekten Witz in Erinnerung hält. Ursprünglich nannten sich Creedence Clearwater Revival The Golliwogs – nach einer Kinderbuchfigur mit schwarzem Gesicht und wirr abstehenden Haaren.

Red Hot Chili Peppers

Hurra, hurra, John Frusciante ist zurück bei den Red Hot Chili Peppers! Hätte er sich wahrscheinlich zweimal überlegt, wenn die Band heute immer noch Tony Flow And The Miraculously Majestic Masters Of Mayhem heißen würde. Junge, das war selbst für die Achtziger zu viel!

The Doobie Brothers

Okay, machen wir uns nichts vor: Doobie ist Slang für Joint. Und während etwaige infantile Albereien im Namen einer seriösen Band reichlich kindisch sind, ist der Name Doobie Broothers doch tatsächlich eine klare Verbesserung zum ursprünglichen Namen der souligen Rocker. Davor hießen sie Pud. Und das, nun ja, bedeutet Penis.

Earth, Wind And Fire

Ob man den Sound der Funk-Legende mag oder nicht: Earth, Wind And Fire ist ein verdammt epischer Bandname! Gute Idee also, dass Anführer Maurice White irgendwann einsah, dass The Salty Peppers doch reichlich schmierig klingt.

Blue Öyster Cult

Was zum Henker soll man sich unter einer Band vorstellen, die Soft White Underbelly heißt? Yep, nichts Gutes. Und während Blue Öyster Cult, wie man sich nach reichlichen Umbenennungen in den frühen Siebzigern schließlich nannte, auch nicht unbedingt der glorreichste Name aller Zeiten ist, macht er doch zumindest neugierig, enthält das Wort „Kult“ und (höchstwahrscheinlich als erster Bandname überhaupt) die essentiellen Rock-Dots.

Pink Floyd

Pink Floyd hießen nicht immer Pink Floyd. 1964 nannten sie sich zeitweilig mal Screaming Abdabs. Das bedeutet in britischem Slang so viel wie durchdrehen oder überschnappen. Auf tragische Weise also ziemlich prophetisch für die Karriere einer Band mit Syd Barrett am Mikrofon.

Kiss

Schon gut, nach heutigen Maßstäben mag Kiss auch nicht mehr als kongenialer Einfall in der Geschichte der Bandtitulierungen gelten. Zur Band und ihrer Reputation passte der Name dennoch ganz ausgezeichnet – das hübsch diabolische Gerücht rund um „Knights In Satan‘s Service“ inklusive. Davor versuchten es Gene Simmons und Paul Stanley mal als Wicked Lester, aber das klappte nicht so richtig. Auftritt Peter Criss, der davor für eine Band namens Lips trommelte. Da war der Weg bis Kiss plötzlich gar nicht mehr allzu weit. Criss mochte den Namen überhaupt nicht, doch er musste schon damals erfahren, dass das irgendwie keine großartige Rolle zu spielen schien.

Beastie Boys

Rassismus und Sexismus sind durch nichts zu entschuldigen. Auch nicht in der Popmusik. Die New Yorker Beastie Boys schützt in diesem Fall also nur ihr sehr junges Alter, als sie ihrer Crew den Namen The Young Aborigines gaben. Vollkommen blauäugig und ohne böse Absichten natürlich, aber das macht Alltagsrassismus eben nicht besser. Da konnte man fast froh sein, dass ihnen irgendwann noch Beastie Boys einfiel…

Green Day

Mit 14 ist man eigentlich noch nicht in der Lage, seiner bald schon legendären und weltberühmten Band einen angemessenen Namen zu verpassen. Deshalb nannten sich Green Day auch erst Sweet Children, als sie an den Start gingen. Irgendwann mussten sie wohl gemerkt haben, dass das nach allem klang, aber nicht nach Punk. So ein Tag, an dem außer dem Konsum von Marihuana nichts groß anliegt (Green Day), passte da doch gleich viel besser…

Geht natürlich noch ellenlang weiter, diese Liste. Ob Led Zeppelin (die ernsthaft The New Yardbirds hießen!), Nirvana, die es aus vollkommen unerfindlichen Gründen erst mal mit Skid Row versuchten oder Simon & Garfunkel, die es für eine gute Idee hielten, als Tom & Jerry an den Start zu gehen: All diese Beispiele zeigen vor allem, dass die ersten Ideen nicht immer die besten sind.

Taylor Swift covert Earth, Wind & Fires “September” – und das Internet weiß nicht, ob es lachen oder weinen soll

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Popkultur

„Der Triumph des Jazz“: Die musikalischen Einflüsse des Martin Luther King, Jr.

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Martin Luther King Jr.
Foto: Donald Uhrbrock/Getty Images

Am 15. Januar 2022 hätte die US-amerikanische Bürgerrechtsikone Martin Luther King ihren 93. Geburtstag gefeiert. Zu Ehren Kings möchten wir an dieser Stelle seine Verbindung zur Musikkultur ein wenig näher beleuchten.

von Markus Brandstetter

Die Bilder und Worte sind fest im kollektiven Bewusstsein verankert, selbst wenn man zu jener Zeit noch nicht auf der Welt war: Im August 1963 fanden sich über 200.000 Menschen in Washington, DC zum „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ (englischer Titel: March on Washington for Jobs and Freedom) zusammen.

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Vor dem Lincoln Memorial hielt Martin Luther King seine berühmte Rede, deren Worte „I have a dream“ in die Geschichte eingingen. Musik war (nicht nur) an diesem Tag ein wesentlicher Bestandteil der Proteste. Bob Dylan und Joan Baez traten auf, Peter, Paul & Mary, Odetta Holmes, Mahalia Jackson und der Eva Jessye Choir, auch Harry Belafonte war anwesend. Für King war Musik aber weit mehr als eine akustische Untermalung — er sah sie als Mittel zur Veränderung an — und, im Falle von Jazz, Triumph der Schwarzen — dazu später mehr.

Kings musikalischer Background

Für Martin Luther King, das schreibt der US-amerikanische Autor Alfonso Pollard in seinem Artikel The Extraordinary Influences of Dr. Martin Luther King, Jr., habe Musik seit seiner Kindheit eine bedeutende Rolle gespielt. Kings Mutter Alberta King spielte hier wohl die Schlüsselrolle: Sie war Chorleiterin und Organistin in der Ebenezer Baptist Church. Auch Kings spätere Ehefrau Coretta Scott, die er an der Universität kennenlernte, war Kirchenchorleiterin, außerdem Sopranistin und Multiinstrumentalistin.

Geht es nach Pollard, gab es in Kings musikalischer Sozialisation zwei große Säulen: die Gospelmusik zum einen, zeitgenössische Sängerinnen wie Mahalia Jackson, Sister Rosetta Tharpe, Nina Simone, Miriam Makeba zum anderen. Später wurde auch Jazz für ihn immer wichtiger — eine Musik, die er als „triumphal“ bezeichnete. Damit meinte er den Triumph der Afroamerikaner*innen über die Unterdrückung, über Ungerechtigkeit, Kummer, Tragödien.

Der Triumph des Jazz

1964 wurde King gebeten, die Eröffnungsrede auf dem JazzFest Berlin (damals „Berliner Jazztage“ genannt) zu halten. In seiner Rede sprach er über eben dieses Triumphale im Jazz: „Gott hat viele Dinge aus der Unterdrückung heraus geschaffen. Er hat seine Geschöpfe mit der Fähigkeit ausgestattet, zu erschaffen, und aus dieser Fähigkeit sind die süßen Lieder der Trauer und der Freude hervorgegangen, die es dem Menschen ermöglicht haben, mit seiner Umwelt und vielen verschiedenen Situationen zurechtzukommen. Der Jazz spricht für das Leben. Der Blues erzählt von den Schwierigkeiten des Lebens, und wenn man einen Moment nachdenkt, wird man feststellen, dass er die härtesten Realitäten des Lebens in Musik umsetzt, um dann mit neuer Hoffnung oder einem Gefühl des Triumphs wieder herauszukommen.“

„Die letzte Bastion des Elitismus“

Wie die Verbindung Kings zur klassischen Musik ist, ist indes nicht hinreichend beleuchtet. Der US-Dirigent Paul Freeman (1936-2015) berichtete einst in einem Interview von ein Zusammentreffen mit dem Bürgerrechtler. Als dieser ihn fragte, was er in Atlanta mache, erklärte ihm Freeman, er habe ein Engagement als Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra. Die Antwort von King darauf kann als sozialkritisch bis sarkastisch gelesen werden: „Ah, die letzte Bastion des Elitismus! Glory, Halleluja!“ Freeman, dessen erklärte Mission es war, die Klassik (sowohl als Musiker*in als auch als Hörer*in) für alle zugänglich zu machen, sah dies aber nicht als Seitenhieb, sondern als Inspiration, sein Ziel zu verfolgen.

Nachzusehen ist dies in diesem Interview:

Wie wichtig King war, zeigen zahlreiche Tribute. Soul-Legende Stevie Wonder war ausschlaggebend dafür, dass Martin Luther Kings Geburtstag zum Feiertag erklärt wurde — und widmete ihm das Stück Happy Birthday. U2 schrieben Pride (In The Name Of Love) über ihn, James Taylor zollte ihm mit Shed A Little Light Tribut — und natürlich darf man Nina Simones Stück Why (The King Of Love Is Dead) nicht vergessen, dass sie drei Tage nach seinem Tod vorstellte.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 15.1.1969 kehrt George Harrison zu den Beatles zurück.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 15.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Getrennte Wege gehen die Beatles erst zu Beginn der Siebziger, doch dicke Luft herrscht schon vorher. Die Musiker fühlen sich ausgelaugt, gemeinsamer Tatendrang bleibt die Ausnahme. Am 10. Januar 1969 verlässt George Harrison sogar die Band. Fünf Tage später kehrt er zurück — allerdings mit Forderungen…

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Hört hier in Let It Be rein:

Klickt auf „Listen“ für das ganze Album.

Im Januar 1969 befinden sich die Beatles im Twickenham Studio in London und arbeiten an ihrer Platte Let It Be. Das White Album (1968) hallt noch nach, das Erscheinen von Yellow Submarine (1969) steht kurz bevor. Als die Band am Morgen des 10. Januar mit wenig Erfolg an den Songs Get Back und Two Of Us arbeitet, hat George Harrison die Nase voll. Er verlässt das Studio und lässt die anderen drei Musiker im Regen stehen. Nachdem sich McCartney, Lennon und Starr die erste Wut von der Seele gespielt haben, sagt Lennon trocken: “Ist er am Dienstag nicht zurück, holen wir Clapton.” Am 12. Januar treffen sich die Beatles bei Harrison zuhause, doch die Zusammenkunft verläuft alles andere als gut und endet von Harrisons Seite mit einem: “Man sieht sich.”

Einer der Gründe für Harrisons Abgang: Immer wieder geraten er und Paul McCartney aneinander. Harrison emanzipiert sich zu jener Zeit als Songschreiber und empfindet McCartney als zu dominant. In einem Interview mit dem Rolling Stone erzählt er: „Es ist mir immer sehr schwergefallen, beim Songwriting mitzumischen, weil Paul diesbezüglich sehr aufdringlich war. Wenn er meine Songs gespielt hat, lief das immer gut. Ich musste allerdings 59 seiner Ideen ausprobieren, bevor er sich meine überhaupt anhören wollte.“



Auch John Lennon und Harrison sind sich zu jener Zeit nicht grün. So stellt der britische Musikjournalist David Stubbs in einem Artikel für das Magazin Uncut die These auf, Harrison sei sogar noch genervter von Lennon als von McCartney, weil Lennon Probleme mit Harrisons wachsendem Einfluss auf das Songwriting gehabt habe. Nicht nur das: Lennons Beziehung zu Yoko Ono treibt einen Keil zwischen die beiden Beatles, die sich gerade erst richtig angefreundet hatten — vermutlich auch über ihre gemeinsame Vorliebe für LSD.

Außerdem stört Harrison sich daran, dass im Studio ein Film gedreht werden soll, obwohl die Beatles nur streiten. „Es kam vor der Kamera nie zum Eklat“, räumt er später ein. „Aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was das eigentlich soll.“ Er beschließt, die Band zu verlassen — ein Prozess, den auch Schlagzeuger Ringo Starr durchläuft, und zwar nur wenige Monate zuvor während der Sessions zum White Album.



Einige Tage nach Harrisons Abgang merken McCartney, Lennon und Starr endgültig, dass die Band nicht ohne den Gitarristen funktioniert. Die Musiker setzen ein Treffen für den 15. Januar an, und der verlorene Sohn taucht wieder auf — allerdings mit Forderungen. Harrison möchte im Gegensatz zu McCartney nach unfassbar vielen Konzerten nicht mehr live auftreten. Außerdem bittet er darum, das Studio zu wechseln. Die übrigen Bandmitglieder schlagen ein, die Beatles ziehen in die Apple Studios um und setzen den Aufnahmeprozess fort.


Die Symptome lassen sich durch die Veränderungen kurzzeitig bekämpfen, doch die Ursachen liegen tiefer. Trotz vorübergehender Wiedervereinigung kommt es langfristig zur Auflösung der Band. Vorher schließen die Briten die Aufnahmen des Albums Abbey Road ab, das durch diverse Umstände sogar noch vor Let It Be erscheint. Zur endgültigen Trennung kommt es im Frühjahr 1970, etwa einen Monat vor der Veröffentlichung der letzten Platte.

Zeitsprung: Am 21.1.1966 heiratet George Harrison. Eric Clapton grätscht rein.

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Popkultur

The Ronettes: 6 wegweisende Songs der legendären Girlgroup

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The Ronettes
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Am 12. Januar 2022 starb Ronnie Spector, die Leadsängerin der geschichtsträchtigen The Ronettes. Die Girlgroup aus New York war in den 1960er-Jahren eine wegweisende Popgruppe, die sich in Sachen Sound und Image deutlich vom Durchschnitt abhob.

von Markus Brandstetter

Ab 1963 arbeitete die Gruppe mit der Produzentenlegende (und dem späteren verurteilten Mörder) Phil Spector zusammen, den die Sängerin auch heiratete. Unseren Nachruf auf Ronnie Spector findet ihr hier. Zu Ehren der Sängerin wollen wir uns heute durch die größten Hits und wichtigsten und wegweisenden Songs von The Ronettes hören und ein wenig ihre Historie und den Hintergrund der Stücke beleuchten.

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1. Good Girls

Good Girls war die letzte Single von The Ronettes, die die Band über ihr altes Label Colpix Records veröffentlichte. Die Single schaffte keinen Platz in den Charts, die Band  war deswegen schwer enttäuscht und trennte sich von ihrem alten Label. Neue Geschäftsmöglichkeiten taten sich auf, die Gruppe unterschrieb bei Phil Spectors Label Philles Records. Der kommerzielle Erfolg konnte damit beginnen. Good Girls, die Single vor dem Erfolg, war vielleicht nicht so wegweisend, wie das, was unter Spectors Produktion folgen sollte — ist aber dennoch ein eingängiger, erinnerungswürdiger  Song.

2. Be My Baby

Be My Baby stammt aus der Feder von Phil Spector, Jeff Barry und Ellie Greenwich und ist der größte Hit der Band. Wobei: Spector hat im Grunde nur deswegen einen Songwriting-Credit, weil seine Produktion eben Kernstück des Songs ist. Be My Baby wurde am 15. August 1963 als Single veröffentlicht und schaffte es auf Platz zwei der US-Popcharts. Darauf zu hören ist die Creme de la Creme der damaligen Studiomusiker*innen-Szene — unter anderem spielt die großartige Carol Kaye (gemeinsam mit Ray Pohlmann) Bass, dazu sind mit Tommy Tedesco, Billy Strange, Barney Kessel und Bill Pitman gleich vier Gitarristen zu hören. Und weil ein Keyboard für eine Wall of Sound nicht reicht, sind auch vier Keyboarder mit dabei.

 3. Baby I Love You

Nachdem Be My Baby ein Erfolg wurde, war in Phil Spector der Ehrgeiz geweckt, nachzulegen. Allerdings gab es da ein Problem: The Ronettes sollten eigentlich touren. Ronnie blieb bei Phil im Studio, Estelle und Nedra gingen auf Tour, mit Verstärkung der Cousine Elaine. Weil man aber weitere Stimmen beim Aufnehmen brauchte, halfen Bekannte aus: So übernahmen Cher, Sonny Bono und Darlene Love die Backing Vocals auf dem Stück. Am Piano: der große Leon Russell.

 4. (The Best Part Of) Breakin’ Up

„Wenn Phil einen Song so sehr liebte wie (The Best Part of) Breakin’ Up, konnte er tagelang daran arbeiten, ohne jemals müde zu werden. Er verbrachte Stunden damit, die Harmonien mit Nedra und Estelle auszuarbeiten, und sprang jedes Mal auf und ab, wenn er etwas hörte, das ihm gefiel“, erinnerte sich Ronnie Spector in ihrer Autobiografie an die Aufnahmen zu  (The Best Part Of) Breakin’ Up.

 5. Do I Love You?

Junge Liebe – davon handelt Do I Love You?, das die Ronettes 1964 mit dem Song Bebe And Susu als B-Seite veröffentlichten. Geschrieben wurde der Song von Phil Spector, Pete Andreoli and Vini Poncia.

6. Walkin’ In The Rain (1964)

Walkin’ In The Rain — geschrieben von Barry Mann, Phil Spector und Cynthia Weil, wurde im Laufe der Jahre oft gecovert — unter anderem von The Walker Brothers und Jay & The Americans. The Ronettes, für die der Song geschrieben wurde, landeten 1964 damit auf Platz 23 der Billboard Top 100 Song, in den Billboard R&B Charts war sogar Platz 8 drin.

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Riot Girls: Die Musikerinnen, die die Welt veränderten

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