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Popkultur

10 Soul-Empfehlungen für den Einstieg

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Foto: Walter Iooss Jr./Getty Images

Beim letzten Mal haben wir euch zehn Empfehlungen für den Einstieg in die Welt des Glam Rock ausgesprochen. Heute möchten wir uns dem Thema Soul widmen. Ihr habt keine Ahnung, wo ihr anfangen sollt? Kein Problem, unten wird euch geholfen — mit zehn Künstlerinnen und Künstlern für einen gelungenen Start.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige unserer Soul-Empfehlungen anhören:

Funky Beats, gefühlvolle Melodien und herzzerreißender Gesang: Der Soul gehört zu den emotionalsten Musikrichtungen überhaupt. Entstanden in der afroamerikanischen Gesellschaft der Fünfziger und Sechziger, setzt sich das Genre aus Gospel, R&B und Jazz zusammen, und genießt auf der ganzen Welt Popularität. Wir haben uns mal angeschaut, wer diese Musikrichtung geprägt hat.

1. Otis Redding

Nicht umsonst bezeichnet man Otis Redding als einen der ganz Großen des Soul. So gilt er völlig zurecht als einer der besten Sänger der amerikanischen Popmusik und beeinflusst mit seinem Gesangsstil viele seiner Kolleginnen und Kollegen. Der große Durchbruch folgt leider erst nach seinem Tod durch einen Flugzeugabsturz am 10. Dezember 1967. Redding wurde nur 26 Jahre alt.

Anspieltipps: (Sittin’ On) The Dock Of The Bay, Stand By Me, Try A Little Tenderness, My Girl, These Arms Of Mine

2. Sam Cooke

Sam Cook gilt gemeinhin als „King Of Soul“ und beeinflusst Aretha Franklin, Al Green, Curtis Mayfield, Stevie Wonder sowie Marvin Gaye. Schon im Kindesalter singt er gerne, später schreibt er seine Songs selbst. Außerdem versteht er auch die geschäftliche Seite der Musik und gründet früh ein eigenes Label. Am 11. Dezember 1964 erschießt ihn die Motelbesitzerin Bertha Franklin. Das Urteil des Gerichts: Totschlag aus Notwehr. Auch Cooke stirbt viel zu jung und wird gerade einmal 33 Jahre alt.

Anspieltipps: (What A) Wonderful World, Bring It On Home To Me, A Change Is Gonna Come, You Send Me, Twistin’ The Night Away

3. Aretha Franklin

Die Wurzeln der „First Lady Of Soul“ liegen im Gospel. Ihr Vater arbeitet als Baptistenprediger und nimmt die kleine Aretha regelmäßig mit in die Kirche, wo sie mit ihren Schwestern Carolyn und Erma im Chor singt. Kaum zu glauben: Zu den Gottesdiensten erscheinen unter anderem Sam Cooke und die später weltberühmte Gospelsängerin Mahalia Jackson. Am 16. Augut 2018 erliegt Franklin im Alter von 76 ihrem langjährigen Krebsleiden. Vom Treppchen der größten Soulsängerinnen aller Zeiten wird man sie wohl nicht mehr stoßen können.

Anspieltipps: I Say A Little Prayer, Respect, Think, (You Make Me Feel Like) A Natural Woman, Son Of A Preacher Man

4. James Brown

James Brown kennt man vor allem als Sänger und leidenschaftlichen Tänzer. Doch er konnte auch Klavier, Orgel, Gitarre und Schlagzeug spielen. Vor allem bei der Entstehung des Funk hat er seine Finger im Spiel und entwickelt sich während der Fünfziger und Sechziger zu einer der wichtigsten Figuren der Musikwelt. Seine Liebe zum Rhythmus sucht ihresgleichen. So bricht er viele Songs auf das Allernötigste herunter, statt sie melodiös auszuschmücken. Am 25. Dezember 2006 erliegt er einer Herzinsuffizienz, die wohl durch eine Lungenentzündung ausgelöst wurde.

Anspieltipps: Get Up Offa That Thing, The Boss, Get Up I Feel Like Being Like A Sex Machine, It’s A Man’s World, I Got You (I Feel Good)

5. Lee Fields

Elmer Lee Fields trägt den schmeichelhaften Spitznamen „Little JB“, weil er James Brown nicht nur ein wenig ähnlich sieht, sondern auch noch ähnlich klingt. 2014 singt er sogar Gesangsspuren für die James-Brown-Filmbiografie Get On Up ein. Über die Jahrzehnte entwickelt er allerdings auch einen eigenen Stil, zuletzt vor allem zusammen mit The Expressions. Fields ist seit 1969 durchgehend aktiv.

Anspieltipps: LadiesNever Be Another YouHoney DoveTalk To SomebodyEye To Eye

6. Al Green

Al Greens Karriere als Sänger beginnt bereits im Alter von neun Jahren. Als Mitglied der Gospelgruppe seines Vaters sammelt er erste Erfahrungen und 16 Jahre später erscheint seine erste Platte Al Green Gets Next To You (1971). Einen privaten Schicksalsschlag erleidet er 1974, als seine Partnerin ihn mit heißer Grütze überschüttet und sich anschließend das Leben nimmt. Green widmet sich daraufhin dem christlichen Glauben und der Gospelmusik. Am 13. September 2018 erscheinen mit Before The Next Teardrop Falls seine ersten neuen Aufnahmen seit fast zehn Jahren.

Anspieltipps: Let’s Stay Together, Tired Of Being Alone, Take Me To The River, How Can You Mend A Broken Heart, Love And Happiness

7. The Supremes

Die Supremes gehören zu den erfolgreichsten Projekten der legendären Plattenschmiede Motown. Mitte der Siebziger werden sie nur dadurch vom Thron gestoßen, dass Frontfrau Diana Ross höchstpersönlich einen kleinen Jungen namens Michael Jackson entdeckt und ihm so zu einem Plattenvertrag verhilft. Anschließend entwickeln sich die Jackson 5 zum Zugpferd des Labels, doch die Bedeutung der Supremes für die Soulmusik bleibt ungebrochen.

Anspieltipps: You Can’t Hurry Love, Baby Love, Stop! In The Name Of Love, Where Did Our Love Go, Come See About Me

8. The Temptations

Auch die Temptations zählen zu den Motown-Aushängeschildern und verhelfen der Plattenfirma ganz wesentlich zu ihrem legendären Erfolg. So gewinnt die Gruppe als erste Motown-Band einen Grammy und landet vier Nummer-eins-Hits in den USA. Aktiv sind die Temptations nach beinahe 70 Jahren immer noch, wenn auch mit nur einem verbleibenden Originalmitglied: Tenorsänger Otis Williams.

Anspieltipps: Papa Was A Rollin’ Stone, My Girl, Ain’t Too Proud To Beg, Get Ready, The Way You Do The Things You Do

9. Marvin Gaye

Marvin Gaye geht sogar eine familiäre Verbindung mit Motown ein, indem er Anna Gordy heiratet, die Schwester von Label-Gründer Berry Gordy. Dass er von der Plattenfirma hauptsächlich als Schnulzensänger positioniert wird, gefällt ihm allerdings gar nicht. Er löst sich aus den strengen Fesseln des Labels und schlägt öfter eigene Wege ein, mit großem Erfolg, aber auch einem tragischen Ende: Am 1. April 1982 wird er von seinem Vater erschossen.

Anspieltipps: Ain’t No Mountain High Enough, Sexual Healing, I Heard It Through The Grapevine, What’s Going On, Let’s Get It On

10. Stevie Wonder

Man kennt Stevie Wonder natürlich für seinen großen Hit I Just Called To Say I Love You. Aber auch er gehört zu den großen Funktionären des Soul. Genau wie Marvin Gaye stellt er im Lauf seiner Karriere die Grenzen seiner Plattenfirma Motown in Frage und nimmt Einfluss auf die Kompositionen, die für ihn gedacht sind. Er realisiert den Umbruch allerdings von innen und veröffentlicht seine Platten noch heute über das Label.

Anspieltipps: Superstition, Signed, Sealed, Delivered (I’m Yours), For Once In My Life, Sir Duke, Isn’t She Lovely

Motown: Die 15 wichtigsten Songs aus der legendären Hitfabrik

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