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Popkultur

Die musikalische DNA von Guns N’ Roses

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Elton John & Aerosmith

Nicht viele Bands schaffen es, überhaupt erfolgreich zu werden. Manche arbeiten lang und hart für ein bisschen Anerkennung. Andere wiederum erobern die Welt wie über Nacht im Sturm. Das aber sind nur die wenigsten. Guns N’ Roses gehören definitiv zur letzten Kategorie und sind stellen noch viele ihnen ebenbürtige Gruppen in den Schatten. Zählen wir kurz nach: Wie viel Guns N’ Roses-Studioalben gibt es? Nur sechs? Das kann nur bei einer ganz besonderen Band die Unsterblichkeit garantieren.

Hör hier die größten Hits von Guns N’ Roses:

Dabei sah es doch anfangs gar nicht danach aus, als würde aus den Hard Rockern aus Los Angeles überhaupt etwas werden: Ihr Debütalbum Appetite For Destruction verkaufte sich nur mäßig, bevor es ein Jahr nach Veröffentlichung den ersten Platz der Albumcharts enterte. In den folgenden fünf Jahre indes wurden Guns N’ Roses die unangefochtene größte und, einigen Kritiker*innen zufolge, gefährlichste Rock-Band der Welt – und dann passierte erst mal wieder recht wenig. 14 Millionen US-Dollar und mehr als ein Jahrzehnt später erst erschien mit Chinese Democracy eine Platte, die viele gar nicht mehr erwartet hatten und von der viele auch gar nichts hören wollten. Guns N’ Roses ohne Slash? Quatsch! Meinten zumindest viele, als es 2008 endlich doch soweit war.

Für einige Die-Hard-Fans sind Guns N’ Roses nur das, was zwischen Appetite For Destruction und Use Your Illusion, das heißt auch: zwischen Axl Rose und Slash, geschah. Natürlich aber ist das unfair und nicht unbedingt richtig. Denn hätte die Band es jemals so weit geschafft, wenn da nicht noch mehr wäre? Und nein, wir meinen damit nicht die Heerscharen von Anwälten, die zwischen den Bandmitgliedern vermitteln mussten. Sondern die Musik. Wenn wir alle Einflüsse von Guns N’ Roses auflisten müssten, würde das vermutlich länger dauern, als Fans auf Chinese Democracy gewartet haben. Wir versuchen es trotzdem und werfen einen Blick auf ihre musikalische DNA – welcome to the jungle!

1. Hanoi Rocks – Don’t You Ever Leave Me

Bevor es Guns N’ Roses gab, waren da… Na? Fans wissen es natürlich: L.A. Guns und Hollywood Rose hießen die beiden Bands, aus denen Guns N’ Roses hervorgingen. Die Geschichte der beiden ist ziemlich verworren und dass sich daraus eine (einigermaßen) feste Besetzung rekrutieren konnte, grenzt nahezu an ein Wunder. Hätte es die Band überhaupt jemals gegeben, wenn Slash nach dem Ende von Hollywood Rose bei Poison eingestiegen wäre? Und wenn ja: Wie das wohl geklungen hätte…? Eins können wir mit Sicherheit sagen: Dass der Einfluss einer ganz bestimmten Band dennoch präsent gewesen wäre.

Hanoi Rocks kamen ausgerechnet aus dem kalten Finnland, lieferten jedoch den kalifornischen Chaoten von Guns N’ Roses von Anfang an Inspiration. „Slash spielte auf genau die richtige Art Gitarre, weil er mit Hanoi und dem Spiel von Andy (McCoy, Gitarrist der Hanoi Rocks) und mir aufgewachsen ist“, gab Hanoi-Rocks-Sänger Michael Monroe stolz zu Protokoll. Es nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich Axl Rose sogar einige Styling-Tipps von den skandinavischen Kollegen abgeholt hat. Der beständige Einfluss auf Guns N‘ Roses resultierte schließlich auch in mehrere Kollaborationen, so ist Monroe etwa auf Use Your Illusion 1 und The Spaghetti Incident zu hören. Neidisch auf den Erfolg der Zöglinge zeigte sich Monroe – bürgerlich eigentlich Matti Fagerholm – allerdings nie. „Guns N’ Roses hatten ihr eigenes Ding am Laufen“, sagte er. „Sie waren selbstbewusst genug, Hanoi Rocks als Einfluss zu nennen.“

2. Aerosmith – Mama Kin

Hanoi Rocks waren selbstverständlich nicht die einzige Band vom anderen Ende des großen Teichs, ohne die Guns  N’ Roses so nicht denkbar gewesen wären. Von Led Zeppelin zum Beispiel lernte die aufstrebende Band – zum Leidwesen von Hotels in aller Welt – nicht nur musikalische Kniffe, sondern auch die Manieren. Doch ihr direktes Umfeld lieferte ebenso Inspiration und eine gehörige Portion Starthilfe. Auf ihrer ersten EP Live ?!*@ Like A Suicide zollten Guns N’ Roses nicht nur Rose Tattoo, sondern auch Aerosmith Tribut.

Ihr Cover von Mama Kin weckte wohl die Aufmerksamkeit der Band um Steven Tyler, die Guns N’ Roses gemeinsam mit Iron Maiden auf eine Nordamerika-Tour mitnahmen. Ein Schuss in den Ofen für die Headliner, denn am Ende der Tour hatten Guns N’ Roses ihre Mentoren überflügelt. „Wir waren total angefressen, dass das Rolling Stone-Magazin aufkreuzte, um eine Story über Aerosmith zu machen und am Ende Guns N’ Roses auf dem Cover landeten“, erinnerte sich Aerosmith-Manager Tim Collins. Wie sehr der Band der Erfolg zu Kopf gestiegen war, zeigte sich auch 2016: Als sich Tyler stolz damit brüstete, Rose bei einem Treffen zu der Guns-N’-Roses-Reunion überzeugt zu haben, setzte die Band einen hämischen Tweet in seine Richtung ab. Don’t mess with the best!

3. The Eagles – Hotel California

Wie es aber nun mal mit Guns N’ Roses ist: Sonderlich viel Respekt haben sie ihren Idolen nie entgegengebracht, der produktive (und manchmal schlicht zickige) Wettstreit ist ihnen lieber. Wobei gerade Rose mit seinem hitzigen Gemüt nicht immer unbedingt viel Konstruktives beizutragen weiß. Taten zahlen sich bei ihm gemeinhin mehr aus als alle Worte. Was seiner Band Ende der achtziger Jahre gelang, war nichts anderes als die Neuerfindung des Sounds von Kalifornien. Nachdem dieser in den sechziger Jahren von den Beach Boys und in den Siebzigern maßgeblich von den Eagles bestimmt wurde, trugen Guns N’ Roses das Selbstverständnis des Golden State mit voller Lautstärke in die Welt hinaus.

Dass aber auch ihre Interpretation des kalifornischen Sounds an den Vorgängern geschult war, zeigte sich allein an der guten Verbindung der Band zu den Eagles, deren Drummer Don Henley schon mal spontan für einen Gig einsprang, als Roses-Schlagzeuger Steven Adler in der Reha-Klinik eine Auszeit nahm. Was Guns N’ Roses von den Eagles mitnahmen, war das Gespür für die sanften Untertöne. Denn so sehr Guns N’ Roses für einen harten, von Bands wie Black Sabbath oder Motörhead ebenso wie von den Rolling Stones und Iggy Pop beeinflussten Sound standen: Sie konnten immer auch anders und blieben (zumindest musikalisch) stets auf dem Boden ihres Heimatstaats. Obwohl sie mehr als einmal vom Boden der Tatsachen abhoben, versteht sich.

4. Elton John – Your Song

In ihrem Dylan-Cover von Knockin’ On Heavens Door oder den großen Balladen, angefangen mit Sweet Child O’ Mine hin zum unsterblichen November Rain, zeigte sich in Guns N’ Roses Schaffen stets eine einfühlsame Ader. Dass eine der zweifellos schönsten Live-Performances von November Rain ausgerechnet mit Sir Elton John entstand, mag auf den ersten Blick verwundern. Ist nicht Axl Rose mehrfach wegen homophober Äußerungen in die Kritik gekommen? Und was haben Guns N’ Roses schon bitte mit dem Typen gemein, der den Soundtrack zu König der Löwen eingesungen hat? Fans wissen die Antwort: eine ganz Menge!

Nehmen wir beispielsweise den Song My Michelle von Appetite For Destruction. Der entstand über Umwege dank Johns ewigem Klassiker My Song. Denn die im Guns-N’-Roses-Stück angesprochene Michelle Young brachte die Band auf die Idee zum Song, nachdem sie auf dem Weg zu einer Show My Song im Radio hörten. „Oh, das ist so ein schönes Lied“, sagte sie damals. „Ich wünschte, jemand würde ein ähnliches über mich schreiben.“ Nun ja, nun gut – die Unterschiede zwischen beiden Stücken sind gelinde gesagt merklich. Kein Wunder, dass Young mittlerweile sehr gemischte Gefühle hat, wenn sie an My Michelle denkt. Auf andere Art aber ging die Geschichte sehr gut aus: Axl Rose und seine Band sollten sich bald mit Elton John anfreunden.

5. Queen – Bohemian Rhapsody

Noch bevor Guns N’ Roses und Elton John ihre legendäre Performance von November Rain zum Besten gaben, fanden sie zuerst im Jahr 1992 beim Freddie Mercury Tribute Concert auf der Bühne zusammen. Ihr Auftritt rief laute Proteste der Organisation ACT UP auf den Plan, die Rose wegen seiner schwulenfeindlichen Lyrics im Song One In A Million kritisierten. Erst kreischt der „immigrants and f*ggots / they make no sense to me“ – und dann soll er einen der größten schwulen Künstler des Jahrhunderts ehren? Undenkbar!

Brian May von Queen versuchte, ein gutes Wort für Rose einzulegen. „Die Leute scheinen blind zu sein“, schäumte er damals. „Verstehen die nicht, dass allein die Tatsache, dass Guns N’ Roses hier sind, schon Statement genug ist?“ Dass Rose dann ausgerechnet gemeinsam mit dem bekanntlich ebenfalls homosexuellen Elton John die Bühne erklomm, wird für einige die endgültige Provokation bedeutet haben. Anscheinend aber wurde Rose dadurch auf die harte Tour von seiner Homophobie geheilt, denn beim gemeinsamen Bohemian-Rhapsody-Duett mit John blieb es nicht: 1994 war es Rose, der den älteren Briten in die Rock and Roll Hall of Fame einführen durfte. So wäre das sicher auch im Sinne Freddie Mercurys gewesen, der nicht nur einer von Elton Johns engsten Freunden, sondern auch ein großes Idol von Axl Rose war.

6. Charles Manson – Look At Your Game, Girl

Nicht, dass Guns N’ Roses jemals aufgehört hätten, zu provozieren. Als im November 1993 das Album The Spaghetti Incident? erschien, versteckte sich darauf eine handfeste Überraschung, die allerseits für Empörung sorgte. Neben Coverversionen von Punk-Bands wie The Damned, den U.K. Subs oder Fear versteckte sich auch eine Neuinterpretation von Charles Mansons Song Look At Your Game, Girl als Hidden Track auf dem Album. Zur Erinnerung: Charles Manson war der Anführer der Manson Family, der unter anderem inspiriert von The Beatles’ Helter Skelter reihenweise Hippies in seinen Bann zog und seine Gefolgschaft zu grausamen Morden angestiftet haben soll. Guns N’ Roses waren sich wohl bewusst, wie brenzlig ihre Auseinandersetzung mit der Musik Mansons sein würde. Die Promo-Kopien des Albums, die vorab an die Presse gesandt wurden, enthielten das Stück nämlich nicht.

„Axl will, dass der Track für sich selbst spricht“, wiegelte Bandmanager Doug Goldstein damals ab. Rose selbst betonte, dass die Band absichtlich versuchen wollte, keinen Wirbel um das Stück entstehen zu lassen. „Der Grund, warum er nicht aufgeführt wird, liegt darin, dass wir ihn herunterspielen wollten“, äußerte er sich auf seiner Website. „Wir geben Charles Manson keinen Credit dafür.“ Slash hingegen schob das Cover auf den „naiven und unschuldigen schwarzen Humor“ der Band. Es half nichts, es kam zu einer Art Streisand-Effekt und die Geschichte schlug immer größere Wellen. Zuerst verkündete die Band, dass die Einnahmen aus dem Verkauf des Stücks einem wohltätigen Zweck zugeführt würden, dann sagte Rose in einem Interview, dass es auf zukünftigen Auflagen des Albums nicht mehr zu hören sein würde. Er konnte es trotzdem nicht lassen: Kurz nach der Kontroverse trat er bei einem Konzert in England im Manson-Shirt auf. Und das Versprechen, den Song vom Album zu nehmen? Wir warten immer noch drauf…

7. Misfits – Attitude

„Attitude, you got some fucking attitude / I can’t believe what you said to me / You got some attitude” – das sind doch Zeilen, die Guns N’ Roses besser charakterisieren könnten, als es jeder Biograf vermag! Zu hören waren sie zuerst auf dem Misfits-Album Static Age, das die Horror-Punk-Band 1978 aufnahm und doch nicht – Chinese Democracy lässt grüßen! – vor 1996 veröffentlichten. Attitude ist einer der Songs, der es schon vorher an die Öffentlichkeit schaffte und der den Punk-begeisterten Guns N’ Roses ganz offensichtlich aus der Seele sprach. Nicht ohne Grund coverten sie ihn neben vielen anderen Punk-Stücken und dem unheilvollen Manson-Song auf The Spaghetti Incident?.

Die sich damals noch um Frontröhre Glenn Danzig gruppierenden Misfits hatten den Kaliforniern vorgemacht, dass Skandale durchaus gut fürs Geschäft sein können. Der Titelsong ihrer Bullet-EP, auf der auch Attitude zu hören war, widmete sich in ungeschönten Worten dem Attentat auf John F. Kennedy. Ein kleiner Skandal entstand, der Band oder gar ihren Plattenverkäufen aber schadete es keineswegs. Obwohl es natürlich Axl Roses Idee gewesen sein soll, ausgerechnet diesen Misfits-Song neu einzuspielen, übernahm für die Aufnahme Bassist Duff McKagan das Mikro, um der Version eine noch rotzigere Note zu verpassen. Wo Attitude drauf steht, muss schließlich auch Attitüde drin sein!

8. Rolling Stones – Sympathy For The Devil

Allen Koketterien mit Charles Manson und ihrer Punk-Attitüde zum Trotz: Guns N’ Roses wussten immer auch um die Wurzeln ihres Sounds im Blues Rock, wie er von den Rolling Stones im Laufe der „British Invasion“ Mitte der sechziger Jahre in den USA populär gemacht wurde. Oft spielten Slash und Gilby Clarke, der ab 1991 Izzy Stradlin an der Gitarre ersetzte, die Stones-Ballade Wild Horses auf Konzerten, am bekanntesten aber ist wohl Guns N’ Roses’ Neuinterpretation von Sympathy For The Devil, welches 1994 auf dem Interview-mit-einem-Vampir-Soundtrack zu hören war.

Sympathy For The Devil markierte einen Wendepunkt für die Band, deren Wahnsinnserfolg seine Spuren zu zeigen begann. Tatsächlich ist es die letzte Aufnahme, die sowohl Slash, McKagan und Matt Sorum an den Drums versammelte. Dass Paul „Huge“ Tobias aus dem Hollywood-Rose-Umfeld dabei war, schmeckte Slash so gar nicht. 2001 gestand er in einem Interview, dass er die Band 1996 vor die Wahl gestellt hatte: „Entweder geht Paul oder ich!“ Wir wissen, wie die Geschichte ausging. Wie es wohl weitergegangen wäre, hätte Slash nicht das Handtuch geworfen? Dann hätte vielleicht Ozzy Osbourne Recht behalten. Der nämlich attestierte der Band, sie hätten „die nächsten Rolling Stones“ werden können. Wenn sie sich doch nur zusammengerissen hätten… So bleibt uns zumindest ihr Cover von einem der größten Stones-Hits.

9. Ulrich Schnauss – Wherever You Are

Slashs Ausstieg aus der Band markierte den Anfang eines sich ewig dahinziehenden Findungsprozesses, der erst 2008 mit der Veröffentlichung von Chinese Democracy ein Ende fand. Schon seit 1994 war die Gerüchteküche am Brodeln, im Laufe der Jahre wurde der The-Spaghetti-Incident?-Nachfolger zu einer Art Running Gag des Rock-Businesses. Die letztlich ganze 14 Millionen US-Dollar verschlingenden Aufnahmen waren geprägt von zahlreichen Stilwechseln, an denen das direkte Umfeld der verbliebenen Roses-Mitglieder nicht unschuldig war. Moby etwa wurde als Produzent eingeladen, mit Robin Finck und Chris Vrenna gesellten sich ehemalige Nine-Inch-Nails-Mitglieder zum sich ständig drehenden Besetzungskarussell.

Obwohl Chinese Democracy doch ein relativ konventionelles Rock-Album werden sollte, so zeigte sich darauf dennoch der subtile Einfluss elektronischer Musik. Die Labels Independiente und Domino interessierten sich ganz besonders für den Song Riad N’ the Bedouins. Warum? Der Beginn der Stücks klingt verteufelt nach Ulrich Schnauss’ Tracks Wherever You Are und A Strangely Isolated Place, deren Rechte die beiden Labels verwalteten. Für Fans bedeutete der resultierende Rechtsstreit eine bittere Enttäuschung. Erst mussten sie beinahe zwei Jahrzehnte warten – und dann klaut die Band noch von anderen? Da halfen auch Ausreden nichts, nach denen das Produktionsteam der Platte die Samples mit dem Versprechen an die Band weiterleiteten, dass alle rechtlichen Fragen geklärt gewesen sein. Guns N’ Roses kamen zurück, um sich prompt in die Nesseln zu setzen! Ob’s das nun war mit ihrer Leidenschaft für elektronische Sounds?

10. AC/DC – Whole Lotta Rosie

Versuchen wir es positiv zu fassen: Von den Hanoi Rocks und Aerosmith über die Eagles und Elton John bis hin zu Queen, Charles Manson, den Misfits und den Stones sowie Ulrich Schnauss – allein die Bandbreite von Einflüssen zeugt davon, dass es sich bei Guns N’ Roses um eine ganz besondere Band handelt. Andere Bands sind da schon etwas, sagen wir mal, wertkonservativer. AC/DC beispielsweise sind im Laufe der Karriere weitgehend bei ihren Leisten geblieben und haben dem Publikum immer genau das gegeben, was dieses von ihnen erwartete. Dennoch ließ sich selbst ein Angus Young von der Energie anstecken, die Guns N’ Roses auf ihrem großen Reunion-Konzert auf dem Coachella Festival im Jahr 2016 ausströmten. Zum ersten seit fast genau 40 (!) Jahren erklomm der schottisch-australische Vollblutrocker mit einer anderen Band als der eigenen die Bühne.

Ganz so weit lehnte sich Young aber nicht aus dem Fenster: Gemeinsam mit Guns N’ Roses performte er einen Song, an dem er selbst mitgeschrieben hatte: Whole Lotta Rosie. Das Generationentreffen auf der Bühne ist bezeichnend für Guns N’ Roses, die es als eine der wenigen aufstrebenden Bands immer wieder geschafft haben, ihre eigenen Helden zu Fans zu machen. Tatsächlich sollte der zum Zeitpunkt wegen eines gebrochenen Fußes auf dem legendären „Rock’n’Roll Recovery Throne“ – einer Leihgabe von Dave Grohl – sitzende Axl Rose wenig später AC/DC-Sänger Brian Johnson ersetzen. Vom Fan zum Frontmann – was für eine Karriere!

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Guns N’ Roses: Alle Studioalben im Ranking

Popkultur

Zeitsprung: Am 8.12.1984 verschuldet Vince Neil den Tod des Hanoi-Rocks-Schlagzeugers.

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Foto: Paul Natkin/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 8.12.1984.

von Timon Menge und Christof Leim

Weil die Alkoholvorräte bei einer Privatparty nicht ausreichen, möchten Mötley-Crüe-Frontmann Vince Neil und Hanoi-Rocks-Schlagzeuger Nicholas „Razzle“ Dingley für Nachschub sorgen. Neil setzt sich trunken ans Steuer seines italienischen Sportwagens. Dann kommt es zur Katastrophe.

Hier könnt ihr die größten Hits von Hanoi Rocks anhören: 

1984 tourt die finnische Band Hanoi Rocks zum ersten Mal durch die USA, gemeinsam mit den damals übergroßen Mötley Crüe. Um diesen Umstand zu feiern, lassen es sich die Musiker bei einer Party im Haus von Mötley-Frontmann Vince Neil mächtig gut gehen. Sprich: Der Alkohol fließt in Strömen. Als die Vorräte aufgebraucht sind, beschließen Neil und Hanoi-Rocks-Schlagzeuger Nicholas „Razzle“ Dingley, für Nachschub zu sorgen. Neil setzt sich ans Steuer, obwohl er bereits gut geladen hat.

Auf einer der kurvenreichen Straßen Hollywoods verliert der Sänger die Kontrolle über seinen Sportwagen und rammt zwei andere Autos. Der Fahrer des ersten bleibt glücklicherweise unverletzt, doch im zweiten Wagen sitzen Lisa Hogan und Daniel Smithers, die sich mehrere Knochen brechen und Hirnschäden davontragen. Lisa Hogan liegt bis zum Ende des Monats im Koma. Neil selbst kommt mit ein paar gebrochenen Rippen und einigen Kratzern davon, doch Dingley hat Pech. Er wird nach dem Unfall ins South Bay Hospital eingeliefert, wo er um 7:12 Uhr Ortszeit für tot erklärt wird. Er wurde gerade einmal 24 Jahre alt. 

„Ich hätte ins Gefängnis gehen müssen.“

In Neils Blut wird anschließend ein Blutalkoholspiegel von 1,7 Promille festgestellt. Das Urteil: „vehicular manslaughter“, also Totschlag. Die Strafe hält sich in Grenzen: Zu gerade einmal 30 Tagen Gefängnis wird er verurteilt — und sitzt nur die Hälfte davon tatsächlich ab. Zwei Jahrzehnte später gibt er in einem Interview mit der US-Zeitschrift Blender Folgendes zu Protokoll: „Nach Razzles Tod stellte ich einen Scheck über 2,5 Millionen US-Dollar wegen fahrlässiger Tötung aus. Ich hätte ins Gefängnis gehen müssen. Das wäre definitiv verdient gewesen, aber ich habe nur 30 Tage im Knast verbracht, wurde dort flachgelegt und habe Bier getrunken — wegen der Macht des Geldes. Das ist beschissen.“ Zusätzlich zur Gefängnisstrafe muss Neil 200 Sozialstunden ableisten.

Hanoi-Rocks-Gitarrist Andy McCoy erinnert sich 2006 in einem Interview mit dem Metal Express folgendermaßen an den Abend: „Ich war da. Razzle und Vince verschwanden einfach, also suchten ich und Tommy Lee nach den beiden. Dann sind wir an der Unfallstelle vorbeigefahren und ich fragte Tommy, welche Farbe das Auto hatte, mit dem die zwei losgefahren sind. Wir fuhren nämlich gerade an einem verdammten Unfall mit einem roten Sportwagen vorbei. Dann sah ich Razzles Hut auf der Straße.“

„Jeder hat unter der ganzen Sache gelitten.“

Im Jahr 2011 äußert sich Hanoi-Rocks-Frontmann Michael Monroe auf sleazeroxx.com zu dem Vorfall: „Es gab diesen Unfall, und leider hat er unseren Schlagzeuger das Leben gekostet. Zu Vince Neil habe ich nichts zu sagen. Es war ein Unfall. Was passiert ist, ist passiert, und das lässt sich nicht mehr ändern. Jeder hat unter der ganzen Sache gelitten.“

Vince Neil widmet seinem verstorbenen Kollegen das nächste Mötley-Crüe-Album Theatre Of Pain (1985), beigesetzt wird Razzle auf der Isle Of Wight. Nach seinem Tod lassen sich die Hanoi Rocks zunächst nicht unterkriegen und engagieren Trommler Terry Chimes von The Clash, um eine bereits geplante Tour in Europa über die Bühne zu bringen. Kurz danach löst sich die Gruppe allerdings auf und findet erst 2001 wieder zusammen.

Die Hanoi Rocks 1984 in ganzer Pracht. Ganz rechts: Razzle. R.I.P. – Pic: Mike Prior/Redferns

Zeitsprung: Am 23.12.1987 stirbt Nikki Sixx von Mötley Crüe – für zwei Minuten.

 

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Popkultur

Apple Boutique: Vor 55 Jahren versuchen sich die Beatles erfolglos als Einzelhändler

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Apple Boutique
Foto: Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Selbst in Sachen Einzelhandel waren die Beatles ihrer Zeit voraus: Ihre Apple Boutique in London kann als Vorläufer des modernen Concept Stores gelten. 1967 ging diese Rechnung aber noch nicht auf – und die Beatles verloren Millionen.

von Björn Springorum

Das wilde Jahr 1967 neigt sich dem Ende zu. Die psychedelische Rockmusik ist diesseits und jenseits des Atlantik explodiert, The Doors, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, The Byrds und Cream haben wegweisende Alben veröffentlicht. Getoppt wird das Ganze – natürlich – von den Beatles, die mit Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band eines der besten Alben aller Zeiten veröffentlicht haben.

Ein psychedelischer Garten Eden

Im Sommer läuft in ganz London gefühlt kein anderes Album, 23 Wochen lang behauptet es sich an der Spitze der britischen Charts. Den Summer of Love verbringen die Beatles mit Filmprojekten und ihrer Reise ins indische Bangor, bis der Tod von Brian Epstein am 27. August 1967 alle rosaroten Wolken platzen lässt. Hinter den Kulissen sind aber längst Dinge im Gange, die die Band auch ohne ihren Manager und Mentor weiterlaufen lässt – der Flop-Film Magical Mystery Tour und ihr eigener Store, die Apple Boutique.

Die soll laut Harrison ein „psychedelischer Garten Eden“ sein und erstreckt sich auf drei Stockwerke. Hinter dem grandiosen Street-Art-Bild auf der Fassade steckt das niederländische Designkollektiv The Fool, die George Harrisons Frau Pattie Boyd der Band vorgestellt hat. Schon in den Monaten vor der Eröffnung der Boutique gestalten The Fool Artworks, Outfits, Sets und Instrumente für die Beatles, für aus heutiger Rechnung über 1,5 Millionen Euro verwandeln sie die Fassade des historischen Townhouses in der Baker Street 94 an zwei Novembertagen in ein psychedelisches Kunstwerk.

Bowie und Clapton kommen zur Eröffnung

Mit dem Store dahinter versuchen die Beatles, den Einzelhandel ebenso zu revolutionieren wie die Musik. Ihr sehr visionäres Konzept: Alles, was es in diesem Laden gibt, steht zum Verkauf. „Ein hübscher Ort, an dem hübsche Menschen hübsche Dinge kaufen können“, so beschreibt Paul McCartney das Konzept, das man von zeitgeistigen Concept Stores kennt. An der Baker Street im Jahr 1967 ist das neu.

Der Laden öffnet am 7. Dezember 1967 erstmals seine Tore. Schon zwei Tage zuvor laden John Lennon und George Harrison zu einer Launch Party, bei der zwar Paul McCartney und Ringo Starr fehlen (sie weilen in Liverpool respektive Rom), aber dafür jede Menge Berühmtheiten und Bohemiens in das psychedelische Wunderland strömen, um Kleidung, Accessoires, Bücher und Schmuck zu bestaunen – darunter David Bowie, Eric Clapton und Harrisons Frau Pattie Boyd.

Getrunken wird Apfelsaft

Auf den Einladungen steht geschrieben: „Kommt um 7:46. Modenschau um 8:16.“ Und zumindest zur Eröffnungsparty kommen sie. The Fool, die auch viele Designs für die Beatles, die Hollies oder Procol Harum realisiert haben, ziehen wie ein psychedelischer Wanderzirkus mit Instrumenten durch die Boutique, alle schlürfen Apfelsaft, weil der Store keine Schanklizenz hat. Vielleicht gibt es andere Dinge zum Konsumieren… Es ist ja immerhin 1967.

Apple Boutique

Foto: E. Milsom/Evening Standard/Hulton Archive/Getty Images

Zwei Tage später eröffnet die Boutique offiziell, gemanaged von Lennons Freund Peter Shotton und Pattie Boyds Schwester Jenny Boyd. Doch die Sache wird zum legendären finanziellen Desaster. Taschendiebstähle geraten außer Kontrolle, selbst Angestellte stecken sich reihenweise Sachen ein, so wirklich weiß niemand, womit die Kunden den Laden betreten oder wieder verlassen haben. Zur Anzeige gebracht wird kein Diebstahl: Das passt einfach nicht in den Freigeist des Konzepts.

Antikapitalistische Einzelhändler

Auch sonst läuft es schleppend: Baker Street ist einfach zu weit vom Londoner Mode-Epizentrum entfernt, die Apple Boutique fährt hohe Verluste ein. Mitte 1968 sind das schon mehr als 200.000 Britische Pfund (heute mehr als vier Millionen Euro) und die Beatles entscheiden, den Laden am 31. Juli 1968 – kein Jahr nach der Eröffnung – zu schließen. Für McCartney ist der Shop dennoch ein Erfolg. „Den größten Verlust machten wir damit, alles zu verschenken“, sagt er in einem Statement zur Schließung. „Aber das war unsere freie Entscheidung. Wir wollten verschenken, nicht verkaufen.“

Die wahren Gründe liegen natürlich auch darin, dass die Beatles keine Geschäftsleute sein wollen. Sondern Musiker, Filmemacher, Entertainer. Am Tag der Schließung öffnen die Beatles die Boutique ein letztes Mal für die Menschen, die zu Hunderten gierig in den Laden strömen, sich alles unter den Nagel reißen und Randale machen. Die Polizei muss eingreifen und beendet dieses abstruse Kapitel der Beatles-Geschichte relativ unrühmlich.

Schon im Mai 1968 hatte man die Fassade weiß übermalt und das Wort Apple kursiv darauf geschrieben – ein ähnlich drastischer Übergang wie bei den Artworks von Sgt. Pepper’s und The Beatles. 1974 wird das Gebäude abgerissen. Aber da gibt es die Beatles schon lange nicht mehr.

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Wie „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ die Musikwelt veränderte

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Popkultur

Zeitsprung: Am 7.12.1949 kommt Sänger und Songwriter Tom Waits zur Welt.

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Foto: Michael Ochs Archives/Getty Images

Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 7.12.1949.


von Frank Thießies und Christof Leim

Am 7. Dezember 1949 erblickt der Sänger und Songwriter Tom Waits das Licht der Welt. Mit seiner knurrenden Charakterstimme und ebenso knarzigen Songs begeistert der kauzige Kalifornier seit den frühen Siebzigern. Wir gratulieren dem amerikanischen Unikat und Genre-Grenzgänger zum Geburtstag!

Hier könnt ihr euch Tom Waits’ Debütalbum Closing Time (1973) anhören:

1949 in Pomona, Kalifornien als Thomas Alan Waits und Sohn eines Lehrerehepaars geboren, verschlägt es den jungen Mann nach kurzem Liebäugeln mit einem Studio der Fotografie im Alter von zwanzig Jahren nach San Diego. Fasziniert von der dortigen Folk-Szene nimmt er in einem Kaffeehaus-Club namens Heritage einen Aushilfsjob als Türsteher an, beginnt dort aber auch an seinem eigenen Bühnenrepertoire zu feilen, welches anfänglich noch hauptsächlich aus Covermaterial und kruder Comedy besteht. Sein beachtliches Talent als Songschreiber führt ihn in Folge jedoch schnell über die limitierend kleine San-Diego-Szene hinaus und dorthin, wo es alle verlorenen Künstlerseelen hinzieht: nach Los Angeles.

Bukowski am Bar-Piano

Bei einer Open-Stage-Nacht in Doug Westons renommierten Schuppen Troubadour in West Hollywood wird Waits 1972 entdeckt und ergattert zunächst einen Job als Songwriter bei Frank Zappas Plattenfirma Bizarre Records. Nur kurze Zeit später hat er einen eigenen Plattenvertrag bei David Geffens Asylum Records in der Tasche. Waits Debüt Closing Time erregt 1973 jedoch nur wenig Aufsehen in der breiten Öffentlichkeit. Dafür erkennen (nicht nur) die Eagles die Qualität von Komposition wie Ol’ 55. Ihr Cover der Waits-Nummer auf dem Album On The Border ein Jahr darauf sichert dem jungen Künstler zumindest die finanzielle Annehmlichkeit in Form von Tantiemen-Zahlungen. In seiner späteren Karriere werden Waits’ Lieder noch oft von anderen Leuten neu aufgelegt werden; Rod Stewarts Fassung von Downtown Train etwa ist legendär.

Ist Waits‘ Debüt noch von einem Folk-Vibe beseelt, bewegen sich die Folgewerke in den Siebzigern noch stärker zwischen verrauchtem Bar-Jazz, Charles Bukowski und Beat-Poeten wie Jack Kerouac, die Waits schon länger bewundert. Sich selbst mit Schiebermütze oder Trilby, ewigem Glimmstängel und Spitzbärtchen zu einem glamourösen, versoffenem Gossen-Troubadour stilisierend, klingen Waits‘ Alben, als könnten sie die Jukebox in Edward Hoppers berühmten Gemälde Nighthawks bestücken. 

Gekappte Wurzeln

Die künstlerische und private Kehrtwende erfolgt schließlich mit dem Dekadenwechsel: Im August 1980 heiratet der Sänger Kathleen Brennan, die künftig auch in kreativer Hinsicht seine Stütze und Partnerin wird. Das 1983 veröffentliche Album Swordfishtrombones, welches er mit Brennan schreibt und produziert, stößt die Tür zu einer zuweilen herrlich unkonventionellen, so experimentellen wie kaputten Klangwelt auf, die fortan zu Waits‘ musikalischem Markenzeichen werden soll. Mit der Trennung von seinem Management und der alten Plattenfirma stehen alle Zeichen auf Neuerfindung.

Zum erweiterten Repertoire des Sängers und Geschichtenerzählers zählt bald auch die Schauspielerei. So spielt er zu Beginn der Achtziger gleich in drei Filmen von Francis Ford Coppola (Rumble Fish, Die Outsider, Cotton Club) kleine, aber höchst überzeugende (Neben-)Rollen und brilliert in Jim Jarmuschs Down By Law 1986 an der Seite Roberto Benignis. Die Nebentätigkeit als Schauspieler hält er sich bis heute warm. Unlängst war Waits in dem Anthologie-Western der Coen Brüder The Ballad Of Buster Scruggs noch in einer Paraderolle als verschrobener ergrauter Goldgräber zu bewundern. Darüber hinaus wirkt Waits seit Ende der Achtziger auch auf der Theaterbühne: Mit Regisseur Robert Wilson realisiert er Stücke wie The Black Rider oder das auf Alice im Wunderland basierende Alice.

Waits, der Eremit 

Mit Beginn der Neunziger werden die klassischen Albumveröffentlichungen von Waits  sporadischer. Mule Variations (1999), das Doppelwerk Blood Money und Alice (2002) oder Real Gone (2004) lassen jedoch nichts vom musikalischen Pioniergeist vermissen, der Waits zwischen Americana- und Roots-Musik, gehusteter Folklore und Vaudeville sowie avantgardistischer Klangkunst heimisch geworden zeigt. Seine letzte Plattenveröffentlichung (Stand 2019) namens Bad As Me datiert auf das Jahr 2011 zurück. Womit so langsam eigentlich mal wieder Nachschub fällig wäre aus dem Hause Waits/Brennan. Doch das soll von Waits‘ Ehrentag nicht abhalten. Und so darf man heute gern ein bisschen tiefer in die Sakko-Tasche greifen und eine extra große Portion Konfetti herausfischen, während man auf dem rostigen Eisenbahnschienen für Tom Waits ein staubiges „Happy Birthday“ steppt. Herzlichen Glückwunsch.

Zeitsprung: Am 14.7.2015 erlebt Nick Cave eine Tragödie & verarbeitet sie mit Musik.

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