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Popkultur

24. September 1991: Der beste Tag der Musikgeschichte

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Albencover von Trompe Le Monde, Nevermind, Badmotorfinger & Blood Sugar Sex Magik

Vor 30 Jahren erscheinen zeitgleich die Alben Nevermind von Nirvana, Blood Sugar Sex Magik von den Red Hot Chili Peppers, Badmotorfinger von Soundgarden und Trompe Le Monde von den Pixies. Es ist der Beginn einer neuen musikalischen Zeitrechnung und der Knock-Out für den Heavy Metal.

von Björn Springorum

Vor 30 Jahren war die Welt eine andere. Keine sozialen Medien, nicht mal Jamba-Klingeltonwerbung. Stattdessen herrscht der Regent MTV mit eiserner Knute, bestimmt drakonisch, was Trend ist und was nicht. Der Sommer 1991 kennt nur ein Thema: Metallicas Schwarze. Das Black Album, die Zäsur, die Götterdämmerung peitscht die Urgewalt des Heavy Metal in den Mainstream, mit der Kraft von 1.000 Sonnen marschiert die Band über den Erdball und läutet eine neue Zeitrechnung ein. „Harte“ Musik war urplötzlich in aller Munde, war etwas, das ganz normale Leute hörten.

Natürlich läuft das nicht ohne Kontroversen ab, der*die eine oder andere Metal-Gralshüter*in sieht seine*ihre innig geliebte Musik verweichlichen. Völliger Quatsch natürlich, aber derlei Gebaren kennt man ja aus jeder Szene. Was der Sommer 1991 noch nicht weiß: Das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem, was am schicksalhaften 24. September 1991 über die Rock-Welt hereinbrechen wird. Ein Tag, an dem vier Bands Alben veröffentlichen, von dem jedes einzelne die Sprengkraft besitzt, die Geschichte der Musik für immer zu verändern. Von dem jedes für sich Meilenstein, Referenzwerk, Vorbild und Ikone ist und eigentlich in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen werden sollte. The day the music dies, so sang Don McLean 1971. 20 Jahre später müsste es dann heißen: The day music was reborn.

Heiligenbilder des Rock’n’Roll

Von Rock’n’Roll-Universalgelehrten als „bester Tag in der Musikgeschichte“ gepriesen, erscheinen gleichzeitig vier Werke. Tief durchatmen, zu fassen ist das eigentlich nicht: Nevermind von Nirvana, Blood Sugar Sex Magik von den Red Hot Chili Peppers, Badmotorfinger von Soundgarden und Trompe Le Monde von den Pixies. So ein bisschen erinnert das also an den 16. Mai 1966, an dem zeitgleich Dylans Blonde On Blonde und Pet Sounds von den Beach Boys erschienen. Nur noch besser. Alle vier Werke für sich stehen in ihren jeweiligen Genres als Galionsfiguren, als Heiligenbilder, als Denkmäler, deren kultureller Einfluss so stark ist, dass der 24. September auf einem Seismografen messbar gewesen sein müsste.


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Und was man nicht vergessen darf: Erst eine Woche zuvor, am 17. September 1991, detonieren Guns N’Roses mit den beiden Use Your Illusion-Teilen, die in den nächsten sieben Tagen 1,5 Millionen Exemplare verkaufen werden. Das muss man sich mal vorstellen: Montagnacht die langen Schlangen vor den US-Plattenläden, weil Guns N’Roses ab Mitternacht die mit der größten Spannung erwarteten Platten der letzten 20 Jahre veröffentlichen. Und gerade mal eine Woche später Nevermind. Die Welt des Rock’n’Roll steht Kopf. Und der Heavy Metal muss tatenlos mitansehen, wie er nach seinem eindrucksvollen Muskelspiel im August vom Grunge auf die Bretter geschickt und bis auf weiteres ausgezählt wird.

Grunge kracht in den Mainstream

Dabei kommt der Erfolg insbesondere von Nevermind schleichend. Gerade mal 46.251 Exemplare des Albums werden an US-Plattenläden verschickt – weniger also, als Guns N’Roses in einem Tag verkaufen. Doch als Smells Like Teen Spirit nach und nach seinem Weg von den College-Radiostationen zu MTV und damit in die Zimmer der Teenager findet, ist Nevermind in immer mehr Läden ausverkauft. Am 11. Januar 1992 – also fast vier Monate nach Veröffentlichung – erreicht das Album erstmals die Spitze der US-Charts und verdrängt Dangerous von Michael Jackson. 300.000 Exemplare gehen fortan pro Woche weg. Grunge hat den Mainstream endgültig erreicht – und Nevermind ist der Soundtrack einer ganzen Generation, mittlerweile über 30 Millionen Mal verkauft. Kein Wunder, dass Grunge, allen voran Cobain, auch die Mode beeinflusst, die Frisuren, die generelle Lebenseinstellung. Plötzlich war es cool, halblange strähnige Haare zu haben und in zerschlissenen Jeans rumzulaufen. In den Achtzigern war das noch undenkbar.

In Sachen kommerzieller Performance können die anderen Kinder des 24. September 1991 nicht mithalten. In Sachen Vermächtnis schon: Mit Blood Sugar Sex Magik erweisen die Red Hot Chili Peppers dem Alternative Rock ähnlich große Dienste wie Nirvana dem Grunge. Das Album ist einer der Schlüsselmomente im Aufstieg des Genres und wird heute längst als Klassiker geführt, der mit Give It Away und Under The Bridge den einen oder anderen Song für die Ewigkeit enthält. Das Soundgarden-Drittwerk Badmotorfinger wird durch das gewaltige Interesse an Grunge von Nevermind mit nach oben gezogen und beschert dem Genre mit Rusty Cage oder Jesus Christ Pose unverzichtbare Klassiker. Badmotorfinger ist vielleicht das Album, das den Übergang von Metal zu Grunge am besten in sich vereint. Und Trompe Le Monde, der Pixies-Schwanengesang, ist eines der besten Alben des 20. Jahrhunderts. Auch ganz ohne astronomische Verkaufszahlen.

Akzeptanz im Underground

Was diese vier Alben eint (und von den Mega-Sellern Black Album und Use Your Illusion 1 & 2 abgrenzt), ist ihre Akzeptanz in Indie- und DIY-Kreisen. Wo man sich vom Größenwahn Metallicas und Guns N’Roses‘ fast schon angewidert abwendet, stellen Nirvana, Red Hot Chili Peppers, Soundgarden und die Pixies an diesem Tag nach Ansicht vieler die Phalanx der echten, aufrichtigen Musikkultur. Keine glattgebügelte Musik, die aufs Radio schielt, sondern ehrlicher Ausdruck der conditio humana.

Spult man die Zeit ein wenig vor, landet man am 25. Februar 1992 bei der Verleihung der Grammys. Dort nimmt aber keines der Alben des 24. September 1991 den Preis für das beste Album mit nach Hause – Soundgarden aber immerhin eine Nominierung. Sondern R.E.M.s Out Of Time. Wie als späte Rache auf die Alternative-Explosion bekommen dann auch Metallica einen Grammy für ihre Schwarze. Die Klasse des 24. September geht leer aus – bis 1993, als die Red Hot Chili Peppers dann doch noch eine Trophäe für Give It Away einsacken können.

Remember, remember the sounds of September

Schwer zu sagen, was im Herbst 1991 genau in der Luft lag. Ähnlich schwer zu sagen, was in den Proberäumen und Studios Amerikas in den Monaten zuvor vor sich ging. War es George Bush Senior, der damals noch am Drücker saß? Der Golfkrieg mit der Operation Wüstensturm? Der Rodney-King-Skandal? Gründe gab es viele, das junge Jahrzehnt hatte sich offensichtlich auf die Fahnen geschrieben, die Geister der Vergangenheit (aka Thrash Metal und Glam Rock) auszutreiben und durch eine neue Musik, eine neue Dialektik zu ersetzen. Was bleibt, ist nicht nur ein Supertag, sondern ein Superjahr, das es in der Musikgeschichte so nicht oft gab. Denn was wir bislang unterschlagen haben: Auch Temple Of The Dog, die Smashing Pumpkins, Type O Negative oder Mudhoney veröffentlichten in diesem Jahr neue Platten – jede für sich der Botschafter einer neuen Zeit. Remember, remember the sounds of September.

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10 Grunge-Empfehlungen für den Einstieg

Popkultur

Zeitsprung: Am 6.2.1998 kommt Falco bei einem Autounfall ums Leben.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.2.1998.

von Christof Leim

“Österreichs einzigen Popstar von Weltrang” hat ihn einmal jemand genannt: Hans Hölzel alias Falco. Am 6.2.1998 stirbt er bei einem Autounfall in Übersee.

Hier könnt ihr euch die Greatest Hits von Falco anhören:

Falco kommt als Johann „Hans“ Hölzel 1957 in Wien zur Welt. Schon früh wird eine hohe musikalische Begabung und sogar ein absolutes Gehör festgestellt. Anfangs spielt er Gitarre, später dann Bass in Jazz-Bands. Ein Musikstudium am Wiener Konservatorium lässt er nach einem Semester links liegen, um „richtiger Musiker“ zu werden. Anfang und Mitte der Achtziger fährt Falco dann fette Erfolge ein mit Songs wie Der Kommissar und Jeanny. Rock Me Amadeus schaffte es sogar als einziges deutschsprachiges Lied an die Spitze der US-Charts. In den Neunzigern wird es jedoch sehr still um den Musiker.

Kurz vor der musikalischen Rückkehr

Doch 1998 nimmt er ein neues Album namens Out Of The Dark (Into the Light) auf. Angeblich hört er es vor seinem Tod über eine Stunde in seinem Auto, um die Reihenfolge der Songs zu bestimmen. Damals hält er sich gerade in Dominikanischen Republik auf. Gegen 16:40 Uhr an jenem 6. Februar verlässt der Sänger ein Restaurant namens Turist Disco, das an einer Straße zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata liegt. Als er vom Parkplatz fährt, kracht ein Reisebus ungebremst mit 100 km/h in seinen schwarzen Mitsubishi Pajero-Geländewagen. Der Musiker stirbt sofort, zwei Wochen vor seinem 41. Geburtstag. 

Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Falco nicht nur mit einem Blutalkohol von 1,5 Promille unterwegs war, sondern auch Kokain und Cannabis konsumiert hatte. Ein tragisches Ende für „Österreichs einzigen Popstar von Weltrang“, wie einmal genannt wurde. Out Of The Dark (Into the Light) erscheint am 27. Februar 1998, drei Wochen nach seinem Tod, und erreicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz die obersten Plätze der Charts.

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Zeitsprung: Am 29.3.1986 landet Falco auf Platz eins der US-Charts

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Popkultur

Zeitsprung: Am 5.2.1935 kommt Alex Harvey zur Welt.

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Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 5.2.1935.

von Timon Menge und Christof Leim

Besonders geradlinig verläuft die Karriere von Alex Harvey und seiner Sensational Alex Harvey Band nicht. Dennoch gehört der schottische Musiker zu den bekannteren Gesichtern der britischen Rockmusik der Siebziger. Heute hätte er Geburtstag gefeiert. 

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Alex Harvey anhören: 

Das Licht der Welt erblickt Alexander James Harvey am 5. Februar 1935 in einem Arbeiterstadtteil von Glasgow. Bevor er seinen Weg als professioneller Musiker einschlägt, jobbt er unter anderem als Kellner und als Dachdecker. Zeitweise graviert er sogar Grabsteine. Zu Beginn der Fünfziger begeistert er sich für Dixieland-Jazz und Skiffle, bevor er ab 1954 selbst die Bühnenbretter betritt.

Im Vorprogramm der Beatles

Ab 1958 reist Harvey mit seiner Big Soul Band durch England und Deutschland. Schnell entwickelt er sich zu einem der Aushängeschilder der britischen R&B-Szene, obwohl er auch Rocksongs zum Besten gibt. So spielt er am 20. Mai 1960 mit seiner Big Beat Band im Vorprogramm von Johnny Gentle And His Group. Hinter dem Kürzel „His Group“ verbirgt sich niemand Geringeres als die späteren Beatles, die zu jener Zeit noch aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Tommy Moore bestehen. Es handelt sich um den ersten Termin einer siebentägigen Schottland-Tour.

Hier tourt Alex Harvey mit. Eigentlich heißen die Beatles zu jener Zeit aber noch The Silver Beetles. Wer hat George sofort erkannt?, Foto: Buchcover

Gegen Ende der Sechziger versucht er es als Solokünstler, doch der Durchbruch bleibt aus. Der folgt dann zu Beginn der Siebziger, nach einem kleinen Umweg als Session-Musiker für die Londoner Inszenierung des Musicals Hair. Denn jetzt gründet er die Sensational Alex Harvey Band.

Die großen Erfolge

Mit der Gruppe bleibt Harvey während der gesamten Siebziger erfolgreich, steigt von 1976 bis 1978 allerdings kurzzeitig aus. Schon auf dem Debüt Framed (1972) liefert die Band Granaten wie Midnight Moses und den Titelsong Framed aus der Feder des Songschreiber-Duos Jerry Leiber und Mike Stoller ab. Zeitgleich erobert der Glam Rock das Vereinigte Königreich und später auch den Rest Europas. Harvey und seine Mitmusiker greifen den Stil auf. So entdeckt er zu jener Zeit sein legendäres, schwarz-weiß-gestreiftes Shirt. Gitarrist Zal Cleminson setzt noch einen drauf und tritt in Pantomime-Schminke und gelb-grünem Overall auf.

Mit einer Coverversion des Tom-Jones-Songs Delilah landet die Band 1975 einen Top-Ten-Hit, auch der Song The Boston Tea Party (1976) feiert große Erfolge. 1978, kurz nach Harveys Rückkehr, erscheint mit Rock Drill das letzte Album der Band. Im Anschluss veröffentlicht er zwei weitere Soloplatten und geht ab 1979 wieder auf Tour. Doch leider stirbt Alex Harvey am 4. Februar 1982 einen Tag vor seinem 47. Geburtstag an Herzversagen. Er hinterlässt zwei Söhne, einen aus jeder seiner beiden Ehen.

Zeitsprung: Am 9.1.1975 endet die Geschichte der Beatles offiziell

 

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Popkultur

10 Songs von Alice Cooper, die man kennen sollte

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Alice Cooper
Foto: Grant Lamos IV/Getty Images

Schock-Schminke, Schauer-Schlangen und schreckenerregende Songtexte: Alice Cooper hat den Schockrock zwar nicht erfunden, doch er hat ihn als erster auf die Spitze getrieben. Seit knapp 60 Jahren steht er nun auf der Bühne. Diese zehn Songs gruseln uns bis heute — auf die gute Art!

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der besten Songs von Alice Cooper anhören:

Ob Vincent Damon Furnier schon bei seiner Geburt am 4. Februar 1948 geschminkt war, ist nicht überliefert — doch wir gehen davon aus. Die Geschichte seiner ersten großen Band Alice Cooper reicht bis ins Jahr 1964 zurück. „In der Highschool haben uns alle gehasst“, erinnert er sich in einem Interview mit der Schweizer Illustrierten. „Sehr lange Zeit mochte uns wirklich niemand.“ Das ändert sich Anfang der Siebziger, denn mit ihrer Single I’m Eighteen gelingt Alice Cooper der Durchbruch. In Windeseile erobert die Gruppe die Musikwelt; ab Mitte der Siebziger spielt Furnier seine Rolle als Alice Cooper solo weiter. „Ich wollte einen Charakter spielen, der so ist, wie ich mir den besten Rockstar aller Zeiten vorstelle“, erzählt er. „Also habe ich Alice so kreiert, wie ich das wollte: ein bisschen böse, lustig, total gruselig, aber auch elegant. Alice ist mein allerliebster Rockstar.“ Unserer auch! Das sind seine zehn besten Songs.

1. I’m Eighteen (1970)

„I’m eighteen and I like it“ — Selten wurde die Volljährigkeit mit mehr Begeisterung besungen. Ursprünglich handelte es sich bei I’m Eighteen um eine achtminütige Jam-Session, doch Produzent Bob Ezrin überredete Alice Cooper dazu, den Song auf drei Minuten einzudampfen. Zum Glück — acht(zig)minütige Jam-Sessions gab es in den Sechzigern nun wirklich genug.

2. Under My Wheels (1971)

Bei Under My Wheels handelt es sich um die erste Single vom vierten Alice-Cooper-Album Killer (1971). Seitdem hat er das Stück auf wirklich jeder(!) Tour zum Besten gegeben, weshalb Under My Wheels Platz drei von Coopers meistgespielten Live-Songs belegt. 1988 nahm Cooper die Nummer übrigens noch einmal auf, und zwar mit Guns N’ Roses. Im Gegenzug ist Cooper auch in The Garden von Use Your Illusion I zu hören.

3. School’s Out (1972)

Keinen Song hat Alice Cooper häufiger live gespielt: Mehr als 2.900(!) Mal war School’s Out auf den Konzerten des Schockrockers zu hören, also quasi acht Jahre lang jeden Tag einmal. Dass Cooper und sein Publikum so viel Freude an dem Stück haben, überrascht nicht. Schließlich hat er selbst einmal gesagt: „Die beiden schönsten Zeiten des Jahres sind der Weihnachtsmorgen und der Beginn der Sommerferien.“

4. No More Mr. Nice Guy (1973)

Wer hinter diesem Titel Autobiografisches vermutet, ist auf dem richtigen Weg. In No More Mr. Nice Guy beschäftigt sich Cooper mit den Reaktionen der Kirchengruppe seiner Mutter auf seine mitunter okkult-gruseligen Bühnenauftritte. „Jetzt gibt es keinen Weg zurück“, meint er mit dem Titel. Gut so! Was hätten wir in den vergangenen Jahrzehnten bloß ohne unsere Tante Alice gemacht.

5. He’s Back (The Man Behind The Mask) (1986)

Ganze 13 Jahre liegen zwischen dem vierten und dem fünften Song unserer Liste. 13 Jahre, in denen Alice Cooper erfolgreich solo durchstartete, aber auch heftig abstürzte. An manche seiner Alben aus den Achtzigern kann er sich aufgrund seines Drogen- und Alkoholkonsums noch nicht einmal erinnern. Dieser Titel passt also zu seinem Mini-Comeback 1986 — und zum Soundtrack des Films Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt.

6. Poison (1989)

Wann immer es um die größten Rockhymnen aller Zeiten geht, darf dieser Song nicht fehlen. In den Achtzigern hatte sich Alice Cooper durch seine Alkohol- und Drogeneskapaden beinahe selbst ins Aus geschossen, doch mit seinem 18. Studioalbum Trash gelang ihm der große Sprung zurück in den Mainstream. Bis heute handelt es sich um seine erfolgreichste Platte — und das nicht zuletzt aufgrund großer Hits wie Poison.

7. Bed Of Nails (1989)

Auch Bed Of Nails stammt von Coopers Über-Album Trash und geriet gleich hinter Poison zum zweiterfolgreichsten Song der Platte. Komponiert hat Cooper das Stück zusammen mit seinem Ex-Bassisten Kane Roberts, seinem Produzenten Desmond Child sowie mit Diane Warren, die nicht nur für Rockgrößen wie Elton John, Tina Turner und Aerosmith tätig war, sondern auch für Popstars wie Whitney Houston und Britney Spears.

8. Hey Stoopid (1991)

Hey Stoopid gehört nicht nur zu Alice Coopers berühmtesten Songs, sondern der Meister des Schockrock begrüßte für das Stück auch jede Menge Gaststars im Studio. Slash, Ozzy Osbourne, Steve Vai, Joe Satriani: Sie alle geben sich in der Nummer die Klinke in die Hand und unterstützen ihren Kumpel Alice bei seinem Rock’n’Roll-Auftrag. Die Botschaft des Songs: „Hey Dummerchen, lass das mit den Drogen doch einfach sein …“.

9. Snakebite (1991)

Wie oft Alice Cooper im Lauf seiner jahrzehntelangen Karriere von Schlangen gebissen wurde, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Doch wir wissen, dass es sich bei Snakebite um einen seiner allerbesten Songs handelt! Inhaltlich ist die Nummer quasi vertonter Machismo. „My face is tattooed in your shoulder / Your name is scratched into my bike“, singt Cooper darin. Na dann …

10. Feed My Frankenstein (1991)

Wer den Rockfilmklassiker Wayne’s World kennt, liebt bestimmt auch Feed My Frankenstein von Alice Cooper. Vor der legendären „Wir sind unwürdig!“-Szene besuchen die beiden Chaoten Wayne und Garth in dem Streifen nämlich ein Konzert des Schockrockers und kommen in den Genuss seiner damals brandneuen Single. Heute gehört die Nummer zu Coopers späten Klassikern — aus gutem Grund!

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Sechs Anekdoten, die nur aus dem Leben von Alice Cooper stammen können

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