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Zeitsprung: Am 25.7.1983 veröffentlichen Metallica „Kill ‘Em All“

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 25.7.1983."

von Christof Leim

Nicht wenige sprechen bei dieser Platte von einer Revolution: Am 25. Juli 1983 erreicht die harte Musik mit Kill ‘Em All von Metallica eine neue Dimension. Der Thrash Metal wird geboren. Blicken wir zurück auf die Geschichte eines ungestümen Meilensteins.

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Hier könnt ihr in Kill ‘Em All reinhören:

1983 gibt es in der Welt der Headbangerei kaum etwas Härteres als Metallica. Zusammen mit einer Handvoll anderer Bands bilden die vier Jungspunde die Speerspitze einer neuen Szene, die anfangs komplett im Underground agiert.  Sicher, Iron Maiden setzen seit 1980 die Maßstäbe des Genres und machen bis 1988 quasi nichts falsch, außerdem definieren Judas Priest insbesondere mit British Steel (1980) Klang und Ästhetik des Heavy Metal. Was Härte angeht, rumpeln Venom schon mit Welcome To Hell (1981) vorweg, und natürlich haben Motörhead mit Overkill (1979) und Accept mit Fast As A Shark (1982) die Blaupausen für Doublebass-Geboller und letztendlich für Thrash Metal gelegt.

Harte Anfänge

Aber all das kommt erst zusammen in Kill ‘Em All, dem ersten Album einer Bewegung, die vor allem in Kalifornien Fahrt aufnimmt. Hier verbinden ein paar blutjunge Wilde den frühen Metal der so genannten „New Wave Of British Heavy Metal“ mit den Geschwindigkeiten des Hardcore, der Attitüde des Punk sowie viel, viel Motörhead zu einer neuen, extremen Spielart. Bands wie Exodus und Slayer an der Westküste und Anthrax in New York gehören zu den Pionieren, aber Metallica gelten schon früh als die Anführer und ziehen ziemlich schnell an allen vorbei. Doch die Anfänge verlaufen im tiefsten Underground, befeuert durch internationales Tapetrading und rudimentäre Metal-Publikationen. Das erste Label von Metallica, Megaforce, muss sich in Schulden stürzen, um die Platte überhaupt zu realisieren, und die Musiker leben unter dem Existenzminimum. Aber der Reihe nach…

James Hetfield (Gesang/Gitarre) und Lars Ulrich (Drums) gründen Metallica im Oktober 1981. Schon bald spielt die Band kleine Shows in Los Angeles, verstärkt durch Dave Mustaine (Gitarre) und Ron McGovney (Bass). (Unter anderem treten sie in Lars’ High School auf…) Es entstehen diverse Demos, vor allem No Life ‘Til Leather von 1982 sorgt für Furore im Tapetrading-Untergrund. Nach McGovneys Rauswurf ziehen die Musiker nach San Francisco, weil zum einen ihr neuer Bassist Cliff Burton darauf besteht, zum anderen, weil die Szene dort sich für harte Musik wesentlich empfänglicher zeigt als Los Angeles. Jetzt wollen die Musiker ihr erstes Album in Angriff nehmen, doch keine Firma zeigt Interesse. Das so genannte Megaforce Demo von 1983 verschafft der Band 1983 einen Deal mit Megaforce Records, das Jon Zazula eigens dafür gründet. Johnny Z., wie er auch genannt wird, betreibt einen Plattenladen in New Jersey, hatte schon No Life ‘Til Leather gehört und gilt neben Brian Slagel von Metal Blade als eine der wichtigsten Figuren in der frühen Karriere von Metallica. Damit kann die Geschichte von Kill ‘Em All losgehen…

Streit & Rauswurf

Die Band mietet einen Van und fährt einmal quer durch die Vereinigten Staaten, um zum ersten Mal an der Ostküste Konzerte zu spielen und mit Zazulas Hilfe endlich ihr Album aufzunehmen. In New York angekommen, langt das Geld nicht für Hotelzimmer, also übernachten die Musiker auf den Sofas diverser Bekannter, zeitweilig wohnen sie sogar im heruntergekommenen Proberaum von Anthrax. Nicht erst bei diesem Cross-Country-Höllentrip kommt es immer wieder zu Spannungen mit Mustaine, und in New York wird es nicht besser. Zwar trinken die Burschen allesamt ordentlich, aber ihr Gitarrist wird dabei zudem aggressiv. Deshalb drücken Hetfield und Ulrich ihm am Morgen des 11. April 1983 ein Busticket in die Hand und werfen ihn aus der Band. Schon vorher hatten sie mit Kirk Hammett, dem Gitarristen von Exodus, Kontakt aufgenommen. Der fliegt umgehend nach New York, lernt das Material und steht bald mit Metallica auf der Bühne. Am 10. Mai schließlich starten die Aufnahmen zu Kill ‘Em All in den Music America Studios in Rochester  mit dem Produzenten Paul Curcio. Der allerdings kann mit dem Brachialsound unserer Helden wenig anfangen und hat nach Aussagen der Band wenig zum Sound der Scheibe beigetragen. Am 27. Mai 1983 sind die Songs im Kasten. Die Gesamtrechnung liegt bei 15.000 Dollar, was Jon Zazula um ein Haar in den Bankrott treibt.

Für ihr Debüt haben Metallica schlicht die Songs ihrer Demos neu eingespielt, alle Nummern gibt es schon in früheren Fassungen. Kill ‘Em All klingt für damalige Verhältnisse knüppelhart, die Musiker spielen rasend schnell und gleichzeitig äußerst präzise. Das gilt vor allem für die Riffs der Rhythmusgitarre, die alle James Hetfield übernimmt. Zur Tracklist gehören Stücke, die heute als unverrückbare Metal-Klassiker gelten, etwa Hit The Lights, The Four Horsemen und Seek & Destroy. Man muss sich nur mal vorstellen, wie Whiplash wirken würde, wenn man so etwas noch nie vorher gehört hat. Viel härter geht es 1983 nicht. Am Songwriting von vier Tracks war noch Mustaine beteiligt, Cliff Burton steuert mit dem abgedrehten Instrumental (Anesthesia) Pulling Teeth sogar ein Basssolo bei. Textlich geht es um Tod und Verderben, Kampf und den Heavy Metal an und für sich – damals komplett normale Themen für zwanzigjährige Headbanger.

Das Bild mit dem Klo

Eigentlich soll die Platte Metal Up Your Ass heißen und auf dem Cover eine Toilette zeigen, aus der eine Hand mit einem Dolch hervorsticht. Weil das vermutlich einigen Vertrieben nicht gefallen würde, soll die Band darauf jedoch verzichten, was Cliff zu einem Kommentar verleitet: „Die Arschgeigen von Plattenfirma… tötet sie alle!“ Auf Englisch heißt das „Kill them all“, und auch das klingt für zwanzigjährige Headbanger ausgezeichnet. In Sachen Artwork einigt man sich auf die Darstellung eines blutigen Hammers, was genaugenommen nur marginal massentauglicher aussieht als das Klo mit dem Dolch. Letzteres gefällt den Jungs weiter so gut, dass es später als Shirtmotiv Verwendung findet. Trotz (und wegen) des neuen Titels stößt Zazula auf Schwierigkeiten, einen Vertriebspartner für das Album zu finden. Schließlich übernehmen Relativity Records für die USA und Kanada, Music For Nations versorgt Europa.

Das ursprünglich geplante Cover für die Platte

Kill ‘Em All erscheint am 25. Juli 1983. Die Rückseite des Covers der ersten Pressungen ziert der Slogan „Bang That Head That Doesn’t Bang“, geprägt von Rich Burch, einem Fan, der für sein wahnwitziges Headbanging auf frühen Metallica-Shows bekannt war. Bei späteren Auflagen fehlt der Spruch. Vom Foto schauen uns vier junge, picklige Burschen in Jeans und Leder an, die zwar nicht danach aussehen, als würden sie bald die Welt erobern, aber durchaus den Eindruck machen, dass sie das verdammt nochmal versuchen werden.

Pressung nur in kleinen Mengen

Ursprünglich werden nur 15.000 Kopien gepresst, wegen der limitierten Finanzen ihres Labels immer nur 500 auf einmal. Doch Ende 1983 hat sich Kill ‘Em All bereits 17.000 mal verkauft. Die Kritiken in den wenigen Medien, die mit solcher Musik etwas anfangen können, fallen positiv aus, die Metal-Szene selbst jubelt: Hart ist gut, härter ist besser, und das Ding ballert wie kaum etwas vorher. Metallica etablieren sich und diesen Stil damit als Alternative zum Mainstream-Rock der Mittachtziger. Der Einfluss der Platte auf die Welt des Heavy Metal ist immens: Kerry King von den mächtigen Slayer gibt später zu Protokoll, dass seine Band damals noch auf der Suche nach ihrem Sound gewesen sei, während Metallica ihren Weg bereits gefunden hatten. Die Härte und das Songwriting von Kill ’Em All beeinflusst ebenso Anthrax, wie deren Gitarrist Scott Ian erklärt.

 

Zwei Singles wurden zu „Kill ‘Em All“ veröffentlicht

Kill ‘Em All  gilt allgemein als das erste Thrash-Metal-Album der Geschichte. Das Slayer-Debüt Show No Mercy erscheint ein halbes Jahr später am 3. Dezember 1983, Fistful Of Metal von Anthrax am 28. Januar 1984. Der rausgeworfene Dave Mustaine gründet Megadeth, deren Erstling Killing Is My Business… And Business Is Good! noch bis zum 12. Juni 1985 auf sich warten lässt. Diese vier Bands werden als die „Big 4“ des Thrash bezeichnet. Dabei übersieht man leicht den Einfluss von Hammetts ehemaliger Truppe Exodus aus San Francisco, ebenfalls wichtige und frühe Vertreter des Genres. Deren Einstand Bonded By Blood wird zwar schon im Juli 1984 aufgenommen, wegen Streitereien mit dem Label jedoch erst am 25. April 1985 veröffentlicht. Anfangs hält sich der kommerzielle Erfolg solcher Musik in Grenzen, der Underground steht aber in Flammen, und Thrash wird das heiße Ding in den folgenden Jahren. Auch in Deutschland trümmert eine Riege junger Wilder ihre ersten Alben ein, darunter Destruction mit Infernal Overkill (Mai 1985), Kreator mit Endless Pain (Juni 1985) und Sodom mit Obsessed By Cruelty (Mai 1986). Die Frage, welches dieser Debütalben sich über die Jahrzehnte am besten gehalten hat, wird die Welt-Headbangerschaft noch ewig diskutieren. Kill ‘Em All darf man aber durchaus als Favorit betrachten…

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10 Thrash-Metal-Empfehlungen für den Einstieg

 

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Motown: Die 15 wichtigsten Songs aus der legendären Hitfabrik

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Motown

Gespeist aus einem gewaltigen Backkatalog, der Jahrzehnte umspannt, haben die größten Hits aus dem Hause Motown nicht nur eine Ära definiert: Sie sind dermaßen zeitlos, dass sie längst als Inbegriff des „Classic Pop“ gelten müssen. Dass Berry Gordy es geschafft hat, sein unabhängiges Soul-Label aus Detroit zu einer der bekanntesten Musikadressen der Welt zu machen, ist an sich schon bemerkenswert. Dass die bei Motown veröffentlichten Titel auch nach so langer Zeit zu den bekanntesten und mitreißendsten Aufnahmen der Musikgeschichte zählen, unterstreicht, was für ein einzigartiges Gespür Mr. Gordy hatte. Die 15 Titel, die nun folgen, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

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15. I Want You (Marvin Gaye)

Das Verlangen überwältigt Marvin Gaye im Verlauf des Titelsongs seines I Want You-Longplayers aus dem Jahr 1976. Produziert von Leon Ware, der außerdem Co-Autor ist, kann sich dieser Song mitunter sogar fast schon zu intim anfühlen, sollte man gerade nicht in Stimmung sein – doch wer bitte ist schon nicht in Stimmung, wenn Mr. Gaye loslegt?

14. Heaven Must Have Sent You (The Elgins)

Die vom Hitmaker-Trio Holland-Dozier-Holland komponierte und produzierte Single sollte für The Elgins der einzige wirklich große Hit bleiben – dabei hätten ihre Ausnahmestimmen deutlich mehr Erfolge verdient. Doch 1966 ein Top-50-Titel in den Staaten, mussten sie auch noch fünf Jahre warten, bis ihr Hit in England die Top-3 knackte. Trotzdem: Auch musikalisch ganz klar ein Geschenk des Himmels!

13. Just My Imagination (Running Away With Me) (The Temptations)

Eine verträumte – genauer: tagträumerische – Ballade, die zugleich als Abschiedsgeschenk von Eddie Kendricks an The Temptations fungierte. Was als Geschichte von einem verblendeten Schwärmer beginnt, verwandelt Kendricks in einen Traum aller Fans. Außerdem war’s ein Abschiedsgruß an den Kollegen Paul Williams, der 1971 aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste.

12. Reach Out I’ll Be There (Four Tops)

Der Monsterhit der Four Tops aus dem Jahr 1966. Levi Stubbs aktiviert jeden Muskel, spannt jede Sehne, belastet seine Stimmbänder aufs Äußerste, um allen Zuhörenden klarzumachen, dass er bereit wäre, sie zu fangen, sollten sie denn einmal fallen. Was für ein Typ. Was für ein Track.

11. My Guy (Mary Wells)

Die etwas wehklagend wirkende Sirene zu Beginn markiert den Auftakt zu jenem Song aus dem Jahr 1964, der damals wie eine Bombe einschlug. Von Smokey Robinson komponiert, war der Song für Mary Wells hinterher auch der größte Motown-Hit – denn wenig später verabschiedete sie sich nach vielen Jahren vom Label. Auch heute klingt der Song immer noch so klar und lebendig wie vor gut 50 Jahren.

10. My Girl (The Temptations)

Die Antwort auf My Guy (Mary Wells) schrieb Smokey mit My Girl: Der nächste große Wurf, der gerade durch das reduzierte Gitarrenspiel von Robert White so unwiderstehlich wird, weil das Motiv so grandios mit David Ruffins Gesang harmoniert. Zärtlich und dabei doch lebhaft, darf dieser Titel als inoffizielle Hymne und Erkennungsmelodie der Temptations gelten.

9. Sir Duke (Stevie Wonder)

Mit seiner Verneigung vor jenen Swing-Jazz-Ikonen, die ihn als Kind inspiriert hatten, lieferte Stevie Wonder im Jahr 1976 einen dermaßen ausgelassenen Titel ab, dass man fast meinen könnte, „Sir“ Duke Ellington persönlich habe ihn eingespielt – nur klang die Single dafür dann doch einen Tick zu funky! Ein großer, fröhlicher, überschwänglicher Platz-1-Kandidat im Jahr 1977.

8. Stop! In The Name Of Love (The Supremes)

Schluss mit den Spielchen, Junge! Denn The Supremes wissen ganz genau, was du da treibst – und der dazugehörige Song funktioniert als Bitte um Besserung und als unüberhörbarer Warnschuss zugleich. Allein wie die charmanten Damen das Wörtchen „charms“ benutzen! Also wenn diese Message nicht bei ihm ankommt, dann kann er nur ein seelenloses Wesen sein. Oder taub.

7. The Tracks Of My Tears (The Miracles)

Noch so ein miracle von Smokey: Dieses vertonte Geständnis war 1965 ein Top-10-Hit in den USA – hätte aber noch deutlich höher in den Charts klettern müssen. Das Problem: Die Dinge sind nicht immer so, wie es scheint. Ein Thema, das er auch mit Tears Of A Clown umkreisen sollte. Sein Leid ist der Stoff für ein Lied, das man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

6. I Want You Back (Jackson 5)

Die Jungs aus Gary, Indiana drehten mal so richtig auf für ihre erste Tamla-Veröffentlichung: Wie eine Kreuzung aus ganz, ganz jungen Sly And The Family Stone mit den Temptations im Teenager-Alter wirkte das. Veröffentlicht 1969, ganz oben in den Charts im Jahr drauf: Es war die Geburtsstunde eine Legende.

5. What Becomes Of The Brokenhearted (Jimmy Ruffin)

Auch der Bruder des Temptations-Sängers ergriff seine Chance bzw. das Mikrofon: Hier präsentiert er eine eher düstere Geschichte aus dem Land der Verlassenen und Einsamen. Von Anfang an beliebter bei den Briten und Britinnen als in den USA, schaffte es die Single doch immerhin auf Platz 7 der US-Charts. Kein Wunder bei so viel Soul.

4. I Heard It Through The Grapevine (Marvin Gaye)

Marvin Gaye war nicht der erste, der I Heard It Through The Grapevine aufgenommen hat. Auch nicht der erste, der damit die Charts eroberte, denn das hatten vor ihm schon Gladys Knight And The Pips übernommen. Trotzdem ist seine Version, gedrosselt und eindringlich, diejenige, die zum Klassiker werden sollte. Die Single war riesengroß im Jahr 1968. Und sie ist es heute noch.

3. Papa Was A Rollin’ Stone (The Temptations)

Auch diesen Song hatten Undisputed Truth schon im Jahr zuvor eingespielt, aber erst The Temptations machten ihn 1973 zum Mega-Hit. Man sagt, die Bandmitglieder hätten sich zunächst nicht wirklich wohl damit gefühlt, dermaßen abfällig über ihre Papas zu reden – schließlich waren die Väter allesamt ganz anständige Leute. Pure Fiktion also, und fantastisch eingängig verpackt.

2. Someday We’ll Be Together (Diana Ross And The Supremes)

Mit dieser Version des Johnny And Jackey-Duetts aus dem Jahr 1961 verabschiedete sich Diana Ross von den Supremes: Passend dazu klingt der Song denn auch nach Resignation und Hoffnungsschimmer zugleich. Das Arrangement ist dem Original überraschend ähnlich; verantwortlich dafür war Johnny Bristol persönlich, der Johnny also von Johnny And Jackey. Ironisch daran ist vor allem, dass die Supremes genau genommen gar nicht mitsingen. Denn man hört nur Diana Ross, deren Stimme von Mr. Bristol immer höher und höher getrieben wird.

1. Ain’t No Mountain High Enough (Marvin Gaye & Tammi Terrell)

Die Bergspitze des Sixties-Pop, einer der größten Soul-Tracks aller Zeiten, und für viele Menschen auch ganz klar: der Höhepunkt der Motown-Ära. Der von Ashford & Simpson komponierte Song vereint Gospel-Wurzeln mit himmlischem Soul – in einem Arrangement, das sich aus seichten Tälern bis in luftige Höhen erhebt. Marvin und Tammi klangen nie besser als hier, weder zusammen noch als Solokünstler. So leidenschaftlich. So ambitioniert.

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Motown Records: Vom Party- zum Protest-Sound einer ganzen Generation

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18 Vinyl-Singles: Box der frühen Rolling-Stones-Singles kommt!

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Rolling Stones

Die Stones wärmen sich für ihren 60. Geburtstag auf. Als Teil der Feierlichkeiten erscheint am 10. Juni 2022 eine schon jetzt legendäre Box mit insgesamt 18 Vinyl-Singles als 7-Inch – die Singles Box Volume One: 1963 – 1966. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Und sollten zügig getätigt werden.

von Björn Springorum

Wenn das mal kein Schmuckstück ist: Am 10. Juni 2022 erscheint die Singles Box Volume One: 1963 – 1966 von den Rolling Stones. Das ist allein aufgrund des Umfangs ein Grund zum Jubeln für alle Fans der Band: Insgesamt 18 Singles und EPs, jede für sich auf 7-Inch-Vinyl gepresst und gemeinsam in einer maßgeschneiderten Box verpackt, rollen die turbulente und feurige Frühphase der Stones auf. Die Limitierung dürfte dafür sorgen, dass das Ding zackig vergriffen ist, wer vorbestellen möchte, sollte das also besser rasch und hier tun:

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Die Singles Box Volume One: 1963 – 1966 bietet liebevolle, vor allem aber authentische Reproduktionen von den originalen Erstauflagen, wie sie die Labels London und Decca in der ersten Hälfte der Sechziger veröffentlicht haben – authentisch bis zur Verpackung und den Sleeves. Und das alles in dieser Form zum ersten Mal auf Vinyl!

Rare B-Seiten

Die Box macht aber nicht nur optisch jede Menge her, sie bietet auch viel: Mit The Rolling Stones E.P, Five By Five und Got Live If You Want It! finden sich gleich drei EPs in der Kollektion, die man jetzt auch nicht unbedingt auf Vinyl hinterhergeworfen bekommt. Dazu gibt es natürlich jede Menge Non-Album-Tracks, die auch nicht viele in ihrer Plattensammlung haben dürften: Come On, I Want To Be Loved von 1963 oder I Wanna Be Your Man und Stoned von 1964 beispielsweise.

Das ist nicht alles: Sad Day ist eine seltene B-Seite, die mit 19th Nervous Breakdown kam, die Hits (I Can’t Get No) Satisfaction und Get Off Of My Cloud begeistern mit alternativen B-Sides. Kurz gesagt: Die frühen Jahre der Stones wurden noch nie zu kohärent und voller Entdeckungen in einer edlen Box zusammengebracht. Dafür sorgt auch ein 32-seitiges Buch voller Liner-Notes von Rolling-Stones-Autorität Nigel Williamson. Seltene Fotos inklusive.

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Zeitsprung: Am 10.9.1963 überlassen die Beatles den Rolling Stones einen Song.

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„Money For Nothing“: Erste Best-Of der Dire Straits kommt als Doppel-Vinyl!

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Dire Straits
Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Gut zehn Jahre nach ihrer Bandgründung veröffentlichen Dire Straits ihre erste Werkschau Money For Nothing. Am 17. Juni 2022 erscheint die Klassikerparade neu gemastert auf schmucker Doppel-Vinyl. Die Vorbestellungen laufen bereits.

Hier könnt ihr die größten Hits der Dire Straits hören:

Im Oktober 1988 ziehen Dire Straits erstmals Bilanz. Und da gibt es einiges zu tun: Ihre erste Best-Of-Veröffentlichung Money For Nothing vereint Songs ihrer ersten fünf Studioplatten Dire Straits (1978), Communiqué (1979), Making Movies (1980), Love Over Gold (1982) und natürlich Brothers In Arms (1985). Ironie des Schicksals: Viel soll danach nicht mehr kommen: Nach On Every Street 1991 ist dann sehr bald Schluss.

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Keine 15 Jahre gab es die Dire Straits. Und dennoch: Ihr leidenschaftlicher, bluesiger Roots Rock eroberte von Großbritannien aus schnell die Welt, ihre evokativen Texte schufen ein ähnliches Narrativ wie Heartland-Boss Bruce Springsteen, Frontmann, Komponist und Produzent Mark Knopfler war genau der Richtige für den Job als elegante Galionsfigur.

Der Sound der Achtziger

Knopfler, einer der erfolgreichsten Musiker, die das Vereinigte Königreich je produzieren sollte, definierte den Sound der späten Siebziger und frühen Achtziger und legte mit zeitlosen Songs wie Sultans Of Swing, Romeo And Juliet, Money For Nothing oder Walk Of Life das Fundament für zahllose weitere Künstler*innen. Ehrensache, dass sich alle erwähnten Songs auch auf dieser Neuauflage finden. Die kommt auf 180 Gramm schwerem Vinyl, mit einem nagelneuen Master von Bob Ludwig und enthält mit Telegraph Road (Live Remix) einen Song, den es bisher nur auf CD gab, sowie eine bislang unveröffentlichte Live-Version von Portobello Belle.

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Zeitsprung: Am 12.8.1949 kommt Mark Knopfler (Dire Straits) zur Welt.

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