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Popkultur

Die musikalische DNA von Guns N’ Roses

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Nicht viele Bands schaffen es, überhaupt erfolgreich zu werden. Manche arbeiten lang und hart für ein bisschen Anerkennung. Andere wiederum erobern die Welt wie über Nacht im Sturm. Das aber sind nur die wenigsten. Guns N’ Roses gehören definitiv zur letzten Kategorie und sind stellen noch viele ihnen ebenbürtige Gruppen in den Schatten. Zählen wir kurz nach: Wie viel Guns N’ Roses-Studioalben gibt es? Nur sechs? Das kann nur bei einer ganz besonderen Band die Unsterblichkeit garantieren.


Hört euch hier einen Vorgeschmack der musikalischen DNA von Guns N’ Roses an:

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Für die ganze Playlist klickt aus “Listen”.

Dabei sah es doch anfangs gar nicht danach aus, als würde aus den Hardrockern aus Los Angeles überhaupt etwas werden: Ihr Debütalbum Appetite For Destruction verkaufte sich nur mäßig, bevor es ein Jahr nach Veröffentlichung den ersten Platz der Albencharts enterte. In den folgenden fünf Jahre indes wurden Guns N’ Roses die unangefochtene größte und, einigen Kritikern zufolge, gefährlichste Rock-Band der Welt – und dann passierte erst mal wieder recht wenig. 14 Millionen US-Dollar und mehr als ein Jahrzehnt später erst erschien mit Chinese Democracy eine Platte, die viele gar nicht mehr erwartet hatten und von der viele auch gar nichts hören wollten. Guns N’ Roses ohne Slash? Quatsch! Meinten zumindest viele, als es 2008 endlich doch soweit war.

Für einige Die-Hard-Fans sind Guns N’ Roses nur das, was zwischen Appetite For Destruction und dem Use Your Illusion, das heißt auch zwischen Axl Rose und Slash geschah. Natürlich aber ist das unfair und nicht unbedingt richtig. Denn hätte die Band es jemals soweit geschafft, wenn da nicht noch mehr wäre? Und nein, wir meinen damit nicht die Heerscharen von Anwälten, die zwischen den Bandmitgliedern vermitteln mussten. Sondern der Musik. Wenn wir alle Einflüsse von Guns N‘ Roses auflisten müssten, würde das vermutlich länger dauern, als Fans auf Chinese Democracy gewartet haben. Wir versuchen es trotzdem und werfen einen Blick auf ihre musikalische DNA – welcome to the jungle!


1. Hanoi Rocks – Don’t You Ever Leave Me

Bevor es Guns N’ Roses gab, waren da… Na? Fans wissen es natürlich: L.A. Guns und Hollywood Rose hießen die beiden Bands, aus denen Guns N’ Roses hervorgingen. Die Geschichte der beiden ist ziemlich verworren und dass sich daraus eine (einigermaßen) feste Besetzung rekrutieren konnte, grenzt nahezu an ein Wunder. Hätte es die Band überhaupt jemals gegeben, wenn Slash nach dem Ende von Hollywood Rose bei Poison eingestiegen wäre? Und wenn ja: Wie das wohl geklungen hätte…? Vermutlich eins können wir mit Sicherheit sagen: Dass der Einfluss einer ganz bestimmten Band dennoch präsent gewesen wäre.

Hanoi Rocks kamen ausgerechnet aus dem kalten Finnland, lieferten jedoch den kalifornischen Chaoten von Guns N’ Roses von Anfang an Inspiration. „Slash spielte auf genau die richtige Art Gitarre, weil er mit Hanoi und dem Spiel von Andy (McCoy, Gitarrist der Hanoi Rocks) und mir aufgewachsen ist“, gab Hanoi Rocks-Sänger Michael Monroe stolz zu Protokoll. Es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich Axl Rose sogar einige Styling-Tipps von den skandinavischen Kollegen abgeholt hat. Der beständige Einfluss auf Guns N‘ Roses resultierte schließlich auch in mehrere Kollaborationen, so ist Monroe etwa auf Use Your Illusion 1 und “The Spaghetti Incident” zu hören. Neidisch auf den Erfolg der Zöglinge zeigte sich Monroe – bürgerlich eigentlich Matti Fagerholm – allerdings nie. „Guns N’ Roses hatten ihr eigenes Ding am Laufen“, sagte er. „Sie waren selbstbewusst genug, Hanoi Rocks als Einfluss zu nennen.“


2. Aerosmith – Mama Kin

Hanoi Rocks waren selbstverständlich nicht die einzige Band vom anderen Ende des großen Teichs, ohne die Guns  N’ Roses so nicht denkbar gewesen wären. Von Led Zeppelin zum Beispiel lernte die aufstrebende Band – zum Leidwesen von Hotels in aller Welt – nicht nur musikalische Kniffe, sondern auch die Manieren. Doch ihr direktes Umfeld lieferte ebenso Inspiration und eine gehörige Portion Starthilfe. Auf ihrer ersten EP Live ?!*@ Like A Suicide zollten Guns N’ Roses nicht nur Rose Tattoo, sondern auch Aerosmith Tribut.

Ihr Cover von Mama Kin weckte wohl die Aufmerksamkeit der Band um Steven Tyler, die Guns N’ Roses gemeinsam mit Iron Maiden auf eine Nordamerika-Tour mitnahmen. Ein Schuss in den Ofen für die Headliner, denn am Ende der Tour hatten Guns N’ Roses ihre Mentoren überflügelt. „Wir waren total angefressen, dass das Rolling Stone-Magazin aufkreuzte, um eine Story über Aerosmith zu machen und am Ende Guns N’ Roses auf dem Cover landeten“, erinnerte sich Aerosmith-Manager Tim Collins. Wie sehr der Band der Erfolg zu Kopf gestiegen war, zeigte sich auch 2016: Als sich Tyler stolz damit brüstete, Rose bei einem Treffen zu der Guns N’ Roses-Reunion überzeugt zu haben, setzte die Band einen hämischen Tweet in seine Richtung ab. (LINK: https://twitter.com/gunsnroses/status/692524095532089345) Don’t mess with the best!


3. The Eagles – Hotel California

Wie es aber nun mal mit Guns N’ Roses ist: Sonderlich viel Respekt haben sie ihren Idolen nie entgegengebracht, der produktive (und manchmal schlicht zickige) Wettstreit ist ihnen lieber. Wobei gerade Rose mit seinem hitzigen Gemüt nicht immer unbedingt viel Konstruktives beizutragen weiß. Taten zahlen sich bei ihm gemeinhin mehr aus als alle Worte. Was seiner Band Ende der achtziger Jahre gelang, war nichts anderes als die Neuerfindung des Sounds von Kalifornien. Nachdem dieser in den sechziger Jahren von den Beach Boys und in den Siebzigern maßgeblich von den Eagles bestimmt wurde, trugen Guns N’ Roses das Selbstverständnis des Golden State mit voller Lautstärke in die Welt hinaus.

Dass aber auch ihre Interpretation des kalifornischen Sounds an den Vorgängern geschult war, zeigte sich allein an der guten Verbindung der Band zu den Eagles, deren Drummer Don Henley schon mal spontan für einen Gig einsprang, als Roses-Schlagzeuger Steven Adler in der Reha-Klinik eine Auszeit nahm. Was Guns N’ Roses von den Eagles mitnahmen, war das Gespür für die sanften Untertöne. Denn so sehr Guns N’ Roses für einen harten, von Bands wie Black Sabbath oder Motörhead ebenso wie von den Rolling Stones und Iggy Pop beeinflussten Sound standen: Sie konnten immer auch anders und blieben (zumindest musikalisch) stets auf dem Boden ihres Heimatstaats. Obwohl sie mehr als einmal vom Boden der Tatsachen abhoben, versteht sich.


4. Elton John – Your Song

In ihrem Dylan-Cover von Knockin’ On Heavens Door oder den großen Balladen angefangen mit Sweet Child O’ Mine hin zum unsterblichen November Rain zeigte sich in Guns N’ Roses Schaffen stets eine einfühlsame Ader. Dass eine der zweifellos schönsten Live-Performances von November Rain ausgerechnet mit Sir Elton John entstand, mag auf den ersten Blick verwundern. Ist nicht Axl Rose mehrfach wegen homophober Äußerungen in die Kritik gekommen? Und was haben Guns N’ Roses schon bitte mit dem Typen gemein, der den Soundtrack zu König der Löwen eingesungen hat? Fans wissen die Antwort: eine ganz Menge!

Nehmen wir beispielsweise den Song My Michelle von Appetite For Destruction. Der entstand über Umwege dank Johns ewigem Klassiker My Song. Denn die im Guns N‘ Roses-Stpck angesprochene Michelle Young brachte die Band auf die Idee zum Song, nachdem sie auf dem Weg zu einer Show My Song im Radio hörten. „Oh, das ist so ein schönes Lied“, sagte sie damals. „Ich wünschte, jemand würde ein ähnliches über mich schreiben.“ Nun ja, nun gut – die Unterschiede zwischen beiden Stücken sind gelinde gesagt merklich. Kein Wunder, dass Young mittlerweile sehr gemischte Gefühle hat, wenn sie an My Michelle denkt. Auf andere Art aber ging die Geschichte sehr gut aus: Axl Rose und seine Band sollten sich bald mit Elton John anfreunden.


5. Queen – Bohemian Rhapsody

Noch bevor Guns N’ Roses und Elton John ihre legendäre Performance von November Rain zum Besten gaben, fanden sie zuerst im Jahr 1992 beim Freddie Mercury Tribute Concert auf der Bühne zusammen. Ihr Auftritt rief laute Proteste der Organisation ACT UP auf den Plan, die Rose wegen seiner schwulenfeindlichen Lyrics im Song One In A Million kritisierten. Erst kreischt der „immigrants and faggots / they make no sense to me“ – und dann soll er einen der größten schwulen Künstler des Jahrhunderts ehren? Undenkbar!

Brian May von Queen versuchte, ein gutes Wort für Rose einzulegen. „Die Leute scheinen blind zu sein“, schäumte er damals. „Verstehen die nicht, dass allein die Tatsache, dass Guns N’ Roses hier sind, schon Statement genug ist?“ Dass Rose dann ausgerechnet gemeinsam mit dem bekanntlich ebenfalls homosexuellen Elton John die Bühne erklomm, wird für einige die endgültige Provokation bedeutet haben. Anscheinend aber wurde Rose dadurch auf die harte Tour von seiner Homophobie geheilt, denn beim gemeinsamen Bohemian Rhapsody-Duett mit John blieb es nicht: 1994 war es Rose, der den älteren Briten in die Rock and Roll Hall of Fame einführen durfte. So wäre das sicher auch im Sinne Freddie Mercurys gewesen, der nicht nur einer von Elton Johns engsten Freunden, sondern auch ein großes Idol von Axl Rose war.


6. Charles Manson – Look At Your Game, Girl

Nicht, dass Guns N’ Roses jemals aufgehört hätten, zu provozieren. Als im November 1993 das Album “The Spaghetti Incident?” erschien, versteckte sich darauf eine handfeste Überraschung, die allerseits für Empörung sorgte. Neben Coverversionen von Punk-Bands wie The Damned, den U.K. Subs oder Fear versteckte sich auch eine Neuinterpretation von Charles Mansons Song Look At Your Game, Girl als Hidden Track auf dem Album. Zur Erinnerung: Charles Manson war der Anführer der Manson Family, der unter anderem inspiriert von The Beatles’ Helter Skelter reihenweise Hippies in seinen Bann zog und seine Gefolgschaft zu grausamen Morden angestiftet haben soll. Guns N’ Roses waren sich wohl bewusst, wie brenzlig ihre Auseinandersetzung mit der Musik Mansons sein würde. Die Promo-Kopien des Albums, die vorab an die Presse gesandt wurden, enthielten das Stück nämlich nicht.

„Axl will, dass der Track für sich selbst spricht“, wiegelte Bandmanager Doug Goldstein damals ab. Rose selbst betonte, dass die Band absichtlich versuchen wollte, keinen Wirbel um das Stück entstehen zu lassen. „Der Grund, warum er nicht aufgeführt wird, liegt darin, dass wir ihn herunterspielen wollten“, äußerte er sich auf seiner Website. „Wir geben Charles Manson keinen Credit dafür.“ Slash hingegen schob das Cover auf den „naiven und unschuldigen schwarzen Humor“ der Band. Es half nichts, es kam zu einer Art Streisand-Effekt (LINK: https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt) und die Geschichte schlug immer größere Wellen. Zuerst verkündete die Band, dass die Einnahmen aus dem Verkauf des Stücks einem wohltätigen Zweck zugeführt würden, dann sagte Rose in einem Interview, dass es auf zukünftigen Auflagen des Albums nicht mehr zu hören sein würde. Er konnte es trotzdem nicht lassen: Kurz nach der Kontroverse trat er bei einem Konzert in England im Manson-Shirt auf. Und das Versprechen, den Song vom Album zu nehmen? Wir warten immer noch drauf…


7. Misfits – Attitude

„Attitude, you got some fucking attitude / I can’t believe what you said to me / You got some attitude” – das sind doch Zeilen, die Guns N’ Roses besser charakterisieren könnten, als es jeder Biograf vermag! Zu hören waren sie zuerst auf dem Misfits-Album Static Age, das die Horror-Punk-Band 1978 aufnahm und doch nicht – Chinese Democracy lässt grüßen! – vor 1996 veröffentlichten. Attitude ist einer der Songs, der es schon vorher an die Öffentlichkeit schaffte und der den Punk-begeisterten Guns N’ Roses ganz offensichtlich aus der Seele sprach. Nicht ohne Grund coverten sie ihn neben vielen anderen Punk-Stücken und dem unheilvollen Manson-Song auf “The Spaghetti Incident?”.

Die sich damals noch um Frontröhre Glenn Danzig gruppierenden Misfits hatten den Kaliforniern vorgemacht, dass Skandale durchaus gut fürs Geschäft sein können. Der Titelsong ihrer Bullet-EP, auf der auch Attitude zu hören war, widmete sich in ungeschönten Worten dem Attentat auf John F. Kennedy. Ein kleiner Skandal entstand, der Band oder gar ihren Plattenverkäufen aber schadete es keineswegs. Obwohl es natürlich Axl Roses Idee gewesen sein soll, ausgerechnet diesen Misifts-Song neu einzuspielen, übernahm für die Aufnahme Bassist Duff McKagan das Mikro, um der Version eine noch rotzigere Note zu verpassen. Wo Attitude drauf steht, muss schließlich auch Attitüde drin sein!


8. Rolling Stones – Sympathy For The Devil

Allen Koketterien mit Charles Manson und ihrer Punk-Attitüde zum Trotz: Guns N’ Roses wussten immer auch um die Wurzeln ihres Sounds im Blues Rock, wie er von den Rolling Stones im Laufe der „British Invasion“ Mitte der sechziger Jahre in den USA populär gemacht wurde. Oft spielten Slash und Gilby Clarke, der ab 1991 Izzy Stradlin an der Gitarre ersetzte, die Stones-Ballade Wild Horses auf Konzerten, am bekanntesten aber ist wohl Guns N‘ Roses‘ Neuinterpretation von Sympathy For The Devil, welches 1994 auf dem Interview mit einem Vampir-Soundtrack zu hören war.

Sympathy For The Devil markierte einen Wendepunkt für die Band, deren Wahnsinnserfolg seine Spuren zu zeigen begann. Tatsächlich ist es die letzte Aufnahme, die sowohl Slash, McKagan und Matt Sorum an den Drums versammelte. Dass Paul „Huge“ Tobias aus dem Hollywood Rose-Umfeld dabei war, schmeckte Slash so gar nicht. 2001 gestand er in einem Interview, dass er die Band 1996 vor die Wahl gestellt hatte: „Entweder geht Paul oder ich!“ Wir wissen, wie die Geschichte ausging. Wie es wohl weitergegangen wäre, hätte Slash nicht das Handtuch geworfen? Dann hätte vielleicht Ozzy Osbourne Recht behalten. Der nämlich attestierte der Band, sie hätten „die nächsten Rolling Stones“ werden können. Wenn sie sich doch nur zusammengerissen hätten… So bleibt uns zumindest ihr Cover von einem der größten Stones-Hits.


9. Ulrich Schnauss – Wherever You Are

Slashs Ausstieg aus der Band markierte den Anfang eines sich ewig dahinziehenden Findungsprozesses, der erst 2008 mit der Veröffentlichung von Chinese Democracy ein Ende fand. Schon seit 1994 war die Gerüchteküche am Brodeln, im Laufe der Jahre wurde der “The Spaghetti Incident?”-Nachfolger zu einer Art Running Gag des Rock-Businesses. Die letztlich ganze 14 Millionen US-Dollar verschlingenden Aufnahmen waren geprägt von zahlreichen Stilwechseln, an denen das direkte Umfeld der verbliebenen Roses-Mitglieder nicht unschuldig war. Moby etwa wurde als Produzent eingeladen, mit Robin Finck und Chris Vrenna gesellten sich ehemalige Nine Inch Nails-Mitglieder zum sich ständig drehenden Besetzungskarussell.

Obwohl Chinese Democracy doch ein relativ konventionelles Rock-Album werden sollte, so zeigte sich darauf dennoch der subtile Einfluss elektronischer Musik. Die Labels Independiente und Domino interessierten sich ganz besonders für den Song Riad N’ the Bedouins. Warum? Der Beginn der Stücks klingt verteufelt nach Ulrich Schnauss’ Tracks Wherever You Are und A Strangely Isolated Place, deren Rechte die beiden Labels verwalteten. Für Fans bedeutete der resultierende Rechtsstreit eine bittere Enttäuschung. Erst mussten sie beinahe zwei Jahrzehnte warten – und dann klaut die Band noch von anderen? Da halfen auch Ausreden nichts, nach denen das Produktionsteam der Platte die Samples mit dem Versprechen an die Band weiterleiteten, dass alle rechtlichen Fragen geklärt gewesen sein. Guns N’ Roses kamen zurück, um sich prompt in die Nesseln zu setzen! Ob’s das nun war mit ihrer Leidenschaft für elektronische Sounds?


10. AC/DC – Whole Lotta Rosie

Versuchen wir es positiv zu fassen: Von den Hanoi Rocks und Aerosmith über die Eagles und Elton John bis hin zu Queen, Charles Manson, den Misfits und den Stones sowie Ulrich Schnauss – allein die Bandbreite von Einflüssen zeugt davon, dass es sich bei Guns N’ Roses um eine ganz besondere Band handelt. Andere Bands sind da schon etwas, sagen wir mal, wertkonservativer. AC/DC beispielsweise sind im Laufe der Karriere weitgehend bei ihren Leisten geblieben und haben dem Publikum immer genau das gegeben, was dieses von ihnen erwartete. Dennoch ließ sich selbst ein Angus Young von der Energie anstecken, die Guns N’ Roses auf ihrem großen Reunion-Konzert auf dem Coachella Festival im Jahr 2016 ausströmten. Zum ersten seit fast genau 40 (!) Jahren erklomm der schottisch-australische Vollblutrocker mit einer anderen Band als der eigenen die Bühne.

Ganz so weit lehnte sich Young aber nicht aus dem Fenster: Gemeinsam mit Guns N’ Roses performte er einen Song, an dem er selbst mitgeschrieben hatte: Whole Lotta Rosie. Das Generationentreffen auf der Bühne ist bezeichnend für Guns N’ Roses, die es als eine der wenigen aufstrebenden Bands immer wieder geschafft haben, ihre eigenen Helden zu Fans zu machen. Tatsächlich sollte der zum Zeitpunkt wegen eines gebrochenen Fußes auf dem legendären „Rock’n’Roll Recovery Throne“ – einer Leihgabe von Dave Grohl – sitzende Axl Rose wenig später den ausgefallenen AC/DC-Sänger Brian Johnson bei einer Tour ersetzen. Vom Fan zum Frontmann – was für eine Karriere!


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Popkultur

Zeitsprung: Am 17.1.1949 erblickt Mick Taylor das Licht der Welt.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 17.1.1949.

von Timon Menge und Christof Leim

Mick Taylor zählt zu den versiertesten Gitarristen der Rockgeschichte und hat die Diskografie gleich zwei großer Bands mitgeprägt: John Mayall’s Bluesbreakers und The Rolling Stones. Als Solomusiker tourt er seit 1974 um die Welt. Am 17. Januar feiert Taylor Geburtstag.

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Hört hier in sein Soloalbum Mick Taylor rein:

Klickt auf „Listen“ für die vollständigen Songs.

Der Jugendliche

Mick Taylor kommt am 17. Januar 1949 in Welwyn Garden City in England zur Welt und wächst im Ort Hatfield auf. In seiner Jugend gründet er die Bands The Juniors und The Strangers, mit denen er sogar im Fernsehen auftritt und eine erste Single veröffentlicht. Ab 1965 spielt er als Mitglied von The Gods mit Musikern wie Brian Glascock (später bei Dolly Parton und Iggy Pop), mit seinem Bruder John Taylor (Jethro Tull), Ken Hensley und Lee Kerslake (beide Uriah Heep) sowie Greg Lake (King Crimson, Emerson, Lake & Palmer).

Der Bluesbreaker

Etwa zur selben Zeit besucht Taylor ein Konzert von John Mayall’s Bluesbreakers in seiner Geburtsstadt. Als Mayalls Gitarrist Eric Clapton aus ungewissen Gründen nicht auftaucht, fragt Taylor den britischen Bluesveteranen in der Pause kuzerhand, ob er einspringen soll. Nach kurzer Bedenkzeit ist Mayall einverstanden. Später sagt Taylor dazu: „Ich habe in dem Moment gar nicht daran gedacht, dass das eine tolle Gelegenheit ist. Ich wollte bloß auf die Bühne und Gitarre spielen.“



Der junge Gitarrist beeindruckt den Bandleader so sehr, dass die beiden ihre Telefonnummern austauschen. Als Mayall ein Jahr später einen Ersatz für Peter Green sucht, erinnert er sich an das Nachwuchstalent. Von 1966 bis 1969 tourt Taylor mit der Gruppe, spielt Alben wie Crusade (1967), Bare Wires (1968) und Blues From Laurel Canyon (1968) ein. Er profiliert sich als hervorragender Blues-Gitarrist mit Jazz-Einflüssen, seine Karriere nimmt Fahrt auf.

Mick Taylor mit den Stones 1972 – Pic: Larry Rogers/Wikimedia Commons

Der Rolling Stone

Als die Rolling Stones im Juni 1969 ihren Gitarristen Brian Jones feuern, legen John Mayall und Stones-Keyboarder Ian Stewart bei Mick Jagger ein gutes Wort für Taylor ein. Die Stones laden ihn ein, nehmen einige Songs mit ihm auf – und rekrutieren den damals 20-jährigen als neues Mitglied. Sein Bühnendebüt gibt er am 5. Juli 1969 bei einem kostenlosen Konzert im Londoner Hyde Park. Mehr als eine Viertelmillion Zuschauer pilgern zu der Show, nicht zuletzt deshalb, weil sich das Konzert spontan zu einem Brian Jones-Tribut entwickelt: Der Stones-Mitgründer war zwei Tage vorher gestorben.



In den kommenden Jahren gestaltet Taylor eine wichtige Phasen der Truppe mit: So spielt er nicht nur die legendären Platten Let It Bleed (1969) und das Livealbum Get Yer Ya-Ya’s Out! (1970) ein, sondern auch die Klassiker Sticky Fingers (1971) und Exile On Main St. (1972). Im Zuge der Aufnahmen zu It’s Only Rock ’n Roll (1974) kommt es jedoch zu Querelen zwischen den Musikern. So hat Taylor nach eigenen Aussagen die Songs Till The Next Goodbye und Time Waits For No One mitverfasst, wird aber nicht als Songschreiber genannt. Überhaupt: Bei ihm stellt sich das Gefühl ein, mit den Rolling Stones alles erreicht zu haben. Außerdem ist dem Gitarristen der immense Drogenkonsum der Gruppe nicht geheuer. Im Dezember 1974 verlässt er die Band, seine Nachfolge tritt Ron Wood von Faces an, nachdem sich diese aufgelöst haben.



1995 sagt Mick Jagger in einem Interview mit dem Rolling Stone über Taylor: „Er hat Großes geleistet und für mehr Musikalität in der Gruppe gesorgt. Sein Stil ist sehr flüssig und melodisch. Das hatten wir vorher nicht und haben es bis heute nicht. Weder Keith noch Ronnie Wood spielen wie er. Es war sehr gut für mich, mit ihm zu arbeiten.“ Kein Wunder also, dass sich die Wege der Musiker auch in folgenden Jahrzehnten kreuzen und Taylor immer wieder mit seinen alten Kollegen auf der Bühne steht.



Der Solokünstler

Nach seiner Zeit bei den Stones widmet sich Mick Taylor den unterschiedlichsten Projekten. So spielt er mit Mike Oldfield, Little Feat, Bob Dylan, Carla Olson, Alvin Lee und Mark Knopfler, heuert gelegentlich bei seinem alten Arbeitgeber John Mayall an und gründet eine Band mit Jack Bruce von Cream. 1977 unterschreibt er einen Solo-Plattenvertrag mit Columbia Records, 1979 erscheint sein erstes Album Mick Taylor. Seine zweite Platte unter eigenem Namen lässt bis 1998 auf sich warten und trägt den Titel A Stone’s Throw.

Der Gitarrist

Taylor erzählt mit jedem Solo eine Geschichte anstatt bloß sein handwerkliches Können unter Beweis zu stellen. Da verwundert es nicht, dass zum Beispiel Slash von Guns N’ Roses den Briten als Einfluss nennt. New York Times-Musikjournalist Robert Palmer bringt Mick Taylors Karriere folgendermaßen auf den Punkt: „Er ist der fähigste Gitarrist, der jemals für die Rolling Stones gespielt hat. Taylor war nie ein Rocker oder gar eine Rampensau, sondern ein Blues-Gitarrist mit dem melodischen Gespür eines Jazz-Musikers.“ Respekt. Wir sagen: Happy Birthday!



Titelfoto: Dina Regine/Wiki Commons

Zeitsprung: Am 5.12.1968 feiern die Rolling Stones “Beggar’s Banquet” – mit einer Tortenschlacht.

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„Der Triumph des Jazz“: Die musikalischen Einflüsse des Martin Luther King, Jr.

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Martin Luther King Jr.
Foto: Donald Uhrbrock/Getty Images

Am 15. Januar 2022 hätte die US-amerikanische Bürgerrechtsikone Martin Luther King ihren 93. Geburtstag gefeiert. Zu Ehren Kings möchten wir an dieser Stelle seine Verbindung zur Musikkultur ein wenig näher beleuchten.

von Markus Brandstetter

Die Bilder und Worte sind fest im kollektiven Bewusstsein verankert, selbst wenn man zu jener Zeit noch nicht auf der Welt war: Im August 1963 fanden sich über 200.000 Menschen in Washington, DC zum „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ (englischer Titel: March on Washington for Jobs and Freedom) zusammen.

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Vor dem Lincoln Memorial hielt Martin Luther King seine berühmte Rede, deren Worte „I have a dream“ in die Geschichte eingingen. Musik war (nicht nur) an diesem Tag ein wesentlicher Bestandteil der Proteste. Bob Dylan und Joan Baez traten auf, Peter, Paul & Mary, Odetta Holmes, Mahalia Jackson und der Eva Jessye Choir, auch Harry Belafonte war anwesend. Für King war Musik aber weit mehr als eine akustische Untermalung — er sah sie als Mittel zur Veränderung an — und, im Falle von Jazz, Triumph der Schwarzen — dazu später mehr.

Kings musikalischer Background

Für Martin Luther King, das schreibt der US-amerikanische Autor Alfonso Pollard in seinem Artikel The Extraordinary Influences of Dr. Martin Luther King, Jr., habe Musik seit seiner Kindheit eine bedeutende Rolle gespielt. Kings Mutter Alberta King spielte hier wohl die Schlüsselrolle: Sie war Chorleiterin und Organistin in der Ebenezer Baptist Church. Auch Kings spätere Ehefrau Coretta Scott, die er an der Universität kennenlernte, war Kirchenchorleiterin, außerdem Sopranistin und Multiinstrumentalistin.

Geht es nach Pollard, gab es in Kings musikalischer Sozialisation zwei große Säulen: die Gospelmusik zum einen, zeitgenössische Sängerinnen wie Mahalia Jackson, Sister Rosetta Tharpe, Nina Simone, Miriam Makeba zum anderen. Später wurde auch Jazz für ihn immer wichtiger — eine Musik, die er als „triumphal“ bezeichnete. Damit meinte er den Triumph der Afroamerikaner*innen über die Unterdrückung, über Ungerechtigkeit, Kummer, Tragödien.

Der Triumph des Jazz

1964 wurde King gebeten, die Eröffnungsrede auf dem JazzFest Berlin (damals „Berliner Jazztage“ genannt) zu halten. In seiner Rede sprach er über eben dieses Triumphale im Jazz: „Gott hat viele Dinge aus der Unterdrückung heraus geschaffen. Er hat seine Geschöpfe mit der Fähigkeit ausgestattet, zu erschaffen, und aus dieser Fähigkeit sind die süßen Lieder der Trauer und der Freude hervorgegangen, die es dem Menschen ermöglicht haben, mit seiner Umwelt und vielen verschiedenen Situationen zurechtzukommen. Der Jazz spricht für das Leben. Der Blues erzählt von den Schwierigkeiten des Lebens, und wenn man einen Moment nachdenkt, wird man feststellen, dass er die härtesten Realitäten des Lebens in Musik umsetzt, um dann mit neuer Hoffnung oder einem Gefühl des Triumphs wieder herauszukommen.“

„Die letzte Bastion des Elitismus“

Wie die Verbindung Kings zur klassischen Musik ist, ist indes nicht hinreichend beleuchtet. Der US-Dirigent Paul Freeman (1936-2015) berichtete einst in einem Interview von ein Zusammentreffen mit dem Bürgerrechtler. Als dieser ihn fragte, was er in Atlanta mache, erklärte ihm Freeman, er habe ein Engagement als Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra. Die Antwort von King darauf kann als sozialkritisch bis sarkastisch gelesen werden: „Ah, die letzte Bastion des Elitismus! Glory, Halleluja!“ Freeman, dessen erklärte Mission es war, die Klassik (sowohl als Musiker*in als auch als Hörer*in) für alle zugänglich zu machen, sah dies aber nicht als Seitenhieb, sondern als Inspiration, sein Ziel zu verfolgen.

Nachzusehen ist dies in diesem Interview:

Wie wichtig King war, zeigen zahlreiche Tribute. Soul-Legende Stevie Wonder war ausschlaggebend dafür, dass Martin Luther Kings Geburtstag zum Feiertag erklärt wurde — und widmete ihm das Stück Happy Birthday. U2 schrieben Pride (In The Name Of Love) über ihn, James Taylor zollte ihm mit Shed A Little Light Tribut — und natürlich darf man Nina Simones Stück Why (The King Of Love Is Dead) nicht vergessen, dass sie drei Tage nach seinem Tod vorstellte.

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Zeitsprung: Am 15.1.1969 kehrt George Harrison zu den Beatles zurück.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 15.1.1969.

von Timon Menge und Christof Leim

Getrennte Wege gehen die Beatles erst zu Beginn der Siebziger, doch dicke Luft herrscht schon vorher. Die Musiker fühlen sich ausgelaugt, gemeinsamer Tatendrang bleibt die Ausnahme. Am 10. Januar 1969 verlässt George Harrison sogar die Band. Fünf Tage später kehrt er zurück — allerdings mit Forderungen…

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Im Januar 1969 befinden sich die Beatles im Twickenham Studio in London und arbeiten an ihrer Platte Let It Be. Das White Album (1968) hallt noch nach, das Erscheinen von Yellow Submarine (1969) steht kurz bevor. Als die Band am Morgen des 10. Januar mit wenig Erfolg an den Songs Get Back und Two Of Us arbeitet, hat George Harrison die Nase voll. Er verlässt das Studio und lässt die anderen drei Musiker im Regen stehen. Nachdem sich McCartney, Lennon und Starr die erste Wut von der Seele gespielt haben, sagt Lennon trocken: “Ist er am Dienstag nicht zurück, holen wir Clapton.” Am 12. Januar treffen sich die Beatles bei Harrison zuhause, doch die Zusammenkunft verläuft alles andere als gut und endet von Harrisons Seite mit einem: “Man sieht sich.”

Einer der Gründe für Harrisons Abgang: Immer wieder geraten er und Paul McCartney aneinander. Harrison emanzipiert sich zu jener Zeit als Songschreiber und empfindet McCartney als zu dominant. In einem Interview mit dem Rolling Stone erzählt er: „Es ist mir immer sehr schwergefallen, beim Songwriting mitzumischen, weil Paul diesbezüglich sehr aufdringlich war. Wenn er meine Songs gespielt hat, lief das immer gut. Ich musste allerdings 59 seiner Ideen ausprobieren, bevor er sich meine überhaupt anhören wollte.“



Auch John Lennon und Harrison sind sich zu jener Zeit nicht grün. So stellt der britische Musikjournalist David Stubbs in einem Artikel für das Magazin Uncut die These auf, Harrison sei sogar noch genervter von Lennon als von McCartney, weil Lennon Probleme mit Harrisons wachsendem Einfluss auf das Songwriting gehabt habe. Nicht nur das: Lennons Beziehung zu Yoko Ono treibt einen Keil zwischen die beiden Beatles, die sich gerade erst richtig angefreundet hatten — vermutlich auch über ihre gemeinsame Vorliebe für LSD.

Außerdem stört Harrison sich daran, dass im Studio ein Film gedreht werden soll, obwohl die Beatles nur streiten. „Es kam vor der Kamera nie zum Eklat“, räumt er später ein. „Aber ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was das eigentlich soll.“ Er beschließt, die Band zu verlassen — ein Prozess, den auch Schlagzeuger Ringo Starr durchläuft, und zwar nur wenige Monate zuvor während der Sessions zum White Album.



Einige Tage nach Harrisons Abgang merken McCartney, Lennon und Starr endgültig, dass die Band nicht ohne den Gitarristen funktioniert. Die Musiker setzen ein Treffen für den 15. Januar an, und der verlorene Sohn taucht wieder auf — allerdings mit Forderungen. Harrison möchte im Gegensatz zu McCartney nach unfassbar vielen Konzerten nicht mehr live auftreten. Außerdem bittet er darum, das Studio zu wechseln. Die übrigen Bandmitglieder schlagen ein, die Beatles ziehen in die Apple Studios um und setzen den Aufnahmeprozess fort.


Die Symptome lassen sich durch die Veränderungen kurzzeitig bekämpfen, doch die Ursachen liegen tiefer. Trotz vorübergehender Wiedervereinigung kommt es langfristig zur Auflösung der Band. Vorher schließen die Briten die Aufnahmen des Albums Abbey Road ab, das durch diverse Umstände sogar noch vor Let It Be erscheint. Zur endgültigen Trennung kommt es im Frühjahr 1970, etwa einen Monat vor der Veröffentlichung der letzten Platte.

Zeitsprung: Am 21.1.1966 heiratet George Harrison. Eric Clapton grätscht rein.

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