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Popkultur

Die ikonischsten Musikvideos der Rockgeschichte

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Foto: Screenshot von Youtube

Musikvideos gehören in die Popkultur wie das „Galileo“ zu Bohemian Rhapsody. Besonders im Rock gibt es da einige Exemplare, die das Prädikat „wertvoll“ verdienen. Genrefremde Ehrenplätze gewähren wir Weapon Of Choice von Fatboy Slim für einen tanzenden Christopher Walken in Höchstform, Here It Goes Again von OK Go für ein One-Shot-Wonder auf Laufbändern und Kendrick Lamar für Humble und ein alles andere als demütiges Hip Hop-Meisterwerk. Aber zurück zum Thema: Schauen wir in die ikonischsten Musikvideos des Rock!

von Victoria Schaffrath

Alanis Morissette – Ironic

Das Video zu Morissettes Single aus dem Jahr 1996 konfrontiert uns mit einer schmerzhaften Wahrheit, denn ganz so lässig wie Alanis sehen wir beim Mitsingen im Auto vermutlich nicht aus. Macht aber nix, wir gucken der Kanadierin auch so gern zu, wie sie da im Auto durch die sonnengetränkte Schneelandschaft fährt und mit Versionen ihrer selbst den perfekten Roadtrip macht.

Das Video fängt diesen wunderbaren Mitsing-Moment im Auto ein: Der Wechsel von introspektiven Momenten und lautem Mitgrölen, das Gruppen-Gezappel auf der Rückbank und selbstverständlich die obligatorische Panne. Schon irgendwie „ironic“.

David Bowie – Life On Mars

Während der Text von Life On Mars schon als Kreuzung eines Salvador-Dalí-Gemäldes und einem Broadway-Musical beschrieben wurde, geht Bowie das Video eher minimalistisch an: Vor weißem Hintergrund intoniert Bowie in markantem, blauem Lidschatten, orangefarbenen Haaren und türkisfarbenem Anzug die vielleicht poetischsten Zeilen seiner Karriere. Das ausgefallenste Stilmittel bleiben die Nahaufnahmen seiner Augen. In diesem Kontext ist weniger eben doch mehr.

Foo Fighters – Learn To Fly

Zugegeben, wenn’s um Spaß-Videos geht, muss man uns nicht lange überzeugen. So geht es ja scheinbar auch Dave Grohl, der sich mal als Teufel in Tribute von Tenacious D rumtreibt und mal mit den Muppets rockt. In Learn To Fly setzen die Foo Fighters der Disziplin jedoch eine Sahnehaube mit Schuss auf.

Nicht nur die Kollegen von „The D“ holen sie sich ins Boot, jedes Bandmitglied übernimmt gleich mehrere Rollen in der Handlung, die sich am Film Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug bedient. Das Resultat: Genial bescheuert und ziemlich auf Marke für eine der sympathischsten Bands im Business. Dafür gibt’s 2000 sogar einen Grammy.

Tom Petty – Don’t Come Around Here No More

Nicht ganz so freundlich kommt 1985 Tom Petty daher: Zwar lässt er sich beim Video zur Single von Alice im Wunderland inspirieren, allerdings macht der Singer-Songwriter aus seinem Clip die Erwachsenen-Version. Als Hutmacher verpasst er der Kindergeschichte einen ziemlich psychedelischen Anstrich und verspeist am Ende gar die Kuchen-gewordene Alice. So ganz ernst mag es der Herzensbrecher ja ohnehin nicht.

White Stripes – Seven Nation Army

An optischen Täuschungen fehlt es auch den White Stripes beim Dauerbrenner Seven Nation Army nicht. Die Kamera nimmt uns mit in ein dynamisches Kaleidoskop, das Jack und Meg White im klassischen Stripes-Farbspektrum weiß, rot, schwarz abbildet. Je härter der Song, desto schneller und intensiver die Effekte. Das findet 2003 auch die Jury bei den MTV Video Music Awards ziemlich geil und verleiht dem hypnotischen Filmchen einen wohlverdienten Preis.

Nine Inch Nails – Closer

Der erste Platz im Gruselkabinett geht definitiv an NIN. Regisseur Mark Romanek leiht sich Trent Reznors Motive von Wut, Obsession und Dunkelheit und braut daraus etwas, das schwer wie eine Teamarbeit von H.P. Lovecraft und David Lynch wirkt. Das Ergebnis mutet so verstörend an, dass man das Video bei Ausstrahlung zum Teil zensiert.

Das tut der Popularität des Clips natürlich keinen Abbruch, sondern verstärkt eher dessen Anziehungskraft. Was kann man schließlich aussetzen an einem gekreuzigten Affen, einem sich drehenden Schweinekopf und Reznor, der in Lederhosen durch die Gegend schwebt? Romanek selbst macht später den Anspruch des Materials klar: „Je kaputter es aussah, desto besser.“

Peter Gabriel – Sledgehammer

Mit neun Video Music Awards bei Veröffentlichung, kontinuierlicher Platzierung in Bestenlisten und der Ernennung zum besten animierten Video aller Zeiten gehört Sledgehammer von Peter Gabriel bis heute zu MTVs Lieblingsvideos. Besser ist das, denn in der 16-Stunden-Produktion steckt eine Menge Arbeit: Den eindeutig zweideutigen Text illustriert eine komplexe Stop-Motion-Sequenz, unterstützt von einem gut gelaunten Gabriel und diversen Knetfiguren. Einige davon stellt übrigens kein anderer als Nick Park zur Verfügung, der später Wallace & Gromit sowie Shaun das Schaf erdenkt.

Gorillaz – Clint Eastwood

Ob man das von Blur-Kopf Damon Albarn ins Leben gerufene Crossover-Projekt Gorillaz zu 100 % ins Genre Rock zählen sollte, lassen wir mal offen. Ikonisch kommt der Clip zur Debütsingle Clint Eastwood allemal daher: Zeichner/Regisseur Jamie Hewlett etabliert die Comic-Charaktere der Band in unverwechselbarem Stil und verleiht der Anti-Feelgood-Hymne mit Friedhofsflair und Zombie-Referenzen den perfekten Schauplatz. Nie war Lethargie so ästhetisch.

Nirvana – Smells Like Teen Spirit

Dass Smells Like Teen Spirit Anfang der Neunziger den Grunge einer breiten Öffentlichkeit erschließt, müssen wir nicht erwähnen. Dass aber das Video mit seiner von Außenseiter*innen bevölkerten High School das Gefühl der Jugendbewegung perfekt einfängt, trägt sicherlich zur Identifikation bei. Regisseur Samuel Bayer kann zu Drehbeginn nicht gerade viel Erfahrung vorweisen; die Band erhofft sich wohl eine ungefilterte, nicht vom Kommerz geprägte Herangehensweise.

Die Moshpit am Ende spaltet die Musikhistoriker*innen: Einige berichten von frustrierten Komparsen, die das Set zerlegten, andere wiederum machen Cobain für die Idee verantwortlich. Eigentlich egal, denn das Video ist vor allem eins: authentisch. So authentisch wie das labile Grinsen des Sängers am Ende des Kurzfilms.

 Queen – Bohemian Rhapsody

Eine absolute Eilproduktion, die Queen da mit Bruce Gowers auf die Beine stellen: Der Regisseur sollte später dank des Erfolgs des Promo-Videos mit Michael Jackson, den Rolling Stones und Britney Spears arbeiten. Mitte der Siebziger aber wendet er beim eng budgetierten Dreh mit der Band visuelle Effekte an, die uns die Ohren schlackern lassen und – passend zum Lied – sämtliche Regeln brechen.

Die wohl bekannteste Einstellung mit den vier Köpfen vor schwarzem Grund lehnt man an das Cover von Queen II an, das seinerzeit der legendäre Musikfotograf Mick Rock (was für ein Name!) schoss. Eine Koproduktion visionärer Künstler, die das Lieblingsbild der Band da zum Leben erweckt. Der Promo-Film etabliert Musikvideos als „Muss“ und läutet eine völlig neue Ära ein. Ob die anderen Videos dieser Liste überhaupt existierten, wenn Queen mit der extravaganten Nummer nicht bewiesen hätten, wie sehr sich die aufwändige Produktion lohnt?

Von Springsteen bis Iron Maiden: Auf diese Alben dürfen wir uns 2020 freuen

Popkultur

Zeitsprung: Am 6.2.1998 kommt Falco bei einem Autounfall ums Leben.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.2.1998.

von Christof Leim

“Österreichs einzigen Popstar von Weltrang” hat ihn einmal jemand genannt: Hans Hölzel alias Falco. Am 6.2.1998 stirbt er bei einem Autounfall in Übersee.

Hier könnt ihr euch die Greatest Hits von Falco anhören:

Falco kommt als Johann „Hans“ Hölzel 1957 in Wien zur Welt. Schon früh wird eine hohe musikalische Begabung und sogar ein absolutes Gehör festgestellt. Anfangs spielt er Gitarre, später dann Bass in Jazz-Bands. Ein Musikstudium am Wiener Konservatorium lässt er nach einem Semester links liegen, um „richtiger Musiker“ zu werden. Anfang und Mitte der Achtziger fährt Falco dann fette Erfolge ein mit Songs wie Der Kommissar und Jeanny. Rock Me Amadeus schaffte es sogar als einziges deutschsprachiges Lied an die Spitze der US-Charts. In den Neunzigern wird es jedoch sehr still um den Musiker.

Kurz vor der musikalischen Rückkehr

Doch 1998 nimmt er ein neues Album namens Out Of The Dark (Into the Light) auf. Angeblich hört er es vor seinem Tod über eine Stunde in seinem Auto, um die Reihenfolge der Songs zu bestimmen. Damals hält er sich gerade in Dominikanischen Republik auf. Gegen 16:40 Uhr an jenem 6. Februar verlässt der Sänger ein Restaurant namens Turist Disco, das an einer Straße zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata liegt. Als er vom Parkplatz fährt, kracht ein Reisebus ungebremst mit 100 km/h in seinen schwarzen Mitsubishi Pajero-Geländewagen. Der Musiker stirbt sofort, zwei Wochen vor seinem 41. Geburtstag. 

Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass Falco nicht nur mit einem Blutalkohol von 1,5 Promille unterwegs war, sondern auch Kokain und Cannabis konsumiert hatte. Ein tragisches Ende für „Österreichs einzigen Popstar von Weltrang“, wie einmal genannt wurde. Out Of The Dark (Into the Light) erscheint am 27. Februar 1998, drei Wochen nach seinem Tod, und erreicht in Deutschland, Österreich und der Schweiz die obersten Plätze der Charts.

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Zeitsprung: Am 29.3.1986 landet Falco auf Platz eins der US-Charts

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Popkultur

Zeitsprung: Am 5.2.1935 kommt Alex Harvey zur Welt.

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Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 5.2.1935.

von Timon Menge und Christof Leim

Besonders geradlinig verläuft die Karriere von Alex Harvey und seiner Sensational Alex Harvey Band nicht. Dennoch gehört der schottische Musiker zu den bekannteren Gesichtern der britischen Rockmusik der Siebziger. Heute hätte er Geburtstag gefeiert. 

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Alex Harvey anhören: 

Das Licht der Welt erblickt Alexander James Harvey am 5. Februar 1935 in einem Arbeiterstadtteil von Glasgow. Bevor er seinen Weg als professioneller Musiker einschlägt, jobbt er unter anderem als Kellner und als Dachdecker. Zeitweise graviert er sogar Grabsteine. Zu Beginn der Fünfziger begeistert er sich für Dixieland-Jazz und Skiffle, bevor er ab 1954 selbst die Bühnenbretter betritt.

Im Vorprogramm der Beatles

Ab 1958 reist Harvey mit seiner Big Soul Band durch England und Deutschland. Schnell entwickelt er sich zu einem der Aushängeschilder der britischen R&B-Szene, obwohl er auch Rocksongs zum Besten gibt. So spielt er am 20. Mai 1960 mit seiner Big Beat Band im Vorprogramm von Johnny Gentle And His Group. Hinter dem Kürzel „His Group“ verbirgt sich niemand Geringeres als die späteren Beatles, die zu jener Zeit noch aus John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Stuart Sutcliffe und Tommy Moore bestehen. Es handelt sich um den ersten Termin einer siebentägigen Schottland-Tour.

Hier tourt Alex Harvey mit. Eigentlich heißen die Beatles zu jener Zeit aber noch The Silver Beetles. Wer hat George sofort erkannt?, Foto: Buchcover

Gegen Ende der Sechziger versucht er es als Solokünstler, doch der Durchbruch bleibt aus. Der folgt dann zu Beginn der Siebziger, nach einem kleinen Umweg als Session-Musiker für die Londoner Inszenierung des Musicals Hair. Denn jetzt gründet er die Sensational Alex Harvey Band.

Die großen Erfolge

Mit der Gruppe bleibt Harvey während der gesamten Siebziger erfolgreich, steigt von 1976 bis 1978 allerdings kurzzeitig aus. Schon auf dem Debüt Framed (1972) liefert die Band Granaten wie Midnight Moses und den Titelsong Framed aus der Feder des Songschreiber-Duos Jerry Leiber und Mike Stoller ab. Zeitgleich erobert der Glam Rock das Vereinigte Königreich und später auch den Rest Europas. Harvey und seine Mitmusiker greifen den Stil auf. So entdeckt er zu jener Zeit sein legendäres, schwarz-weiß-gestreiftes Shirt. Gitarrist Zal Cleminson setzt noch einen drauf und tritt in Pantomime-Schminke und gelb-grünem Overall auf.

Mit einer Coverversion des Tom-Jones-Songs Delilah landet die Band 1975 einen Top-Ten-Hit, auch der Song The Boston Tea Party (1976) feiert große Erfolge. 1978, kurz nach Harveys Rückkehr, erscheint mit Rock Drill das letzte Album der Band. Im Anschluss veröffentlicht er zwei weitere Soloplatten und geht ab 1979 wieder auf Tour. Doch leider stirbt Alex Harvey am 4. Februar 1982 einen Tag vor seinem 47. Geburtstag an Herzversagen. Er hinterlässt zwei Söhne, einen aus jeder seiner beiden Ehen.

Zeitsprung: Am 9.1.1975 endet die Geschichte der Beatles offiziell

 

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Popkultur

10 Songs von Alice Cooper, die man kennen sollte

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Alice Cooper
Foto: Grant Lamos IV/Getty Images

Schock-Schminke, Schauer-Schlangen und schreckenerregende Songtexte: Alice Cooper hat den Schockrock zwar nicht erfunden, doch er hat ihn als erster auf die Spitze getrieben. Seit knapp 60 Jahren steht er nun auf der Bühne. Diese zehn Songs gruseln uns bis heute — auf die gute Art!

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige der besten Songs von Alice Cooper anhören:

Ob Vincent Damon Furnier schon bei seiner Geburt am 4. Februar 1948 geschminkt war, ist nicht überliefert — doch wir gehen davon aus. Die Geschichte seiner ersten großen Band Alice Cooper reicht bis ins Jahr 1964 zurück. „In der Highschool haben uns alle gehasst“, erinnert er sich in einem Interview mit der Schweizer Illustrierten. „Sehr lange Zeit mochte uns wirklich niemand.“ Das ändert sich Anfang der Siebziger, denn mit ihrer Single I’m Eighteen gelingt Alice Cooper der Durchbruch. In Windeseile erobert die Gruppe die Musikwelt; ab Mitte der Siebziger spielt Furnier seine Rolle als Alice Cooper solo weiter. „Ich wollte einen Charakter spielen, der so ist, wie ich mir den besten Rockstar aller Zeiten vorstelle“, erzählt er. „Also habe ich Alice so kreiert, wie ich das wollte: ein bisschen böse, lustig, total gruselig, aber auch elegant. Alice ist mein allerliebster Rockstar.“ Unserer auch! Das sind seine zehn besten Songs.

1. I’m Eighteen (1970)

„I’m eighteen and I like it“ — Selten wurde die Volljährigkeit mit mehr Begeisterung besungen. Ursprünglich handelte es sich bei I’m Eighteen um eine achtminütige Jam-Session, doch Produzent Bob Ezrin überredete Alice Cooper dazu, den Song auf drei Minuten einzudampfen. Zum Glück — acht(zig)minütige Jam-Sessions gab es in den Sechzigern nun wirklich genug.

2. Under My Wheels (1971)

Bei Under My Wheels handelt es sich um die erste Single vom vierten Alice-Cooper-Album Killer (1971). Seitdem hat er das Stück auf wirklich jeder(!) Tour zum Besten gegeben, weshalb Under My Wheels Platz drei von Coopers meistgespielten Live-Songs belegt. 1988 nahm Cooper die Nummer übrigens noch einmal auf, und zwar mit Guns N’ Roses. Im Gegenzug ist Cooper auch in The Garden von Use Your Illusion I zu hören.

3. School’s Out (1972)

Keinen Song hat Alice Cooper häufiger live gespielt: Mehr als 2.900(!) Mal war School’s Out auf den Konzerten des Schockrockers zu hören, also quasi acht Jahre lang jeden Tag einmal. Dass Cooper und sein Publikum so viel Freude an dem Stück haben, überrascht nicht. Schließlich hat er selbst einmal gesagt: „Die beiden schönsten Zeiten des Jahres sind der Weihnachtsmorgen und der Beginn der Sommerferien.“

4. No More Mr. Nice Guy (1973)

Wer hinter diesem Titel Autobiografisches vermutet, ist auf dem richtigen Weg. In No More Mr. Nice Guy beschäftigt sich Cooper mit den Reaktionen der Kirchengruppe seiner Mutter auf seine mitunter okkult-gruseligen Bühnenauftritte. „Jetzt gibt es keinen Weg zurück“, meint er mit dem Titel. Gut so! Was hätten wir in den vergangenen Jahrzehnten bloß ohne unsere Tante Alice gemacht.

5. He’s Back (The Man Behind The Mask) (1986)

Ganze 13 Jahre liegen zwischen dem vierten und dem fünften Song unserer Liste. 13 Jahre, in denen Alice Cooper erfolgreich solo durchstartete, aber auch heftig abstürzte. An manche seiner Alben aus den Achtzigern kann er sich aufgrund seines Drogen- und Alkoholkonsums noch nicht einmal erinnern. Dieser Titel passt also zu seinem Mini-Comeback 1986 — und zum Soundtrack des Films Freitag der 13. Teil VI – Jason lebt.

6. Poison (1989)

Wann immer es um die größten Rockhymnen aller Zeiten geht, darf dieser Song nicht fehlen. In den Achtzigern hatte sich Alice Cooper durch seine Alkohol- und Drogeneskapaden beinahe selbst ins Aus geschossen, doch mit seinem 18. Studioalbum Trash gelang ihm der große Sprung zurück in den Mainstream. Bis heute handelt es sich um seine erfolgreichste Platte — und das nicht zuletzt aufgrund großer Hits wie Poison.

7. Bed Of Nails (1989)

Auch Bed Of Nails stammt von Coopers Über-Album Trash und geriet gleich hinter Poison zum zweiterfolgreichsten Song der Platte. Komponiert hat Cooper das Stück zusammen mit seinem Ex-Bassisten Kane Roberts, seinem Produzenten Desmond Child sowie mit Diane Warren, die nicht nur für Rockgrößen wie Elton John, Tina Turner und Aerosmith tätig war, sondern auch für Popstars wie Whitney Houston und Britney Spears.

8. Hey Stoopid (1991)

Hey Stoopid gehört nicht nur zu Alice Coopers berühmtesten Songs, sondern der Meister des Schockrock begrüßte für das Stück auch jede Menge Gaststars im Studio. Slash, Ozzy Osbourne, Steve Vai, Joe Satriani: Sie alle geben sich in der Nummer die Klinke in die Hand und unterstützen ihren Kumpel Alice bei seinem Rock’n’Roll-Auftrag. Die Botschaft des Songs: „Hey Dummerchen, lass das mit den Drogen doch einfach sein …“.

9. Snakebite (1991)

Wie oft Alice Cooper im Lauf seiner jahrzehntelangen Karriere von Schlangen gebissen wurde, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Doch wir wissen, dass es sich bei Snakebite um einen seiner allerbesten Songs handelt! Inhaltlich ist die Nummer quasi vertonter Machismo. „My face is tattooed in your shoulder / Your name is scratched into my bike“, singt Cooper darin. Na dann …

10. Feed My Frankenstein (1991)

Wer den Rockfilmklassiker Wayne’s World kennt, liebt bestimmt auch Feed My Frankenstein von Alice Cooper. Vor der legendären „Wir sind unwürdig!“-Szene besuchen die beiden Chaoten Wayne und Garth in dem Streifen nämlich ein Konzert des Schockrockers und kommen in den Genuss seiner damals brandneuen Single. Heute gehört die Nummer zu Coopers späten Klassikern — aus gutem Grund!

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Sechs Anekdoten, die nur aus dem Leben von Alice Cooper stammen können

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