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Popkultur

Interview: Tom Chaplin von Keane zum neuen Album: „Eine ziemliche Achterbahnfahrt!“

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C Brandon/Redferns

Mit launigem Piano-Britrock spielen sich Keane zu Beginn der Zweitausender in die Ohren der Welt. Songs wie Somewhere Only We Know und Everybody’s Changing landen auf zahlreichen MP3-Playern und Soundtracks jener Zeit, doch ab 2012 herrscht Funkstille. Im Juni meldeten sich die Herren deutlich reifer und ziemlich energiegeladen mit The Way I Feel zurück, das Album Cause and Effect folgt am 20. September. Wir sprachen mit Sänger Tom Chaplin über Inspiration, Freundschaft und die neue Platte.

von Victoria Schaffrath

Hört euch hier einige von Keanes größten Hits an:

Keane haben als Coverband angefangen, die auch viele Songs der Beatles spielte, zurzeit erleben wir eine Wiederkehr der „Beatle-Mania“. Was ist Ihre persönliche Beatles-Story?

Tom Chaplin: „Oh, da habe ich einige! Wir hatten zwar immer unsere eigenen Songs, aber streckten unsere Sets früher mit Covern. Die Beatles lagen da nahe, denn obwohl es absolut brillante Songs sind, kann eine junge Band sie einfach einstudieren und die Akkorde und Gitarrenparts üben. Wir haben also Songs wie Paperback Writer, Ticket To Ride oder Help gespielt und alle haben die Harmonien gesungen. Als Teenager waren wir völlig vernarrt in die Geschichte und Musik der Beatles und sie inspirierten uns wahnsinnig dazu, eine Band zu gründen. Als dann ein wenig Zeit ins Land zog, bekamen wir unseren Plattenvertrag und brachten das erste Album raus. Ich lebte in einem Städtchen namens Rye im Süden Englands, welches zufällig in der Nähe von Paul McCartneys Haus lag.

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Es war am Weihnachtsabend 2004, ich war im Ort unterwegs und kam gerade aus dem Bioladen und lief geradewegs Paul vor die Füße. Er war im Ort kein Unbekannter, daher sagte ich einfach ‚Hi, Paul! Ich spiele in dieser Band namens Keane, wir haben gerade unser erstes Album veröffentlicht.’ Und er sagte in seinem McCartney-Ton ‚Cool, Mann!‘ und ging weiter Richtung Woolworth, wo man damals auch CDs kaufen konnte. Das nächste Mal, das wir ihn sahen, stand er neben der Bühne, als wir 2005 im Hyde Park das Live 8-Konzert spielten. Er sang alle Songs mit und war mit seiner damaligen Frau Heather (Mills, Anm. d. Red.) dort. Es stellte sich heraus, dass unser Album Hopes And Fears eine der Platten war, die ihre Liebesgeschichte begleitet hatten. Das war schon ein merkwürdiger Moment, als einer unserer Helden plötzlich unsere Songs sang.“

Im Film „Yesterday“ vergisst die Menschheit mit Ausnahme eines einzigen Musikers, dass die Beatles je existiert haben. Er gibt dann die Songs der „Fab Four“ als seine eigenen aus. Hatten Sie schon Gelegenheit, den Film zu sehen?

„Hatte ich nicht! Aber wie vermutlich viele Musiker hatte ich durchaus schon diese Fantasie.“ (lacht) „Bei den Songs der Beatles schwingt so eine unbeschwerte Einfachheit mit und man denkt: ‚Es kann nicht so schwer gewesen sein, die zu schreiben‘. Aber dann setzt man sich ans Klavier oder die Gitarre und realisiert: Lieder zu schreiben, die so gut sind, aber eine solche Einfachheit mitbringen, ist wohl das Schwerste überhaupt. Dazu muss man schon ein echtes Genie sein, deswegen haben Paul McCartney, John Lennon und auch George Harrison auch solch einen bleibenden Eindruck auf der Musik dieser Welt hinterlassen. Ich habe schon oft da gesessen, wenn ich einen Song schreiben wollte, und gedacht: ‚Ach, ich wünschte, ich könnte auch ein Hey Jude schreiben‘. Und dann fragt man sich natürlich: Was wäre, wenn es die Beatles nie gegeben hätte?“

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Wo wir bei den Anfängen von Keane sind: Ihr erster Gig fand 1998 im Hope and Anchor in London statt, Sie kamen gerade von einem längeren Auslandsaufenthalt zurück. Wie haben Sie diesen Abend in Erinnerung?

„Ich erinnere mich vermutlich aus den falschen Gründen.“ (lacht) „Stimmt, ich hatte gerade ein halbes Jahr in Südafrika verbracht und als ich in London landete, holte mich Richard (Hughes, Schlagzeug bei Keane, Anm. d. Red.) ab und sagte nur: ‚Wir haben ziemlich hart gearbeitet, während du weg warst. In drei Tagen haben wir einen Auftritt.’ Ich dachte mir: Verdammt, das ist bald! Wenn man so jung ist, ist der Gedanke daran, auf der Bühne zu stehen und die eigenen Songs zu spielen, schon etwas angsteinflössend. Man fürchtet sich vor dem Unbekannten. Aber wir wussten auch, dass wir diese erste Show irgendwie hinter uns bringen mussten, wenn wir uns als Band weiterentwickeln wollten. Wir waren echt nervös, denn das Hope and Anchor ist eine kleine, aber wichtige Spielstätte, in der sich schon viele Bands ihre Sporen verdient haben; U2 hatten schon auf dieser Bühne gestanden und waren zu dem Zeitpunkt unsere Idole.

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Wir wollten also unbedingt eine gute Performance abliefern, aber alle machten sich ziemlich Sorgen, ob ich die Texte alle behalten würde. Damals war ich etwas faul, was das Auswendiglernen angeht …“ (lacht) „Diesbezüglich lief der Gig eigentlich ganz gut, aber sonst gab es natürlich hier und da Unstimmigkeiten. Ich weiß noch, dass Tim (Rice-Oxley, Klavier und Bass bei Keane, Anm. d. Red.) den ersten Song in der falschen Tonart anstimmte. Dominik, der damals bei uns noch Gitarre spielte, vergaß sämtliche Songs, die er geschrieben hatte. Aber auch, wenn nur ein paar unserer Freunde und etwas Laufkundschaft da war, waren wir mit den Nerven völlig runter. Einer der wenigen Freunde, die tatsächlich Wort hielten und vorbeikamen, war Chris Martin von Coldplay. Wir waren mit Coldplay befreundet, da Tim damals mit Chris zur Uni ging. Das war natürlich, bevor sie ihren Plattenvertrag bekamen. Er saß also mitten im Publikumsraum auf einer Bierkiste, lächelte und war sein übliches, positives Ich. Er fand die Show wohl gut. Und auch wir waren letztlich natürlich glücklich darüber, diese Hürde überwunden zu haben. Ab da konnten wir nur dazulernen und uns als Band verbessern.“

Sie haben seit dem letzten Album mit Keane zwei Soloplatten aufgenommen. Auf Ihrem Weihnachtsalbum befinden sich vier Cover und Keane spielten anfangs viele Stücke anderer Künstler. Inwieweit werden Sie durch andere Künstler inspiriert?

„Das geschieht auf viele verschiedene Arten, manchmal ist es sehr subtil. Beim neuen Album Cause and Effect ist das ständig passiert, gerade in der Produktionsphase. Da sahen wir uns häufig an und merkten ‚Ja, das klingt nach Joy Division!‘ Das Pianoriff im Song Strange Room klingt beinahe etwas nach Mozart oder Brahms, es hat eine klassische Note. Solche Feinheiten schleichen sich einfach ein und es ist ein unterbewusster Prozess. Manchmal passiert es jedoch auch, dass man einen Song schreibt oder produziert und schon vorher eine Ahnung hat, was ihn inspirieren wird. Für das Weihnachtsalbum habe ich beispielsweise versucht, einen Song zu schreiben, der nach The Blue Nile klingt, denn sie sind eine meiner Lieblingsbands. Das beeinflusste dann den Schreibprozess, aber im Studio kam dabei etwas ganz anderes heraus. Bei The Way I Feel haben viele Leute zum Beispiel einen Einfluss von The Killers rausgehört. Manchmal nimmt man sich das also vor und manchmal passiert es einfach.“

 

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Had a brilliant time in The Netherlands tonight at @hellofestivalnl. Thanks to everyone who came out – it felt great to be back!

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Sie gehen sehr offen mit Ihrer Abstinenz um, in der Zeit ohne Keane haben Sie den Entzug geschafft. Sie haben erwähnt, dass es Ihre Stimme und die Art, wie Sie singen, verändert hat. War das etwas, woran Sie gearbeitet haben, oder einfach ein schöner Nebeneffekt?

„Das hat wohl in zweierlei Hinsicht Einfluss genommen. Die Erfahrungen, die man in einer wirklich schlechten Phase macht, die Trauer, der Herzschmerz und alles, was einem da so passiert – das gibt der Stimme eine bestimmte Farbe. Jeder Song, den man danach singt, wird von diesen Erfahrungen beeinflusst. Die Stimme bleibt schon irgendwie eine magische Sache, denn es ist mehr, als nur ein Geräusch zu erzeugen. Du beschwörst damit auch die Seele der Person. Meine ganzen Erfahrungen haben definitiv meine Art zu singen und auch die Emotionen, die ich in meine Stimme legen kann, geändert. Andererseits gibt es natürlich Gebrauchsspuren …“ (lacht) „Mein Lebensstil hat meine Stimme belastet und sie vielleicht eine Spur rauer gemacht. Gerade erlebe ich wohl den längsten Lebensabschnitt, seit ich Kind war, in dem ich keinen Alkohol und keine Drogen zu mir nehme. Ich behandle also meine Stimme endlich mit dem Respekt, den sie auch verdient. Sie belohnt mich dafür, mein Register ist größer geworden. Sicher bei den tiefen Tönen, aber auch in den Höhen. Ich höre das, wenn ich jetzt ältere Keane-Aufnahmen auflege. Beispielsweise habe ich während Strangelands 2012 definitiv eine schwierige Zeit durchlebt. Ich höre, dass ich da nicht so gut singe, wie ich eigentlich könnte. Auf Cause and Effect findet sich wohl der beste Gesang, den ich mit Keane bisher gebracht habe. Das liegt zu einem nicht geringen Anteil an der Abstinenz.“

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Keane haben eine siebenjährige Pause eingelegt und noch vor kurzem sagten Sie, dass Sie eigentlich keine neue Musik planen. Was ist passiert?

„Das ging alles sehr schnell! Eine Keane-Platte war so gar nicht auf meinem Radar. Ich war durch meine Solo-Karriere eigentlich sehr zufrieden und erfüllt. Aber gerade meine Freundschaft mit Tim hatte ziemlich gelitten und ich sah ihn eine ganze Weile nicht. Zunächst gab es da also den Wunsch, ihn wiederzusehen und zu schauen, wie er so klarkommt. Ich wusste, dass sein Leben ein wenig aus den Fugen geraten war, und rief ihn dann vorletztes Weihnachten an, um ihn zum Quatschen einzuladen. Natürlich sprachen wir dann irgendwann über Musik, er erzählte mir von einigen Songs, die er geschrieben hatte, und ich bat ihn, sie mir zu schicken. Nach meinem Weihnachtsalbum war ich ich nicht gerade von der größten kreativen Energie erfüllt. Ich hört dann aber Tims Songs und mir wurde mir klar, wo sich diese Energie versteckte. Als wir dann alle zusammen saßen und realisierten, dass das vermutlich eine gute Idee sei, ging der Rest sehr schnell. Innerhalb von 18 Monaten wurde also ‚Wir machen kein Keane-Album mehr‘ zu Cause and Effect; nun sitzen wir hier und sprechen darüber. Eine ziemliche Achterbahnfahrt.“

Die Band hat The Way I Feel als erste Single ausgewählt. Wie kam es dazu und was können wir vom restlichen Album erwarten?

„Wenn man eine Single auswählt, nachdem es eine ganze Zeit ruhig war, dann sollte sie irgendwie einschlagen. Da hilft es natürlich, wenn der Song ein wenig Geschwindigkeit mitbringt. Aber es ist auch die Nachricht des Songs: Für mich beinhaltet er eine Reihe Fragen, ohne sie wirklich zu beantworten. Er setzt sich damit auseinander, warum sich viele von uns so verloren fühlen, wenn wir doch solch tolle Möglichkeiten und liebende Freunde und Familie um uns haben. Warum sabotieren wir unser Leben und verunsichern uns selbst? Es geht um die seelische Verfassung und darum, warum in dieser modernen Welt so viele Menschen traurig sind und keinen Ausweg sehen. Das Lied hat also eine wirkliche Aussage in Bezug auf diese Zeit und reiht sich gut in die Handlung des Albums ein. Die Songs, die Tim für das Album geschrieben hat, drehen sich um das Ende seiner Ehe, seine Rolle darin und wie es sein Leben als Ganzes beeinflusst hat, dass er seine Kinder nicht mehr so oft sieht und ganz alleine im Haus sitzt. Diese Trennung hat sein Leben massiv verändert und The Way I Feel erzählt einen Teil dieser Geschichte.“

Dann ist Cause and Effect ja ein passender Titel. Haben Sie eine Lieblingszeile auf dem Album?

„Ich mag Strange Room besonders gern, er war auch einer der Auslöser für den Wunsch, das neue Album zu machen. Es ist ein wahnsinnig trauriger Song darüber, wie du aufwachst und realisierst, dass sich dein ganzes Leben verändert hat. Alles, wovon du dachtest, es sei sicher, ist nicht mehr da. Im zweiten Vers schreibt Tim darüber, wie er dabei erwischt wurde, betrunken Auto zu fahren. Genau als er dachte, es geht nicht schlimmer, ist das passiert. Er schreibt darüber aber mit einer Art Galgenhumor, deswegen gefällt mir diese Stelle besonders gut. In Love Too Much gibt es außerdem eine Zeile, in der es heißt ‚When you’re falling down is when you feel most alive‘ (‚Während man fällt, fühlt man sich besonders lebendig‘, Anm. d. Red.), das hat mich wirklich angesprochen. Ich denke, wir fühlen uns den Menschen um uns besonders nahe, wenn es mal nicht so gut läuft, wenn man sich auf Freunde und Familie verlassen muss, damit sie einem helfen. Glück und Freude sind klasse, aber sie sind für mich sehr flüchtige und selbstbezogene Emotionen. Bei Schmerz und Trauer rücken wir Menschen näher zusammen und haben tiefergehende Erfahrungen, daher finde ich diese Zeile sehr aussagekräftig. Und es macht auch klar, warum wir wieder zueinander gefunden und diese Platte gemacht haben: Wir wollten es Tim als langjährige Freunde ermöglichen, diese Gefühle und Songs zu verarbeiten.“

Ursache und Wirkung: Das Cover zum neuen Album „Cause and Effect“.

Apropos „zusammenrücken“: Sie haben diesen Sommer schon viele Live-Shows gespielt, zum Beispiel BST Hydepark und ein Clubkonzert im Berliner Lido. Es fällt auf, wie viel Spaß Sie dabei haben, ob mit den alten oder neuen Songs. Fühlt sich das wie eine Heimkehr an oder mussten Sie sich das durch Proben erst wieder erarbeiten?

„Es war schon ein gutes Stück Arbeit, sich wieder mit den alten Songs vertraut zu machen. Ich habe zwar ein paar davon auf meinen Solo-Touren gesungen, aber im Grunde hatten wir diese Songs eine ganze Weile überhaupt nicht gespielt. Wir mussten uns also zunächst erinnern und die einzelnen Parts wieder geradebiegen. Aber auch die Technik hat sich ja weiterentwickelt, deswegen gab es eine Generalüberholung für unser Setup. All das war ein großer Batzen Arbeit, also probten wir natürlich viel. Das regte uns aber tatsächlich eher an, denn wenn man alte Songs eine Weile nicht mehr spielt, bekommen sie ihre Frische wieder. Sie wirken plötzlich belebend, davon hatten wir vor sieben Jahren etwas verloren. Damals fühlte es sich an wie ein Job und war eher ermüdend. Bei den Proben zu Cause and Effect zeigte sich also eine ganz neue Energie und Lust, die Songs zu bringen. Eine Menge Leute haben diese Songs ewig nicht gehört und dachten vielleicht auch, dass sie nie wieder die Chance dazu bekommen. Da geht es ihnen also wie uns; wir sind alle gespannt, unsere Songs neu zu entdecken. Wenn man dann das neue Album hinzufügt, hat man einen ziemlich magischen Cocktail.“ (lacht) „Ich glaube, man sieht es an der Reaktion der Fans und auch daran, wie die Shows nach außen hin wirken. Für mich sind die Konzerte bisher jedenfalls das Beste daran, wieder zurück zu sein.“

Während der Aufnahmen zu Perfect Symmetry haben Sie einige Zeit in Berlin verbracht, dieses Jahr haben Keane dort bereits ein Konzert gegeben. Ihr Terminkalender sieht dieses Jahr jedoch recht voll aus, gibt es Pläne, auch wieder nach Deutschland zu kommen?

„Ja, es gibt diese Pläne! Wir haben noch nichts verkündet. Allein wegen der Tatsache, dass die Nachfrage für diese kleine Show in Berlin so hoch war; die Karten waren innerhalb von Minuten ausverkauft, glaube ich! Wenn wir wiederkommen, können wir dann hoffentlich eine größere Show spielen und mehr Leute beglücken.“

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25 Jahre „Three Dollar Bill, Y’all“: Limp Bizkit starten ihren Kreuzzug des schlechten Geschmacks

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Limp Bizkit
Foto: Brenda Chase/Getty Images

Nu Metal ist längst auf dem Vormarsch, als Limp Bizkit mit ihrem Debüt Three Dollar Bill, Y’all um die Ecke biegen. Der provokante, für viele abstoßende White-Trash-Appeal von Fred Dursts wilder Bande ist 1997 für viele dann aber doch noch zu viel.

von Björn Springorum

Hier könnt ihr euch Three Dollar Bill, Y’all anhören:

Limp Bizkit liebt man oder hasst man. Dazwischen, so kann man nach 25 Jahren sicher sagen, gibt es nicht viel Spiel. Genau so wie es sich Fred Durst damals also vorstellte, als er zu Beginn der Neunziger eine Band gründet. Durst steht auf Hip-Hop ebenso wie auf Heavy Metal, skatet, liebt Tattoos, Beatboxen und Breakdancen. Ziemlich viel Cringe-Potential natürlich für einen weißen Dude Anfang 20 in North Carolina. Aber Hobbys sind eben Hobbys.

Nach Stippvisiten bei bedeutungslosen Lokalbands hat er genug und nimmt die Dinge einfach mal selbst in die Hand. Gesegnet mit jeder Menge Selbstbewusstsein, einen gewöhnungsbedürftigen Sinn für Humor und einer Vorliebe für Provokation kann er Bassist Sam Rivers und dessen Cousin, Jazz-Drummer John Otto von seinen Plänen überzeugen. Bald darauf wird das junge Glück ergänzt von Gitarrist Wes Borland. Als Durst einen zweiten Gitarristen an Bord holen will, um den Sound breiter und variabler zu gestalten, funkt Borland dazwischen: Nö, nix da, sagt der, ein Gitarrist reicht völlig. Stattdessen stößt DJ Lethal von House Of Pain zu der jungen Band, völlig begeistert davon, wie er sich hier im Vergleich zu seinen alten Hip-Hop-Buddies ausleben kann: Knallharter Sound, kompromisslose Attitüde, hohes Aggressionspotential und eine durchaus originelle Vermischung von Rap und Metal.

Das Beachtenswerte: Ohne es zu wissen, schart Fred Durst schon in den frühen Tagen ein Line-Up um sich, das bis zum heutigen Tag unverändert bleiben und gemeinsam über 40 Millionen Tonträger verkaufen soll. Nicht schlecht für die selbstgefälligen Visionen eines gelangweilten Twens mit großer Klappe. Aber das ist bei Fred Durst eben immer schon so: Große Klappe, was dahinter.

Schocken um jeden Preis

Er ist es auch, der seiner Band den Namen Limp Bizkit gibt. Er will die Menschen bewusst anwidern, will sie abschrecken und schon sehr frün die Spreu vom Weizen trennen. Wer sich schon von diesem Namen abschrecken lässt, denkt er sich, ist für die Musik eh nicht bereit. Damit soll er Recht behalten: Mit ersten Demo-Songs erregen sie zwar durchaus die Aufmerksamkeit einiger Plattenfirmen, ausnahmslos wird jedoch verlangt, die Band solle ihren Namen ändern. Nicht mit Durst! Der sieht lieber mit Wohlwollen, wie sich seine Band eine Kult-Anhängerschaft erarbeitet. Klar, Korn und die Deftones feiern damals schon große Erfolge; für den expliziten, trashigen, inhaltlich fragwürdigen, überzeichneten bewusst geschmacklosen Nu-Metal-Abriss hat man damals aber einfach noch keine Schublade.

Fred Durst ist überall unterwegs, um für seine Band Werbung zu machen, gibt sich schon auch mal als deren Manager auf, um dick aufzutragen. Wes Borland derweil entwickelt sein Faible für bizarre Kostümierungen, die schon bald einer der Hauptgründe sind, weshalb immer mehr Menschen zu Shows von Limp Bizkit kommen. Irgendwie kann Durst sogar Korn davon überzeugen, seine Band mit auf Tour zu nehmen, obwohl sie damals noch nicht mal einen Plattenvertrag haben.

Geschmacklos und stolz drauf

Den gibt es dann irgendwann doch – und natürlich ohne Namensänderung. Fred Durst kennt die Mechanismen der Industrie zu diesem Zeitpunkt schon beeindruckend gut. Dass er das Limp-Bizkit-Debüt trotzdem Three Dollar Bill, Y’all nennen muss – Queer as a three dollar bill ist eine homophobe Beleidigung –, ist mehr als nur ein Kopfschütteln wert. Aber da hat er sich eben schon eingeschossen auf seine Antihaltung, auf sein gezieltes Anecken, Anwidern, Anpissen.

Was George Michael wohl davon hielt?

Dafür hätte allein der Sound der Platte gereicht: Was am 1. Juli 1997 erscheint, ist ein verstörend hart produziertes, chaotisches, wütendes Album, das hörbar von Tool oder den Deftones geprägt ist, aber zu gleichen Teilen mit breitbeinigem Rap-Gehabe aufwartet und völlig unsubtil auf die Fresse gibt. Pollution ist ihr erster kleiner Hit, mit Counterfeit machen sie sich schon auf ihrem Debüt über Bands lustig, die sie kopieren. Klar, auch ihr anarchisches, tollwütiges Cover von George Michaels Faith, in Undergroundkreisen damals längst Legende, findet sich auf Three Dollar Bill, Y’all wieder. „Wir wussten, dass wir nur auffallen können, wenn wir die Leute schocken“, so Wes Borland damals. „Das bewegt die Leute.“

Scheint zu klappen: Nach dem Release touren sie im Vorprogramm ihrer Helden von Faith No More (wenn auch vor einem sehr ablehnenden Publikum), werden mehr und mehr von MTV entdeckt. Das Album wird zum Erfolg und zündet eine neue Stufe in Sachen Nu-Metal-Welteroberung. Man muss nicht mögen, wie Fred Durst in seinen Texten mit Frauen umgeht; man muss aber immer im Hinterkopf behalten, worum es ihm seit Tag eins bei dieser Band geht: Darum, dass sich die Menschen angewidert abwenden. Das zumindest ist spätestens 1999 allerdings passé: Der Nachfolger Significant Other verkauft sich gleich mal 16 Millionen Mal. Liebe oder Hass: Respekt vor Fred Dursts genialer Strategie muss man haben. Und die Songs, die knallen auch 25 Jahre später noch.

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10 Songs, die jeder Limp-Bizkit-Fan kennen muss

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Scum: Napalm Death und ihr Split-Album mit sich selbst

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Scum Album Cover

„"40 Songs in 33 Minuten: Zeitverschwendung kann man Napalm Death auf Scum wahrlich nicht vorwerfen. Bei der Produktion der Platte sieht das ein wenig anders aus, denn das Debüt der Briten erscheint in zwei Etappen — und am Ende sind darauf quasi zwei unterschiedliche Bands zu hören.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch Scum anhören:

Kaum eine Band hat die Extreme der Krachmusik derart ausgelotet wie Napalm Death aus Birmingham. 1981 gegründet, startet die Gruppe ab 1985 so richtig durch. Napalm Death spielen zu jener Zeit regelmäßig im Birminghamer Club The Mermaid, wo sie nicht nur allein auf der Bühne stehen, sondern auch so ziemlich jede Band von außerhalb supporten. Einige Monate, Besetzungswechsel und Demos später kapern sie ein Studio und nehmen ihr erstes Album Scum auf — oder zumindest einen Teil davon. Die Platte entsteht nämlich in zwei Hälften.

Während ihres ersten Studioaufenthalts entstehen Stücke wie The Kill, Death By Manipulation und You Suffer ein. (Mit You Suffer landen die Briten später im Guinness-Buch der Rekorde, doch dazu gleich mehr.) Zwar hatten die Musiker diese Nummern schonmal für ein Demo aufgenommen, doch für die Albumversion treten sie das Gaspedal noch ein wenig tiefer durch und spielen die Kompositionen um einiges schneller. Die Kosten für das Studio übernimmt Mermaid-Veranstalter Daz Russell. Er bietet der Band außerdem an, die Aufnahmen über sein neues Label zu veröffentlichen, doch Napalm Death behalten die Master-Bänder lieber für sich. Die Begründung: Russell hatte die Musiker nie dafür bezahlt, dass sie im Mermaid aufgetreten waren.

Scum: Ein Album in zwei Anläufen

Nach den Aufnahme-Sessions wird die Luft in der Band dicker. Gleich mehrere Mitglieder fühlen sich berufen das Steuerrad zu übernehmen, es kommt zum Streit. Erneut dreht sich das Besetzungskarussell, einzig Schlagzeuger Mick Harris bleibt Napalm Death erhalten. 1986 kommt die Gruppe mit Digby Pearson in Kontakt, der gerade sein neues Label Earache Records an den Start gebracht hat. Nach nur wenigen Monaten unterschreiben Napalm Death einen Plattenvertrag mit ihm und Pearson kauft das Master-Band, dass die Musiker bisher zurückgehalten hatten. Mit etwa 20 Minuten Spielzeit befindet sich darauf allerdings gerade einmal genug Material für die A-Seite eines Albums. Also schickt er Napalm Death noch einmal ins Studio, obwohl die Band in der neuen Besetzung noch keine drei Stunden zusammen geprobt hat.

Dass auf der A-Seite eine andere Bandbesetzung zu hören ist als auf der B-Seite, gibt es in der Geschichte der Rockmusik nicht so häufig. Nur Schlagzeuger Mick Harris wirkt an beiden Seiten mit. Am Mikro steht nun Lee Dorrian, der später die Doom-Legenden Cathedral gründen wird. Doch trotz der eigenartigen Produktionsumstände wird Earache Records die erste Auflage des Albums innerhalb weniger Wochen aus der Hand gerissen. Zeitgleich spielen Napalm Death ihre erste Tour.

Zum großen Knall kommt es, als der Radio-DJ John Peel die Band in seiner Radiosendung auf BBC 1 Radio spielt und Napalm Death sogar dazu einlädt, eine der legendären Peel Sessions aufzunehmen. Auf einmal kennt die ganze britische Szene die neuen Krachmacher und Earache gibt eine zweite Auflage des Debüts in Auftrag. Ganze 10.000 Exemplare gehen innerhalb kürzester Zeit über die britischen Ladentheken.

You Suffer: Auf den Punk in 1,316 Sekunden

Einen besonderen Stellenwert auf dem Album genießt der Song You Suffer — und zwar nicht wegen seiner üppigen Länge. Gerade einmal 1,316 Sekunden dauert die Nummer und landet somit als kürzester Song aller Zeiten im Guinness-Buch der Rekorde. Außerdem veröffentlichen Napalm Death das Stück zwei Jahre nach Scum als kostenlose Promo-Single. Auf der B-Seite: Mega-Armageddon Death Part 3 von den Electro Hippies aus England. Auch dieses Meisterwerk dauert kaum länger als eine Sekunde, was den beiden Bands einen weiteren Rekord beschert: den der kürzesten Single aller Zeiten.

Heute gehören Napalm Death seit vielen Jahrzehnten zu den festen Institutionen der Krawallmusik. Mit Mick Harris verlässt im Jahr 1991 der letzte Musiker die Band, der auf Scum zu hören ist, inzwischen stehen vor allem Sänger Mark „Barney“ Greenway, Schlagzeuger Shane Embury und Gitarrist Mitch Harris für den Sound der Gruppe. Dennoch bleibt Scum ein wichtiges Standardwerk, das Ende der Achtziger Grenzen aufbricht, den Grindcore mit Karacho in der Musikwelt etabliert und laut Autor Ian Christe den zehnjährigen Wettbewerb um den schnellsten und härtesten Sound beendet. Bei 40 Songs in einer guten halben Stunde ist das absolut kein Wunder.

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Popkultur

Zeitsprung: Am 1.7.1945 kommt Debbie Harry von Blondie zur Welt.

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Debbie Harry in den Siebzigern. Foto: Anthony Barboza/Getty Images

"Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 1.7.1945.

von Frank Thießies und Christof Leim

Kaum eine andere Künstlerin hat für den Frontfrauen-Feminismus und die Stärkung des weiblichen Selbstbewusstsein im Rockgeschäft so viel getan wie Blondie-Sängerin und Schauspielerin Debbie Harry, ohne die es die Karrieren von Madonna bis Lady Gaga vielleicht so nicht gegeben hätte. Am 1. Juli feiert die platinblonde Pop-Pionierin Geburtstag.

Hier könnt ihr euch die größten Hits von Blondie anhören:

Als Angela Trimble wird sie in Florida geboren, doch bereits ab dem zarten Alter von drei Monaten wächst das nun in Deborah Ann umbenannte Mädchen bereits bei Adoptiveltern mit den Nachnamen Harry in New Jersey auf. Sie zeigt bereits früh viel Fantasie und ein Faible für Glamour. Sie gibt sich sogar tagträumerisch der Fantasie hin, sie könne wohlmöglich die leibliche Tochter von Marilyn Monroe sein. Entsprechend zieht es die junge Dame nach dem College-Abschluss Ende der Sechziger nach New York, wo sie unter anderem als Sekretärin für die britische Rundfunkanstalt BBC, als Kellnerin, Go-Go-Tänzerin und Bunny-Bedienung im Playboy Club Manhattan arbeitet. 

Platin heißt die Devise

Auch der Musik ist Debbie Harry nicht abgeneigt: So singt sie für die Folk-Truppe The Wind In The Willows Background und unternimmt einen ersten eigenen Gehversuch in der Gruppe The Stilettos. Als schicksalsträchtig erweist sich schließlich die Begegnung mit dem Gitarristen Chris Stein im Jahre 1974, mit dem sie fortan fünfzehn Jahre liiert sein wird und dem sie auch danach künstlerisch und menschlich eng verbunden bleibt. Zusammen rufen die beiden zunächst die Gruppe Angel And The Snake ins Leben, die sie kurz darauf aber in Blondie umtaufen. Das langlebige Gerücht, man habe sich nach Hitlers Schäferhund benannt, ist allerdings Quatsch: Blondie nennen sich Blondie, weil so der Spitzname lautet, den die Männerköpfe verdrehende Harry auf der Straße von Bewunderern zugerufen bekommt, nachdem sich ihren eigentlich natürlich rotblonden Schopf einer Wasserstoff-Blondierung unterzogen hatte. 

Zu Pop für Punk?

Im neuen Hauptquartier der Punk-Bewegung, dem New Yorker Kult-Club CBGB’s, gehören Blondie Mitte der Siebziger zur Stammbesetzung auf der Bühne – obwohl sie musikalisch nie wirklich dorthin passen. Auch erweisen sich ihre Platten Blondie (1976) und Plastic Letters (1977) beim Hipster-Publikum noch nicht als so präsent wie gewünscht, auch wenn Harrys platinblonder Powerfrauen-Look, der zugleich Sex-Appeal wie weibliche Selbstbestimmung suggeriert, damals schon viel Anerkennung findet. Dann gerät das dritte Album Parallel Lines (1978), produziert von Mike Chapman (The Sweet, Suzi Quatro), zum großen internationalen Durchbruch und wirft unter anderem den Welthit Heart Of Glass ab.

Das 1979 eilig nachgeschobene Folgealbum Eat To The Beat hält 1979 das hohe Niveau und lässt Blondie unter Harrys stilistischer Führung weiter zur New-Wave-Vorzeigeband werden. 1980 ist Debbie Harry die Frau der Stunde: Ihr Look besteht aus aus Kostümkollaborationen mit dem Designer Stephen Sprouse sowie wortwörtlichen Straßen- und Kellerfunden, zudem verfügt sie über eine starke Persönlichkeit. Mit beidem wird sie kommenden Künstlerinnen wie Madonna oder Cindy Lauper den Weg ebnen. 

Rap-Pionierin & Filmstar

1980 betreten Neuland: Rapture, der Hitsong des experimentellen fünften Albums Autoamerican geht als erster Nummer-eins-Song mit Rap-Gesang in der Strophe in die Popgeschichte ein. Zudem erweist sich das für den Soundtrack des Richard-Gere-Films American Gigolo (Ein Mann für gewisse Stunden) von Harry mit Giorgio Moroder verfasste Call Me erneut ein weltweiter Disco-Tanzflächen-Füller. 

Nachdem Andy Warhol sie in einer Reihe von Fotokunstwerken unsterblich gemacht hat, kurbelt Harry parallel ihre Filmkarriere an. So brilliert sie zunächst im billigen aber charmanten Neo-Noir-Film Union City (1980) und hat einen Auftritt mit Band im Meat-Loaf-Streifen Roadie. 1983 glänzt sie dann in David Cronenbergs Science-Fiction-Klassiker Videodrom. Dummerweise ist es Harrys erstes Soloalbum, KooKoo (1981), welches die Sängerin zwar erfolgreich mit Nile Rodgers (Chic) und Alien-Designer H.R. Giger arbeiten lässt, sie aber auch um einen wichtigen Genre-Filmauftritt beraubt: Nicht auszudenken, in welche Hollywood-Star-Sphären Harry vielleicht noch vorgestoßen wäre, hätte sie Ridley Scotts Angebot annehmen können, in dessen Blade Runner die Rolle des weiblichen Humanoiden Pris zu spielen. Doch diese Offerte fällt leider den Plänen von Harrys Plattenfirma zum Opfer (und wird schließlich von Schauspielerin Daryl Hannah dankend wahrgenommen).

Comeback und Vermächtnis

Nachdem sich Blondie 1982 nach Veröffentlichung des Albums The Hunter vorläufig trennen, verfolgt Harry weiterhin ihre Solokarriere als Sängerin und agiert als Schauspielerin in Filmen wie Hairspray und Copland. 1997 verschlägt es die inzwischen wiedervereinten Blondie zunächst auf Tournee; zwei Jahre später folgt mit No Exit (und dem Hit Maria) auch schon das große musikalische Studio-Comeback. 

Seitdem sind Blondie recht regelmäßig auf der Bühne und mit Plattenveröffentlichungen aktiv; Pollinator, das elfte und jüngste Album der Band, geht auf das Jahr 2017 zurück. Harrys letztes Soloalbum Necessary Evil liegt indes bereits 13 Jahre zurück. Dafür hat sich Frau Harry allerdings auch ihren Memoiren gewidmet. Die Autobiografie Face It erscheint Ende 2019 und zeichnet unter anderem ein lebhaftes Bild der New Yorker Boheme- und Drogenkultur der Siebziger und Achtziger, von der sie und Stein in ihren harten Heroinjahren ein nicht unwichtiger Teil waren. Und wie bei manch anderem männlichen Vertreter der Rockstar-Spezies Schwerenöter, kann man sich auch im Falle Harry nur über das Wunder freuen, dass sie all dies erlebt und überlebt hat und als Grande Dame des Art Punk/New Wave heute noch ihren Geburtstag feiern kann. 

Zeitsprung: Am 3.1.1979 erscheint „Heart Of Glass“ von Blondie.

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