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Popkultur

Zehn Blues-Empfehlungen für den Einstieg

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Foto: Astrid Stawiarz/Getty Images

Nach Exkursionen in den Glam Rock und den Soul, wagen wir heute den größten Sprung in die Vergangenheit und widmen uns dem Blues. Bereits ab 1870 legt dieses Genre den Grundstein für fast alles, was wir heute hören. Umso schwieriger fällt der Einstieg, doch keine Sorge: Wir helfen.

von Timon Menge

Hier könnt ihr euch einige unserer Blues-Empfehlungen anhören:

Mit dem Blues hat alles angefangen. Ob Rock, Pop, Hip-Hop oder Soul: Kaum ein modernes Genre kommt ohne Einflüsse aus dem Mississippi Delta, aus Chicago, Texas oder New Orleans aus. Werfen wir einen Blick auf die prägenden Figuren der Mutter aller Stilrichtungen.

Robert Johnson

Man weiß nicht viel über Robert Leroy Johnson, der nur 27 Jahre alt wurde. Der Legende nach, hat er seine Seele an den Teufel verkauft, um besser Gitarre spielen zu können. Hört man sich die wenigen Aufnahmen des Ausnahmekünstlers an, klingt diese Theorie gar nicht so weit hergeholt. Man kann kaum glauben, dass Johnson nur zwei Hände hatte. Auch Keith Richards von den Rolling Stones möchte nach dem ersten Hören wissen: „Wer ist der andere Gitarrist?“ Heute gilt Johnson als Schlüsselfigur und Mitbegründer des Delta Blues.

Anspieltipps: Cross Road Blues, Sweet Home Chicago, Cross Road Blues – Take 1, Come On In My Kitchen, I Believe I’ll Dust My Broom

Bessie Smith

Sie gilt als „Kaiserin des Blues“, als eine der besten Sängerinnen ihrer Zeit und nimmt mehr als 150 Platten auf. Vor allem in den Zwanzigern und Dreißigern fährt Bessie Smith große Erfolge ein. Die Anfänge entstehen aus der Not heraus: Weil ihre Familie nicht über die Runden kommt, betätigen sich Smith und ihr Bruder Andrew in Chattanooga als Straßenmusik-Duo. Später unterschreibt sie einen Plattenvertrag mit Columbia Records und landet gleich mit ihrer ersten Single Downhearted Blues einen Nummer-eins-Hit. Am 26. September 1937 erliegt sie den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls, doch ihr Einfluss auf die Bluesmusik bleibt unvergessen.

Anspieltipps: Nobody Knows You When You’re Down And Out, Devil’s Gonna Git You, Baby Won’t You Please Come Home, Empty Bed Blues, Pt. 1, St. Louis Blues

John Lee Hooker

Wo Robert Johnson als Urvater des Delta Blues gilt, überträgt John Lee Hooker ihn auf die E-Gitarre. Außerdem erweitert er den Stil um seine ganz eigene Duftmarke, wie zum Beispiel starke Boogie-Woogie-Einflüsse. In seiner Kindheit darf er nur Kirchenlieder hören — seine erste Berührung mit der Musik. Den Blues lernt Hooker durch seinen Stiefvater William Moore kennen. Auch Tony Hollins, eine Bekanntschaft von Hookers Schwester Alice, bringt ihm die Musikrichtung nahe, und lässt ihn Stücke wie Crawlin’ King Snake sowie Catfish Blues üben. Später schreibt Hooker damit Bluesgeschichte. Am 21. Juni 2001 stirbt er im Alter von 83 Jahren im Schlaf.

Anspieltipps: Boom Boom, One Bourbon, One Scotch, One Beer, I’m In The Mood, Boogie Chillen, Chill Out (Things Gonna Change)

B.B. King

Er trägt den Titel „König des Blues“. Gemeinsam mit Albert King und Freddie King zählt er zu den „Kings Of The Blues Guitar“. Tatsächlich etabliert B.B. King eine Spielweise, die viele Gitarristinnen und Gitarristen nach ihm beeinflussen soll, vor allem im Rahmen seiner Soli. Wie so oft, beginnt auch seine musikalische Sozialisation in der Kirche. Professioneller Musiker möchte er werden, nachdem er den Delta Blues zum ersten Mal im Radio gehört hat. Ein paar Jahre später spielt er in der Sendung von Sonny Boy Williamson. Mehr als 70 Jahre dauert seine Karriere an, bevor er am 14. Mai 2015 im Alter von 89 Jahren stirbt.

Anspieltipps: Three O’ Clock Blues, You Upset Me Baby, Every Day I Have The Blues, Don’t Answer The Door, The Thrill Is Gone

Willie Dixon

Willie Dixon beherrschte die Gitarre, den Bass und seine Stimme, doch man kennt ihn vor allem als Songschreiber, zum Beispiel für Muddy Waters und Howlin’ Wolf. Aus Dixons Feder stammen Klassiker wie Hoochie Coochie Man, I Just Want To Make Love To You, Little Red Rooster und Spoonful. Mit jenen Stücken prägt er den Chicago Blues und die dort ansässige Plattenfirma Chess Records, die von 1950 bis 1965 ihren Zenit erlebt. In den späten Fünfzigern arbeitet Dixon außerdem mit Chuck Berry und entwickelt sich zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Blues und Rock’n’Roll. Später covern Led Zeppelin und die Rolling Stones seine Songs. Am 29. Januar 1992 stirbt er im Alter von 76 Jahren an Herzversagen.

Anspieltipps: Back Door Man, I Can’t Quit You Baby, Little Red Rooster, Spoonful, You Shook Me

Muddy Waters

Auch Muddy Waters prägt die Szene in Chicago maßgeblich. Als „Father Of Modern Chicago Blues“ begeistert er mit der Gitarre, der Mundharmonika und seiner Stimme. Mit dem psychedelisch angehauchten Album Electric Mud wagen er und Chess Records ein psychedelisches Experiment, das in die Bluesgeschichte eingeht. Doch nicht nur das: Für die Rolling Stones fungiert sein Song Rollin’ Stone als Namensgeber, zahlreiche namhafte Künstlerinnen und Künstler covern seine Stücke. Sogar Gitarrengott Jimi Hendrix nennt ihn als wichtigen Einfluss. Am 30. April 1983 stirbt Waters im Schlaf an Herzversagen.

Anspieltipps: Mannish Boy, I’m Your Hoochie Coochie Man, I Can’t Be Satisfied, Rollin’ Stone, Got My Mojo Working

Buddy Guy

Muddy Waters’ Studiogitarrist hat ebenfalls eine Karriere vor sich und schreibt als Buddy Guy Musikgeschichte, auch wenn es zunächst nicht danach aussieht: Als „Hired Gun“ für Chess Records spielt er an der Seite von Größen wie Waters, Howlin’ Wolf, Little Walter, Sonny Boy Williamson und Koko Taylor. Anschließend arbeitet er als LKW-Fahrer, nur abends spielt er Konzerte. Erst während des erneuten Blues-Booms in den Achtzigern (siehe Stevie Ray Vaughan weiter unten) erlebt Guy einen zweiten Frühling. Den Startschuss dafür liefert unter anderem Eric Clapton, der den alten Hasen zu seiner 24-Nights-Show in die Royal Albert Hall einlädt. Guys Stil wird aus geografischen Gründen gerne dem Chicago Blues zugeordnet, doch das wird seinem facettenreichen und experimentellen Spiel nicht gerecht.

Anspieltipps: Mustang Sally, Feels Like Rain, Damn Right, I’ve Got The Blues, What Kind Of Woman Is This?, Mary Had A Little Lamb

Alexis Korner

Mit dem Blues kommt Alexis Korner durch den Zweiten Weltkrieg in Kontakt und entdeckt die Musikrichtung im Radio. „Von da an wollte ich ihn spielen“, erzählt er später in einem Interview. Mit seiner Begeisterung steckt er eine ganze Generation an. So gehört er zwar sicher nicht zu den kommerziell erfolgreichsten Musiker*innen des 20. Jahrhunderts, ganz bestimmt aber zu den wichtigsten. Als Schlüsselfigur der britischen Blues-Szene ebnet er nicht nur John Mayall, sondern auch Eric Clapton und den Rolling Stones den Weg. Am 1. Januar 1984 erliegt Korner einer Krebserkrankung.

Anspieltipps: 3/4 A.D., Get Off My Cloud, Early In The Morning, Chicken Shack, Sweet Home Chicago

Eric Clapton

Eric Clapton gilt völlig zurecht als einer der wichtigsten und einflussreichsten Gitarristen*innen aller Zeiten. Nicht nur als Solokünstler, sondern auch mit Gruppen wie Cream und The Yardbirds schreibt er Musikgeschichte. Phasenweise gehört er zur Band von Brit-Blues-Legende John Mayall. Ganze 18 Grammys erhält Clapton im Lauf seiner Karriere und ist als einziger Musiker gleich dreimal in der Rock And Roll Hall Of Fame vertreten. Wie kaum ein*e andere Künstler*in prägt er den Begriff des Gitarrengottes. Dabei wechselt er zu Yardbird-Zeiten ganz bodenständig eigenhändig die Saiten, die ihm bei der Show reißen. Das Publikum applaudiert währenddessen, ganz langsam. Dadurch erhält Clapton seinen Spitznamen „Slowhand“.

Anspieltipps: Five Long Years, Cocaine, Crosscut Saw, Riding With The King, Time For A Change

Stevie Ray Vaughan

Stevie Ray Vaughan haben wir es zu verdanken, dass der Blues auch heute noch cool ist. Das war zu Beginn der Achtziger nämlich so gar nicht der Fall. Vaughan lässt sich davon nicht beirren und entwickelt sich zu einem der besten Gitarristen aller Zeiten, wird mit Preisen überhäuft und verhilft dem Blues mit seiner Leidenschaft zu einem furiosen Comeback. Auch lange nach seinem Tod durch einen Helikopterabsturz im Jahr 1990, nennen Künstler wie John Mayer und Kenny Wayne Shepherd ihn als wichtigen Einfluss.

Anspieltipps: Pride And Joy, Texas Flood, Tin Pan Alley (AKA Roughest Place In Town), Lenny, Life By The Drop

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„White Christmas“, „All I Want For Christmas Is You“ und mehr: Verrückte Fakten zu den größten Weihnachtssongs

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Mariah Carey
Foto: Gilbert Carrasquillo /Getty Images

Sie dudeln im Radio auf und ab, beschallen Weihnachtsmärkte und Cafés: Hättet ihr diese Dinge über Evergreens wie Last Christmas, All I Want For Christmas Is You oder White Christmas gewusst?

von Björn Springorum

Auf wenige Dinge ist so sehr Verlass wie das pünktliche Aufschlagen von Last Christmas und All I Want For Christmas Is You deutlich vor dem ersten Advent. Weihnachtssongs sind Fluch und Segen zugleich, Boten einer schönen Zeit für die einen und Geißel des schlechten Geschmacks für die anderen – Stichwort #whamageddon. Zu welchem Lager man auch zählt: Vorbei kommt dieser Tage niemand an ihnen. Da lohnt mal ein Blick auf die erstaunlichen Geschichten hinter fünf der erfolgreichsten Weihnachtssongs aller Zeiten.

1. All I Want For Christmas Is You (1994)

Eine der erfolgreichsten Singles aller Zeiten ist in gerade mal 15 Minuten entstanden. So kurz sollen Mariah Carey und Walter Afanasieff für das Songwriting dieser Nummer gebraucht haben. Bewusst angelehnt an den Ronettes-Sound der Sechziger, braucht All I Want For Christmas Is You kommerziell gesehen deutlich mehr Zeit als für seine Entstehung. Der Grund: Der Song wurde anfangs nicht offiziell als reguläre Single ausgekoppelt und konnte deswegen auch nicht in den Charts notieren. Das ändert sich, als 1998 die Regularien angepasst werden. Damals beginnt die erstaunliche Erfolgsgeschichte des Songs: Am 21. Dezember 2019 – 25 Jahre nach Veröffentlichung – steht der Song erstmals ganz oben in den US-Charts. 16 Millionen Exemplare sind mittlerweile verkauft, unzählige Streaming-Rekorde gebrochen. Geschätzte 60 Millionen gibt es an Royalties allein für diesen Song, Mariah Carey allein verdient grob geschätzt 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr mit All I Want For Christmas Is You. Nicht übel – dafür, dass sie den Songs anfangs gar nicht aufnehmen wollte.

2. Santa Claus Is Comin’ To Town (1934)

Auch dieser Song gehört zu Weihnachten wie schlechter Glühwein: Erstmals 1934 von einem Banjo-Spieler namens Harry Reser aufgeführt, hat sich Santa Claus Is Comin’ To Town zum weihnachtlichen Pflichtprogramm entwickelt. Liegt natürlich auch an seiner erstaunlichen Haltbarkeit und Attraktivität für andere Künstler: In den letzten knapp 80 Jahren haben sich über 200 Künstler*innen an diesem Klassiker von J. Fred Coots und Haven Gillespie versucht – und nicht unbedingt unbekannte, um es mal so zu sagen: Unter anderem gibt es Versionen von Bing Crosby, Mariah Carey, Neil Diamond, Bruce Springsteen, Frank Sinatra, Bill Evans, Chris Isaak, The Temptations, The Carpenters, Michael Bublé und den Jackson 5. Am ehesten denkt man bei Santa Claus Is Comin’ To Town aber wahrscheinlich an den Boss und seine unvergleichliche Version. Die entstand gemeinsam mit der E Street Band am 12. Dezember 1975, wurde aber erst 1982 auf dem Sesamstraße-Album In Harmony 2 veröffentlicht und steigt seit 2002 regelmäßig hoch in die Charts ein. Springsteen-Konzerte im November und Dezember kommen ebenfalls nie ohne diese Nummer aus.

3. Last Christmas (1984)

Irgendwann im Sommer 1984 wird George Michael plötzlich vom Geist der Weihnacht heimgesucht. Er und sein Wham!-Kollege Ridgeley sind gerade bei Michaels Eltern zu Besuch, als ihn die winterliche Muse küsst: Er rauscht in sein altes Kinderzimmer und schreibt dort mal so eben einen der größten, wenn auch polarisierendsten Weihnachtshits aller Zeiten. Die Nummer wird zum Erfolg und schnell auch zum unverzichtbaren Weihnachtslied. Nur die Nummer Eins in den britischen Charts bleibt Last Christmas vergönnt – bis 2021, mehr als 36 Jahre nach der Veröffentlichung. Den Gesamterlös des Songs spendet Wham! vorbildlich dem Kampf gegen die verheerende Hungerkrise in Äthiopien. Bei über sechs Millionen verkauften Singles kommt da einiges zusammen.

4. Do They Know It’s Christmas (1984)

Das ist die Nummer, die Last Christmas 1984 davon abhält, die Spitze der britischen Charts zu erklimmen: Do They Know It’s Christmas von Bob Geldorf und Midge Ure ist eine der bekanntesten Benefiz-Singles aller Zeiten. Und ein echter Allstar-Coup: Aufgenommen an nur einem einzigen Tag am 24. November 1984 im Londoner Stadtteil Notting Hill, kommt die als Band Aid bezeichnete Supergroup an diesem Tag erstmals hinterm Mikro zusammen: Unter anderem singen Bono, Siobhan Fahey, Phil Collins, Boy George, Paul Weller. Sting und wieder George Michael (der damit auf Platz eins und zwei der britischen Single-Charts thront) gegen den Hunger in Äthiopien. Und sammeln ordentlich Geld ein: Die Single verkauft sich knapp zwölf Millionen Mal. Aus den von Geldorf erhofften 70.000 Pfund werden innerhalb eines Jahres acht Millionen. Kritik gibt es dennoch: Der Text spiele mit westlichen Vorurteilen und Afrikaklischees und würde die Vielfalt Afrikas unter den Teppich kehren.

5. White Christmas (1942)

1940 setzt sich Irving Berlin hin und schreibt einen Song über eine nostalgische, romantisierte Vorstellung von Weihnachten. Ja, das hat man auch schon 1942 gemacht. Sie kommt in den Soundtrack zum Film Holiday Inn und bekommt prompt den Oscar für den besten Filmsong. „Es ist nicht nur der beste Song, den ich je geschrieben habe, sondern auch der beste Song, den irgendjemand anders je geschrieben hat“, soll er seiner Sekretärin gesagt haben. Nicht gerade beschieden, aber irgendwie auch nicht ganz falsch. Zumindest hinsichtlich seines Erfolgs: Am 29. Mai 1942 nimmt Bing Crosby den Song in schlanken 18 Minuten auf, hält aber nicht viel davon. 80 Jahre später wissen wir: Er unterschätzt die Nostalgie der Menschen. White Christmas ist die erfolgreichste Single aller Zeiten! Zwar sprechen wir heute meist von der 1947-er Neuaufnahme (das Original wurde zu oft gespielt und beschädigt), aber das ist nebensächlich: Mit über 50 Millionen verkauften Exemplaren steht White Christmas ganz oben an der Spitze. Über 500 verschiedene Versionen in zahlreichen Sprachen sind mittlerweile entstanden. Und weil er damals schon nostalgisch war, wirkt er auch mit seinen 80 Jahren alterslos.

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Popkultur

Die 15 besten Weihnachtsgeschenke für Rockfans

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Weihnachtsgeschenk
Foto: Getty Images

Weihnachten nähert sich in großen Schritten. Du weißt immer noch nicht so recht, was du deinen rock-affinen Liebsten schenken sollst? Kein Problem — wir haben da ein paar Ideen!

1. Bono — Surrender: 40 Songs, One Story

U2-Frontmann Bono veröffentlichte im November 2022 seine Memoiren — und darin erzählt einer der größten Frontmänner der Rockgeschichte, wie Paul aus Dublin zu Rockstar und Weltbürger/Weltretter Bono wurde. Ein spannendes Buch, das nicht nur die Anfänge U2s beleuchtet, sondern Bono auch als selbstironischen, reflektierten Zeitgenossen zeigt.

(Hier für 20,99 Euro)

 2. Guns N’ Roses — Use Your Illusion Super Deluxe 12-LP Box

Use Your Illusion

Was für einen Nachfolger macht man nach einem Mega-Debüt wie Appetite For Destruction? Am bestengleich zwei neue Longplayer! Use Your Illusion I + II, das sind zwei Alben, die nur so überquellen. Opulent, rockig, dreckig, hochglanzproduziert, bluesy, überladen, rotzig — alles zugleich, alles auf Maximum. Im November 2022 öffneten Axl, Slash & Co. das Bandarchiv und veröffentlichten ein Boxset, das Fans der Gunners das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. 97 Tracks auf 12 LPs, davon 63 unveröffentlicht — mit Blu-ray, Buch, Lithografien und jeder Menge Goodies… und das alles natürlich im stylischen Boxset. Das mega ausführliche Boxset gibt es bei uns im uDiscover Store — übrigens auch als günstigere 7-CD-Box.

(Hier für 498,99€)

3. BAP — Bap Vinyl Box Vol. 3 (2001-2011)

Wolfgang Niedecken lud in letzter Zeit vermehrt zur Vinyl-Retrospektive und widmete jedem Jahrzehnt von BAP eine Vinyl-Box. Zuletzt erschien mit Volume 3 eine Rückschau auf die 2000er-Jahre. Fünf Alben auf je zwei 180-Gramm-LPs, dazu schöne Artworks, Prints, Texte und Faksimiles. Für Fans von BAP ein Muss!

(Hier für 173,99 Euro)

4. 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten von Christof Leim

Warum wollte Axl Rose einst David Bowie verhauen? Was verbindet AC/DC mit einem Serienkiller? Und was haben Faith No More mit dem Fall der Berliner Mauer zu tun? — Diesen (und etlichen weiteren Fragen) geht uDiscover-Autor Christof Leim in seinem Buch 101 Rock Stories: Anekdoten, Exzesse und wilde Geschichten nach. Der Musiker und Musikjournalist gräbt tief in der Schatzkiste der Rock’n’Roll-Geschichten — und sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

(Hier für 14 Euro)

 5. Peter Frampton — Do You Feel Like I Do? A Memoir

Vor wenigen Wochen sagte die US-amerikanische Rock-Ikone Peter Frampton seinen deutschen Fans mit den letzten Deutschlandkonzerten seiner Abschiedstournee Lebewohl. Wie bewegt seine Karriere war, lässt sich in seinen Memoiren nachlesen, die Ende 2021 erschienen sind.

(Hier für 15,59 Euro)

6. Heavy Metal Ukulele

UkuleleHeavy Metal funktioniert auch auf der Ukulele — das beweist dieses Prachtstück in Flying-V-Form. Wieso nicht mal Thunderstruck, Raining Blood und Enter Sandman auf der Uke zum Besten geben — unter dem Weihnachtsbaum, wo sonst?

(Hier für 37,20 €)

7. Slayer-Wein

Slayer-Fan, aber zugleich auch Reben-Feinspitz? Bekennende Weinliebhaber*innen kommen mit dem Slayer Reign In Blood Red auf ihre Kosten. Der Cabernet Sauvignon stammt, wie Araya & Co., aus Kalifornien — und passt hervorragend zum musikalischen Oeuvre der Herren.

(Hier für 9,59 Euro)

8. Rolling-Stones-Baumwollbeutel

Wie soll man eigentlich die ganzen Weihnachtsgeschenke nach Hause tragen? Am besten stilecht im Rolling-Stones-Baumwollbeutel mit dem ikonischen Zungen-Logo. Hier findet von exklusiven CDs und LPs bis zu T-Shirts und anderen Goodies so einiges Platz!

(Hier für 9,99 Euro)

9. Marshall Bluetooth Lautsprecher

Marshall LautsprecherKeine richtige Stereoanlage da? Kein Problem, mit der richtigen Bluetooth-Lautsprecherbox lässt sich auch ganz unkompliziert via Bluetooth gut Musik hören. Wer dabei nicht auf den klassischen Retro-Rocklook verzichten möchte, findet einige tolle Modelle von Marshall, zum Beispiel wie den Acton II. Der überzeugt mit druckvollem Sound und edlem Look!

(Hier für 199,99 Euro)

10. AKG Kopfhörer

Gute Kopfhörer sind für jeden Musikfan ein absolutes Muss — denn so lässt sich auch ohne sündteure Boxen Musik im hochwertigen Klang genießen. Die Auswahl an guten Kopfhörern ist groß, wir entscheiden uns an dieser Stelle für die AKG K-612, einfach weil sie gute Allrounder sind und auch fürs Studio taugen!

(Hier für 144 Euro)

11. Inhaler — It Won’t Always Be Like This (LP)

Im Februar 2022 veröffentlichen Inhaler ihr neues Studioalbum Cuts & Bruises. Die Wartezeit kann man aber auch mit ihrem Debüt It Won’t Always Be Like This überbrücken, das es im uDiscover Store als LP-Version gibt.

(Hier für 24,99 Euro)

12. Schallplatten-Reinigungsset

Natürlich muss die eigene Plattensammlung auch gepflegt werden. Um dem edlen Vinyl die Liebe zukommen zu lassen, die es verdient, empfehlen wir ein Vinyl-Reinigungsset.

(Hier für 20,95 Euro)

13. Squier Jazzmaster Gitarre

Squier JazzmasterWer gerne E-Gitarre lernen möchte, muss keineswegs gleich zu teuren Marken greifen. Fender etwa hat mit seiner kostengünstigen Tochterfirma Squier einige fabelhafte Modelle im Sortiment, die sich wahrlich nicht vor deutlich teureren Gitarren nicht verstecken müssen. Etwa die 40th Anniversary Jazzmaster, die nicht nur toll aussieht, sondern auch exzellent klingt.

(Hier für 599 Euro)

14. Kreator-T-Shirt

Mal unter dem Weihnachtsbaum mit ein paar Metal-Motiven bei Oma und Opa anecken? Wir hätten da ein paar Ideen — beispielsweise dieses Shirt der deutschen Metallegenden Kreator.

(Hier für 9,99 Euro)

15. Noch mehr Exklusives!

Da geht noch viel mehr! Werft einfach einen Blick in den uDiscover Store — und findet limitierte Editionen, tolle Vinyls, Boxsets und andere Highlights!

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Großer Sale im uDiscover-Store: Die Empfehlungen der Redaktion

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Popkultur

Zeitsprung: Am 6.12.1994 erscheint „Vitalogy“ von Pearl Jam auf CD und Kassette.

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Anekdoten, Jubiläen und wilde Geschichten: Was an diesem Tag in der Welt der Musik passiert ist, lest ihr täglich in unserem Zeitsprung. Heute: 6.12.1994.

von Victoria Schaffrath und Christof Leim

1994 markiert den Wendepunkt für den Grunge: Nach Kurt Cobains Tod wenden sich die Medien gegen die Rock-Bewegung, während sich Pearl Jam im kalten Krieg mit Ticketmaster befinden. Die Jungs aus Seattle wagen mit Vitalogy den Befreiungsschlag und ebnen den Weg für Meisterwerke wie Yield. Am 6. Dezember 1994 erscheint das Album regulär auf CD…

Hört hier in Vitalogy rein: 

„Lives opened and trashed / Look, Ma, watch me crash“ intoniert Eddie Vedder im Opener Last Exit und fasst damit schon ziemlich gut zusammen, was da so in der Welt von Pearl Jam vor sich geht. Als Teil der Grunge-Szene von Seattle kommen sie mit ihrem Debüt Ten trotz kommerziellem Durchbruch nicht wirklich gut an, die Folgeplatte Vs. (1993) zementiert dafür ihren Platz zwischen Nirvana, Soundgarden und Alice In Chains. So sehr, dass der daraus resultierende Erfolg die Gruppe in eine schwere Sinnkrise stürzt. Dazu noch der Medienrummel um Kurt Cobains Suizid sowie eine Extraportion Streitigkeiten um Konzertpreise((LINK)) mit Ticketmaster. Kurzum: Der Boden unter den Bandgrundmauern wackelt.

Vorsicht, rissig

Die Aufnahmen für das dritte Album entstehen während der Tour zu Vs., die Sänger (und nun auch Gitarrist) Vedder, Bassist Jeff Ament, den Gitarristen Stone Gossard und Mike McCready und Schlagzeuger Dave Abbruzzese einiges abverlangt. Abbruzzese darf gegen Ende der Aufnahmen den Abflug machen, denn seine Kritik am Ticketmaster-Konflikt stößt auf. McCready wiederum merkt, dass sein Kokain- und Alkoholproblem die Gruppe gefährdet: „Nach dem die Band durchgestartet war, befand ich mich in meiner eigenen kleinen Welt.“ Er checkt zwischen Aufnahmen und Veröffentlichung in die Entzugsklinik ein.

An den Drums übernimmt Vedder-Vertrauter und ehemaliger Red Hot Chili Pepper Jack Irons, der positive Energie in den Laden bringt. Die braucht es dringend, denn der Sänger, der hier verstärkt die kreativen Zügel in die Hand nimmt, gerät nun mit Gossard aneinander. Für ersteren stellt der Führungswechsel eine natürliche Konsequenz dar: „Das war keine feindliche Übernahme. Ich fand, dass alle unsere Veröffentlichungen stellvertretend für mich standen. Da ich sowas wie das Gesicht der Band wurde, musste ich auch musikalisch mehr repräsentiert werden“, erzählt er später in der Dokumentation Pearl Jam Twenty

Lebenszeichen

Diese Kehrtwende äußert sich auch in, sagen wir mal, etwas wundersameren Werken wie Hey Foxymophandlemama, That’s Me, einer Soundcollage mit Äußerungen von Insassen einer Nervenklinik. Dagegen stehen aber Stücke wie das unangepasste Spin The Black Circle, Immortality und das wunderbare Better Man, die das umstrittene Album zu einem wichtigen Punkt der Bandgeschichte machen.

Ganz bewusst veröffentlichen Pearl Jam das Ding zunächst am 22. November 1994 auf Vinyl und für die damals gängigen Formate CD und Kassette gibt’s ein zweiwöchiges Embargo. Das zahlt sich aus, denn Vitalogy hält bis zur Veröffentlichung von Jack Whites Lazaretto 2014 den Rekord für die meisten Vinylverkäufe innerhalb einer Woche. Ab dem Nikolaustag 1994 stehen dann auch CDs und Kassetten zum Verkauf. Wie Kollege Chris Cornell in der Doku treffend bemerkt: „Amerikanische Rockbands lösen sich auf. Pearl Jam schafften es zusammenzubleiben.“ Vitalogy entpuppte sich dabei als der Kitt der beginnenden Risse.

Zeitsprung: Am 30.6.2000 passiert Schlimmes bei einer Pearl Jam-Show in Roskilde.

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